Das liebe liebe Arbeitsamt

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von nisivogel2604 03.02.06 - 15:31 Uhr

Hallo ihr lieben,
ich beziehe ja leider Hartz 4 :-%. Mein Mann arbeitet Vollzeit und verdient aber nicht gerade wie Krösus. Nun meint das Arbeitsamt für die Berechnung was ich im februar krieg, wäre es doch mal ganz interessant, was mein Mann letzten Monat im August verdient hat#kratz. Was für eine Logik. Nun muss ich laufend ab August seine Lohnabrechnungen nachreichen, obwohl die 3 Abrechnungen von ihm haben und genau wissen, dass er jeden Monat das gleiche Verdient.
Muss man den eigentlich den Mutterpass vorlegen (wegen Beihilfe zur Erstausstattung? Reicht da nicht ein attest der Ärztin?) Im Mutterpass steht doch vorne Extra, dass ich ganz allein entscheide wer da reingucken darf. Und dass auch Behörden dass nicht verlangen dürfen.
LG Denise (38 SSW)

Beitrag von tilli 03.02.06 - 15:54 Uhr

Hallo!

Das AA bzw. die ArGe ermittelt einen Wert, wo unter anderem auch das Weihnachtsgeld und Sonderzahlungen berücksichtigt werden. Es ist also eigentlich normal, dass die ab und zu mal Lohnabrechnungen anfordern.

Warum willst du eine ärtliche Bescheinigung vorlegen bzw. für sowas deine Ärtin behelligen, wenn du lediglich die Seite mit dem vorauss. ET kopieren musst?
Die ArGe interessiert es nicht, ob du 10, 12 oder 15 kg zugenommen hast oder ob dein Rötel Titer in Ordnung ist.
Erkundige dich doch einfach mal bei deinem Sachbearbeiter.
38 SSW ist ja auch schon etwas weiter und du kannst nicht erwarten, dass die ArGe dir innerhalb von zwei oder drei Tagen deinen Antrag auf Erstausstattung etc. bearbeitet hat bzw. du das Geld auf dem Konto hast.
Sorry, aber wenn ich was vom Amt wollte, würde ich mich nicht so anstellen wegen Vorzeigens des Mutterpasses!!

Beitrag von pathologin34 03.02.06 - 15:48 Uhr

also ich denke bei solchen angelegenheiten mußt du den MP vorlegen , wobei was ist denn so schlimm für dich denen den Pass zu zeigen ??
wenn man solche beihilfe beantragen will sollte man schon den Pass rausrücken , bin zwar kein hartz 4 empfänger aber bin nun allein und habe auch was beantragt und mußte den Pass auch vorlegen . ich finde da ist doch nichts schlimmes dran .

Beitrag von venuscat 03.02.06 - 15:54 Uhr

Hi Denise,
scheinst ja an eine sehr überpenible Sachbearbeiterin geraten zu sein *stöhn* Würd ihr mal nen netten Brief schreiben mit Hinweis auf das immer gleichbleibende Gehalt Deines Mannes...
Vom Mutterpaß solltest Du fürs Amt ne Kopie anfertigen, denn bei uns in Berlin (weiß ja nicht, wo Du wohnst?) brauchen die den GT, da Erstausstattung immer erst 6 Wochen vorher gezahlt wird, und die für die Dauer der Zusatzleistungen monatlich auch den Termin brauchen.
Dieser Hinweis im Mutterpaß der Vertaulichkeit etc. dient meines Erachtens dem Schutz gegenüber dem Arbeitgeber, dem Du z.B. nichts außer einem Attest vom FA vorlegen brauchst, d.h. er kann keine Einsicht in den Mutterpaß verlangen.
Hoffe, habe Dir ein wenig geholfen,
lieben Gruß
Simone + #ei Michelle 39. + 2 SSW

Beitrag von 79stella 03.02.06 - 15:52 Uhr

Als ich beim AA war (Antrag auf ALG I), hab ich jetzt auch meinen Mutterpass vorgelegt, die hat sich sogar die Seite mit dem ET kopiert, fand ich völlig normal, da der ja wichtig für die Zahlungen ist...

