Was wenn Arbeitgeber = Agentur für Arbeit ???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von bibip13 02.02.06 - 20:04 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mal eine Frage. Gesetzt den Fall, man wird schwanger und ist währenddessen arbeitssuchend gemeldet und erhält Leistungen, muss man die BA in Kenntnis setzen, wenn ja, wann und werden die Leistungen dann gestrichen, wenn man nach der Geburt ins Erziehungsurlaub gehen möchte? Muss man das überhaupt vorher sagen, ob man Erziehungsurlaub nehmen möchte oder nicht?
Hoffe, es kennt sich jemand aus, denn auf der Homepage der BA findet man dazu nichts.

Lieben Dank und viele Grüße
Bianca

Beitrag von glacess 02.02.06 - 20:07 Uhr

Bianca,

soweit ich weiß, verhält sich das wie bei einem normalen Arbeitgeber. Also das Amt schonmal informieren. Mutterschaftsgeld bekommst du wie alle auch. Und dann eben im Erziehungsjahr keine Leistung, sondern Erziehungsgeld vom Staat. Nach dem Erziehungsurlaub geht das dann bei dem Monat weiter mit den Zahlungen wie gehabt. (also wenn du von 6 Monaten noch 3 übrig hast, bekommst du noch 3, bis du in Hartz irgendwas gerätst...)

Bin noch ne arbeitslos, aber das ist ne logische Erklärung für mich.

LG, Susi SSW 28+2 + #baby Jasmin

Beitrag von bibip13 02.02.06 - 20:22 Uhr

Lieben Dank Susi,

hört sich für mich auch logisch an, aber man weiß ja nie und richtig informiert wird man auch nicht.

Schönen Abend
Bianca

Beitrag von immelchen111 02.02.06 - 20:25 Uhr

Hallo Bianca,

die BA mußt du auf jeden Fall in Kenntnis setzen.Ab der 12.SSW bekommst du einen Schwangerschaftsmehrbedarf von ca.54 €.Die Leistungen erhälst du weiter.Wovon willst du denn sonst leben?Du bekommst deinen normalen Satz + Miete und 80% Heizkosten + Kindergeld(154€ für die ersten drei Kinder)+300€ für zwei Jahre oder 450€ für ein Jahr Erziehungsgeld + ca.50€ von der BA für dein Kind(normalerweise sind das 207 € darauf wird das Kindergeld aber angerechnet deswegen die 50 €) und dann kannst du bei der BA Babyerstausstattung beantragen und bei Caritas bzw. Diakonie.
Zum Mutterschaftsgeld noch ein paar Infos:kommt drauf an ob du ALG 1 oder 2 bekommst.Die ALG 2 bekommen kriegen kein Mutterschaftsgeld.
Hoffe ich konnte dir helfen

Imme

Beitrag von bibip13 02.02.06 - 20:36 Uhr

Hallo Imme,

es handelt sich um ALGI und es wird weder die Miete bezahlt noch Heizkosten etc.
Die Frage ist, kann der Haushalt mit dem Gesamteinkommen über irgendeinen Satz kommen und so die Leistungen eventuell doch gestrichen werden?

Liebe Grüße
Bianca

Beitrag von immelchen111 02.02.06 - 21:01 Uhr

Versuch es mal auf der Seite des Bundesfamilienministeriums.Falls du Fragen hast kannst du denen ne Email schicken.Entweder schicken die dir das entsprechende Infomaterial oder antworten dir per Email.Sonst zu deiner zuständigen BA gehen und sich da schlau machen.

Imme

Beitrag von jindabyne 02.02.06 - 20:21 Uhr

Hallo Bianca!

Kommt darauf an, ob Du Arbeitslosengeld I oder II bekommst. Mit I kenne ich mich nicht aus, bei II lohnt es sich auf jeden Fall das Amt davon in Kenntnis zu setzen, denn ab der vollendeten 13.SSW gibt es monatlich einen "Schwangerenmehrbedarf" (ca. 60 Euro). Mutterschutzgeld und Erziehungsurlaub gibt es nicht, sondern die Zahlungen laufen nach der Geburt normal weiter bzw. man bekommt noch einen Sozialzuschuss fürs Kind. Die ersten zwei oder drei Jahre nach der Geburt muss man auch keine Arbeitsstelle annehmen, wenn das Kind nicht irgendwo untergebracht werden kann.

Das gilt fürs ALG II, was das ALG I angeht gelten aber vermutlich andere Regelungen.

LG Steffi (24.SSW)

Beitrag von bibip13 02.02.06 - 20:25 Uhr

Hallo Steffi,

ach Du Schreck, das hätte ich nicht gedacht. Es geht um
ALG I. Gibt es denn nirgends ne Broschüre darüber? Für jeden Pups bekommt man irgendwelche Heftchen mit, aber das was wichtig ist, erfährt man nicht.
Ich danke Dir für Deine Hilfe, das bringt mich schon weiter.

