Hilfe - unser Goldy schnappt

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von schlusi2001 06.02.06 - 08:40 Uhr

Hallo, wir haben ein Problem mit unserem Goldy (11 Wochen). Wenn er draußen irgendetwas Stinkendes findet und wir es ihm weg nehmen wollen, steigert er sich dermaßen hinein, daß er total abdreht. Gestern wollte ich dieses stindende Etwas mit dem Fuß weg schieben, da hat er mich angeknurrt und nach mir geschnappt- aber richtig böswillig. Das war auch nicht das erste Mal. Wie verhalte ich mich da richtig. Wahrscheinlich wär es richtig ihn auf den Rücken zu schmeißen und an die Kehle zu greifen, oder? Aber in dem Moment hab ich mich so erschrocken....er kapiert einfach nicht, wer der Boss ist....was kann ich tun???

Beitrag von kessy16 06.02.06 - 10:51 Uhr

ZITAT: >>>>> Wahrscheinlich wär es richtig ihn auf den Rücken zu schmeißen und an die Kehle zu greifen, oder? <<<<<<

Ich stell es mir grad bildlich vor wie Du Dir Deinen erwachsenen Goldie mal so eben "schnappst" und ihn mit dem Rücken zu Boden wirfst und ihm die Kehle drückst #freu #freu #freu Fortsetzung folgt .... #huepf

#danke, ich muß grade köstlich lachen.

Kauf Dir ein Buch über Hundeerziehung und besuche die Hundeschule (eher um Dich zu erziehen als den Hund).

LG

Kerstin

Beitrag von schlusi2001 06.02.06 - 11:24 Uhr

na, das ist ja mal ein ganz schlauer Tipp! Vielen Dank!

Beitrag von schokikeks 06.02.06 - 12:27 Uhr

Hallo!

Unser Beagle war und ist genau gleich! Zuhause konnten wir ihm beibringen, nicht mehr zu schnappen, in dem wir ihn tatsächlich auf den Rücken legten und ihm die Schnauze zuhielten oder ihm eine Hand an die Kehle hielten. Solange euer Hund klein ist, geht das ja, oder? Bis er größer ist, sollte er gelernt haben, dass er das nicht darf. Wir haben das auch gemacht, wenn er geknurrt hat.

Leider ist es bei uns so, dass er immer noch Sachen auf der Straße findet und frisst, bevor wir ihn davon abhalten können. Er gibt sie auch nicht mehr her. Und auf der Straße kann ich ihn ja wohl kaum zur Schnecke machen oder auf den Rücken legen.

Sammy weiß zwar wer der Boss ist, aber er fordert es täglich wieder heraus. Und das trotz Hundeschule, Hundebüchern etc... Ich denke,dass es ein langwieriger Prozess bei manchen Hunden sein kann. Nur nicht aufgeben, er lernt es irgendwann. Wir brauchen auch sehr viel Geduld. Täglich wieder!

LG Sarah

Beitrag von schlusi2001 06.02.06 - 12:46 Uhr

Ja, ich denke auch, daß es langwierig wird...wir hatten vorher einen Berner Sennen - der war vom Charakter gnz anders - eher ruhig und besonnen - lach...davon kann bei Muffin keine Rede sein....aber ich bleib am Ball!!!

LG
Schlusi2001

Beitrag von shiva1802 06.02.06 - 13:09 Uhr

Ich bin entsetzt.
Es kann doch nicht so schwer seinen seinen Hund anständig zu erziehen ohne ihn auf den Rücken zu schmeißen und ihm die Kehle zu zuhalten.
Schrecklich!
Einige Leute dürften echt keinen Hund haben.

Er ist 11 Wochen alt!
Was erwartest du?

Üb dich mal in Geduld und dann klappts auch mit dem Hund.

Ich hoffe du weißt das der Hund so ist weil du es aus ihm machst.
Er kann nichts dafür,das du keinen Plan hast.

Is ja auch nicht das erste mal,das du hier über ihn schreibst.

Es sollte echt einen Hundeführerschein geben.

