Zahnarztbesuch - evtl. Betäubung?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ramira1980 02.02.06 - 13:06 Uhr

Hi zusammen,

ich habe ein kleines Problem (wird ein bißchen sehr lang):

Seit einer Wurzelentzündung habe ich panische Angst vor dem Zahnarzt. Als ich letztes Jahr dann noch einen Weißheitszahn gezogen bekommen hatte, der sich zwischen der Röntgenaufnahme und dem "Zahn-Zieh-Termin" innerhalb von einer Woche auch noch entzündet hatte, ist das Thema Zahnärzte für mich (fast) gestorben. Natürlich wirkte die Betäubung nicht u. ich bin fast an die Decke gegangen. Bin dann auch (natürlich) heulend aus der Praxis raus u. habe diese nie wieder betreten.

Meiner Zahnärztin hatte ich die Geschichte dann erzählt. Sie hatte mir diesen Kieferchirugen auch empfohlen, weil sie genau weiß, dass ich panische Angst vorm Bohrer und vor Spritzen habe - er wäre super! Naja, egal!

Bin dann noch ein paar mal bei ihr in Behandlung gewesen, bis mich einfach die Lust verlassen hatte. Ende letzten Jahres (Anfang Dezember) habe ich mir doch wieder einen Termin geben lassen, weil ich auf einmal tierische Zahnschmerzen bekommen habe.


Habe dann dort angerufen u. gesagt, dass ich dringend einen Termin brauche, weil ich sehr starke Zahnschmerzen habe. Dabei habe ich auch gesagt, dass ich schwanger bin ("damals" so... ca 25-27. Woche) u. gefragt, ob ich trotzdem eine Betäubung kriegen könne - natürlich!

Zwei Wochen später hatte ich den Termin. Von meiner Zahnärztin hörte ich dann nur "Och, den Zahn wollen sie doch wohl nicht noch in diesem Jahr gemacht kriegen?"; "Eigentlich schon. Ich hatte angerufen u. gesagt, ich habe ein Loch u. es schmerzt!". "Na das machen wir dann aber lieber beim nächsten Mal". (Eine Fahrt hin und zurück sind 50 km). Da war ich dann schon leicht säuerlich!! Zwei Wochen später hatte ich dann den Termin, wo endlich mein Zahn in Ordnung gebracht werden sollte! Pustekuchen!!!!

Sie hat meinen Zahn nicht gemacht, sagte, er würde im Mai gemacht werden u. dabei können wir gleich noch einen anderen Weißheitszahn ziehen - ach und da hinten - ne Wurzelbehandlung. Sie fing' dann auch an zu bohren - aber nicht da, wo sie sollte.... Bin dann wutentbrannt nach draußen u. habe mir geschworen, nie wieder dort hin zu fahren.

Stimmt es, dass während der SS NICHT an einem Zahn gebohrt werden darf, der mit Almagam (richtig geschrieben?) gefüllt wurde? Das hat sie nämlich getan! Habe meinem Vater einfach die Geschichte erzählt und er meinte sie könne bohren, so lange kein Zahn mit Almagam gefüllt ist. Als ich ihm sagte, dass sie genau das getan hat, wäre er fast Amok gelaufen. Naja :-(

Jetzt zu meiner Frage (ich habe seit Tagen wieder tierische Zahnschmerzen):

Würdet ihr euch eine Betäubungsspritze geben lassen (ohne halte ich das echt nicht aus. Muss den Zahn nur anfassen u. ich gehe schon fast an die Decke).

Ich möchte mich nicht mit Schmerztabletten "volldröhnen". Denke, dass eine Betäubungsspritze weit aus unschädlicher sein könnte, als wenn ich die Wochen bis zur Geburt nicht ohne Tabletten aushalte? Was würdet ihr tun?

