Fenster im Neubau nass

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von nicihoney 05.02.06 - 13:05 Uhr

Hallo,

in unserem Neubau

(Holzrahmenbau, also sehr trocken gebaut, allerdings hatten wir Zementestrich und sehr viel Fliesen verlegt, wodurch natürlich auch viel Feuchtigkeit ins Haus kam)
der seit Feb 2005 steht und seit Mai 2005 bewohnt ist

haben wir trotz zweimal täglichem querlüften durch das ganze Haus für jeweils mindestens 5 Minuten

ab ca. -2° Grad Außentemperatur
im Schlafzimmer das Problem, dass das bodentiefe Fensterelement anläuft.
Auch die Wintergartenelemente laufen am untersten Rand an und das Dachfenster im Arbeitszimmer ebenfalls.
Ganz selten läuft das Badfenster ein wenig um die Dichtungen herum unten an.
Im Wintergarten und an dem Dachfenster ist es nur minimal.
Sonst haben wir im ganzen Haus das Problem nicht.

Das nervt so dermassen und Haushersteller sagt natürlich, es ist alles im Lot und komme, daher, dass heute zu dicht gebaut wird :-(

Habe im Schlafzimmer mit Hygrometer gemessen: Vor dem Schlafen ca. 55 Luftfeuchte, morgens so um die 70!!! Obwohl die Heizung auf klein weiter läuft (eigentlich mögen wir gar nicht mit Heizung schlafen), die Außenjalousie unten ist und trotz Aufstellen eines Lufttrockners von Cerasit.

Was meint ihr, besteht da Hoffnung, dass das nur ein "Neubauproblem" ist und irgendwann aufhört?

Beitrag von klaus_ 05.02.06 - 15:46 Uhr

"und komme, daher, dass heute zu dicht gebaut wird "
AUCH

"Vor dem Schlafen ca. 55 Luftfeuchte"
ZU VIEL
-> vor dem Schlafen 15 min lüften.

"Obwohl die Heizung auf klein weiter läuft "
DAS KÖNNTE DAS PROBLEM SEIN
-> kalten Raum immer geschlossen halten. Beim Lüften Heizung aus, Raum geschlossen. Nach dem Lüften Heizung an, Tür muß unbedingt geschlossen bleiben, sonst wandert die feuchte warme Luft aus den warmen Räumen in den kalten Raum
ansonsten auf 20 Grad halten (leider !)


"Hoffnung, dass das nur ein "Neubauproblem" ist "
MÖGLICH
trotzdem sollte keine 70% Luftfeuchte sein


früher hat man ein ROhbauhaus über den Winter austrockenen lassen und ist dann im Sommer eingezogen. Da ist erst nach 2 Jahren aussen verputzt worden - ja wo soll denn die Feuchtigkeit ?
Heute muß alles schnell , schnell gehen.



Gruß
Klaus

Beitrag von schichtsalat 05.02.06 - 17:20 Uhr

Hallo!
Also meiner Ansicht nach sind 70% nicht normal.
Wir haben im März 2005 begonnen zu bauen, sind im Dezember eingezogen. Normale Rohbauweise, gleich im Anschluss nach 8 Wochen Trocknungszeit wurde aussen verputzt. Haben auch nicht über den Winter ausfrieren lassen, haben darüber auch mit sehr vielen Fachleuten gesprochen und da gibts wirklich zwei Meinungen. Auch Zementestrich und viel Fliesenboden.
Wir haben keinerlei Feuchtigkeit im Haus, nicht einmal mehr im Keller (dort haben wir eine Luftfeuchtigkeit von 48%). In den Wohnräumen zwischen 40 und 45%, je nach Belüftung.
Wir lüften täglich mindestens für 20 Minuten total (Heizung aus, Türen zu). Auch die Kellerräume.
Das einzige Fenster, das uns manchmal am unteren Rand beschlägt, ist das im Gäste-WC. Aber nur dann, wenns draußen extrem kalt war in der Nacht.
Ich würde das mal überprüfen lassen, denn mit 70% Luftfeuchtigkeit habt ihr ja schon Schimmelgefahr. Oder wirklich mehr und gezielter lüften.

Beste Grüße und alles Gute,
schichtsalat

Beitrag von nicihoney 05.02.06 - 19:53 Uhr

Vielleicht war einiges unklar in meinem 1. Posting.

Natürlich stelle ich die Heizkörper beim Lüften aus.

Also, die 70% Luftfeuchtigkeit sind MORGENS nach dem Schlafen nur im Schlafzimmer.
Ansonsten sind tagsüber konstant so um die 51% Luftfeuchtigkeit.

Ich habe aber auch einen super biligen Hygrometer gekauft, vielleicht zeigt der auch nicht richtig an.

Denke mal, das Hautproblem ist wohl wirklcih, dass es ein Holzrahmenbau mit Dampfsperre ist.

Werde es nochmal mit noch mehr Lüften versuchen.

Danke für die Tipps.

Beitrag von alphafrau 06.02.06 - 14:05 Uhr

Hallo,

für mich hört sich das so an, als ob ihr Isoverglasung habt, dann passiert das schon mal. Das mit der 70% Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer kommt von eurem Atem. Bei der Isolierverglasung kommt keine Feuchtigkeit reiin und auch keine raus. Die warme Luft kondensiert an der kalten Scheibe und dann habt ihr Wasser auf den Scheiben.


Da hilft leider nur eins Lüften, Lüften, Lüften und nochmals Lüften. Ansonsten habt ihr nachher an den Rändern Stockflecken.


Grüße alpha

Beitrag von nicihoney 07.02.06 - 12:54 Uhr

Hallo alpha,

stimmt, wir haben Isoverglasung. Wärmedämmwert 1,1.

Habe gestern nochmal mit einem teureren Hygrometer gemessen, wir haben in den Räumen so um die 40% Luftfeuchtigkeit, im Schlafzimmer waren es morgens um die 50%.

Das Problem tritt auch wirklich nur bei Temperaturen ab ca. -3° auf. Je kälter, desto mehr Wasser läuft die Scheibe runter.

Natürlich trockne ich immer alles brav ab, aber es nervt eben. Die Wände sind absolut trocken, es sind nur die Scheiben.

Dieses Problem teilen wohl viele mit uns:
Hat schon mal jmd. was von Fensterfalzlüftern gehört, (einfach mal googeln), hat jmd. von Euch sowas?