Selbstmord

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von cassy_a 04.02.06 - 23:35 Uhr

Hallo, ich habe mich gerade durch ein paar Beiträge gelesen und immer wieder keimt da etwas in mir auf. Ein großer Schmerz.
Mein Sohn wurde letzes Jahr im Mai geboren, es war das tollste was mir je passiert ist. Wie ich den kleinen doch liebe... Jedenfalls war es für die ganze Familie einer der glücklichsten Tage, v. a. auch für meine Schwiegerma, die vor 8 Jahren ihren Mann verloren hat, ich hab sie noch nie so glücklich gesehen, wie an dem Tag, an dem sie ihren Enkel das 1. Mal im Arm hatte. Doch leider hatte dieses Glücksgefühl nicht lange anhalten dürfen, denn 5 Tage nach der Geburt meines Sohnen hat sich die Mama meiner Schwiegerma das Leben genommen... mit 84 Jahren...
da nimmt man sich doch nicht das Leben... und schon gar nicht auf diese grausame Art und Weise!!!! Sie hat sich erhängt, und meine Schwiegerma hat sie gefunden. Als wenn sie nicht schon genug durchgemacht hätte...
Meine Schwiegerma war so fertig, ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ihre mama nicht solang gewartet hätte, bis Schwiegerma jmd. zum festhalten (meinen Sohn) hatte.
V. allem beschäftigt es mich, warum die Oma meines Mannes nicht die Zeit hatte noch ein paar Tage zu warten, sie hätte meinen Sohn 3 Tage später das erste mal sehen sollen... Warum hatte sie keine Zeit... 3 Tage...
Ich find es so schade für meinen Sohn, daß er seine Ur-Oma nicht mehr hat kennenlernen dürfen. Er hat kein Foto mit ihr zusammen. das tut so weh... #heul

Danke fürs zuhören...

Beitrag von gh1954 05.02.06 - 08:34 Uhr


>>> V. allem beschäftigt es mich, warum die Oma meines Mannes nicht die Zeit hatte noch ein paar Tage zu warten, sie hätte meinen Sohn 3 Tage später das erste mal sehen sollen... Warum hatte sie keine Zeit... 3 Tage...
Ich find es so schade für meinen Sohn, daß er seine Ur-Oma nicht mehr hat kennenlernen dürfen. Er hat kein Foto mit ihr zusammen. das tut so weh... <<<


Wirklich sehr rücksichtslos von dieser Uroma, sie hätte sich ja gefälligst vier Tage später umbringen können.

Hallo, tickst du noch ganz sauber??
Dir "tut das so weh", das es kein Foto geben wird, auf dem dein Sohn mit seiner Uroma drauf ist, aber hast du mal einen einzigen Gedanken an diese arme Frau verschwendet, wie verzweifelt sie gewesen sein muß, um sich das Leben zu nehmen mit 84 Jahren..?????

Beitrag von larili 05.02.06 - 09:18 Uhr

Etwas freundlicher gehs nicht??#kratz

Ich denke nicht das sie gemeint hat die Uroma solle sich doch erst 3Tage später umpringen.
Eher das sie noch warten sollte und hätt eventuell wieder etwas lebensmut gewonnen.

Beitrag von gh1954 05.02.06 - 09:42 Uhr

Davon schreibt sie aber kein Wort.
Überhaupt nichts wegen Trauer, sondern nur, dass es ihr " so weh tut" dass es kein Foto von Uroma und Urenkel geben wird.
Aber nur um ihres Sohnes Willen, kein Wort des Mitfühlens oder der Trauer der alten Frau gegenüber.

Beitrag von wolfgang15 05.02.06 - 20:32 Uhr

das kommt noch

Beitrag von cassy_a 05.02.06 - 10:38 Uhr

Hallo, natürlich betrauere ich die Oma meines Mannes, v.a., da meine eigenen Omas schon vor langer Zeit gestorben sind, sie ist in den letzten Jahren auch zu meiner Oma geworden, die ich sehr sehr gern hatte. Natürlich kann ich auch verstehen, daß sie einen Selbstbestimmten Tod wollte. Ich versteh nur nicht, warum sie meinen Sohn nicht kennenlernen wollte, warum sie es nicht hat zulassen wollen, vielleicht ein bisschen Lebensmut wieder zu bekommen. Warum sie sich gerade so hat umbringen müssen und warum sie ausgerechnet meine Schwiegerma hat finden müssen. Natürlich mache ich ihr keine Vorwürfe, es beschäftigt mich einfach nur... Verzeih, wenn es anders rübergekommen ist.

Beitrag von ostalblady 05.02.06 - 10:06 Uhr

Hallo,

also erstmal muß ich sagen, dass es mit leid tut dass hier so viele unsensible Ä...... unterwegs sind #liebdruck

Ich finde es total schrecklich wenn sich jemand das Leben nimmt. Es tut mit leid was Du und Deine Schwima durchmachen mußt.

Hat die Oma einen Abschiedsbrief hinterlassen? Weiß man warum sie so was schreckliches gemacht? War sie krank?

Ich denke auch, eigentlich hätte es ihr doch neuen Lebensmut geben müssen wenn man Uroma wird.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft und alles Gute.

LG Ostalblady

Beitrag von chnander 05.02.06 - 13:12 Uhr

Ich stimme Ostalblady vollkommen zu und auch von mir aufrichtiges beileid und da sihr so was schlimmers erleben müßt!Ja wie verzewifelt muß eine Oma sein die sowat tut!Wer weiß was sie euch ersparen wollte!vielleicht war sie krank und wußte wie es um sie steht!


Schön das ihr sie im herzen habt und schde das es wirklich kein Bild gibt!

Alles gute für die Zukunft für euch!Und erzähle deinem Baby wie sehr sich Oma über ihn gefreut hätte ganz bestimmt!
Mein vater verstarb auch nov 04 und durfte seinen langersehnten Enkelsohn noch 2 jhare kennenleren!ich bin so froh das es Bilder und Errinnerungen an seinen Opa gibt denn für ihn war mein kind sein ein un alles erw ar so stolz!Schade das deine Oma keine Kraft mehr hatte dazu!


Liebe Grüße Andrea

Beitrag von omen06 06.02.06 - 13:12 Uhr

Hallo

sag mal,dazu fällt mir nicht viel ein ob 84 oder nicht.

Kenne genung leute gerade ältere die sich im hohen alter das leben genommen haben.......



hoffe du kommt niemals in die versuchung drüber nach denken zu mussen :ICH BRINGE MICH UM


omen06