Wielange macht Ihr Erziehungsurlaub oder wann geht Ihr wieder arbeiten?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von curlysue1 03.02.06 - 14:51 Uhr

Hall @all!

Meine Frage steht ja schon oben, mich würde mal interessieren wie Ihr das macht .

Mein Mann genießt das gerade so das ich daheim bin und mich um alles kümmere dass er sagt ich brauch nie mehr in die Arbeit zu gehen.

Ich bin auch voll ausgelastet und wenn alles erledigt ist oder ich einfach Zeit hab (mein Mann arbeitet Zweischicht) geh ich einkaufen (bzw. bummeln), zum Frisör, zu Verwandschaft, Mutter-Kind-Gruppen oder zu Freundinnen (oder an den Compurter), irgendwas findet sich immer.

Er liebt es dass ich Ihn bekoche, leckeren Kuchen backe und es immer (ziemlich) sauber ist.

Natürlich müssen wir schon ein aufs Geld gucken ich bekomm auch kein Erziehungsgeld, aber irgendwie funktioniert es so ganz gut.

Aber wenn ich nicht mehr in die Arbeit gehe bekomme ich auch keine Rente.

Wie macht Ihr das?

Liebe Grüße

Curly

P.S. Bin scho gspannt.#huepf

Beitrag von charliepogo 03.02.06 - 15:16 Uhr

Hi Curly,

bei uns ist es so geplant, dass ich nach 1 1/2 jahren wieder arbeiten gehen werde. Evtl. wird mein Freund dann in Elternzeit gehen, da müssen wir einfach mal schauen, wie wir das in der Zeit finanziell geregelt kriegen.

Ich verdiene mom. einen Tick mehr als er, aber ich bin ehrlich gesagt froh, mal eine Auzeit nehmen zu können, da ich einen teils sehr stressigen, weil mit vielen Dienstreisen verbundenen Job habe.

Allerdings stand für mich immer schon fest, dass ich nicht für Kinder, Küche, kirche geschaffen bin. Meine Mutter war Vollzeit-Hausfrau und ist nie wieder arbeiten gegangen. Und das ist für mich ehrlich gesagt eine Horrorvorstellung. zum einen mussten meine Eltern immer mit dem Geld dermaßen haushalten (gut, meine Mutter neigt auch sehr zum Geiz), dass sowohl mein Bruder als auch ich darunter leiden mussten (nur billige Hobbies, Klamotten nur von älteren Cousins/Cousinen, usw.). Wir wurden so dermaßen knapp gehalten (bis zum 16. lebensjahr 20,00 DM Taschengeld...), dass es sich bei mir ins Gegenteil auswirkte, als ich dann irgendwann mein 1. gehalt bekam. Aber das ist wohl auch ein Extremfall.

Nur, ich glaube, auch wenn ich genug zu tun hätte (das wäre bei mir auch nicht das Problem), käme mir mein Leben irgendwann eintönig vor. Irgendwann sind die Kinder größer, gehen zur Schule, haben eigene Freunde - mir würde dann eine eigene Aufgabe fehlen. außerdem fürchte ich mich vor der intellektuellen Unterforderung, wenn ich ehrlich bin.
Und was ist, wenn z. B. in ein paar jahren die Beziehung in die Brüche geht?!? Ist nicht soooo abwegig. So leicht ist es ja nun auch nicht, eine Arbeitsstelle zu finden.

Nee, für mich käme Hausfrau auf Dauer zu sein, absolut nicht in Frage. Auch wenn ich manchmal meine Arbeit zum :-% finde, und mich auf diese - zeitlich begrenzte - Auszeit freue, brauche ich doch die Herausforderung und die Abwechslung, die sie mir bringt.

Für eine befristete zeit, hört sich die Beschreibung Deines Alltags ja toll an, aber für immer?!?!

Liebe Grüße

Anke, 31. SSW und ab übernächster Woche in verdientem Urlaub/Mutterschutz/Elternzeit

Beitrag von curlysue1 03.02.06 - 18:17 Uhr

Hallo Anke,

also für immer glaub ich würde es mir auch keinen Spaß machen, ich bin zwar sehr froh dass mein Mann mir das überlässt (ich kenn da andere Männer die Ihre Frauen in die Arbeit schicken und der Rest soll dann auch noch prima laufen).

Aber ich denke wenn mein Kleiner bzw. vielleicht noch ein zweites in den Kintergarten und Schule sind möchte ich doch wieder ein paar Stunden Geld verdienen.

