Wäre ich eine schlechte Mutter??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von jungemami83 05.02.06 - 13:00 Uhr

Hallo zusammen..

Ich habe letzte Woche erfahren dass ich ungeplant schwanger bin. Habe auch schon eine 2 jährige Tochter.
Dazu kommt, dass ich ab dem 1.3.06 eine Teilzeitausbildung zur Bürokauffrau machen werde, die 3 1/2 Jahre dauert!!
Zum Glück habe ich jetzt eine Tagesmutti für meine Tochter bekommen und auch schon mit ihr besprochen ob das "Kleine" nach den ersten 8 Wochen zu ihr kommen kann damit ich die Ausbildung nicht abbrechen muss!!!
Ist ja auch alles nicht so das Problem für MICH, denn ich gehe ja nur teilzeit und nicht vollzeit arbeiten und hätte dann den Rest des tages noch für meine Kinder. Und eine Ausbildung ist mir sehr wichtig!! (Ich bin 22 Jahre und habe keine Abgeschlossene Ausbildung)

Meine Familie ist hingegen sehr streng zu mir. Sie sagen ich wäre dann eine schlechte Mutter und würde meine Kinder dann nur abschieben damit ich die Ausbildung machen kann! Und auch dass ich mich nicht wundern sollte wenn das Kleine dann zu der Tagesmutti MAMA sagen würde!! (Wo liegt der Unterschied ob die Tagesmutti oder einer aus der eigenen Familie aufpasst??)
Was ist daran soooo schlimm Familie und Beruf zu vereinbaren?? Ist es nicht auch richtig seinen Kindern eine bessere Zukunft zu sichern?? Vor allem dann wenn man wie ich eine ÜBERNAHMEGARANTIE in dieser Firma habe????

Ich finde, dass ich das richtige mache, wenn ich nach 8 Wochen wieder in die Ausbildung gehe (um auch nicht ganz so viel zu verpassen) aber meine Familie macht mich so sehr fertig damit dass ich dann eine schlechte Mutter bin, dass ich es bald selbst glaube!!!

Sorry dass es so lang geworden ist!! Ich musste es mal loswerden!! Und würde mich über eine Antwort freuen!!

LG
Bettina

Beitrag von nic_ole 05.02.06 - 13:14 Uhr

Hallo Bettina!

Mit der heute dringend notwendigen Ausbildung ist
sicher im Nachhinein der ganzen Familie gedient.

Lass dich nicht fertig machen und gehe deinen Weg so,
wie du es für richtig hälst. Wenn du ohne Ausbildung später ein Sozialfall wärst, würden sicher auch viele sagen, dass du dich nur hinter den Kindern versteckt hättest und eigentlich zu faul o. ä. warst. Es wird sicher hart und nicht so problemlos für dich werden. Aber die Zeit geht auch um!

Ich denke auch, dass du hier evtl. böse Antworten bekommen wirst. Da ich selber Mama und Ausbilderin für den Beruf Bürokauffrau bin, ziehe ich meinen Hut vor dir und begrüße deinen Entschluss.

Halte durch! Alles Gute...

Nicole

Beitrag von anka1974 05.02.06 - 13:08 Uhr

Hallo Bettina,
natürlich bist Du keine schlechte Mutter. Eine schlechte Mutter wärst Du, wenn Du Deine Kinder nicht lieben würdest und schlecht behandeln würdest - aber doch nicht deshalb. Nicht jeder hat das Glück länger zu Hause zu bleiben. Das ist doch auch alles eine Kosten fragen. Außer dem haben Deine Kinder mehr von einer Mutter, die glücklich und ausgeglichen ist als von einer unglücklichen Mutter. Denn Dein Innenleben ist ihr außen leben. Ich finde es toll, das Du Dein Baby auch ungeplant bekommst und nicht einfach abtreiben lässt. Auch Deinen Mut beides unter einen Hut zu bringen finde ich bewundernswert. Deine Familie sollte Dich unterstützen statt zu kritisieren. Außer dem ist eine Übernahmegarantie bei der heutigen Wirtschaftslage doch einfach gold wert.
Ich drück Dir fest die Daumen, das es klappt so wie Du Dir es wünscht.

Liebe Grüße
Sandra mit Alena (fast 14 Wochen alt)

Beitrag von violettangel 05.02.06 - 13:08 Uhr

Bitte das ist totaler Blödsinn, dass die Kinder zur Tagesmutter "Mama" sagen, das machen sie ja im Kindergarten auch nicht!
Ich war als Kleinkind oft bei meiner Oma weil meine Mama auch bald wieder arbeitgen ging und ich sage ja auch nicht Mama zu meiner Oma.

