Klinik in Gelsenkirchen für Neurodermitis?

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Beitrag von maexchen123 05.02.06 - 17:01 Uhr

Hallo,
bei meinem Sohn Maximilian wurde vor kurzem Neurodermitis festgestellt.
Nun haben wir von unserer Hautärztin nur eine Salbe verschrieben bekommen, die aber überhaupt nicht hilft.
Ich habe schon öfters von einer bestimmten Klinik in Gelsenkirchen gehört, die sehr gut sein soll.
Unser Sohn kratzt sich nachts so doll, dass er vor lauter Kratzen kaum schlafen kann.
Der arme Wurm tut mir so leid, vor allem weil er jetzt nachts auch noch so einen komischen Anzug mit Handschuhen tragen muss.
Ich will wirklich alles probieren, damit er wieder ruhig schlafen kann.
Kann mir jemand die Adresse oder internetadresse nennen, damit ich dort mal hinfahren kann?
War vielleicht schon jemand von euch da und kann mir sagen, wie das da so abläuft?
Danke erstmal
Anke und Maximilian

Beitrag von grizu99 05.02.06 - 18:09 Uhr

Hallo!
Da ich selber ursprünglich aus GE komme, hab ich mal meine Mama gefragt und sie meint, das in Herten-Westerholt eine ist, wenn Du in Buer bist und Richtung Westerholt fährst, kommst Du direkt an der Kinderklinik vorbei (die Straße wo früher der Löwenpark war) und da soll ne Hautklinik/Station mit drin sein. Hab vor ein paar Jahren sogar einen Fernsehbericht darüber gesehen, wo es auch um Neurodermitis ging.


Das hab ich bei Google gefunden...

http://www.neurodermitis.ch/cgi-bin/neurodermitis/forum/board.cgi?az=show_thread&om=890&forum=Diskussionsrunde_2&omm=13

Liebe Grüsse nach GE aus dem Norden sendet Grizu99 mit Josh (3Jahre) und Tim (9Monate)

Beitrag von babyjenny 05.02.06 - 18:23 Uhr

Hallo!!!Ich habe das verfahren mitgemacht..hatte ich auch schon mehrern beantwotet..schreib doch mal über meine vk..

lg jen

Beitrag von babyjenny 05.02.06 - 20:39 Uhr

also ich verstehe echt nicht wie man siese kilinik gut finden kann...wie gesagt schreib doch mal über vk dann schreib ich dir was da so abbgeht..alle mütter sind geflüchtet..es gibt auch paar internetseiten mit sehr sehr schlechten berichten über diese möchtegernklinik..mir fallen nur die links nicht mehr ein..

lg jen

Beitrag von danni64 06.02.06 - 09:55 Uhr

Hallo Jenny,

sorry,aber das muss ich dir arg widersprechen.

Ich habe 36 Jahre in Gladbeck gelebt. Ich habe diese Klinik immer aufgesucht,wenn mit meinen Kindern was war und immer sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Ärzte,wie auch Schwestern waren immer sehr nett.

Lebe nun in Dortmund und kenne hier die Kinderklinik und habe hier z.B nur sehr schlechte Erfahrungen machen dürfen.

Wenn es nicht so weit weg wäre,würde ich auch heute immer wieder nach Westerholt fahren.
Ich wünschte alle Kliniken würden so arbeiten,wie in Westerholt,das sind nun mal meine Erfahrungen.

LG Danni !!!!

Beitrag von farideh 05.02.06 - 19:00 Uhr

Als ich mit Marius in der Klinik war ,habe ich zuvor sehr viel Hoffnung hineingesteckt.Weil er mir selbst sehr leid tat und ich mir einfach nicht zu helfen...

Leider wurde ich von der Klinik in Gelsenkirchen sehr enttäuscht.Sie legen die komplette Behandlung auf die Ernährung des Kindes auf und setzen meist das Kind auf eine Art Diät.
Dies ist sicherlich bei manchen Patienten der richtige Weg,aber ich denke nicht für alle.