Liebe Grüße

Curly+Max (14 Monate)

Beitrag von luise.kenning 04.02.06 - 12:50 Uhr

hallo curlysue,

ich lese öfter Beiträge von Dir. Dein Leben/Alltag hört sich oft ganz schön stressig an. Du leistest bestimmt eine sehr gute Familienarbeit. Wenn Du das willst ist es gut so. Ich denke, dass Familienarbeit genauso wichtig und erfüllend sein kann wie Erwerbsarbeit, wenn sie einen Ausgleich findet (ist ja bei der Erwaerbsarbeit auch so). Das heisst: wenn du durch hobbys, krabbelgruppe oder freunde deinen ausgleich findest und du dich wohl in deiner rolle als Famlilienarbeiterin fühlst, dann musst du (wenns finanziell hinhaut) natürlich nicht wieder erwerbstätog werden. Vorausgesetzt natürlich, dein Mann sieht das genauso, sowa ist ja ne Familienentscheidung. Wenn Du zu wenig Ausgleich hast (und ich meine nicht zu wneig Arbeit, Familienarbeit hört ja nie auf... es gibt immer noch ein kind zu trösten, einen tisch abzuräumen, eine wäsche zu machen oder ein zimmer zu putzen, dann schaffe Dir mehr ausgleich: lerne eine Sprache an der VHS oder beginne das Zeichnen oder organisiere eine flexible Kinderbetreuung in der Nachbarschaft... (sowas ist auch ausbaubar zum Job).

Aber wie gesagt: wenn du dich wohl fühlst, ist alles ok. Vielleicht machst DU Dir trotzdem Sorgen über Deine finanzielle Absicherung. Sprich mit Deinem Partner darüber, was ihr tun könnt. Ich schlage vor, einen Teil des gesparten Geldes als Rente für Dich anzulegen, oder in eine Lebensversicherung einzuzahlen (nein, keine Mordgedanken ;-) ). Oder aber, Du schaust ob Du vielleicht für 400 € 1,5 Tage pro Woche arbeiten kannst. Das Geld geht natürlich zum Teil für die Kinderbetreuung wieder drauf, aber andererseits leistest Du dann auch Erwerbsarbeit, was Dir ein gutes (vollständiges) Gefühl geben kann( muss aber nicht so sein) und das "übrige" Geld kannst Du für Dich anlegen...


LG

Luise


PS guter Buchtipp für Dich: "Den Alltag in den Griff bekommen"

Beitrag von kati543 03.02.06 - 15:03 Uhr

Ich werde auch zu Hause bleiben. Zumindest bis das Kleine in die Schule kommt. Ich werde auch kein Erziehungsgeld (oder sonstige staatliche Hilfen) erhalten.
Aber mein Mann verdient genug und wir haben uns beide das Kind gewünscht.

Beitrag von sunnyt 03.02.06 - 15:26 Uhr

Hallo Curly!

Ich bin jetzt schon das 2te Jahr daheim im Erziehungsurlaub. Mehr oder weniger gewollt...

Bei uns ist es im Moment nicht möglich eine Kinderbetreuung zu finden ohne das man horrende Kosten dafür investiert, dann bräuchten wir auch wieder ein zweites Auto... Also würde von meinem Gehalt (fast) nichts übrig bleiben.

Ich werde 3 Jahre Erziehungsurlaub voll nehmen und mir dann eine Halbtagsstelle oder 400 Euro Job suchen sobald Zwerg im Kindergarten ist! Sollte sich vorher unser zweites (Wunsch-) Kind ankündigen werde ich nochmals 3 Jahre daheim bleiben... Ich finde auch immer wieder was wo ich hin gehe oder womit ich mich beschäftige, Langeweile haben wir nie... Auch ich schmeiße unseren Haushalt alleine und koche jeden Abend, backe Kuchen und Brot für uns...

Es ist schon schön daheim zu sein, aber ganz ehrlich immer möchte ich das nicht haben und deshalb bin ich auch froh wenn ich mal wieder ein paar Stunden arbeiten kann entweder halbtags oder für 400 Euro.

Ich bin schon froh dass ich nicht gezwungen bin arbeiten zu gehen, da mein Mann sehr oft wegen dem Job unterwegs ist und ich auch keine Verwandschaft habe bei denen unser Kind bleiben könnte, wenn ich arbeiten wäre! Allerdings muss ich schon sagen, dass ich meinen Job vermisse...

