stottern...

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von shella 05.02.06 - 19:40 Uhr

Mein Bruder stottert ganz arg... er ist 24 und macht das schon immer.
Er hatte im Alter von 8-10 schon mal Sprachunterricht, aber es nützte nichts.

Ihn selber scheint es nicht zu stören, zumindest sagt er darüber nichts... er sieht gut aus, und ist ein sportlicher Typ. Kommt gut bei Frauen an und hat auch sonst viele Freunde.

Letzte Nacht hatte ich ein Gespräch mit ihm und mir ist wieder aufgefallen, wie sehr er stottern. Wie ich noch zu hause gewohnt habe, ist mir das nicht so auf gefallen.
Ich selber stottere hin und wieder auch, bei verschiedenen Worten, BEIDE wiederholen wir dann einzelne Silben, es ist nicht so, dass wir garkein Wort rauskriegen.
Er hat es schlimmer.
Meine Mutter hat es auf die Alkoholsucht und die damit verbundene Seelenlast in Verbindung gebracht. Zum Psychologen würde mein Bruder aber nicht gehen.

Meine Frage: Kann man gegen stottern was tun?
Hat jemand Erfahrungswerte, die ich meinem Bruder mal nahe legen kann.

liebe Grüße, Katja

PS.
...falls das wichtig ist...
Meine Dad ist seit 5 Jahren trocken und seit dem ein anderer Mensch, aber es stimmt schon, dass in jungen Jahren mein Bruder am meisten unter ihm gelitten hat.

Beitrag von rins 05.02.06 - 23:06 Uhr

hallo katja!

gegen das stottern kann man sehr viel tun #pro

zum beispiel singen, also gesangunterricht...aber ob das für deinen bruder in frage kommt, ist natürlich unsicher ;-)

er soll mal seinen HS fragen,da kriegt er sicher auch hilfe! klar, kann das auch psychische ursachen haben. das muß man denke ich mit sich selbst abklären und sich dann hilfe suchen. warum würde er nicht zum psychologen gehen? da sist doch nicht peinlich! im gegenteil, das ist der erste schritt und ein beweis für stärke!

liebe grüße, #blume rins

Beitrag von f.j.neffe 08.02.06 - 23:28 Uhr

Das Sinnvollste, was man gegen Stottern tun kann, ist, daß man absolut nichts gegen Stottern tut; denn wenn man "Feinde" trainiert, werden sie nimmer noch stärker.
Das Effektivste ist, sich besonders den Talenten, Potentialen, Stärken zuzuwenden, von denen man bisher wenig gehalten hat. Von diesem Wenig-von-ihnen-Halten werden sie nämlich nicht satt sondern schwach. Und so hungern bei Stotterern meist die Sprechpotentiale und noch mehr die Persönlichkeitspotentiale und mit halb verhungerten Persönlichkeitspotentialen ist man weder ein Sprecher noch eine Persönlichkeit.
Stotterer sehen Sprechen als das Größte und immer wenn sie dieses GrößteWOLLEN, machen sie sich ganz klein. In >Die Befreiung von Stottern durch Autosuggestion< ist das alles praktisch ausgeführt. Viele Sprachtherapeuten, die selber Stotterer waren, haben durch Autosuggestion so gut ihre vernachlässigten Stärken gestärkt, daß sie über sich - und nicht nur über ihre Sprechprobleme - hinausgewachsen sind. Kannst Dich ja mal mit dem Thema befassen. Ich wünsche guten Erfolg.
Franz Josef Neffe