Der Typ am Empfang, der das auch noch mal für die Arbeitsvermittlung kopieren musste, hat das meiner Meinung nach nicht ganz korrekt gemacht, da er auch die Seite vorher kopiert hat, nur weil da mein Name draufsteht. Da stehen ja aber auch alle Ergebnisse der Bluttests. Gut, ich bin kerngesund, aber seltsam fand ich das schon. ;-) Aber da ich aus meiner Blutgruppe etc. kein Geheimnis machen wollte, hab ich nix gesagt, ich nehme an, er hätte das sonst rausnehmen müssen. Aber ich bin da nicht so empfindlich. ;-)

Ämter sind eben Behörden, nicht jede Anordnung macht für uns Sinn. Aber wenn dir das Geld zusteht, wirst du es auch bekommen, notfalls mit etwas mehr Papierkrieg. Nicht unterkriegen lassen! ;-)

LG Stella (13. SSW + 4)

Beitrag von nisivogel2604 03.02.06 - 16:05 Uhr

Mir gehts halt auch darum, dass die die ganzen Medizinischen Ergebnisse kopiert haben und ich finde halt, die gehen nur mich was an.
Und Weihnachtsgeld und os kriegt mein Mann gar nicht. Auch das weiß mein Sachbearbeiter. Aber der Mann ist wirklich überpenibel. Vor allem kommt er mit solchen Sachen, obwohl das Geld schon 2 Tage später da sein sollte. So nach dem Motto: Mir ist so langweilig, mal gucken, wen wir heute ärgern.

Beitrag von pathologin34 03.02.06 - 16:29 Uhr

ach ich möchte mal sagen , man kann vieles sagen , denke mal für das amt , denn es ist ja nun nicht neu alles zu belegen , eine aussage reicht meist nicht auch wenn der bearbeiter es weiß aber es muß mit in die akten damit der bearbeiter auch seine absicherung hat denn sonst kriegt er auch ärger , meine jetzt die lohnabrechnung und weihnachtsgeld und so . ist nun mal deutschlands bürokratie !

zum mutterpass kann ich nur sagen , er schlug die seite auf mit dem ERT und da hat man ja automatisch diese anamnese aufgeschlagen , es sei denn man knautscht die seite , also ich finde das auch nicht arg , bei mir steht ne menge drin aber was solls , also ich sehe das nicht so schlimm , denn ich will ja von der seite die mir beihilfe gewährleisten was und nicht die von mir was . so muß man es auch mal sehen finde ich .

Beitrag von adlertier24 03.02.06 - 16:57 Uhr

Hallo,

also ich habe damals bei meinem ersten Kind, da war ich 18, Schüler, mein Mann noch verheiratet...egal...jedenfalls habe ich damals auch den Mutterpass dabei gehabt. Die Beamtin hat dann aber freundlich gefragt, ob das ok geht, wenn sie es kopiert, geht die nämlich nen Furtz an, wie groß und schwer oder welche Blutgruppe, etc.
Aber der Einfachheithalber hab ich den freiwillig hergegeben.

Ich schätze mal, dass das Amt das ausnutzt, das wir ja nunmal von ihnen was wollen...wir also abhängig sind.
Du solltest aber vorher fragen, ob du so ein Attest bekommen kannst vom Arzt mit Et drin und so. Dann kannst du sagen kein Pass aber Bestätigung. Musst du selbst wissen. Hier in Österreich bekommt man das automatisch und ich könnte damit hin...muss ich aber zum Glück nicht!!!