Sorry, wurd' doch sehr lang #kratz

Beitrag von attempto 02.02.06 - 13:19 Uhr

so, ich versuche mal dir etwas deine bedenken zu nehmen.
also, wenn du mit deiner Zahnärztin nicht zufrieden bist, dann wechsel doch einfach. du wirst sicher jemanden finden, dem du vertraust... man kann halt nicht mit jedem...

eine lokalanästhesie, also die 0815spritze beim zahnarzt ist überhaupt nicht schädlich. es ist schlimmer, wenn du bei der behandlung schmerzen hast und die spürt auch dein kind.

wenn es nötig ist an einem zahn eine behandlung durchzuführen, sprich es sitz eine dicke karies unter einer amalgamfüllung, dann sollte man auch die füllung wegbohren. stell dir mal vor wie viele selbstständige, schwangere zahnärztinnen in der woche an amalgamfüllungen rumbohren müssen?! die sitzen nämlich am stuhl bis die fruchtblase platzt ;) die teile, die man eventuell verschluckt sind nicht schädlich. das quecksilber wird nur durch die dämpfe aufgenommen, die wärend des bohrens entstehen und die helferin saugt normalerweise sehr gut ab. schlimmer sind frische füllungen oder ganze sanierungen wo 20000 amalgamfüllungen rausgebohrt werden. wenn man es genau nimmt, dann darf man auch nicht an einer strasse laufen und autoabgase einatmen...

gut, ich weiß nicht welchen zustand deine zähne haben, aber lass mal von einem andern draufschauen....
wenn eine wurzelbehaundlung ansteht, dann kann man den zahn noch solange provisorisch versorgen, bis dein wurm da ist und wieder geröntgt werden kann. dann hast du aber auch keine schmerzen...


tut mir leid...etwas lang ;)

grüßle

eisi

Beitrag von naddel06 02.02.06 - 13:11 Uhr

Hallo,

mach Dir keine Sorgen. Geh zum Zahnarzt und lass Dir eine Betaeubung geben. Das macht dem BAby nichts. Hatte auch eine Wurzelbehandlung mit Betaeubung. Die Betaeubung wird lokal, d.h. im Gewebe abgebaut und geht nicht in die Blutbahn, den Zwerg bekommt davon nichts ab!

LG

Nadine

Beitrag von naddel06 02.02.06 - 13:15 Uhr

Achso, habe dann auch eine Amalgan-Fuellung bekommen und die alte wurd natuerlich rausgebohrt. Mein Arzt meinte wenn ich Fisch esse, z.B. eine Dose Thunfisch, hab ich genau soviele Schwermetalle zu mir genommen... Meiner Kleinen geht es gut und sie entwickelt sich praechtig!

Beitrag von ramira1980 02.02.06 - 13:19 Uhr

Danke - das beruhigt dann doch :-)

War nur wegen der Betäubung beunruhigt. Von der Zahnarzthelferin wurde mir gesagt, ich würde eine Betäubung bekommen, die Ärztin wollte das partout nicht.

Werde dann mal bei meinem "alten" Zahnarzt anrufen und einen Termin vereinbaren. Auf das ich dann endlich wieder richtig essen kann :-)

LG Nina

Beitrag von bianca153 02.02.06 - 13:20 Uhr

Hallo

Also ich war vor 3 Wochen beim Zahnarzt, weil ich auch Zahnschmerzen bekommen hatte. Bei mir war eine Füllung durchgebrochen ( wie immer das auch passiert ist ) und dadurch hat das dann auf den Nerv gedrückt. Wenn ich draußen war ( Minusgrade )und mit offenem Mund geatmet habe, hätte ich an die Decke springen können. Da der Zahn ja sowieso so empfindlich war, hätte ich es ohne nicht ausgehalten und habe mir auch eine Betäubung geben lassen. Meine Zahnärztin sagte, das es nicht weiter tragisch ist, sich eine Betäubung in der SS geben zu lassen. Ich war heute erst wieder beim FA und mit meinen Knirps ist alles in Ordnung.

