Fruchtwasseruntersuchung und dann...?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von p_l10 04.02.06 - 13:13 Uhr

hallo...

ich bin mit meinen nerven ziemlich am ende.
ich war vor zwei wochen beim doc der sagte dann das die nackenfalte bei 3,2mm liege was nicht dramatisch ist aber sie mich gestern nochmal sehen wollte und wir dann auch die nackenfaltenmessung gemacht haben. der höchst wert war 3,7mm und der niedrigste 3,2mm. nun liegt die wahrscheinlichkeit bei 1:47 bzw 1:194. das heisst das es auf jedenfall unter 1:200 ist und sie mir die fruchtwasseruntersuchung auch empfielt. ich hatte mir auch vorher meine gedanken gemacht und mein mann und ich haben uns dazu entschlossen das wenn die werte immer noch so sind wie beim letzen mal das wir die fwu auch machen werden.

ich habe doch sehr große angst vor der untersuchung aber vorallem auch vor dem ergebnis denn da sind mein mann und ich uns auch sicher wir würden kein behindertes kind bekommen wollen.
und davor hab ich angst es hat gestern so schöne purtelbäume geschlagen und mit den händchen und füßchen rumgefuchtelt...

ich bin auch erst knapp 20 und habe eine kleine tochter (14mon)...

ich wollte eure erfahrung gern mal hören wie die untersuchung ablief und wie ihr euch entschlossen habt.
ich denke ich würdet mir sehr helfen..

lieben dank vanessa

Beitrag von mica2406 04.02.06 - 13:20 Uhr

Hallo!
Wenn ihr kein behindertes Kind haben wollt, dann führt kein Weg an der Fruchtwasseruntersuchung vorbei.

Hier ein paar Tipps:
1. geh in ein spezialisiertes Pränatalzentrum oder Uniklinik, die Fehlgeburtswahrscheinlichkeit ist kleiner, je erfahrener der Arzt ist.
Wichtig ist, dass der Eingriff unter ständiger Ultraschallkontrolle erfolgt
Scheue Dich nicht Fragen zu stellen und geh nur wohin, wo Du Vertrauen zu den Ärzten hast.
2. lass es möglichst spät (16+ oder 17+) machen, dann ist das Fehlgeburtsrisiko kleiner.
3. Schone Dich danach (3 Tage streng liegen, 1 Woche keine Anstrengungen, 3 Wochen kein Sport)
4. Überlegt, ob ihr Euch den Schnelltest leistet - kostet, aber ihr bekommt ein ERgebnis über Tri 13,18,21 innerhalb von ca. 24 Stunden

Der Eingriff selbst ist nicht der Rede wert. Davor musst Du keine Angst haben. Wichtig ist, dass Du Dich nicht verspannst, sonst gibt es Muskelkater...

Kopf hoch und alles Gute!

Beitrag von nisivogel2604 04.02.06 - 13:20 Uhr

Hallo Vanessa,
mir wurde die Fruchtwasseruntersuchung auch angeboten (Obwohl es keine negativen Hinweise gab) aber man hat mir auch gesagt, dass die Chance auf eine FG danach höher ist, als die, ein negatives Ergebnis zu Erhalten wenn man so jung ist. Wir haben uns gegen eine FU entschieden, weil wir das Kind zu dem Zeitpunkt schon viel zu sehr in unser Herz geschlossen hatten, und ich eher mit einer Behinderung umgehen könnte, als mit einer Abtreibung. Hatte mal eine FG in der 9. Woche und das war schon schlimm.
Ausserdem sagt die FU nicht süber den Grad der Behinderung aus, das heißt also, dass euer Kind vielleicht gar keine große "Macke" hätte und ganz normal leben könnte. Andererseits kann es natürlich auch sehr schlimm sein und das Kind vielleicht nie das tun, was andere Kinder tun.
Falls ihr die FU wirklich machen lasst, dann wünsche ich euch viel viel Glück und gute Werte. #klee
LG Denise (38 SSW)

Beitrag von ginevra2495 04.02.06 - 13:23 Uhr

Hi,

ich weiß genau, wie du dich jetzt fühlst. Bei mir waren die Werte der NFM genauso wie bei dir und ich hab mich damals in der 15. SSw zu einer Biopsie der Plazenta (ähnlich der FWU) entschieden, bzw. bin ich förmlich dazu überredet worden, aber das ist ein anderes Thema...

Der Eingriff selbst ist nicht schlimm, dauert nur wenige Sekunden und fühlt sich an, wie eine Spritze in einen Muskel. Ich hatte natürlich auch wahnsinnige Panik, dass was nicht in Ordnung sein könnte, vor Allem, wenn der Arzt sofort mit irgendwelchen Wahrscheinlichkeiten ankommt, mit denen man als Laie nicht viel anfangen kann und die einen nur beunruhigen.

Gott sei Dank muss der erhöhte Wert überhaupt nichts bedeuten und kann (in den häufigsten Fällen ist das sogar so) nur mit dem wachstum zusammenhängen und ist nach einigen Wochen wieder weg. Ich hab mittlwereile schon lange das Ergebnis und bekomme einen (zumindest chromosomal gesehen) kerngesunden Jungen.
#huepf
Ich drück die ganz fest die Daumen, dass das bei euch genauso ist. Du kannst dich ja nochmal melden, wenn du noch Fragen hast.

Liebe Grüße für dich und deinen Krümel,

Julia & #baby-Boy
23.SSw

Beitrag von pupselmaus02 04.02.06 - 13:25 Uhr

Hallo Vanessa,

das ist wirklich eine schwierige Situation und Zeit die Ihr nun durchlebt!!!

Ich kenne das leider aus eigener Erfahrung...

In meiner ersten Schwangerschaft hatten wir die gleiche Diagnose,da war ich auch 20.