LG Melanie

Beitrag von kathi80 03.02.06 - 16:56 Uhr

Ich kann Dir leider bei Deinem Anliegen nicht weiterhelfen. Aber es nervt mich, dass ständig alles über einen Kamm geschert "das liebe Arbeitsamt". 1. Es gibt kein Arbeitsamt mehr, sondern nur noch die Agenturen für Arbeit und die Arbeitsgemeinschaften (ARGEN). Und die AA ist nur für ALG I zuständig, die ARGEN für ALG II. Da sitzen z.B. auch Mitarbeiter der Kommunen. Also bitte mal ein bißchen differenzieren.

Beitrag von nadi.ha 03.02.06 - 17:25 Uhr

Hey Kathi,

ich bin so eine von der Kommune bei einer Arge und bisher hat sich noch niemand bei mir beschwert er würde nicht gut behandelt....
Im Gegenteil, bei uns heisst es immer "hier wird man endlich mal wieder behandelt wie ein Mensch"!
Deiner Aussage zufolge, nehme ich mal an du arbeitest bei der Agentur ;-)
Ich kann absolut verstehen wenn du bei solchen Pauschalaussagen genervt bist, aber wenn schon nicht über einen Kamm scheren, dann bitte keinen.....
Egal wo man hingeht - total egal ob Amt oder die nächste Bäckerei oder der nächste Einkaufsladen um die Ecke, es gibt immer Menschen die meiner Meinung nach einfach Ihren Job verfehlt haben!!!

Liebe Grüße
Nadi, die Ihren Job sehr liebt und für ihre Burschies alles mögliche tut!!

Beitrag von nisivogel2604 03.02.06 - 19:42 Uhr

Ich will ja keinem Sachbearbeiter auf die Finger treten,
aber ich wurde bisher unglaublich behandelt. Musste mir sogar anhören, dass ich lieber abtreiben sollte und solche Dinge. Und entschuldigt bitte, dass ich die ARGE und die Bundesagentur für Arbeit über einen Kamm schere, aber bisher konnte ich nur feststellen, dass hier bei uns leider die rechte Hand nicht weis, was die Linke tut. Man hat drei Wochen gebraucht, um sich darüber einig zu werden, wer für mich zuständig ist und trotz vollständigkeit des Antrags 4 Monate um meinen Antrag zu bearbeiten: begründung-> Wir haben sie vergessen.
LG Denise (38 SSW)

Beitrag von netti911 03.02.06 - 19:53 Uhr

Hallöchen,

warum die Arge die Verdienstbescheinigungen Deines Mannes aus dem August des vergangenen Jahres benötigt, kann ich leider nicht sagen, normalerweise reichen in der Regel die letzten 3 aktuellen Verdienstbescheinigungen aus.
Diese Verfahrensweise wundert mich doch etwas, anscheinend macht das auch jeder anders.

Zwecks der Vorlage des Mutterpasses kann ich Dir folgendes mitteilen: der Mutterpass - nur die Seite wo die Schwangerschaft festgestellt wurde (Feststellung in der und der Woche und voraussichtlicher Entbindungstermin) - ist für die Berechnung der Leistungen notwendig. Als Schwangere hast du ab Beginn der 13. Schwangerschaftswoche Anspruch auf einen Mehrbedarf für Schwangere (ca. 51 Euro im Monat). Des Weiteren werden die Daten benötigt, falls Du einen Antrag auf Schwangerenbekleidung und Baby-Erstausstattung stellst, da z.B. die Erstausstattung frühestens 6 Wochen vor Entbindungstermin gewährt werden kann.

Du siehst also, es will Dich niemand ärgern oder schikanieren, es liegt lediglich in Deinem eigenen Interesse. Denn ohne Vorlage des Mutterpasses können diese Leistungen leider nicht gewährt werden, es interessiert wirklich niemanden Deine Größe, Gewicht usw., es geht wirklich nur um die eine Seite.

Viele Grüße und ich hoffe, ich habe Dir weiterhelfen können .

Janette, #baby (23+6 SSW)