Eine Runde Hausfrauenfrust....

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von minipuce 03.02.06 - 13:39 Uhr

Hallo zusammen,

langsam frage ich mich wirklich, ob hier alles richtig läuft und vielleicht geht es ja einer von Euch genauso.
Ich stehe morgens nach einer mehrmals unterbrochenen Nacht als erste auf, treibe meine zwei Kinder ( 4Jahre, 15mon.) nach Frühstück und Anziehterror (besonders im Winter) in den Kindergarten, komme mit dem Kleinen wieder nach Hause und spule das übliche Programm ab: aufräumen, Sohnemann zum dritten Mal die Kacke vom Hintern wischen, Telefonieren, mit allen Freundinnen, die sich gerade den Trennungsfrust von den Seelen heulen müssen oder mit 150 Handwerkern. Während Minis Mittagsschlaf gegen das Chaos im Büro ankämpfen, dann schnell kochen, Kiga, essen, "Herde auf die Weide treiben" (Kinder), zehn mal Dornröschen spielen, einkaufen, kochen, essen, Kinder ins Bett, Haushalt und dann ist es 23.00, ich falle ins Bett, bis sicher um 2.00 der erste wieder kräht.
Sorry das war jetzt lang.
Aber ich frage Euch, wieso artet das derart aus. Ich bin im Moment nicht berufstätig, bei uns ist es nie aufgeräumt, nie richtig sauber (gut, wir haben ein großes Haus), gegen meine Hände sind Reibeisen Marmorflächen und ich bin den ganzen Tag kein einziges Mal zum Sitzen und durchatmen gekommen. Und dann komme ich gerade von der U8 und muß feststellen, daß meine Große Defizite hat, die ich unbedingt ausgleichen muß, da sie im Kindergarten nicht ausreichend gefördert wird.
Man versucht, allem irgendwie gerecht zu werden, das Hirn rostet vor sich hin und das Ergebnis des ganzen Einsatzes ist trotzdem nicht befriedigend und der Göttergatte mit dem Tagesbericht nicht zufrieden, wieso ich keine Zeit hatte, den Steuerberater anzurufen.
Manchmal hätte ich Lust, den ganzen Laden hinzuwerfen.
Jetzt gehts schon ein bißchen besser...
Danke.

Beitrag von mutterschaf 03.02.06 - 13:50 Uhr

Oh Gott, Du Arme! #liebdrueck
Ich habe ja nur ein Kind (bis jetzt), aber ich kenne das. Man hat von morgens bis abends zu tun, ist dann abends fix und fertig und am nächsten Morgen ist alles wieder schmutzig und alles fängt von vorne an. "Das bisschen Haushalt..."
Echt unfair, dass man als Hausfrau und Mutter so ein geringes Ansehen hat. Ich denke, man müsste streiken damit es mal auffällt was wir so alles leisten.
Ich kann Deinen Frust verstehen. Mein Vorschlag wäre, dass Du (vor allem im Haushalt) mal fünfe gerade sein lässt und Dir stattdessen mal etwas Zeit für Dich seölber gönnst. Du gehst doch sonst völlig unter. Kannste die Kleenen nicht mal 2 Stunden zur Oma geben? Oder zumindest ein Mal die Woche Deinen Mann babysitten lassen, damit Du mal den Kopf freibekommst? Auszeiten müssen sein, sonst dreht man doch durch.
Ich wünsche Dir alles Gute. Glaub mir, Du bist mit Deinem Frust nicht alleine. #liebe

Beitrag von minipuce 03.02.06 - 14:57 Uhr

Du hast völlig recht. Das schlimmste ist einfach, daß man nie etwas fertig bekommt. Und ich hätte gerne mal wenigstens die Wäsche weg oder (!) die Küche geputzt ( der Rest bleibt sowieso liegen), bevor man sich die fünf Minuten gönnt. Und wenn die Oma kommt, dann bin ich glücklich, mal nicht die ganze Bande zum Einkaufen mitnehmen zu müssen. Ich nehme mir schon auch einmal die Woche einen Abend "frei", aber undankbarer Weise wird das auch irgendwie zum Alltag. Mich müßte mal spontan ein Engel überraschen, der mich kurzerhhand rausschmeißt aus dem Haus und mich in´s nächste Schwimmbad unter die Palmen auf die Sonnenliege schickt... Dieser ganze Haushalt wäre auch längst nicht so nervig, wenn alles mal so bleiben würde, wie man es vor einer Minute arrangiert hat. Aber dafür hat man ja Kinder...#augen

Beitrag von lara2003 03.02.06 - 14:19 Uhr

Willkommen im Club!