Aber davon mal abgesehen : Ich würde mir an Deiner Stelle einen neuen Zahnarzt suchen. Wenn ich schmerzen habe und weiß woran es liegt, dann möchte doch auch bitte schön dieser Zahn behandelt werden und kein anderer.....
Das mit den Tabletten würde ich sein lassen, denn 1. ist es überhaupt nicht gut fürs Baby und 2. bei richtigen Zahnschmerzen helfen auch keine Tabletten mehr....

LG Bianca und viel Glück

Beitrag von ramira1980 02.02.06 - 13:31 Uhr

Danke :-)

Ich werde den Zahnarzt auch auf jeden Fall wechseln. Sie war mir schon längere Zeit sehr suspekt, weil sie immer irgendwas gefunden hat oder finden wollte.

Die Aussage "Oh, für die Wurzelbehandlung habe ich mir schon einen Zahn AUSGESUCHT" ist mir dann noch mal richtig negativ aufgestoßen. Vorallem, wenn mal etwas Größeres anstand, hat sie NIE 2 Zähne, die vllt. sogar nebeneinander lagen, auf einmal gemacht, sondern ich habe dafür dann zwei Termine bekommen!

Und ich weiß, wenn ich bis nach der Geburt warten sollte (ausgezählt bin ich für den 13.04.) wird der Zahn nicht besser! Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie genau darauf spekuliert u. hofft, dass dann eine größere Sache (vllt. eine Brücke?) daraus entsteht u. sie schön an mir verdient. Noch habe ich "nur" ein Loch, aber in 3 Monaten wird das mit Sicherheit anders aussehen.

Werde gleich mal all' meinen Mut zusammen nehmen und bei meinem vorherigen Zahnarzt einen Termin machen. #schwitz

Beitrag von janti 02.02.06 - 13:18 Uhr

Hallo Ramira,

geteiltes Leid ist halbes Leid, hatte gestern extreme Zahnschmerzen und bekam ein Abzess auf einem Stockzahn, das am Nachmittag aufgebrochen ist, bin sofort zum Zahnarzt, ich dachte ich geh ande Decke vor lt. Schmerzen. Hat mir Antibiotikum verschrieben (clamoxyl) und f. die Schmerzen darf ich ein wenig Paracetamol nehmen. Am Montag um 12.00 wird das Ding dann gezogen mit Betäubung, die schadet dem Baby nicht.

Alles Gute
janti

Beitrag von lilflame 02.02.06 - 13:23 Uhr

Ich war vor ca. einer Stunde beim ZA. Hatte seit gesternm deftige Zahnschmerzen und konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Mein ZA hatte Mitte letzten Jahres eine Wurzelbehandlung angefangen und die nicht fortgesetzt, weil ich mal wieder zu schissig war, nochmal hinzugehen, dann die SS und der Satz "In der SS keine Betäubung" und aus wars mit der Wurzelbehandlung. Die Quittung hab ich dann heute nacht bekommen.
Hab eben da auch dem Stuhl gesessen und er meinte Ende 2. Trimenon könne man da auf jeden Fall was machen. Er hat sogar mit meinem FA gesprochen ob er eine Betäubung setzen könne.
Hab dann eine lokale ohne Adrenalin bekommen. Hält nicht solange an wie eine normale und ist auch nicht so stark, aber er konnte dreimal noch nachspritzen. Eine Wurzelbehandlung per se ist schon übel und das eben war mal was ganz schlimmes. Aber im Vergleich zu letzter Nacht, ein Spaziergang!!!

Red mit deinem FA und deinem ZA und dann lass dir auf jeden Fall helfen!
ICh soll erst nach der Entbindung wieder kommen, sollte aber bis dahin wieder was sein, kann und will er mir helfen :o)

Beitrag von ramira1980 02.02.06 - 13:33 Uhr

Anscheinend bin ich wirklich nicht alleine. Lag' auch die halbe Nacht wach, weil mir der Zahn so weh tat...

Werde das gleich direkt auch am Telefon abklären, bevor mir wieder falsche Versprechungen gemacht werden. Vllt. kriege ich ja sogar heute #schwitz noch einen Termin?