Zur Fruchtwasser-Untersuchung kann ich Dir leider nichts sagen,habe sie abglehnt.
Habe mich in jedem Fall für das Kind entschieden.

Aber das muss jeder für sich entscheiden!!!

Will Dir nur etwas Mut machen,denn unsere Ärztin war auch überzeugt das unser Kind Down-SYndrom hat.
Aber ich kann nur sagen... Meine Tochter ist kerngesund!!!!!
Keinerlei Anzeichen irgendeiner Behinderung oder Defizite.
Und das trotz extremer Sauerstoffmangel bei der Geburt.

Es ist also nur eine Wahrscheinlichkeit... Muss nicht so sein.

Wenn du das Kind dann lieber nicht möchtest,sollte es doch so sein, rate ich dir auf jeden Fall die fuwu machen zu lassen.

Egal wie ihr Euch entscheidet, ich wünsche Euch viel Glück und Kraft für die kommende Zeit!!!!!!!!

Liebe Grüße pupselmaus02

Beitrag von tekelek 04.02.06 - 13:23 Uhr

Hallo Vanessa !
Genau aus dem Grund habe ich nie eine Nackenfaltenmessung machen lassen ...
Der Frauenarzt meinte bei unserer Tochter damals beim ganz normalen Ultraschall, daß die Nackenfalte etwas dicker sei, ich habe es aber nicht nachkontrollieren lassen und hielt ein paar Wochen später eine gesunde Tochter im Arm :-)
Diese Messungen sind dermaßen ungenau, da wird immer unnötig Panik gemacht. Wenn dann eine Fruchtwasseruntersuchung gemacht wird, wird am Ende noch das Kind verletzt oder es gibt andere Komplikationen und man verliert schlußendlich ein kerngesundes Kind :-(
Habt Ihr denn so viele Behinderte in Euren Familien ?? Oder wieso läßt Du diese Untersuchungen überhaupt machen ?
Zwischen 20 und 30 ist das Fehlbildungsrisiko am geringsten und eine schwerwiegende Behinderung erkennt man oft schon beim normalen Ultraschall.
Wie gesagt, ich würde die Fruchtwasseruntersuchung nur machen, wenn Ihr ein erhöhtes Risiko habt (miteinander verwandt, viele Behinderungen in der Familie, u.s.w. ...).
Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05) und #ei 11.SSW

Beitrag von s_a_m 04.02.06 - 13:40 Uhr

Hallo Vanessa!

Vielleicht sind diese Postings interessant für dich?

Wer hat die Fruchtwasserpunktion schon hinter sich?
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=331526

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=329377

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=328821


Gesundes Baby trotz zu großer Nackenfalte?
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=9&id=331494


Auf meiner Website (siehe Visitenkarte) kannst du wenn du magst in der Rubrik "Pränataldiagnostik" einige allgemeine Infos zur Amniozentese finden und auch zum Thema "Schwangerschaftsabbruch nach Pränataldiagnotik" etwas nachlesen. Dies wäre dann wohl in eurem Fall das "und dann...?" bei einem postitiven (= auffälligen) Befund der Untersuchung, wobei ich immer auch dazu rate, sich erstmal ehrlich und mit Ruhe aktuelle Infos zu den (möglichen) Besonderheiten zu besorgen. Du schreibst von einer Wahrscheinlichkeit von 1:47 bzw. 1:194 - aber wofür? Ich nehme mal an, es geht um die Trisomien 13, 18 und 21.

Hier ein paar Infos dazu (zu "Down-Syndrom / Trisomie 21" siehe auch meine Homepage:

Down-Syndrom (Trisomie 21)
http://de.wikipedia.org/wiki/Down-Syndrom

Pätau-Syndrom (Trisomie 13)
http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4tau-Syndrom

Edwards-Syndrom (Trisomie 18)
http://de.wikipedia.org/wiki/Edwards-Syndrom

Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von ramona23 04.02.06 - 13:49 Uhr

Hallo Vanessa,
mach dich nicht so verrückt!!!
Ich hatte auch eine Nackenfaltenmessung und mein WErt war auch 2,5
Meine FÄ hat mir auch zu einer FU geraten, die ich dann auch gemacht habe.
Ich fand diese Untersuchung nicht schlimm, halt wie eine Spritze, tut nicht weh!!Nur die Tage danach solltest du dich wirklich ruhen, das ist wichtig!!
Bei der FU war alles in Ordnung, nichts unnormales, habe dann noch mal extra Ultraschall vom Spezalisten bekommen, auch da war alles in Ordnung!!!#schwitz
Jedoch würde ich die Fu und Nackenfaltenmessung nicht noch mal machen, es wird etwas gemessen, dann gesagt das was nicht stimmt, und dann steht man da und weiss damit nicht s anzufangen!!
Meistens ist doch alles in Ordnung;-)
Und die Zeit nach der FU, die man auf die Ergebnisse wartet ist aeinfach grausam!!!
Mach lieber nen Triple Test!!

Kopf Hoch!!!#klee

Ramona+#baby 30SSW

Beitrag von s_a_m 04.02.06 - 13:58 Uhr

Bitte ein wenig vorsichtig sein, mit Empfehlungen ;-) Der Triple-Test ist keineswegs besser als Nackentransparenzmessung bzw. First-Trimester-Screening, was die Aussagekraft angeht!! Er zieht ebenso bei auffälligen Werte eine Amniozentese nach sich, wenn es um Wahrscheinlichkeiten für Chromosomenbesonderheiten geht. Chromosomen des Kindes sind nunmal nach wie vor weder im mütterlichen Blut noch im Ultaschall zu erkennen ;-)

Ein paar Statements von unzähligen zum Thema Triple-Test:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=336562

Liebe Grüße
Sabine