Meine beiden sind 2 3/4 und 11 Monate alt. Die Große geht in so einen "Vor"KiGa für 3x 3Std die Woche. Damit ich sie um 9Uhr abliefern kann, fang ich schon um kurz nach 8 an die kids fertig zu machen.
Mein Göttergatte steht morgens auf, erwartet das ich das Frühstück auf den Tisch zauber. Und abends wenn er heim kommt, muß natürlich lecker Essen auf den Tisch stehen.

Mein Tag läuft so ab wie deiner. Zudem übernehme ich noch die kompletten Finanzen. Bin also nicht "nur" Hausfrau sondern noch, Versicherungskauffrau, Steuerberater und noch für die Abrechnungen der 9 Wohnungen meiner Eltern bzw. jetzt nur noch Vaters zuständig.
Außerdem muß ich mir anhören das ich viel zu viel Geld für den Haushalt im Monat ausgebe -- hab nur 300€ zur Verfügung. Und das für 4 Personen und für meinen Vater koch ich meistens auch noch mit.

Sonntag morgens geh ich noch in einer Bäckerei arbeiten, was ja auch selbstverständlich ist. Von dem Geld geht mein Mann dann tanken.

Das ich auch probiere den Haushalt von meinem Vater in Ordung zu halten und seine Bürokram noch mit erledige sieht keine Sau, besonders nicht mein Mann.
Mein Vater möchte sich dafür dankbar zeigen und möchte mir eine Notebook kaufen, was mein Mann natürlich überhaupt nicht möchte.

Ich bin nicht selbstständig genug, wäre von meinen Eltern/Vater immer nur abhängig etc. pp.

Bin drauf und dran mir ein Haus zu kaufen und mit einer Freundin und ihren Kindern zusammen zu ziehen.
Hab meinem Mann schon gesagt das er ausziehen soll, aber er will nicht. Das wäre seine Wohnung! Falsch im EHEVERTRAG steht drin das es meine ist. Und trotzdem geht er nicht...

Manchmal könnt ich mich für schlagen das ich damals so einen eingebildeten selbstsüchtigen arroganten Schnösel geheiratet habe.

#liebdrueck Sandra

Beitrag von minipuce 03.02.06 - 14:49 Uhr

Siehst Du, das ist genau der Punkt, an dem ich immer verzweifle. Du hast noch wesentlich mehr an der Backe als ich, aber mein Tag ist um, bevor ich mich umdrehe und von unseren Finanzen will ich gar nicht reden.
Ich würde mir mal eine Haushaltsberatung wünschen, vielleicht könnte man gewisse Dinge rationalisieren, ohne daß was anderes dabei auf der Strecke bleibt...
So eine Frauen-WG hört sich tatsächlich manchmal verlockend an. Denn trotz Spielplatztratsch fühle ich mich manchmal richtig einsam. Mein Mann sitzt abends auch lieber vor dem Computer und "arbeitet", als mal mit mir ein Glas Wein zu trinken oder sich zu unterhalten...l

Beitrag von mariaschnee 04.02.06 - 15:11 Uhr

Liebe Sandra,
ich finde Dich sehr sehr tapfer und fleißig. Halte durch! Was für süße Kinder. Du leistest enorm viel und ich denke, Du hast noch ein paar Kraftreserven. Die Männer schaffen doch noch nichtmal die Hälfte...
Ich habe drei Kleine und rotiere ebenfalls, kann Dich gut verstehen.
Kopf hoch, geh Deinen Weg!
Gruß, Uli.

Beitrag von lara2003 04.02.06 - 18:32 Uhr

Vielen Dank für diese aufbauenden Worte!
Du weißt gar nicht wie gut das tut...

