Dringend! Ich bin total verzweifelt. HILFE!!!!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von com3engel 05.02.06 - 00:35 Uhr

Hallo,

ich bin total verzweifelt....

Nach schweren Mißhandlungen - von meinem Mann, der Vater unseres gemeinsamen Sohnes - an meinen Sohn und an mich, sind wir ins Frauenhaus geflüchtet.

Mein Mann hat unseren Sohn öfters geschlagen. Z.B. wenn unser Sohn nichts essen wollte, hat er den Mund mit Daumen und Zeigefinger geöffnet und hat das Essen ihm reingestopft, bis der Kleine erbrach. Auch wenn unser Sohn manchmal quengelig war, ist er hin gegangen und hat mit der flachen Hand den Kleinen auf das Ohr und Schläfe geschlagen. Auch hat er ihm die Windel ausgezogen und ihm mit der flachen Hand auf dem Popo geschlagen. So fest, das der Popo rot war und ich den Popo kühlen musste. Ich bin immer dazwischen gegangen und dann hatte ich auch eine geklebt bekommen.... .

Wir sind Ende März 2005 ins Frauenhaus geflüchtet. Am Anfang gab es kein Kontakt zwischen Vater und Sohn, erst dann, als ich mich um den Begleiteten Umgang gekümmert hatte (das war glaube ich so im Juni 2005). Anfang September 2005 (nach der Sommerpause) fing der Begleitete Umgang an. Unser gemeinsamer Sohn hat bei dem ersten Kontakt höllisch geweint. So sehr, dass mein Herz total weh tat. So ein weinen war kein normales weinen. Es war ein ängstliches weinen. Mein Vater (der Opa des Kleinen) hat den Kleinen immer dem Vater unseres gemeinsamen Kindes übergeben (ich wollte mit meinem Mann nicht mehr konfrontiert werden und hatte auch höllische Angst vor ihm, dass wer wieder ausfällig wird) und mein Vater hat festgestellt, dass der Kleine schon auf dem Weg zum Spielzimmer ängstlich geschaut hat und sein Herz ganz schnell schlug. Als er seinen Vater gesehen hat, hat der Kleine wieder geweint. Der Betreuer des Begleiteten Umgangs sagte, dass ein Kleinkind - damals war der Kleine 1 Jahr und 10 Monate - ein ganz kurzes Erinnerungsvermögen hat. Der Kleine hat in der Anfangszeit nachts sehr unruhig geschlafen und wachte nassgebadet auf. Auch die Gutachterin sieht dies so, dass das kein Grund zur Sorge ist, dass der Vater unseres gemeinsamen Sohnes den Kleinen unbegleitet sehen darf. Jetzt hat der Vater unseren gemeinsamen Sohnes den Kleinen mit Schokolade und Kaubonbon ruhig gestellt (gekauft).

Hier meine Frage, wie ist das Erinnerungsvermögen eines Kindes, wenn das Kind 1 Jahr und 10 Monate alt ist und es den Vater 5 Monate nicht gesehen hat?

Ich habe Angst, wenn der Vater unseres gemeinsamen Sohnes, wieder rückfällig wird und ihn wieder schlägt, wenn er keine Nerven mehr hat. Ich möchte nicht mehr so etwas erleben, was unser Sohn mitgekommen hat.

Bitte um Antwort.

Beitrag von petraschua 05.02.06 - 00:47 Uhr

Hallo!

Da dreht sich mir der Magen um. Ich meine jetzt natürlich nicht wegen Dir sondern wegen diesem Monster!
Ich würde alles und ich meine alles dafür tun dass dieser Mensch mein Kind nicht oder höchstens in Begleitung sehen darf. Ich finde, er hat sein Recht, Vater sein zu dürfen verwirkt.

Mir tut mein Herz weh wenn ich an Dein Kind denke und ich hoffe für ihn dass er ein glückliches Leben haben wird!

Kämpfe um sein Wohl!

LG
Petra

Beitrag von com3engel 05.02.06 - 01:13 Uhr

Hallo,

Danke für Deine Antwort.