Ist denn bei deinem Sohn festgestellt wurden,dass die Neurodermitis auftaucht durch Lebensmittel oder durch andere Faktoren,die oft eine Rolle spielen. So zum Beispiel Streß, das Waschpulver oder auch Stofffasern.

Beitrag von danni64 05.02.06 - 19:58 Uhr

Hallo Anke,

ich kenne diese Klinik auch und kann sie nur empfehlen.
Dort sind klasse Ärzte und Schwestern,einfach toll.

Ich habe früher da in der Nähe gewohnt und kenne diese Klinik gut.

Sie ist in Gelsenkirchen-Westerholt.

Ein Arzt hat sich da auf Hautkrankheiten spezialisiert und hilft den Eltern wie auch Kindern.

Ich kann von denen nur gutes berichten.

LG Danni !!!!

Beitrag von zaubertroll1972 05.02.06 - 20:44 Uhr

Hallo Dani!
Westerholt gehört nicht zu Gelsenkirchen ;-)

LG Z.

Beitrag von cathie_g 06.02.06 - 09:47 Uhr

da laueft ab, dass den Muettern konsequent ein schlechtes Gewissen eingeredet wird und sie durch eine Psychokur sondersgleichen getrieben werden.

In der Öffentlichkeit wurde der Gelsenkirchener Klinikskandal durch den folgenden Artikel im Spiegel bekannt:

Dennis Ballwieser, DER SPIEGEL, 10/2005, 7.3.2005, S. 174f: „PSEUDOMEDIZIN. Galilei aus Gelsenkirchen. Ein Professor behandelt neurodermitiskranke Kinder mit einer Mischung aus Diät und Psychokursen. Experten warnen, die Methode sei nicht nur nutzlos, sondern auch riskant.“

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Stemmann-über-Stemmann20050307.html

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/ProfHöger-über-Stemmann20050307.html

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PrivatdozentSchauer-über-Stemmann20050307.html

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/DrSzczepanski-über-Stemmann20050307.html

Ich wuerde da nicht hingehen!

Catherina

Beitrag von danni64 06.02.06 - 09:58 Uhr

hallo Catherina,

keinen deiner Links kann man lesen ;-).

Sie gehen nicht und kann man nicht finden.

LG Danni !!!

Beitrag von cathie_g 06.02.06 - 10:15 Uhr

whoops - moment:

Quelle: DER SPIEGEL, Nr. 10, 07.03.2005, S. 174f: Pseudomedizin. Galilei aus Gelsenkirchen. Ein Professor behandelt neurodermitiskranke Kinder mit einer Mischung aus Diät und Psychokursen. Experten warnen, die Methode sei nicht nur nutzlos, sondern auch riskant. Autor: Dennis Ballwieser.

„Wir ändern Weltbilder“, verkündet Ernst August Stemmann den gespannt lauschenden Eltern in der Kinderklinik Gelsenkirchen. „Sie lernen hier, wie Menschen funktionieren.“
Vier Mütter und ein Vater bilden sein Publikum, und noch gucken sie etwas skeptisch drein. Doch Stemmann ist sich seiner Sache sicher: „Es ist mir verboten zu lügen. Ich habe seit Jahrzehnten nicht gelogen.“ Dann kommt er zu jenem Kernsatz, der die verzweifelten Eltern hierher gelockt hat: „Neurodermitis ist heilbar.“
Stemmann ist Leitender Arzt der Umweltabteilung der Gelsenkirchener Klinik, bis letztes Jahr war er Ärztlicher Direktor. Er trägt einen Professorentitel der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und eine große Wut auf die Wissenschaft im Herzen. „Die haben versucht, mich zu vernichten“, erzählt er empört.

In angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht hat er indes seit 1989 nicht mehr. Unwirsch reagiert er auf Fragen nach dieser Enthaltsamkeit: „Ich bin Professor, habe alles erreicht. Wer sich für meine Arbeit interessiert, der soll hierher kommen.“
Jeden Kritiker könne er mit seinen Ergebnissen „platt machen“, versichert er. Gerade das rufe aber die Neider auf den Plan: „Meine Ergebnisse sind zu gut. Wenn Sie etwas wirklich Neues machen, und Sie kommen mit Ergebnissen auf den Markt, werden Sie zerlegt.“

Stemmann entschuldigt sich, er sei einmal zum Kongress der Metamediziner gefahren, nicht wissend, „was für ein Club das war“

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Die wissenschaftlich schludrige Arbeit ist die eine Seite.
Die Auswirkungen auf die Familien und die Patienten, das ist die andere Seite. Die Diätempfehlung wird als gefährlich beurteilt, die Umsetzung des Trennungstrainings dogmatisch. "Die Notwendigkeit der Trennung wird den Eltern eingehämmert, bis sie weinend zusammenbrechen." Wie Hamer sucht auch Stemmann die Ursache in einem angeblich der Krankheit zugrundeliegenden Konfklikt. Wenn man ihn löst, verschwindet die Krankheit. Umgekehrt heißt das aber, wenn die Krankheit bestehen bleibt, dann hat hier die Mutter versagt und ist Schuld am Leid ihres Kindes. So etwas finde ich infam.
"Erfolge" hat er natürlich vorweisen, denn "bei 70% der Kinder verschwinden die Symptome bis zum dritten Lebensjahr von selbst."

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„Stemmanns Theorien sind wissenschaftlich eindeutig widerlegt“, erklärt Uwe Schauer von der Universitätskinderklinik Bochum. „Zwar ist richtig, dass mit der Neurodermitis psychische Probleme bei Kindern und Eltern auftreten; die Krankheit wird aber nicht durch diese ausgelöst.“

Laut Kinderarzt Schauer kann es für manche Eltern zwar durchaus sinnvoll sein, nicht auf jeden Schrei ihres Kindes sofort zu reagieren. „Problematisch ist jedoch die dogmatische Umsetzung.“

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Rüdiger Szczepanski vom Kinderhospital Osnabrück warnt vor den psychischen Folgen:
Finde die Mutter das vermeintlich auslösende Trennungsereignis nicht, könne sie ihr Kind nicht heilen. Die Mutter ist also nicht nur am Entstehen der Krankheit schuld, sondern auch daran, dass das Leiden bestehen bleibt. „Das ist eine ausweglose Situation, die Familien zerstören kann.“, sagt Szczepanski.

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Catherina

Beitrag von danni64 06.02.06 - 11:13 Uhr

Hallo Catherina,

danke für den Bericht.

leider hat alles sein für und wider und manchmal wird auch was sehr dramatisch dagestellt.

Mit diesem Professor hatte ich nie was zu tun,denn meine grossen Kinder hatten keine Probleme mit der Haut.
Ich kenne aber auch Eltern denen es geholfen hat,denn einige Kinder haben Hauterkrankungen auf Grund von Lebensmittelallergien.

Ich habe nur gehört,dass er schon hingegangen ist und gesagt hat,die Mutter soll sich ein wenig vom Kind lösen und die Hauterkrankung nicht so in den Mittelpunkt stellen.

Wie gesagt,seine Methoden scheinen umstritten zu sein,aber man kann dann die Klinik im Allgemeinen nicht schlecht machen,denn ich habe nur gute Erfahrungen gemacht.
Damals war ein sehr grosser Andrang bei diesem Arzt und ich habe da Mamas getroffen,die sehr zufrieden waren und die Kinder waren das erste Mal seit Jahren beschwerdefrei. Das erzähle ich nicht nur so,sondern habe es echt so gesehen und erlebt.

Heute haben ja schon viele Ärzte Ahnung von Neurodermitis.
Meine beiden Kleinen haben auch eine trockene Haut und mein dreijähriger Sohn hatte auch mal einen schweren Schub,was aber an der Psyche lag.
Wir wohnen mit Oma und Opa im Haus und Opa war in der Kur,was meinem Kleinen nicht gut bekommen ist. Als Opa wieder da war,war auch die Haut wieder okay.

Das ist aber auch bei jedem Kind anders,denn Neurodermitis ist keine Krankheit für sich,sondern ein Allgemeinbegriff für die Erkrankung der Haut.

Was bei dem einen super hilft,kann dem anderen schaden.

