Dringend! Ich bin total verzweifelt. HILFE!!!!!!!!!!!

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von com3engel 05.02.06 - 00:37 Uhr

Hallo,

ich bin total verzweifelt....

Nach schweren Mißhandlungen - von meinem Mann, der Vater unseres gemeinsamen Sohnes - an meinen Sohn und an mich, sind wir ins Frauenhaus geflüchtet.

Mein Mann hat unseren Sohn öfters geschlagen. Z.B. wenn unser Sohn nichts essen wollte, hat er den Mund mit Daumen und Zeigefinger geöffnet und hat das Essen ihm reingestopft, bis der Kleine erbrach. Auch wenn unser Sohn manchmal quengelig war, ist er hin gegangen und hat mit der flachen Hand den Kleinen auf das Ohr und Schläfe geschlagen. Auch hat er ihm die Windel ausgezogen und ihm mit der flachen Hand auf dem Popo geschlagen. So fest, das der Popo rot war und ich den Popo kühlen musste. Ich bin immer dazwischen gegangen und dann hatte ich auch eine geklebt bekommen.... .

Wir sind Ende März 2005 ins Frauenhaus geflüchtet. Am Anfang gab es kein Kontakt zwischen Vater und Sohn, erst dann, als ich mich um den Begleiteten Umgang gekümmert hatte (das war glaube ich so im Juni 2005). Anfang September 2005 (nach der Sommerpause) fing der Begleitete Umgang an. Unser gemeinsamer Sohn hat bei dem ersten Kontakt höllisch geweint. So sehr, dass mein Herz total weh tat. So ein weinen war kein normales weinen. Es war ein ängstliches weinen. Mein Vater (der Opa des Kleinen) hat den Kleinen immer dem Vater unseres gemeinsamen Kindes übergeben (ich wollte mit meinem Mann nicht mehr konfrontiert werden und hatte auch höllische Angst vor ihm, dass wer wieder ausfällig wird) und mein Vater hat festgestellt, dass der Kleine schon auf dem Weg zum Spielzimmer ängstlich geschaut hat und sein Herz ganz schnell schlug. Als er seinen Vater gesehen hat, hat der Kleine wieder geweint. Der Betreuer des Begleiteten Umgangs sagte, dass ein Kleinkind - damals war der Kleine 1 Jahr und 10 Monate - ein ganz kurzes Erinnerungsvermögen hat. Der Kleine hat in der Anfangszeit nachts sehr unruhig geschlafen und wachte nassgebadet auf. Auch die Gutachterin sieht dies so, dass das kein Grund zur Sorge ist, dass der Vater unseres gemeinsamen Sohnes den Kleinen unbegleitet sehen darf. Jetzt hat der Vater unseren gemeinsamen Sohnes den Kleinen mit Schokolade und Kaubonbon ruhig gestellt (gekauft).

Hier meine Frage, wie ist das Erinnerungsvermögen eines Kindes, wenn das Kind 1 Jahr und 10 Monate alt ist und es den Vater 5 Monate nicht gesehen hat?

Ich habe Angst, wenn der Vater unseres gemeinsamen Sohnes, wieder rückfällig wird und ihn wieder schlägt, wenn er keine Nerven mehr hat. Ich möchte nicht mehr so etwas erleben, was unser Sohn mitgekommen hat.

Bitte um Antwort.

Beitrag von elofant 05.02.06 - 08:09 Uhr

Lass Dich erst mal #liebdrueck

Wie lange das Gedächtnis eines Kleinkindes weiß ich nicht. Allerdings würde ich an Dein Mutterherz appelieren und den Umgang (seis nun begleitet o. nicht), nicht aufrecht erhalten würde.
Wenn einer mein Kind schlägt - noch dazu der Vater - würde ich den Kontakt zu dieser Person sofort abbrechen. So leid mir das dann auch für mein Kind tun würde, dass es ohne seinen Vater aufwächst. Aber wer einmal schlägt, der tut es immer wieder. Soll denn erst was richtig ernsthaftes passieren - man braucht nur an die letzten Monate in den Medien erinnern.

alles Gute!

Beitrag von 1lolita1 05.02.06 - 11:50 Uhr

Was dir und deinem Sohn widerfahren ist, ist mehr als schrecklich.
Auch wenn das Erinnerungsvermögen deines Sohnes nur auf kurze Zeiträume begrenzt ist, so hat sein Urvertrauen auf Menschen dennoch einen ganz massiven Schaden genommen und so etwas bleibt unter Umständen ein Leben lang erhalten. Hilf deinem Sohn, er selbst kann sich doch aus dieser Lage nicht befreien. Unterbinde den Kontakt zu diesem gewaltätigen Menschen ( der gehört echt in Behandlung!). Ich muss meiner Vorrednerin vollkommen zustimmen: Wer einmal schlägt tut es auch wieder!
Wie gestört muss einer sein, der seine Agressionen an an einem so kleinen unschuldigen Wesen entlädt!?
Erkundige dich ob es in deiner Stadt Hilfsorganisationen für misshandelte Frauen und deren Kinder gibt ( gelbe Seiten/ Internet), die helfen dir dann auch in rechtlichen Fragen.
Alles Gute für dich und deinen Sohnenmann!

LOLI

Beitrag von nyssa 05.02.06 - 12:35 Uhr

hallo,

erst mal finde ich ich segr gut, das su den mut hattest dich vom deinem mann loszu sagen und ins frauenhaus zu gehen, woich sicher seid.

man sagt zwar immer, kinder können sích nicht an die ersten drei jahre des lebens erinnern, aber man merkt es ihnen halt doch an. ich glaube was wichtig ist, ist das du jetzt versuchst deinen kindern ruhe und viel zuwendung zu schenken, um wieder ihr vertrauen aufzubauen . damit auch du ruhe hast und dich von allem erholen kannst. such dir jemanden dem du vertraust und der dir hilft, der die kinder nimmt wenn du zum gericht musst und all diese dinge, die die kleinen nicht mitbekommen sollten.

ich wünsche dir ganz viel erfolg und stärke in dem was vor dir liegt. schaue auf das zurück was ihr schon durchgestanden habt und
DU KANNST VERDAMMT STOLZ AUF DICH SEIN!!!

alles gute nyssa