Lass dir nix einreden, dass sind deine Kinder, deine Zukunft!! Zahlen sie dir ein monatliches Gehalt, wenn du jetzt auf die Ausbildung verzichtest? Sag deiner Familie, wenn sie dir mind. soviel zahlen wie du in der Firma bekommen würdest, bleibst gern zu Hause.

lg Baby Martin (32. SSW) und violettangel, die auch wieder im Jänner 2007 Teilzeit arbeiten geht!

Beitrag von brigge67 05.02.06 - 13:11 Uhr

Hallo Bettina

ich find es toll das du deine Ausbildung weitermachen willst, das kommt später ja schließlich auch deinen Kindern zu gute! Und da du nur halbtags gehst seh ich kein Problem dabei auch das Baby zur Tagesmutter zu geben. Später gehen sie ja auch in den Kindergarten. Da müßten wir ja alle schlechte Mütter sein die ihre Kinder in den KiGa schicken. Und da du eine Übernahmegarantie hast darfts du diese Chance, auch im Hinblick auf die Zukunft deiner Kinder nicht verschenken. Vorallem nicht bei der Arbeitsmarktlage momentan.
Ich wünsch dir alles Gute, du machst das schon richtig!!
Lg
Brigge + JAime *19.08.05
PS: in anderen Ländern müssen die Mütter nach 8 Wochen wieder anfangen zu arbeiten da gibts das mit 3 Jahre Erziehungszeit garnicht

Beitrag von knitschie 05.02.06 - 13:12 Uhr

Liebe Betina, bravo zu Deiner Entscheidung. Ich finde Deine Einstellung einfach klasse. Mach es so wie Du es für richtig hälst und wie Du glücklich bist. Denn nur wenn Du glücklich bist können es Deine Kinder auch sein. Du bist schließlich auch noch eine sehr junge Mutter und für Dich ist es enorm wichtig eine Ausbildung zu haben damit Du überhaupt LEBEN kannst, deinen kindern etwas bieten kannst. Wenn Du eine ordentliche Tagesmutter findest kommt das Problem mit Mutti sagen überhaupt nicht auf, da diese Tagesmutter dem pädagogisch entgegenwirken kann.
Lass dich von deiner familie nicht unter druck setzen, sondern tu was dir wichtig ist und was dir richtig für deine kinder erscheint. ich z.b. findee es so besser als manche mütter die bis zur schuleinführung mit ihren kindern zu hause sitzen und total verzogen werden. deine kinder lernen auf diesem weg gleich wichtige dinge für die zukunft und werden es im kindergarten und in der schule wesentlich einfacher haben.

liebe grüße
nadin

Beitrag von anyca 05.02.06 - 13:11 Uhr

Ich finde es absolut richtig, was Du tust! Ist doch super, wenn Du sogar eine Übernahmegarantie Deiner Firma hast UND Teilzeit arbeiten kannst - besser geht es doch gar nicht!

Laß die Familie reden, Du siehst Dein Kind noch oft genug. Als ich klein war, hatte ich auch eine Kinderfrau (bei uns kam die allerdings mit ihrem Kind zu uns ins Haus, weil wir die größere Wohnung hatten), und ich habe die sicher nicht für meine Mutter gehalten ...

Beitrag von sanhar00 05.02.06 - 13:41 Uhr

Hallo Bettina,

Hut ab vor Dir! Ich werde im Juli mein erstes Kind bekommen und habe auch vor nach 8 Wochen wieder TEilzeit zu arbeiten. Wie ich das mit dem Kleinen organisiere weiß ich noch nicht so ganz genau aber ich habe auch oft ein schlechtes Gewissen. Ich will meine Stelle auf der ich sehr gut verdiene nicht aufgeben. Für alle im Umfeld ist das egoistisch. Aber wir sollten uns nicht unter kriegen lassen und das machen. Es gibt so viele Eltern die sich so organisieren und sogar den ganzen Tag weg sind. Also sicherlich ist Halbtags kein Problem.
Mach auf jeden Fall Deine Ausbildung und lass Dir nicht reinreden, Du wirst es bereuen nicht Deine eigene Entscheidung getroffen zu haben.

Liebe Grüsse, Sandi

Beitrag von schnuggel 05.02.06 - 14:05 Uhr

Hallo Bettina!

ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen: lass dich nicht beirren!!

Du bist keineswegs eine schlechte Mutter, wenn du nach dem Mutterschutz deine Ausbildung fortsetzt.
Im Gegenteil, ich finde, du managst das alles ganz super!
Eine Tagesmutter, wo deine beiden Kleinen zusammen sein können, eine Mutter, die ihre Ausbildung fortsetzt mit anschließender Übernahmegarantie, das ist doch toll! Sicher, die Lage ist nicht optimal, weil es für dich wahrscheinlich schon hart werden wird, Zeit und Kraft fürs Lernen zu finden.