So denke ich darüber.

LG Danni :-) !!!

Beitrag von cathie_g 06.02.06 - 16:57 Uhr

der Witz ist, beim einen mag ein Ereignis einen Schub ausloesen, beim naechsten eine Erdbeere, beim naechsten das Schmuddelwetter - wenn du aber ALLEN Muettern anschnackst es sei ihre "Schuld", dann ist das ein gefaehrlicher und belastender Ansatz. Klar sollten die Muetter es schaffen, sich von dem Problem zu loesen, aber so wie man es von da gehoert hat, geht es eben fuer viele nicht und dann bekommen die Muetter auch noch die Buerde dafuer (na, da kann das Kind ja auch keine normale Haut haben, wenn die Mutter so panisch ist) - nicht umsonst ist der ganze Ansatz arg umstritten und ich koennte es nicht empfehlen, da hinzugehen

Catherina

Beitrag von danni64 06.02.06 - 20:13 Uhr

Hallo Cathie,

es gibt leider Mamas,die daraus leider ein Riesendrama machen und die ganze Familie leidet.

Ich persönlich würde mit sowas in keine Klinik gehen. Nun habe ich auch drei Kinder und sehe alles etwas lockerer und das kann ein Grund sein,dass meine Kinder recht schnell wieder gesund sind.

Ich weiss,dass der Arzt darauf hinaus wollte,dass die Familie und besonders die Mamas,solche Erkrankungen lockerer sehen und nicht in Panik verfallen und somit den Kindern mehr schaden als helfen.
Es tut allen Mamas weh,wenn das Kind oder die Kinder krank sind,mir geht es nicht anders. Auch ich leide innerlich echt mit,versuche mir aber nichts anmerken zu lassen.

Mit den Müttern wurde in Gelsenkirchen autogenes Training gemacht und sie sollten lernen,ein wenig Abstand von der Erkrankung zu bekommen,um damit lockerer umzugehen.

Ich denke mal,dass dieser Arzt sich so in diese Rolle reingesteigert hat,dass er nicht mehr jeden einzelnen Patienten sieht,sondern nur noch sein Programm. Das ist schlecht,sehr schlecht sogar.
Und das mit den Diäten bei Krankheiten war vor ein paar Jahren angeblich das Patentrezept. Egal was man hatte,es war angeblich immer eine Lebensmittelallergie.

Leider ist der Arzt auf einer Stufe stehen geblieben und seine guten Ansätze sind damit pfutsch.

Wie ich schon geschrieben habe,kenne ich Mamas und besonders Kinder,denen er echt geholfen hat.

Schade dass er nicht weiter mit der Zeit gegangen ist,sondern auf seinem Schema stehen blieb und dadurch inzwischen mehr schadet,als hilft.

Und schade ist auch,dass so eine echt tolle Klinik durch sowas nun einen schlechten Ruf bekommt :-(.

Wenn die Kinder aber an anderen Krankheiten leiden und in eine Klinik müssen,ist sie echt zu empfehlen.

LG Danni !!!

Beitrag von alotta 14.12.09 - 18:50 Uhr

Hey :)

Ich kann die Klinik nur empfehlen.

Mein Bruder hatte als Baby wirklich krasse Neurodermitis und die haben dem da wirklich geholfen.
Es gibt ja so Cremes gegen Neurodermitis, aber die enthalten oft Kortison, was ziemlich schädlich ist.
In dieser Klinik machen die das mit einer Diät, wo man halt richtig viel Gemüse isst und keinen Süß-Kram.

Mein Bruder hat kein Neurodermitis mehr. Ich hab die Diät auch mitgemacht, als ich klein war und mir hats auch nicht geschadet ;)
Wir haben die Süßigkeiten auch nie vermisst, weil wirs ja nicht anders kannten, aber ich kann mir vorstellen, dass das für ältere Kinder vielleicht schwerer ist...

Und meiner Mutter wurde auch nicht irgendwie ein schlechtes Gewissen gemacht oder so...

Also ich würde einfach mal hingehen und mir das angucken.
Viel Glück und gute Besserung an Maximilian ;)