"Männer schaffen nicht einmal die Hälfte" - meiner ist grad mit den Kindern einkaufen ;-)
Er will mir beweisen das ich zuviel ausgebe #freu
Hab ihm einen Essensplan für nächste Woche erstellt und die Zutaten dazu, meistens sehr einfache Gerichte.
Da bin ich mal gespannt wie lange er das aushält, somal Janine im Wal Mart immer weg rennt ;-)

Ich wünsche dir und deinen Kindern alles Gute
Sandra

Beitrag von kabama44 03.02.06 - 15:23 Uhr

Hallo,

ja der Hausfrau und Mutterberuf ist der Schwerste überhaupt.
Du brauchst dringend Urlaub vom Haushalt und den Kindern. Hast du keine Eltern , die dir die Kinder mal 10 Tage abnehmen können und du irgendwohin fahren kannst , nur du alleine und dich erholen kannst .
Außerdem gehe mal zu deinem Hausarzt , wenn er gut ist , verschreibt er dir eine Müttergenesung -- Mutter-Kind -Kur .
Ein Versuch ist es doch allemal wert . Und laß dir keine dummen Sprüche von deinem Mann gefallen . Er kann ja getrost mal eine Woche lang den Haushalt schmeißen, mal sehen wa dabei raus kommt.

lieben Gruß Kabama44

Beitrag von minipuce 04.02.06 - 14:17 Uhr

das mit dem Haushalt schmeißen lassen wäre wirklich die beste Kur für den Mann. Und von wegen Mutter-Kind.Kur, beim letzten Versuch hat sich meine KK fast kaputtgelacht, wozu ich so was denn bräuchte. Nicht mal meiner Freundin, die kurz darauf als Erklärung für ihre Abgeschlagenheit Krebs diagnostiziert bekam, haben sie es damals bewilligt. Dazu müßte ich mindestens Alleinerziehend und Sozialhilfeempfängerin sein, aber als normale Mutter kriegt man nix. Ich muß jetzt auch gar nicht auf eine Kur hinaus. Aber es geht einfach um die Momente, die JEDE von uns hat, nämlich daß man sich oft genug fragt, wer hier eigentlich der Depp ist...

Beitrag von sandra7.12.75 03.02.06 - 19:34 Uhr

Hallo

Was hast Du gemeint???Das Hausfrau und Mutter ein Job ist bei dem man um 18 Uhr den hammer fallen lassen kann???Ich bekomme mein viertes Kind und gehe auch noch arbeiten #schock.Auch hat meine 6 Jährige noch Defizite die ich neben Logo und Ergotherapie noch versuche zu beseitigen.Vorgestern saß ich mit meinen Kindern auch 2 Stunden beim Doc.Hier ist es zwar aufgeräumt,äußerlich.Aber in den Schränken darf man auch nicht gucken.Auch ist es nicht immer sauber,aber so sauber das besuch reinkommen darf.Es gibt schliesslich wichtigeres.#liebdrueck.Mach Dir jetzt ein warmes Bad und trinke ein Glas Wein und mache es Dir bequem.Lass die Arbeit sein.Es läuft nicht weg.Wir sind vorhin shoppen gefahren und hier müßte noch gesaugt werden,aber als erstes gibt es morgen Brötchen dann saugen wir die Krümel gleich mit weg.

lg

Beitrag von minipuce 04.02.06 - 14:28 Uhr

klar hatte ich nie mit 18.00 gerechnet. Aber ich fände es sehr nett, mal wenigstens um ca 21.30 bei einem akzeptablem Status quo angekommen zu sein.

Beitrag von james_bond 03.02.06 - 20:05 Uhr

Hallo du Arme,
das kommt mir doch alles so bekannt vor. Ich habe gestern aus dem gleichen Grund eine Diskussion zum Thema "was helfen eure Männer im Haushalt" angeleiert und ein paar perfekte Hausmuttis getroffen, die mir einreden wollten, dass ich mich einfach mehr anstrengen muss. Schließlich gehen die armen Männer doch so hart arbeiten. Von unserer Arbeit redet aber irgendwie keiner. Zumindest wird sie nicht anerkannt und honoriert. Die Männer bekommen wenigstens ein Gehalt zur Anerkennung. Wir gehen vom gemeinsamen Geld einkaufen. :-)
Ich glaube wir müssen lernen uns selbst zu loben und uns kleine Auszeiten zu verschaffen, und weniger perfekt sein zu wollen. Unsere Stellenbeschreibung machen wir uns ja im Grunde selbst ausser man hat so einen Supergatten, der alles mögliche verlangt. Hab ich Gott sei Dank nicht. Meiner ist immer mit allem und mit mir zufrieden - ich aber nicht. Ich bin überwiegend unzufrieden mit meinem Job, weil man nie fertig wird und irgendwie nie Feierabend hat. Seufz. So genug geschimpft und ein Hoch auf alle Mütter, die irgendwann mal mehr oder weniger freiwillig zuhause bleiben wollten.

