Kann man während der Probezeit gekündigt werden?

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Beitrag von lenas 03.02.06 - 14:37 Uhr

Hallo zusammen!

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen!
Und zwar kann man in der Probezeit gekündigt werden, wenn man Schwanger ist?

Meine Freundin, hat einen 1 Jahres Vertrag unterschrieben, obwohl Sie vorher wusste das Sie schwanger ist!
Also, ich weiß das man nicht dazu verpflichtet ist es vorher zu sagen, aber ist Ihr das eine Jahr sicher oder kann Ihr trotzdem noch gekündigt werden?

Danke für Eure Antworten

Lg Lena

Beitrag von bezzi 03.02.06 - 14:44 Uhr

Schwangere genießen auch wärend der Probezeit kündigungsschutz.

Beitrag von lenas 03.02.06 - 14:54 Uhr

Das heißt das Sie den Job jetzt 1 Jahr sicher hat?!?

Beitrag von lady_chainsaw 03.02.06 - 15:01 Uhr

Ja, es ist sehr schwer eine Schwangere zu kündigen. Es ist zwar theoretisch schon möglich, aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Gruß

Karn

Beitrag von lenas 03.02.06 - 15:05 Uhr

Und welche Bedingungen wären das?

Beitrag von kati543 03.02.06 - 15:07 Uhr

Wenn die Betreffende sich zum Beispiel an der Kasse bedient. Also nur durch eigenes Verschulden.
Nach Ablauf des Jahres ist sie allerdings wieder ohne Job. Das Jahr verlängert sich auch nicht.

Beitrag von lady_chainsaw 03.02.06 - 15:09 Uhr

So genau weiß ich das gar nicht.

Okay, bei außerordentlicher Kündigung, aber das ist ja klar,

doch bei einer ordentlichen Kündigung muss z.B. das Versorgungsamt (?) zustimmen und es müssen diverse Voraussetzungen erfüllt sein. Und das Amt stimmt nicht so schnell zu ;-)

Beitrag von schnuffinchen 03.02.06 - 16:12 Uhr

Nein, heisst es nicht!

Denn sie muss nach der Probezeit auch trotz Schwangerschaft nicht übernommen werden!

Zwar darf ihr aus dem Grund nicht gekündigt werden, aber nach Ablauf der Probezeit kann ohne Angabe von Gründen das Beschäftigungsverhältnis nicht weitergeführt werden. Und wenn sie die SS verschwiegen hat, wird es wohl darauf hinauslaufen.

Beitrag von sonne_1975 03.02.06 - 19:38 Uhr

Warum hält sich dieser Quatsch so hartnäckig???

Schwangere können weder in noch nach der Probezeit gekündigt werden.
Schau mal im MuSchutzGesetz nach.

Gruss. Alla

Beitrag von schnuffinchen 03.02.06 - 20:46 Uhr

Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Ich habe nicht von Kündigung geschrieben, sondern von der Übernahme nach Ablauf der Probezeit.

Da eine Probezeit in den meisten Fällen als befristetes Beschäftigungsverhältnis aufgefasst wird, muss der AG eine Schwangere nach Ablauf ebenjener nicht übernehmen. Und das ist dann KEINE Kündigung, sondern schlicht und einfach nur eine Nichtübernahme. Und die ist trotz Schwangerschaft und MuSchuG völlig rechtmäßig.


LG Janine

Beitrag von sonne_1975 03.02.06 - 22:38 Uhr

In den meisten Verträgen wird die Probezeit eben nicht als befristetes Beschäftigungsverhältnis aufgefasst. Und wenn sie ehe ein befristetes Arbeitsvertrag hat, glaube ich nicht, dass die Probezeit noch extra befristet ist.

In deinem Fall wäre es richtig, aber es ist meistens nicht so und besonders nicht bei befristeten Verträgen.

Gruss. Alla

Beitrag von klaus_ 05.02.06 - 09:26 Uhr

tja, da muß dann wohl im Vertrag nachgeschaut werden

Wer als Arbeitgeber Verträge macht, aus denen er zum Ende der Probezeit nicht stillschweigend automatisch rauskommt , ist selbst schuld.

"learning by pain"



Gruß
K

Beitrag von smr 03.02.06 - 21:00 Uhr

Hallo Lena!
Soweit ich es weiss, kann man bei einem befristeten Arbeitsvertrag trotz SS in der Probezeit gekündigt werden. Mir ist es so ergangen. Ich hätte klagen können, hatte aber nicht die Kraft und die Gelder dafür und der Ausgang wäre fraglich gewesen, da unter bestimmten Umständen diese Kündigung durchaus machbar ist. Habe das damals z.B. auch beim Arbeitsamt gemeldet, daher hatte ich den Job und dort war der Herr schon bekannt, aber nicht beizukommen.
Ich würde mich anstelle Deiner Freundin nochmal juristisch beraten lassen, gibts da nicht so Rechtspfleger?
LG und alles Gute
Sandra

Beitrag von lara78 03.02.06 - 21:52 Uhr

Hallo,
ich hatte in der 1 ss das gleiche Probem und hatte nicht mal nen schriftlichen Arbeitsvertrag.Sie kann NICHT gekündigt werden.Mein Chef hat es damals trotzdem gemacht und ich habe geklagt und gewonnen.Jeder Anwalt sagt Dir,dass der AG damit nicht durchkommt.Eine Ausnahme wäre es,wenn sie die ganze ss Beschäftigungsunfähig wäre und ein Arbeitsverbot bekommen würde.Dann dürfte er sie kündigen und sie müsste sich Arbeitslos melden.Aber davon gehe ich mal nicht aus.Aber mal ehrlich (ich wusste damals nicht dass ich ss war),es ist doch nicht schön noch 9 Monate in solchen Klima zu arbeiten oder??Ich meine wenn der Chef weiss,dass sie es wusste#kratz,er wird bestimmt stinkig sein denke ich.Und ständig krankschreiben lassen fände ich naja,sehr unfair.Ich kenne ja die Hintergründe nicht.Alles Liebe und keine Sorge,allerdings kommt es sehr oft vor dass der AG die Frau trotzdem kündigt in der Hoffnung dass sie die Krafrt nicht hat zu klagen (das dauert nämlich ewig,kostet Nerven und man bekommt die ganze Zeit null Geld).Ich habe gekämpft,das hat aber auch Gründe.Er hat mich so versucht fertig zu machen,da habe ich mir gesagt:Mit mir nicht!!
LG Lara

Beitrag von flocke123 03.02.06 - 22:44 Uhr

Hallo,

hat Deine Freundin einen befristeten 1-Jahres-Vertrag, in den noch eine Probezeit eingebaut ist, in dem Sinne, daß der Arbeitgeber während dieser Probezeit das Arbeitsverhältnis durch Kündigung beendigen kann?

Dann kann ihr trotz Probezeit wegen der Schwangerschaft nicht gekündigt werden, d.h. das eine Jahr "ist ihr sicher".

VG
Susi

Beitrag von lenas 04.02.06 - 13:23 Uhr

Danke für Eure Antworten :-)

Wird schon alles gut gehen!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch allen :-)