Frage zum Kindsunterhalt, für mich gaaaaaaanz wichtig. Bitte um eure Hilfe!!!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von hondiene 03.02.06 - 08:03 Uhr

Hallo,

Situation:

und zwar habe ich eine 17jährige Tochter, die bis jetzt immer Unterh. von mir bekommen hat.
Nun lebe ich seit ewigkeiten mit einer anderen Frau zusammen mit der ich zwei Kinder von 7 und 2Mont. habe.
Laut Jungendamt ist mein Gehalt so gering, dass ich für die 17j. nicht mehr soviel zahlen kann.

Frage:
Muss ich mich um einen Anwalt kümmern damit der Unterh. geändert wird, oder kann ich die Zahlung erstsmal einstellen und sie muss sich kümmern.
Oder muss ich dann das volle Geld (obwohl jetzt weniger) nachzahlen?

Was kostet der Anwalt?

Vielen, vielen Dank für Eure Antworten!

Stefan

Beitrag von mami2000 03.02.06 - 08:34 Uhr

Guten Morgen Stefan,

soweit ich weiß, kannst Du einfach übers Jugendamt einen neuen Unterhaltstitel machen lassen.

Zahlst Du direkt an die Mutter oder an das Jugendamt, das ist dabei ja auch noch wichtig.

Gruß Sonja

Beitrag von hondiene 03.02.06 - 08:40 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ich zahle an die Mutter monatlich.
Das Jugendamt wollte mir (wie immer bei Männern) keine Auskunft geben.

Sie meinte nur, wenn ich die Geldzahlung jetzt einstelle, kann sie mit dem Gerichtsvollz. kommen.
Nur über einen Anwalt könnte ich das klären.

Weiß nun auch nicht was ich machen soll.

Stefan

Beitrag von gh1954 03.02.06 - 08:40 Uhr

>>> Muss ich mich um einen Anwalt kümmern damit der Unterh. geändert wird, oder kann ich die Zahlung erstsmal einstellen und sie muss sich kümmern. <<<
Sie ist auch deine Tochter, ich finde es absolut mies, wie du sie am liebsten abhaken willst.

Beitrag von hondiene 03.02.06 - 08:44 Uhr

Was ich mies finde ist, dass sich manche Leute eine Meinung bilden, obwohl sie nicht mal die Fakten kennen.
Mann sollte doch nicht gleich urteilen!

Stefan

Beitrag von gh1954 03.02.06 - 11:18 Uhr

Fakt IST doch, dass du die Zahlung am liebsten vermindern oder einstellen möchtest, und sie sich selbst kümmern soll.
Das ist deine Tochter, da stehst DU in der Verantwortung und solltest dich kümmern.
Wenn du die Fakten nicht schreibst, KANN ich sie auch nicht kennen.
Dann mußt du schon hinnehmen, das Antworten kommen, die dir vielleicht nicht gefallen.

Beitrag von hondiene 03.02.06 - 13:22 Uhr

Ich wollte auf die Frage, die ich gestellt habe eine Antwort und keine Meinung.
Bitte immer erst richtig lesen!

Beitrag von ich_passe_auf 03.02.06 - 09:38 Uhr

Einfach einstellen geht leider nicht.
Es wäre schön wenn es so wäre.
Der Mann zahlt ab Zeitpunkt x nicht mehr.
Die frau rennt zum Amt.
Der Mann wird angeschrieben.und legt die geänderte Situation dar.
Das Amt berechnet neu und alles wäre wieder im Lot.

Eben mal so gefunden, aber es dürfte vom Prinzip ähnlich sein.

Frage:
"Ich lebe seit Mai 05 offiziell getrennt. Im nächsten Jahr gehe ich in den Vorruhestand; die Vereinbarung mit der Firma wurde in 2003 in Absprache mit meiner Frau getroffen. Frage: Wird nun nach Eintritt des Ruhestandes das Unterhaltsgeld entsprechend dem dann viel niedrigerem Einkommen angepasst?

Besten Dank für Ihre Antwort. "

Antwort:
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Unterhatsbetrag richtet sich grundsätzlich immer nach dem aktuellen Einkommen. Sollte durch den Vorruhestand eine wesentliche Änderung der Einkommensverhältnisse einsetzen, muss der Unterhalt herabgesetzt werden. Dieser berechnet sich im Allgemeinen nach der "Düsseldorfer Tabelle". Insbesondere sind die dortigen Selbstbehaltssätze zu beachten. Der Selbstbehalt für einen Nichterwerbstätigen beträgt nach der aktuellen Düsseldorfer Tabelle 770,- €/Monat. Dieser Betrag muss Ihnen monatlich mindestens verbleiben.

Die Anpassung erfolgt aber nicht automatisch. Sollte bereits ein rechtskräftiger Unterhaltstitel gegen Sie bestehen (z.B. Urteil), muss dieser abgeändert werden. Sollte eine einvernehmliche Regelung mit der Frau nicht erfolgen können, so müsste eine Abänderungsklage eingereicht werden.

Sie sollten daher nach der Änderung der Einkommensverhältnisse zunächst den Unterhalt neu berechnen lassen und diesen der Frau mitteilen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
Quelle:
http://www.frag-einen-anwalt.de/Unterhalt__f6641.html