Mein Mann hat unbegleiteten Umgang beantragt. Natürlich habe ich mich jetzt drum gekümmert, dass weiterhin ein Begleiteter Umgang stattfindet. Da die eine Institution das schon seit Seprember letzen Jahres macht, hat der Begleiter mir gesagt, dass er nach der Gerichtsverhandlung nicht mehr den Begleiteten Umgang weiterführen möchte. Ich habe schon eine andere Stelle gefunden, wo der Begleitete Umgang weitergeführt werden kann. Allerdings streitet mein Mann die Misshandlungen ab und möchte den Kleinen unbegleitet sehen. Ich hoffe, das Gericht erkennt diesen Mann. Bis jetzt hat er bei der Gutachterin gute Karten. Ich glaube, die Gutachterin ist befangen. Die Gutachterin sagte mir, ich könnte nichts nachweisen, dass der Kleine geschlagen wurde. Ich habe kein Attest. Ich bin erst nach der Flucht ins Frauenhaus zum Kinderarzt gegangen und habe dies dem erzählt von den Misshandlungen. Der Kinderarzt hat den Kleinen überwiesen für einen Hörtest und einen EEG. Der beiden Untersuchungen sind glücklicher weise positiv ausgefallen. Besser wäre es natürlich gewesen, direkt zum Kinderarzt zu gehen und es zu sagen. Mein Mann sagte aber damals, wenn ich das in die Öffentlichkeit bringe, dass er mit meinen Zähnen Klavier spielen wird.

Ich habe Angst vor meinen Mann und habe auch Angst, dass wenn das Gericht, die Gutachterin und die Polizei nicht mehr Aktuell ist, dass er uns was antut.

Noch mal wegen der Gutachterin, die schlug vor, dass der Begleitete Umgang über die Mutter meines Mannes stattfinden soll. Ich habe keine Ahnung, wie die Gutachterin sich das vorstellt, schließlich ist die Mutter parteiisch und wird bestimmt nicht sagen, wenn der Vater unseres gemeinsamen Sohnes den Kleinen wieder schlägt. Mein Mann wohnt im selben Haus, wo auch seine Mutter wohnt. Man kann noch nicht mal sehen, ob er jetzt mit dem Kleinen alleine in seiner Wohnung ist. Schließlich streitet sie ja jetzt schon ab, dass mein Mann den Kleinen geschlagen hat und gab an, dass ich den Kleinen geschlagen habe. Sie haben vor, Aussage gegen Aussage damit zu bezwecken. Die Anzeige, die er gegen mich gemacht hat, dass ich den Kleinen geschlagen hätte ist hat die Staatsanwaltschaft fallen gelassen.




Beitrag von woogie 05.02.06 - 01:15 Uhr

Hi Petra!

Oh man, musste erstmal schlucken.

Wirklich schlimm was Euch passiert ist, aber gut, dass Ihr davon weg seid.

Also ich habe eine Tochter die nun 4,5 Jahre alt ist.

Als sie 1 Jahr alt war bekam sie ähnliches mit wie bei Euch, nur war ich die, die misshandelt wurde.
Mit 2,5 erlebte sie dann einen Brand, aus dem wir zum Glück gerettet wurden.

Beides hat sie bis heute nicht vergessen obwohl sehr viel Zeit vergangen ist - im Vergleich zu Ihrem Alter natürlich.
Sie redet von beidem noch sehr viel und erzählt auch jedem der fragt davon.

Du siehst, Kinder haben ein gutes Gedächtnis.

Grade wenn sie noch so klein sind prägen sie sich schnell Sachen ein, desshalb lernen sie in dem Alter ja auch so schnell. Und leider behalten sie negative Dinge mehr gespeichert als alles andere.

Ich würde an Deiner Stelle einen Kinderpsychologen aufsuchen, damit Dein Schatz alles aufarbeiten kann und die Probleme nicht ein Lebenlang mit sich trägt.

Ich wünsche Euch alles Gute!

Steffi

Beitrag von com3engel 05.02.06 - 10:56 Uhr

Hallo Steffi,

schön, dass Du geschrieben hast. Das ist ja auch heftig, was Deine Tochter mitbekommen hat. Das mit dem Kinderpsychologen, ist eine gute Idee. Ich glaube das werden wir machen.

Ich wünsche Euch beiden auch Alles Gute!

