Traurig

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von shippchen 03.02.06 - 07:03 Uhr

Hallo,

ich möchte hier nur kurz das aufschreiben, was mich gerade total beschäftigt. Gestern habe ich erfahren, dass die Frau meines Bruders ihr Baby in der 5. Woche verloren hat.
Und wir hatten uns doch so sehr auf das Kleine gefreut.
Das erste Kind der beiden ist jetzt ein Jahr alt und kam mit einem Gendefekt zur Welt. Die beiden (mein Bruder und seine Frau) sind jetzt, wie wir alle total fertig.

Ich selbst bin in der 8.SSW. Neben der Trauer habe ich jetzt natürlich unglaublich Angst, unser kleines Würmchen zu verlieren.

Ich musste das jetzt einfach mal schreiben, dann gehts doch gleich wieder ein bisschen besser. Danke fürs Zuhören (lesen).

Simone + #ei

Beitrag von michaela_25 03.02.06 - 10:30 Uhr

Hallo Simone,

Mir ist es ähnlich ergangen wie Dir. Ich war in der 8. SSW als meine beste Freundin ihr Baby verloren hat. Sie war in der 13. SSW. Ich war sehr traurig und hatte ab dem Tag unbeschreibliche Angst. Ich wurde damit kaum fertig. Habe dann homöopatische Tropfen genommen, die die Angst soweit herunter geschruabt haben, dass ich damit leben konnte.

Jetzt ist mein Kleiner schon 5 Monate alt und ich werde immer trauriger für meine Freundin. Jedesmal wenn wir uns sehen denke ich wie traurig sie sein muss. Ein weiteres Problem ist wohl auch, dass sie schon 35 wird und ich gerade 27 geworden bin. Direkt nach ihrer FG hat sie dann auch ihr Mann verlassen (der A...). Sie war erst 3 Monate verheiratet, aber schon 8 Jahre mit ihm zusammen. Sie hat also in kurzer Zeit alles verloren war ihr lieb war.

Sie wollte immer 6 Kinder. Das wird wohl jetzt etwas knapp mit 35 ohne Mann.

Sorry, jetzt hab ich mich wohl mehr ausgesprochen als Du.

Ich habe auf jeden Fall nie den Kontakt gemieden, obwohl ich dachte, dass es ihr wohl wehtun würde mich schwanger und mit dem Baby zu sehen. Aber letztenendes denke ich, dass eine Freundin an ihrer Seite auch sehr wichtig war.

Liebe Grüße,

Michaela und Marco (5 Monate)

Beitrag von shippchen 03.02.06 - 12:17 Uhr

Hallo Michaela,

erst mal gratuliere ich dir ganz herzlich zu deinem Sohn und wünsche euch nur das allerbeste.

Außerdem möchte ich mich noch für deinen Beitrag bedanken. Es tut schon einfach gut, wenn es jemand anderem ähnlich erging und derjenige versteht, was man gerade empfindet.

Was für ein homöopatisches Mittel hast du denn da genommen? Vielleicht hole ich mir das dann auch mal, wenn ich es so nicht schaffe.

Also alles alles Gute und ganz lieben Dank,

Simone + Krümel #ei

Beitrag von michaela_25 03.02.06 - 17:19 Uhr

Hallo,

Danke für Deine Antwort. Die Tropfen enthalten ganz wenig Alkohol, ich habe Sie immer mit viel Wasser verdünnt.

Sie heissen

Lycopus virgin. complex
Stress und Nerven Tropfen

Mein Frauenarzt hat mir damals ein Hopfenpräparat verschrieben gegen die Angst aber der Apotheker meinte, dass ich die in den ersten 3 Monaten nicht nehmen darf, darum habe ich mich dann dafür entschieden. Lass Dich einfach von Deinem Apotheker beraten.

Diese Angst in den ersten 3 Monaten haben sehr viele Frauen. Bei mir verging sie ca. in der 14. SSW. Ich habe mir immer schöne Bücher über Schwangerschaften angeschaut, die haben mir sehr geholfen.

Liebe Grüße,

Michaela

Beitrag von shippchen 03.02.06 - 18:02 Uhr

Danke Michaela,

das ist total lieb von dir.#sonne
Das mit den Büchern werd ich auch machen. Und vor allem darf ich mir keine schrecklichen Geschichten mehr antun. Ich glaube das tut mir und dem kleinen Krümelchen nicht gut. Manchmal muss man eben an sich, oder in diesem Falle auch an das Baby denken, auch wenn es bestimmt vielen anderen nicht gut geht.

Herzliche Grüße,

Simone