gebrauchsanleitung kind

Archiv des urbia-Forums Gute Laune für alle!.

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Forum: Gute Laune für alle!

Witze, Kindermund, lustige Begebenheiten: der schweizer Schriftsteller Max Frisch hat einmal geschrieben: "Alltag ist nur durch Wunder erträglich." Zaubert ein Lächeln auf das Gesicht der anderen Forumsbesucher oder lasst euch selbst zum Schmunzeln verführen.

Beitrag von schmetterling7 05.02.06 - 11:15 Uhr

Wir gratulieren Euch. Ihr habt Euch zur Anschaffung eines hochwertigen Exemplars aus der Produktreihe „Homo Sapiens“ entschieden.
Bitte behandelt den neuen Menschen mit Sorgfalt und Umsicht und lest bitte vor Inbetriebnahme genauestens diese Gebrauchsanweisung. Ansonsten kann ein reibungsloses Funktionieren des neu erworbenen Menschen nicht garantiert werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass auf Grund internationaler Bestimmungen ein Rückgabe- oder Umtauschrecht NICHT besteht.

(1) Inbetriebnahme des Säuglings:
Batterien, Netzteile oder ähnliche Energiequellen sind zum Betreiben eines Menschen nicht notwendig. Er läuft ab Werk automatisch und weitgehend wartungsfrei. Im untern Teil des Kopfes befindet sich eine anfangs noch zahnlose Öffnung, in die allerdings in regelmässigen Abständen, organische Substanzen eingeführt werden müssen. Ein automatischer Mangelmelder erzeugt einen durchdringenden Warnton, sobald der mit empfindlichen Sensoren bestückte Magen des kleinen Menschen nicht ausreichend versorgt ist. Dieser Warnton ertönt auf Grund systemabhängiger Interferenzen nachts besonders häufig. Dieser ändert sich mit fortschreitender Betriebsdauer. Falls nicht, sollte das Baby in einer Werkstatt ausgewuchtet werden.

(2) Reinigung des Säuglings:
Ablagerungen im unteren Beckenbereich vorn (flüssig) und hinten (eher fest) sind normal und kein Grund zur Besorgnis. Sie sollten mit handelsüblichen Reiniger entfernt werden. Unsachgemässe und unzureichende Reinigung führt zu Funktionsstörungen (siehe auch Garantiebestimmungen) und kann das Auslösen des Warntons zur Folge haben.

(3) Inspektionen:
Der Hersteller gibt den dringenden Rat, die von den Krankenkassen empfohlenen, regelmässigen Inspektionen durchzuführen (U1 – U9). Diese wird in ein Scheckheft eingetragen und dokumentieren die Sorgfalt des Eigentümers.

(4) Einstellen der Lach- und Gigelfunktionen:
Um das beliebte Gigeln und Lachen bei Ihrem Kind hervorzurufen, müssen Sie lediglich i Reflexzonenbereich B1 des kindlichen Fusses sanfte Druck- und Kreisbewegungen ausführen und dazu laut und deutlich „gille, gille“ rufen. Taktile und akustische Sensoren im Nervensystem des Kindes werden auf Reize mit Gigeln und Lachen antworten. Diese Funktion ist allerdings frühestens nach 6 Wochen abrufbar.

(5) Schnellabschaltung des Warntones:
Bei Funktionsstörungen oder Nahrungsmangel, erfolgt wie oben erwähnt ein durchdringender Warnton aus dem Tonkopf des Säuglings. Zur Schnellabschaltung reicht es meist, dem Kind einen speziell geformten Weichgumminoppen (Nuggi) oder ein Fläschchen zuzuführen. (siehe Zubehör)

(6) Einstellen der Timerfunktion:
In den ersten Jahren kommt es regelmässig zu systemimmanenten Schwankungen innerhalb der Tages- und Nachtfunktion des Kindes (diffuse Timer-Funktion). Gelegentlich führen übermässig ausgedehnte Schlafphasen während des Tages zu lästigen, sogenannten „Knackwach“-Zuständen in der Nacht.
Um den Timer Ihres Kindes richtig einzustellen, sollte streng auf Mittagsschlaft (nicht unter 1 ½ , nicht über 3 Stunden), ausreichende Verdunklung des Schlafzimmers im Sommer und klare Zubettgeh-Zeiten geachtet werden. Die Timer-Funktion reguliert sich dann von selbst. Ab Werk ist das Kind auf eine Zubettgeh-Zeit von 19 Uhr bis 19.30 Uhr eingestellt. Ausnahme: die italienische Produktlinie. Hier aktiviert sich die Schlaffunktion erst, wenn auch die Eltern in Bett gehen. (mediterranes Party-Modell)

(7) Gleichlaufschwankungen:
Sollten Gleichlaufschwankungen auftreten, die sich meist durch heftiges Stolpern äussern, muss die Bereifung des Kindes von einem Fachmann überprüft werden.

(8) Betrieb ausser Haus:
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Betrieb von Säuglingen und Kleinkindern in Restaurants und Intercontinental-Flugzeugen nicht zu empfehlen ist.

(9) Kommunikation:
Ab Werk verfügt das Kind über die etwa nach 2 Jahren abrufbaren Kommunikations-Fragmente „Will nicht“, „Hunger“, „Windel voll“ und „Alle wach“. Andere kommunikative Elemente („will haben“, „Papi doof“, „Mami Durst“) kommen nach und nach dazu.

(10) Scharfstellen:
Mit etwa 15 Jahren kommt es zu einer systembedingten Veränderung des kindlichen Hormonhaushaltes. Körperbehaarung und primäre sowie sekundäre Geschlechtsorgane verändern sich. Das halberwachsene Kind ist jetzt „scharfgestellt“ und sollte mit äusserster Vorsicht behandelt und nicht ohne Aufsicht mit ebenfalls „scharfgestellten“ Exemplaren des anderen Geschlechts konfrontiert werden. (siehe auch Haftungsbedingungen)



Nun wünschen wir Euch viel Spass mit Eurer Errungenschaft!!!

Beitrag von skosi 06.02.06 - 17:56 Uhr

#danke für die Betriebsanleitung. #freu Ich werde mich bemühen, alles auszuführen und zu berücksichtigen

(Habe seit 4 Wochen solch ein Exemplar #baby)

LG
Simone mit Emily (*10.01.06)

Beitrag von schmetterling7 06.02.06 - 17:58 Uhr

ich musste auch lachen als ich sie gefunden habe,
echt witzig, hat aber was wahres dran... gg
in diesem sinne wünsche ich dir viel glück mit
deinem #baby
ciau