Andere müssen auch nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gehen um im Job drin zu bleiben, weil das Geld sonst nicht reicht oder aus sonstigen Gründen. Es geht halt nicht immer so wie man es gerne möchte. Und es ist auch kein Drama, wenn man für sich selbst weiter arbeiten oder in deinem Fall die Ausbildung fortsetzen möchte! Das ist für die Kinder allemal besser als eine Mutter, der die Decke auf den Kopf fällt oder die später keine Arbeit mehr findet! Es ist halt jeder anders und nicht jeder geht so sehr in der Rolle der Hausfrau und Mutter auf, dass es das beste für die Familie ist. Aber das ist doch etwas ganz anderes, als eine schlechte Mutter zu sein!!

Jedes Kind, das bei einer Tagesmutter ist, baut natürlich zu dieser Bezugsperson eine Bindung auf, aber deswegen ist sie doch nicht die Mama!

Also nur Mut!#liebdrueck

Ich wünsche dir alles Gute für deine zwei Kleinen und deine Ausbildung!

LG,
Katrin

Beitrag von schnullabagge 05.02.06 - 14:04 Uhr

Hallo Bettina!

Ich finde du machst das Richtige! Eine Freundin von mir (habe ich auf der Arbeit kennengelernt) Hat es bisher auch so gemacht. SIe hatte zwei kleine Kinder, als sie damals die Ausbildung bei uns im Betrieb anfing. Sie hat sich immer durchgebissen, und ständig wurden ihr von verschiedenen Ämtern Steine in den Weg gelegt. Einer sagte sogar mal zu ihr, dass sie doch lieber Sozialhilfe beziehen sollte und zu Hause bleiben, das wäre einfacher für sie! Da waren wir echt alle platt!
Mittlerweile hat sie ihre Ausbildung natürlich fertig, und steht z.Z. wieder vor einer Abschlussprüfung, weil sie im Berufsfeld eine halbjährliche Fortbildung gemacht hat. Zudem ist ihr auch och mittendrin die Tagesmutter abgehauen!

Ich bewundere sie immer wieder und finde es gut, dass sie arbeiten geht. Auch ihre beiden Töchter (mittlerweile 6 und 7 Jahre alt) werden sicherlich mal ganz stolz auf sie sein.

Also nur Mut! Du bist sicherlich auf dem richtigen Weg.

Liebe Grüße Steff und #ei 12 ssw

Beitrag von bunny2204 05.02.06 - 14:08 Uhr

Hallo Bettina,

ich finde es super was du vor hast.

Deine Kinder fühlen sich doch bei der Tagesmutti bestimmt total gut und dir geht es auch gut, wenn du etwas für dich machen kannst!

Und schließlich werdne deine Kinder auch gross und du würdest dann ohne Ausbildung dastehen...

Zieh das auf alle Fälle durch und lass dir von niemanden rein reden!!!

LG Bunny #hasi (die auch Halbtags arbeitet!)

Beitrag von yvonnchen80 05.02.06 - 14:37 Uhr

hallo,

las dir von deiner familie nicht so nen scheiß erzählen...

ich entbinde diesen monat und mache 1 jahr elternzeit. fange aber im mai auf meiner arbeit wieder auf 400 € basis an, weil wir auf das geld angewiesen sind!
arbeite dann 3 nachmittage die woche, wo mein männe oder meine eltern aufs baby aufpassen...

kann mir auch vorstellen das ich dann froh bin auch mal wieder was anderes zu sehen als das kind und mal wieder unter leuten bin. deswegen ist man keine schlechte mutter, sondern vielleicht viel entspannter weil man mal abschalten kann.

lg yvonne

Beitrag von gabberw 05.02.06 - 14:41 Uhr

halloooo...

Ich danke euch allen erstmal ganz #liebe -lich für eure lieben und vor allem schnellen Antworten!!

Auch bin ich euch sehr dafür dankbar dass ihr mir Mut macht und mich in meinem Handeln unterstützt (wenn auch nur schriftlich) und mich nicht kritisiert!!

Es hat mir sehr geholfen soviele liebe antworten bekommen zu haben, ich hoffe das meine Familie sich bald wieder beruhigt hat und mich genauso aufbauen wird wie ihr das hier getan habt!!!

Sicherlich wird es nicht immer leicht für mich werden und ich werde bestimmt auch öfters an meine Grenzen stossen, doch ich weiss ja WOFÜR ich das alles mache...!! Nicht nur für mich...oder für meine Umwelt, sondern zu 80% (der rest ist für mich) für meine Kinder, damit sie es besser haben als jetzt (wir lebten bis 10/05 von HARTZ) !!!!

Ich werde euch auf dem Laufenden halten wie es mit mir, meiner Familie und meiner Ausbildung aufwärts geht!!


DANKE NOCHMAL AN ALLE!!!!! #kuss#danke

Bettina