Beitrag von zoernchen 03.02.06 - 21:45 Uhr

hi,

mein gott, was machen nur die armen familien, wo beide elternteile arbeiten gehen.

Sie arbeiten und sind hausfrau/hausmann zusammen.

Ich weiss nicht, wir haben auch ein grosses Haus, arbeite halbtags, hab noch ne firma nebenbei, mein mann auch.... und jetzt sind wir mit sack und pack nach schweden mit kleinkind und 13 jährigen Kind und im April kommt noch ein Kind.
Bei uns sieht es nicht besonders dreckig aus...... ich weiss nciht was manche Hausfrauen hier so haben - in meinen Augen ein ruhiges Leben.

LG Conny

Beitrag von lone_wolf_lakota 04.02.06 - 07:09 Uhr

um himmleswillen,
haben die schweden tatsächlich strom?#schock
wie dein nagelstudio hat in schweden eingeschlagen?
schon so viel kundschaft?
#herzlichen glückwunsch miss superfrau.:-p

grüßle
wolf

Beitrag von minipuce 04.02.06 - 14:39 Uhr

Ein ruhiges Leben habe ich definitiv nicht, deshalb ist meine Frage ja genau die, was in Familien wie z.B. bei Euch anders läuft. Vielleicht gehört Dein Mann zu der Spezies, den man nicht auf alles und jedes aufmerksam machen muß.
Ein wichtiger Punkt bei uns ist, daß wir vor 9 mon. in ein altes Haus gezogen sind, in dem einiges renoviert werden muß. Und das nie alles auf einmal. D.H. ständig Dreck im Haus, viele Möbel stehen provisorisch in der Gegend herum, sind nicht eingeräumt, sondern Zeug in Kisten und werden zu Störfaktoren. Suchen, umräumen, etc. kostet Zeit und Nerven.
Nur haben wir alle nur 24 Stunden zur Verfügung, irgendwas bleibt bei jedem auf der Strecke. Und vergiss nicht, daß ein 13jähriges eine ganz andere Unabhängigkeit hat als eine vierjährige, die gerne mal stundenlang versucht, an einem dranzuhängen, zusammen mit ihrem Bruder. Was machst Du denn mit eurem kleinen wenn Du arbeitest?

Beitrag von mariaschnee 04.02.06 - 16:14 Uhr

Toll. Großartig. Super. Ich bewundere das. Du bist ja echt ganz große Klasse! Weiter so! Dufte.
Uli.

Beitrag von stehvieh 04.02.06 - 11:42 Uhr

Hallo!

Wann geht dein Mann morgens aus dem Haus? Ist das eine Zeit, zu der er vielleicht schon mal die Große in den KiGa bringen könnte? Wäre schon eine Erleichterung für dich.

Wann kommt er nach Hause? Mal ehrlich, wenn das noch vor der Schlafenszeit der Kinder ist, würde ich die ihm nach dem Heimkommen aufs Auge drücken. Da kenn ich nix. Ein Elternpaar besteht aus 2 Personen. Sollen auch beide an der Kindererziehung und -betreuung teilnehmen.

Ne Nachbarin von mir hat auch 2 Kinder (noch kleiner als deine beiden), und der Mann ist Arzt und nimmt in jeder freien Minute noch Bereitschaftsdienst rein, bloß um sich zu Hause um nichts kümmern zu müssen. Wenn sie sich das gefallen lässt, bitte, aber ihr geht's genau wie dir dabei. Ich würde durchdrehen und den Kerl erstmal erziehen! Ein Mann, der sich um die Familie drückt, ist keiner, mit dem ich eine Familie führen wollen würde.

LG
Steffi + Caroline Johanna (fast 22 Monate) + #baby inside (16. SSW)

Beitrag von minipuce 04.02.06 - 14:10 Uhr

Stimmt schon, nur dazu ist es jetzt irgendwie zu spät, es würden also nur Erziehungsmaßnahmen helfen. und auf die reagieren alle Männer allergisch. Mein Mann hilft mir schon ab und zu im Haushalt, aber wir haben eben im Moment auch die klassische Rollenverteilung gewählt, heißt, ich will die Hausarbeit gar nicht von ihm verlangen. Aber es ist wirklich schade, daß erkaum ein Bedürfnis verspürt, mit den Kindern zu spielen. Vor allem ist es ja auch entscheidend wichtig, daß die Kinder nicht nur einen Bezug zur Mutter entwickeln. Aber eben SEUFZ.....

