Bericht gefunden : Urteil: Gynäkologe ist unterhaltspflichtig

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Beitrag von luna_28 04.02.06 - 13:52 Uhr

Urteil: Gynäkologe ist unterhaltspflichtig wegen falscher Verhütungsbehandlung
Ein Frauenarzt wurde vom Oberlandesgericht Karlsruhe zu Schadensersatzleistungen verurteilt, weil er eine 21-jährige Frau falsch behandelt hatte.
Die Patientin hatte sich ein Kunststoffröhrchen mit einem empfängnisverhütenden Mittel im Oberarm implantieren lassen und wurde trotzdem schwanger.
Eine derartige Behandlung solle nicht nur die Frau vor einer Schwangerschaft und den resultierenden Schäden, wie bspw. Erwerbsausfall, sondern auch den (nichtehelichen) Partner vor möglichen Unterhaltszahlungen schützen.

Quelle: www.n-tv.de


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ist ja schon heftig was sagt ihr dazu ??

Beitrag von moehre74 04.02.06 - 14:02 Uhr

mhmhmh....

bißchen früh für nen aprilscherz, was ;-)

dafür könnte man es nämlich glatt halten!! jeder weiß doch, dass es keine 100 %- sicheren verhütungsschutz gibt!! find ich ganz merkwürdig... ist das der ganze artikel oder nur ein auszug? vielleicht hat er sie falsch oder gar nicht beraten, denn nur weil er das implantat eingesetzt hat, kann er ja nicht unterhaltspflichtig gemacht werden!! dann hagelt es ja demnächst klagen bei trotz-pille-kindern... ;-)

sehr erstaunlich


lg

Beitrag von nisivogel2604 04.02.06 - 13:59 Uhr

man weis doch wohl, dass es keine 100% Verhütung gibt. der arme Arzt. Hat sie doch nicht gezwungen, sich das Ding implantieren zu lassen.#kratz

Beitrag von luna_28 04.02.06 - 14:23 Uhr

als scherz glaub ich nicht ich schau mal ob ich das bei der original quelle finden kann

Beitrag von luna_28 04.02.06 - 14:27 Uhr

Also hier habe ich den original text von der original Quelle :
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Freitag, 3. Februar 2006
Verhütung nicht geklappt
Frauenarzt zahlt Unterhalt

Eltern können für ein ungewolltes Kind Schadenersatz vom Frauenarzt verlangen, wenn dieser bei der Verhütungsbehandlung der Frau einen Fehler gemacht hat. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden. Danach können die Eltern die Unterhaltslast für das Kind bereits von der Geburt an auf den Mediziner abwälzen. Laut OLG steht der Anspruch nicht nur verheirateten Eltern, sondern auch dem nicht ehelichen Vater des Kindes zu.

Damit gab das OLG einer jungen Frau Recht, die im Jahr 2002 einen Sohn bekommen hatte. Die damals 21-Jährige hatte sich zuvor von einem Gynäkologen ein langwirkendes Verhütungsmittel (Kontrazeptivum) in einem Plastikröhrchen oberhalb der Ellenbeuge unter die Haut einsetzen lassen, weil sie in ihrer erst wenige Monate alten Beziehung nicht schwanger werden und außerdem einen guten Job antreten wollte. Der Eingriff schlug fehl, die Frau wurde schwanger. (Az: 13 U 134/04 vom 1. Februar 2006)

Das Gericht bekräftigte im Anschluss an frühere Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshof (BGH), dass die Unterhaltslast für das ungewollte Kind "einen Schaden im Rechtssinne darstellt". Unerheblich sei, dass die Familienplanung der jungen Frau vermutlich noch nicht abgeschlossen sei. Denn ihr Plan, gegenwärtig kein Kind zu bekommen, sei durch die fehlgeschlagene Verhütung gestört. "Ob die Klägerin irgendwann ein Kind gewollt hätte, spielt keine Rolle", befand das OLG.

Laut OLG soll die ärztliche Behandlung zur Empfängnisverhütung nicht nur die Frau vor einer Schwangerschaft, sondern auch ihren nicht ehelichen Partner vor möglichen Unterhaltslasten schützen. Deshalb stehe auch ihm ein Schadenersatzanspruch gegen den Mediziner zu. In der höchstrichterlichen Rechtsprechung war diese Frage bisher offen geblieben. "Gemeinsam geplante Empfängnisverhütung ist kein Privileg ehelicher oder nichtehelicher Lebensgemeinschaft", argumentierte das OLG. Das Gericht ließ aber die Revision zum BGH zu. (Internet: Oberlandesgericht Karlsruhe: 031033 Feb 06

Quelle
http://www.n-tv.de/630165.html?CFID=5116946&CFTOKEN=36022723

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das ist also absolut kein Scherz #kratz

Beitrag von olive 04.02.06 - 14:33 Uhr

also ich finde das ist der hammer der arzt kann ein doch nicht 100% sicherheit geben ist doch auch nur ein mensch und es weiß doch auch jeder das immer was passieren kann müssen die ärzte bei jedem tropi kind jetzt unterhalt bezehlan??? ich finde das nicht gut!!!!! man kann den arzt da doch nicht für verantwortlich machen!!!
olive+#baby 29 ssw

Beitrag von luna_28 04.02.06 - 14:38 Uhr

so wie ich das verstanden habe, wenn man dem Gyn den fehler nachweisen kann, kann er zur kasse gebeten werden

sprich die spirale wurde falsch gesetzt
die Spritze wirkt nicht anständig .

bei der Pille ist es eher schwer nachzuweisen,da ja die Frau das selber nehmen muß .

ich hab irgendwo mal von einem fall geelsen wo sogar die sterelisation schief lief und ein arzt zahlen muste !!

leider hab ich da keien quelle zu sonst würd ich sie euch gerne geben.

Beitrag von moehre74 04.02.06 - 14:49 Uhr

also das ist ja echt merkwürdig... gut, wenn es ein fehlerhaftes einsetzen des implantates war, dann kann ich es nachvollziehen, aber ansonsten wird in dem beratungsgespräch und auch in der broschüre ganz klar gesagt, dass es keine 100 % sicherheit gibt...

hatte das implantat selber 3 jahre ;-) ging aber alles gut...


lg

Beitrag von helene2 04.02.06 - 16:07 Uhr

Hallo,

also ich finde der Arzt ist die falsche Adresse, es sei denn er hat es falsch gesetzt, ansonsten ist doch der Hersteller des Röhrchens dafür verantwortlich dass es richtig wirkt, oder??? #kratz

Helene 36SSW

Beitrag von moehre74 04.02.06 - 16:13 Uhr

naja, die weisen ja in ihren broschüren drauf hin, dass es kein 100 % schutz ist... genau wie bei pille und spirale kann was schief gehen ;-) oder anders, dass kondom platzt... muß dann der hersteller zahlen??

ist schon ne komsiche sache... ich schätze mal, man konnte dem arzt nen kunstfehler nachweisen...