Liebe Grüße
Bianca

Beitrag von jindabyne 02.02.06 - 21:37 Uhr

Hallo Bianca,

für ALG II habe ich mal eine Broschüre online gefunden, müsste es für ALG I ja eigentlich auch geben... Habe gerade auch mal gegoogelt, aber da steht ja überall nur was zu ALG II...

LG Steffi

Beitrag von schimmelcent 02.02.06 - 20:25 Uhr

Hallo,

das was da schon geantwortet wurde stimmt nicht ganz.

Dir entstehen durch die Schwangerschaft keine Nachteile, also sofort Melden.

Ich habe 2 Jahre Erziehungsgeld bezogen und habe wieder anspruch auf Arbeitslosen Geld für 1 Jahr.

Alles nicht so schlim.

Grüsse Brigitte 13 Ssw

Beitrag von bibip13 02.02.06 - 20:32 Uhr

Hallo Brigitte,

also ich das beruhigt mich. Du sprichst also aus Erfahrung, ja? Weißt Du denn, wo man das nachlesen kann?

Liebe Grüße
Bianca

Beitrag von celiana 02.02.06 - 21:20 Uhr

und wenn man Alg 2 kriegt,
kann man Zuschuss für Umstandskleidung beantragen.
8 Wochen vor ET auch zuschuss für Erstausstattung und Kinderzimmer möbel.

Allgemein kann ich nur empfehlen: Zum DRK gehen, die beraten einen in allen solchen Sachen und du kannst dort
auch Zuschüsse von Stiftungen und so weiter beantragen.

Das gilt auch für ALG1 und alle anderen. haben insgesammt von der Stiftung und Aamt ca 1000 € gekriegt. Lohnt sich schon, das zu versuchen.

Beitrag von 79stella 02.02.06 - 23:02 Uhr

Hallo,

vielleicht kann ich dir auch helfen. Ich bin momentan auch arbeitssuchend / arbeitslos gemeldet (leider) und in dieser Zeit schwanger geworden. Hab gestern meinen Termin beim AA gehabt, war ganz problemlos. An meinen Bezügen hat sich nichts geändert, ich bekomme mein Arbeitslosengeld (I) genauso weiter wie gehabt, allerdings nur bis zum Beginn des Mutterschutz. Danach kommt für den Mutterschutz ganz normal die Krankenkasse auf, allerdings scheinen da die Bezüge geringer zu sein, hab zumindest auf der HP meiner Krankenkasse gesehen, dass dann das Geld im Mutterschutz wie Krankengeld gezahlt wird, auf eine genaue Antwort warte ich da noch (auch ob da meine Lohnsteuerklasse noch entscheidend ist, sonst würden wir schon mit Beginn des Mutterschutzes wechseln, ansonsten erst danach, damit mein Mann wenigstens etwas mehr bekommt).

Arbeitslosengeld bekomme ich danach NICHT (auch wenn ich noch bezugsberechtigt bin), es sei denn, ich kann eine Betreuung für mein Kind nachweisen, also theoretisch auch die Oma. Ich bin nur vermittelbar, wenn ich mindestens halbtags arbeiten gehen kann, dann bekomme ich auch Arbeitslosengeld. Wenn ich das nicht nachweisen kann, werde ich auch nicht wieder aufgenommen- solange bis ich eine Betreuung habe. Ist ja auch logisch, wenn ich nicht arbeiten gehen kann, bin ich auch nicht arbeitslos bzw. arbeitssuchend. Aber Erziehungsgeld kann ich für diese Zeit beim Versorgungsamt beantragen.

Ich hoffe, dass ich noch irgendeinen Job bis dahin finde, aber wer stellt schon eine Schwangere ein? Und verbergen kann ich es auch nicht mehr lange, ist eine blöde Situation...

Ich hab das AA auch nicht sofort informiert, ich wollte sicherheitshalber die 12. Woche abwarten und hab mich danach um einen Termin bemüht, Nachteile haben sich mir dadurch nicht ergeben. Meine Sachbearbeiterin war auch sehr nett und hilfsbereit.

Ich hoffe, ich konnte dir damit etwas helfen!