Beitrag von luise.kenning 04.02.06 - 14:34 Uhr

hallo minipuce,

folgende tipps:

1. buch lesen: "den alltag in den griff bekommen"
2. nicht zweimal am tag kochen. eine warme mahlzeiut reicht vollkommen aus. mann kann sich abends essen in der microwelle warm machen
3. eine art "spielzeit" für vater und kids einrichten. fester termin. falls es der job deines mannes zulässt.
4. regelung für den hausputz finden: einmal pro woche wischt er küche und bad, einmal du. dann sind die "hygiene-räume" meistens sauber. und er bricht sich dabei auch keinen zacken aus der krone.
5. das 4-jährige kind zum mithelfen erziehen.
6. vielleicht abends kochen (für 2 tage) und die nächsten tage nur aufwärmen... spart zeit und energie.
7. vielleicht kannst du dir einmal pro woche für 3 stunden eine putzhilfe leisten? kostet ab 5 € pro stunde.. würde dich wahrscheinlich entlasten...oder frag doch mal im haus/nachbarschaft nach, wer mal ne stunde auf die kids (zumindest das große) aufpassen kann oder ne stunde raus gehen kann mit ihr?


LG

Luise

PS: hab noch mehr tipps auf lager, auch, wenn ich "NUR" ein kind habe...


Beitrag von minipuce 04.02.06 - 14:41 Uhr

danke, hört sich sehr praktikabel an, werde ich ausprobieren...#freu

Beitrag von luise.kenning 04.02.06 - 14:49 Uhr

hallo minipuce,

ich kann dir dieses buch wirklich nur wärmstens empfehlen. hat dazu geführt, dass ich weniger gestresst bin mit der familienarbeit.

halt mich mal auf dem laufenden, ob meine tipps dir helfen konnten.

LG

Luise mit Marie *24.03.2005

Beitrag von mariaschnee 04.02.06 - 15:18 Uhr

Hey, minipuce,
das ist doch MEIN Tag!!! Das wollte ich doch gerade schreiben: "Ich bin im Moment nicht berufstätig, bei uns ist es nie aufgeräumt, nie richtig sauber (gut, wir haben ein großes Haus), gegen meine Hände sind Reibeisen Marmorflächen und ich bin den ganzen Tag kein einziges Mal zum Sitzen und durchatmen gekommen." "Man versucht, allem irgendwie gerecht zu werden, das Hirn rostet vor sich hin und das Ergebnis des ganzen Einsatzes ist trotzdem nicht befriedigend und der Göttergatte mit dem Tagesbericht nicht zufrieden, wieso ich keine Zeit hatte, den Steuerberater anzurufen.
Manchmal hätte ich Lust, den ganzen Laden hinzuwerfen." Kann ich nur unterschreiben und zwar wortwörtlich. Ich habe mal so viel gewußt und gelernt und kluge Dinge getan in meinem Leben... Also - du bist nicht allein!!! Dies ist eine Lebensphase, sie geht vorbei, damit tröste ich mich immer. Die Kinder sind nicht sooo lange so miniklein, die Zeit rast vorbei und das Teenageralter mit etwas mehr Luft zum atmen und aber auch seinen anderen und größeren Sorgen wartet auf uns...
Trotzdem will ich eine Runde mitjammern. Lieben Gruß von Uli.

Beitrag von mamaminchen 04.02.06 - 18:13 Uhr

Ach hallo, dein Beitrag hätte von mir sein können!

Unsere Kinder sind gerade 5, 3 3/4 und 11 Monate und unser Tagesablauf ist nahezu der gleiche.
Unsere Großen sind 6 Stunden im Kiga und die reichen mal gerade für Schadensbegrenzung. Es muß ja auch eingekaauft werden, gekocht usw., bei uns sitzt man auch schonmal 2 1/2 Stunden beim Kinderarzt. Und sieht es mal manierlich aus, kippt garantiert einer seinen Joghurt über den ganzen Boden und ich fange von vorn an. Es ist Sisiphusarbeit!

