Haematologe/in anwesend?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von milka700 02.02.06 - 18:18 Uhr

Hallo Foris!

Ich war heute mal wieder beim Blutspenden. Obwohl ich schon seit Jahren gehe, sah ich heute zum ersten Mal neben dem üblichen (0 neg ccddee) auch den Kellfaktor.
Der bei mir positiv (K) ist. Hab mal Infos eingeholt und einmal steht es als Blutgruppenunverträglichkeit, da sich das positive Blut des (Un)geborenen mit meinem negativen vermischt haben muss, andererseits soll es vererbt sein, Ursachen wie- ungeklärt.

Weiß wer was genaues? Das letzte Kind war trotz immer erfolgter Anti- D Serumgabe kurz vor dem Blutaustausch wegen schwerer Gelbsucht.

Gruß, Ilka

Beitrag von milka700 03.02.06 - 13:32 Uhr

Nicht mal ein örtlicher Haematologe konnte mir eine umfassende Auskunft darüber geben, (O- Ton: Alles ist genetisch und Kell hat nichts mit den Blutgruppen und dem Rhesusfaktor zu tun (das wusste ich auch so)- jetzt der Hammer: Bei einer normalen Transfusion hat der Kellfaktor keinen Einfluss auf den Empfänger und müsste nicht beachtet werden).
Ärzte!!!

http://www.klinik.uni-wuerzburg.de/deutsch/Einrichtungen/Kliniken,%20Institute%20und%20Abteilungen/Abteilung%20f%FCr%20Transfusionsmedizin%20und%20Immunh%E4matologie/Vorlesungen/Blutgruppen%20Erythrozyten%20III%20/K-System/content.html

Demnach ist der positive Kellfaktor zu 10%, der negative zu 1,5% immunogen.
Das heißt, der Empfänger bildet in dieser %zahl Antigene und könnte bei einer erneuten Transfusion allergisch reagieren (bis hin zum Tod).

Das Risiko, überhaupt eine Transfusion zu bekommen, ist recht gering.
Aber ein positiver Kellfaktor kann auch bei Frauen bei einer Schwangerschaft einen Morbus hämolyticus neonatorum auslösen. Das heißt, das Neugeborene kann eine Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) erleiden.