LG Stella (13. SSW + 3)

Beitrag von shahja 02.02.06 - 23:55 Uhr

Wünsche dir viel spaß wenn du ALG2 beantragen musst!!!

habe heute nach fast 2 1/2monaten warterei und papierkrieg das erste geld von denen erhalten!!! Hätte ich meinen schatz und meine family nicht wäre ich wohl schon verhungert (da die mir noch nicht mal ein vorschuss überwiesen haben)

EIN HOCH AUF DEUTSCHLAND!!! Alle wollen se unbedingt nachwuchs für deutschland und wenns dann soweit ist, wird man im regen stehen gelassen!!!

vlg shahja

Beitrag von benpaul6801 03.02.06 - 07:07 Uhr

hallo,
du musst dem arbeitsamt es sagen sobald du deinen mutterpass vorlegen kannst.sonst vermitteln sie dich doch noch an jobs,die für schwangere vielleicht nicht geeignet sind.
liebe grüsse,yvonne

Beitrag von colle1977 03.02.06 - 09:34 Uhr

Hallo,

also, erstmal möchte ich klar sagen, dass es ne tolle Sache ist, dass bedürftige Schwangere diverse Zuschüsse vom Staat bekommen.

Allerdings wird mir bei diesem Gedanken immer die Luftröhre zugeschnürt:

Mein Mann hat zwar einen normalen Job, aber hat auch mit viel Kurzarbet zu kämpfen, teilweise haben wir dadurch einen Verlust von 350,00€ im Monat. Wir haben auch schon eine 3-jährige Tochter und ich gehe, seit sie 4 Monate alt ist, auf 400€-Basis arbeiten.
Jetzt bin ich schwanger (weil wir uns trotz wenig Geld für ein Kind entschieden haben), aber das geld reicht dann vorne bis hinten nicht.
Sobald ich in den Mutterschutz gehe, bekomme ich keinen Cent mehr, ich verdiene nur Geld, wenn ich auch arbeite (ist halt so bei den meisten Minijobs). Da ich aber auch bestimmt 2 Monate stillen möchte (mehr ist leider finanziell nicht drin), werden wir ca. 5 Monate auf mein geld verzichten müssen.
So, jetzt verrate mir doch bitte jemand, wer uns unter die Arme greift ? Wer kann uns vielleicht ein wenig unterstützen ? natürlich habe wir schon einige Anschaffungen von unserer Tochter noch, aber Möbel müssen neu her (können sich ja nicht 1 bett teilen), Unsere Tochter geht in den Kindergarten, der muss mit 120€ jeden Monat bezahlt werden... Zuschüsse bekommen wir nicht, weil mein Mann "zu viel" verdient.., wir aber teilweise unsere Familie um Mithilfe bitten müssen, dass wenigstens der Kühlschrank gefüllt ist und wir unserem Kind was zu essen geben können.

Meine Freundin, die Hartz 4 bekommt und ihr ganzen leben noch nicht einmal gearbeitet hat (sie ist 25 jahre), lebt bei den Eltern, bekommt schon von denen alles in den Ar.... geblasen (sorry, wegen dem Ausdruck, aber da kann ich immer wütend werden), bekommt von jeder sozialen Ecke Zuschüsse...

beispiel: wir können uns keine Wiege für 250,00€ leisten oder einen Kinderwagen für 500,00€. Geschweige denn, dass wir unserem Kind von geburt an eine Lebensversicherung schenken können, gerade mal ein Saprbuch, auf das wir jeden Monat 5,00€ bis zum 18. Lebensjahr überweisen...

Mir platzt da immer der kragen....

Sorry, musste mir mal Luft machen

Colle

Beitrag von jindabyne 03.02.06 - 12:02 Uhr

Hallo Colle!

Muss da aber mal was richtig stellen:
Bekomme auch ALG II, Zuschuss für einen Kiwa = 100 Euro, Wiege wird vom Amt nicht gezahlt, Möbel fürs Kind mit ca.200 Euro bezuschusst (also Wickelkommode, Bett, Schrank, was man auch immer meint zu brauchen).

Wenn Deine Freundin so teure Sachen kaufen kann, bekommt sie das Geld von ihren Eltern NICHT vom Amt! Wir können uns so teure Sachen trotz Zuschüssen nämlich absolut nicht leisten und müssen bei jeder einzelnen Anschaffung überlegen, ob wir das wirklich brauchen oder nicht oder ob wir das irgendwo noch billiger bekommen können.

Es ärgert mich langsam ziemlich, dass so getan wird, als könne man als ALG II Empfänger im Luxus schwimmen. Das ist nämlich einfach nicht so! Manche haben reiche Eltern im Hintergrund, dann ist das alles kein Thema, aber für andere müssen die paar Kröten reichen. Ja, ich komme mit dem Geld aus, aber das heißt nicht, dass ich es mit vollen Händen herausschmeißen kann!
Ich weiß, dass es für viele Arbeitnehmer ärgerlich ist, solche Summen zu lesen, die andere "einfach so" bekommen und man selber geht dafür arbeiten. Aber alle Hartz IV empfänger dann in einen Topf zu werfen, finde ich nicht fair. Ich hätte sehr gerne Arbeit.

LG Steffi