Abgesehen davon, daß unser Jüngster gerade krank ist und natürlich 3-4x nachts wach ist, Brust will usw.
Irgendwie ist es schön und ich hab es mir so ausgesucht, aber ich kann manchmal auch gar nicht mehr dauernd geben. Unseren Kurantrag hab ich auch noch nicht fertig, da die Kinderärztin keine Zeit dafür hatte. Außerdem heißt es, es steht schlecht mit Genehmigungen derzeit (ich habe leider eine Erkrankung, die weder besser noch schlechter werden kann).
Wenn ich aber anderen erzähle, wie ich manchmal auf dem Zahnfleisch gehe, dann sagen alle,"Toll wie du das alles schaffst!" , aber Hilfe haben wir keine.
Wer würde auch schon, auf 3 Kinder aufpassen und das Geld für einen Babysitter können wir auch nicht aufbr
ingen bzw. haben wir auch noch niemanden gefunden.
Mein größter Wunsch wär: EinenTag im Bett verbringen.
Vielleicht geh ich tatsächlich einen Tag ins Hotel und mach's....
grüße, minchen

Beitrag von minipuce 04.02.06 - 23:46 Uhr

Es war mir schon klar, daß es sicher vielen so geht wie mir, aber ich hatte nicht erwartet, daß sich bei so viel gemeinsamen Frustpotezial so schnell Besserung meiner Laune einstellen würde. Daß wir (fast )alle gemeinsam empfinden macht die Sache an sich nicht besser, aber doch um so viel erträglicher.
Noch dazu werden wir uns sicher von allen hochglänzenden Lifestyle Medien, wozu ja schon jeder Ikea.Katalog gehört (und dem kommt man fast nicht aus) immer daran erinnert, daß wir diesen beinahe musealen Status eines Domizils nie erreichen werden, an dem wir nicht mehr wohnen müssen, sondern schon leben dürfen... Irgendwann schmeiß ich diese Schundblätter alle weg, aber bis dahin überlege ich mir schon, ob nicht wenigstens ein kleiner Tulpenstrauß unser heimisches Chaos vorübergehend in den Schatten stellen könnte.;-)

Beitrag von luise.kenning 05.02.06 - 10:31 Uhr

hallo minipuce,

noch ein paar tipps.

1. schundblätter wie schönerwohnen, selberstreichen und ichbinsoookreativ-lisa und eben auch den ikea katalog WEGSCHMEISSEN. sofort.
2. stell dir in jedes zimmer einen großen karton für müll. du ahnst gar nicht, WAS du alles nie wieder brauchst. wir sind alle heimliche messies, die sammeln und sammeln und sammeln, weil sie eben "nicht wegwerfen können" oder weil "mans ja nochmal gebrauchen" könnte. du wirst sehen: je weniger staubfänger rumliegen, desto weniger gibts staubzuwischen... das ist aber nur der nebeneffekt: man fühlt sich ohne dieses ballast einfach entlasteter. weil man durchblickt.

3. sichte mal das spielzeug vom großen kind: alles, was kaputt ist und seit einem halben jahr nicht repariert wurde: weg.
4. dann deine kleidung: alles, was du ein jahr nicht angezogen hast: weg. und kein "aber da pass ich doch irgendwann mal wieder rein!" und auch kein "aber das hat mal 200 mark (!) gekostet. wenn du es nicht anziehst, verbrauchts platz in schrank und deine energie.
5. kleb nen anti-werbung-aufkleber auf deinen briefkasten, so kommt weniger müll ins haus
6. vereinbare mit deinen handwerkern eine feste sprechzeit. DEINE bürozeit. vielleicht dann, wenn das kind schläft, falls es das telefon nicht hört. sage ganz bestimmt, dass du NUR zu diesen zeiten erreichbar bist. schalte ab dann den AB ein. nimm dir dann eine weitere stunde pro tag zeit, um DEINE anrufe zu tätigen.
7. vielleicht kannst du dir ja einen studenten leisten, der Dir mal "anpacken" hilft? So mit kisten ausräumen und hin-und herschleppen?
8. nochmals: alles, was dich frustet, muss wirklich weg. und ich meine nicht in den keller, sondern weg. altkleidersammlung oder kleinwaren an- und verkauf. vieles kann man sicher bei ebay versteigern. und wenn du dafür keine zeit hast gibts diese verkaufsagenten... die erledigen alles für dich und kriegen dann ne keline provision...

was meinst du?

Luise

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