Gruß com3engel

Beitrag von anoli71 05.02.06 - 08:32 Uhr

Warum sollte dein Mann sich geändert haben? Was antworten die Betreuer darauf?Es geht doch gar n icht nur um das Erinnerungsvermögen deines Kindes.
Auch um weitere Misshandlungen. Ich halte es für völlig unverantwortlich ein schutzloses Kind diesem Menschen auszusetzen, wenn es noch nicht in der Lage ist mit zu entscheiden ob es Zeit dort verbringen will.
Zum Erinnerungsvermögen würd ich vielleicht auch noch mal deinen Kinderarzt fragen. Du solltest sowieso irgendwie versuchen fachlichen Rat einzuholen. Das was du geschildert hast, ist in keinster Weise zu verharmlosen. Ich war total schockiert als ich das gelesen habe!
Bestehe darauf, dass du ein alleiniges Zusammentreffen nicht verantworten kannst. Im Frauenhaus müßten sie dir doch auch weiterhelfen?!?!?!?Sagt dort keiner was?

Ich wünsch dir alles Gute und viel Mut und Kraft auf diesem schweren Weg!

Beitrag von com3engel 05.02.06 - 11:05 Uhr

Hallo!

Die Gutachterin und der Mann vom Begleiteten Umgang sagen, dass das Erinnerungsvermögen bei ihm nicht groß sei und das der Kleine sich nicht daran erinnert. Die beiden sagten, der Kleine würde die negative Spannung zwischen mir und dem Vater unseres Sohnes erkennen und deswegen so reagieren. Jetzt hat mein Mann den Kleinen mit Maoam und Schokolade gestillt (gekauft). Ich habe Angst, wenn das Gericht und das Jugendamt entscheidet, dass der Kleine Unbegleitet beim Vater sein darf, dass mein Mann wieder keine Nerven hat und ihm wieder das antut.

Hast Du vielleicht eine Idee, wie ich das dem Gutachter und dem Richter und Jugendamt schriftlich beweisen kann? Gibt es da irgend ein Link im Internet, wegen dem Erinnerungsvermögen bei Kleinkindern, wenn diese Misshandelt wurden?

Ich habe mit dem Frauenhaus schon gesprochen, die sagten mir, dass sie nachschauen, diesbezüglich. Aber bis jetzt haben die sich noch nicht gemeldet. Ich möchte mich jetzt selber darum kümmern.

Gruß com3engel

Beitrag von carolina2810 05.02.06 - 12:27 Uhr

Ich kann garnicht glauben, daß DU dich um den Umgang bemüht hast??!!!

Klar braucht jedes Kind auch den Vater, aber doch nicht so einen!!!

So einer wird sich nie ändern!

Ich kann garnicht glauben, was du alles so geschrieben hast. Ist wirklich schlimm!!!

Hoffe Ihr habt bald alles verarbeitet.

Gruss
Caro, die immer noch fassungslos ist, was Menschen kleinen Menschen so antun können.

Beitrag von com3engel 05.02.06 - 14:49 Uhr

Hallo Caro,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich musste mich um den Umgang kümmern. Sonst sieht es schlecht gegenüber dem Gericht aus und der Schuss geht dann nach hinten los, weil ich den Kontakt zwischen dem Kleinen und dem Vater unterbinde. Lieber begleitet als unbegleitet, was der Vater möchte.

Von mir aus wollte ich auch keinen Umgang. Aber die Berater vom Frauenhaus und meine Anwältin haben mir dies geraten.

Gruß com3engel

Beitrag von carolina2810 05.02.06 - 16:17 Uhr

Vielleicht haben die ja Recht.

Aber ich kann nicht verstehen, wie gewalttätigen Menschen auch noch ein Recht auf Umgang zugestanden werden soll.

Sorry.

Drück dir für alles weitere die Daumen, daß Ihr vielleicht doch den Kontakt meiden könnt.

Alles Gute für Euch, besonders für den Kleinen.

Gruss
Caro

Beitrag von com3engel 05.02.06 - 22:01 Uhr

Hallo Caro,

mir ist aufgefallen, dass die Täter mehr Rechte bekommen. Leider.

Gruß com3engel