Lg sunnyT

Beitrag von jakobsnobbie 03.02.06 - 16:37 Uhr

Hallo, bin auch überwiegend zu hause arbeite auf 400Euro basis ca.7Tage im Monat wenn Menne frei hat oder abends wenn er Frühschicht hat. Ich würde gerne zu hause bleiben finde es auch gar nicht spassig mein Kind schon nach 1oder2jahren zu irgendwelchen Leuten (Tagesmutter) oder Einrichtungen ( Kita) zu geben um es dort erziehen und aufwachsen zu lassen. Mal abgesehen davon das es zu meinen Arbeitszeiten (bin Krankenschwester) überhaupt keine Betreungsangebote gibt und Familie 150 km entfernt wohnt. Das Problem ist nur das das Geld nicht reicht. Und das Rentenproblem hast du ja schon angesprochen. Also ich weiss auch noch nicht wie lange ich noch zu hause bleiben kann. Aber ich wäre gerne Hausfrau. (Is ja heute leider nix mehr wert und überall wird die Nase gerümpft wenn man erzählt man wäre gerne zuhause...)
LG Nobbie

Beitrag von amelily 03.02.06 - 17:07 Uhr

Hallo,

mein Kleiner ist jetzt 6 Wochen alt.
Am 16.02. ist mein Mutterschutz zuende und ab dem 01.03. gehe ich wieder auf einer Dreiviertelstelle arbeiten.

Ich muss gestehen, ich fühle mich jetzt schon nicht mehr ausgelastet.
Ich hasse z.B. putzen und liebe meinen Job über alles.
Daher war für mich schon in der Schwangerschaft klar, dass ich relativ schnell wieder arbeite.

Habe aber auch Glück und zwar kann ich 20 der 30 Stunden von zuhause arbeiten und muss nur 10 Stunden pro Woche ins Büro.
Für die 10 Stunden habe ich eine liebe Tagesmutti, die zu uns nach Hause kommt und auch ein bißchen im Haushalt erledigt.

So kann ich meinen Job ausüben und trotzdem soviel Zeit wie möglich mit dem Kleinen verbringen.

Natürlich bleibt nach Abzug der Tagesmutter und wenn man bedenkt, dass ich aufgrund der Arbeit kein Erziehungsgeld bekomme, auch nicht soooviel übrig, aber für unsere kleine Familie ist das die ideale Lösung.

Ich genieße die letzten vier Wochen, freue mich aber jetzt schon wieder wahnsinnig auf die Arbeit.

LG
Amelie

Beitrag von jakobsnobbie 03.02.06 - 20:59 Uhr

So würde ich auch gerne wieder arbeiten!
Du Glückliche!
LG Nobbie

Beitrag von sittichgirl 05.02.06 - 12:20 Uhr

Da ich vor meiner Schwangerschaft nur einen Zeitvertrag hatte, konnte ich garnicht in Elternzeit gehen.

Als unsere Kleine ca. 4 Monate war, bekamm ich kurzfristig von meinem alten Chef das Angebot 8 Stunden die Woche zu arbeiten (als Lehrerin). Das sind zwei Vormittage und ich habe es gerne angenommen.

Ich finde es wichtig zum einen mit einem Bein im Beruf zu bleiben. Für spätere Bewerbungen um feste Stellen ist es immer gut zu belegen, dass man auch mit Kind arbeiten will und kann.

Außerdem geniese ich es mal zwei Vormittage nicht nur Babybrei und Windeln zu haben.

Der Haushalt bleibt aber dennoch zum großen Teil an mir hängen, da mein Mann sehr lange Arbeitszeiten hat.
60-80 Stundenwoche und auch jedes 2 Wochenende.

Wenn er frei hat hilft er aber sowohl beim Putzen als auch bei der Kinderbetreuung.
´
Liebe Grüße

sittichgirl

Beitrag von ichclaudia 05.02.06 - 16:01 Uhr

Hallo Curly,

ich bin zwar in Elternzeit (unser Sohn ist 8 Monate), aber ich arbeite auf 400,00 €-Basis, seit er 10 Wochen alt ist.

Ursprünglich wollte ich zu Hause bleiben, aber ich war überhaupt nicht ausgelastet und habe meinen Beruf über Maßen vermisst und war nur noch unzufrieden. Seit ich 12 Stunden/Woche arbeite, mich den REst des Tages um Kind/Haushalt kümmere, bin ich viel ausgeglichener !

Liebe Grüße

Claudia

Beitrag von stoepsel2201 06.02.06 - 14:47 Uhr

Hallo Curly,

ich bin nach meiner 1. SS nach 4 Monaten wieder arbeiten gegangen und werd beim 2. Kind auch nach 4 Monaten wieder vollzeit arbeiten gehen.

Muss allerdings dazusagen, dass ich von Zuhause aus arbeite und mein Mann der auch vollzeit arbeitet wir uns die Hausarbeit und Erziehung teilen.

LG

Andrea