Ab wann verstehen Kids gefährliche Sachen zu meiden??

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von lulu03 03.02.06 - 23:34 Uhr

Hallo,

meine Nora (16 mon.) wäre heute beinahe die Treppe mit 12 Stufen runtergestürzt obwohl ich ihr sehr oft gesagt habe das dieser Bereich alleine tabu ist. Ich kann euch sagen das mir den ganzen Tag schlecht war, nur an den Gedanken, was hätte passieren können während ich mir die Schuhe angezogen habe. Sonst bleibt sie auch immer stehen und wartet, und ich dachte sie hätte es kapiert das die Treppe eine Gefahr darstellt aber da habe ich falsch gedacht.

Ab wann können Kinder Gefahren einschätzen bzw. meiden oder sich an verbote halten?

Bin über jede Mail dankbar.

Lulu

Beitrag von didda79 04.02.06 - 07:08 Uhr

Hallo,

ich mache das bei meiner Kleinen so:
Ich vermeide keine Gefahren, sie soll lernen damit richtig umzugehen.
Wenn da also Treppen sind, setzt sie sich mittlerweile von ganz alleine hin, dreht sich um und krabbelt nach unten, auch rauf.
Sie ist übrigens auch 16 Monate alt.
Es ist ganz wichtig, die Kinder auch mal alleine machen zu lassen, unter Aufsicht natürlich dann werden sie von mal zu mal sicherer.
Neulich im Schwimmbad ist mir fast übel geworden, als Anna einen Liegestuhl erklimmen wollte und abgerutscht ist, sich aber festhalten konnte und hochgezogen hat.
Man kann Gefahren nicht vermeiden, man soll lernen damit umzugehen und dein Kind hat das perfekte Alter, es zu lernen.
GEh mit ihm immer zu den Treppen, zeig ihm wie es rauf und runter kommt, dann brauchst du dir auch in Zukunft keine Sorgen mehr zu machen, wenn dein Kleines dir mal ausbüchst und auf Treppen zusteuert.
Kinder sind wahre Kletterkünstler, wirklich, die können das!
Liebe Grüsse Birgit mit Kletteräffchen Anna 16 Mon.

Beitrag von tekelek 04.02.06 - 09:01 Uhr

Hallo Lulu !
Ich kann mich nur anschließen. Gerade eine Treppe kann man nicht verbieten oder vermeiden ...
Sie kann nur verstehen, daß etwas gefährlich sein könnte, wenn sie es selber ausprobiert hat.
Wenn Du die Treppe ständig als Tabubereich erklärst, geht sie erst recht hin, um zu sehen, warum Du das machst.
Und Kinder werden immer Deinen Erwartungen gerecht. Wenn Du dauernd sagst "Du fällst da runter und tust Dir weh" erfüllt sich Deine Prophezeiung und das Kind fällt tatsächlich runter, denn Du hast es ja so vorausgesagt. Klingt vielleicht komisch, aber es ist wirklich so !!
Emilia konnte mit knapp einem Jahr die Treppe bei meinen Eltern im Haus sowohl raufkrabbeln als auch rückwärts wieder hinunterkrabbeln.
Ich habe ihr das nie verboten, sondern habe sie machen lassen - ich stand eben immer einen Meter dahinter, falls sie doch fällt, ist aber nie passiert ...
Ich verbiete ihr fast nichts, sie darf alles, und aus eigenen Erfahrungen lernt man nun mal am besten.
Sie hat sich bereits die Finger an einer heißen Pfanne verbrannt - seitdem greift sie nicht mehr nach heißen Töpfen oder Pfannen, sondern schüttelt dann heftig den Kopf und sagt "heiß !".
Sie hat sich bereits einige Male die Finger in Türen oder Schubladen eingeklemmt - seit einigen Wochen macht sie sie zu, ohne die Finger drinzuhaben.
Ich könnte noch viel mehr Dinge aufzählen, was ich aber damit sagen will ist, daß Dein Kind am besten selber lernt, was gefährlich ist und Du stehst nur in Reichweite, um wirklich schlimme Unfälle zu verhindern.
Wenn sie merkt, daß Du Angst hast, passiert erst recht etwas.
Im Fall der Treppe würde ich einfach mit ihr zusammen Treppensteigen üben.
Geh mit ihr zur Treppe und lass sie einfach machen, ohne sie zu warnen oder ängstlich zu sein - stell Dich einfach unterhalb von ihr hin und lass sie alleine klettern :-)
Liebe Grüße,

Katrin mit Klettermaxe Emilia-Sofie (*05.01.05) und #ei (ET 02.09.06)