Beitrag von schlusi2001 06.02.06 - 14:16 Uhr

Schon erstaunlich, was sich manche Leute einbilden. Das mit dem auf den Rücken legen steht übrigens in jedem Erziehungsbuch - nur mal so am Rande erwähnt. ICh denke nicht, daß Du beurteilen kannst, wie ich meinen Hund behandele. Wenn es nicht möglich ist, hier qualifizierte Kommentare zu erhalten, werde ich mir eben zukünftig anderweitig Rat holen. Einen schönen Tag noch, Miss Allwissend!

Beitrag von shiva1802 06.02.06 - 14:30 Uhr

Das hat nichts mit Allwissend zutun.
Ich kann meine Hunde einfach ohne Gewalt erziehen;-)
Und ich hatte schon viele Hunde.

Ich habe Shiva noch nie auf den Rücken schmeißen müssen.
Und schon gar nicht ein 11 Wochen alten Welpen.
Schlägst du dein Kind auch wenn es nicht so funktioniert wie du es gern hättest?

Ich sag ja du schreibst ständig was über deine Goldi.
Hört sich nach überfordert an.

In Büchern steht übrigens viel drin und trotzdem ist es nicht immer angebracht.

Wenn man keine Ahnung hat dann sollte man es sein lassen oder sich Hilfe holen.
Von einem Trainer;-)

Is schon blöd wenn man keine Kritik verträgt,was?

Beitrag von schlusi2001 06.02.06 - 14:36 Uhr

Qualifizierte Kritik schon, aber wenn es nicht erlaubt ist hier zu fragen, dann weiß ich nicht wozu so ein Forum da ist. Wenn Dich meine Beiträge stören, dann lies sie doch einfach nicht. Wenn Du mal genau gelesen hättest, dann wär Dir sicherlich auch aufgefallen, daß ich in keinster Weise von Gewalt gesprochen habe. Aber es stimmt schon, wahrscheinlich steht in den Büchern der größte Mist und Du allein hast den Durchblick.

Beitrag von shiva1802 06.02.06 - 14:44 Uhr

Mensch Mädel nun zick doch nicht gleich rum hier.
Kann es sein,das ich mit dem was ich geschrieben habe recht habe?
Sonst würdest du doch nicht so abgehen,oder?

Wenn du hier einen Beitrag eröffnest dann mußt du auch mit solchen Antworten rechnen.
Hier is nicht immer Friede,Freude,Eierkuchen.

Und wenn es um Tiere geht schonmal gar nicht.

Auf den Rücken schmeißen und die Kehle oder das Maul zuhalten ist für mich Gewalt.


Ja in vielen Büchern steht großer Mist;-)

Mein Freund(Bekannter) ist Hundetrainer.
Wenn der sowas mitbekommt dann schüttelt der nur immer den Kopf,denn nicht jede Methode ist für jeden Hund geeigent.

Ja ich denke mal schon,das ich in der Hundeerziehung den Durchblick habe,denn meine Hunde sind mehr als gut erzogen und das alles ohne Gewalt.

Beitrag von schlusi2001 06.02.06 - 14:46 Uhr

ja ist gut

Beitrag von schokikeks 06.02.06 - 15:22 Uhr

Hey, ärger dich nicht, ich bin von beiden auch nicht gerade nett angesprochen worden.

Ich lese übrigens in allen Büchern auch das was du hier erzählt hast.

Schade, dass man so oft angepöbelt wird, war das 2. Mal, dass ich hier was fragte und werde es wohl lassen.

Im März beginnt die Hundeschule, vielleicht werde ich da etwas schlauer!

Wir können uns über VK mailen, wenn du dich mal über unsere Hunde austauschen magst.

LG Sarah

Beitrag von ma7schi 06.02.06 - 14:47 Uhr

Schau mal in intern.
M.

Beitrag von shiva1802 06.02.06 - 14:56 Uhr

Hab ich#freu#huepf


Nett,oder?

Beitrag von misstava 06.02.06 - 15:40 Uhr

Hi Du!

Wir haben auch nen Goldie, die ist jetztknapp 4 Jahre.

Ein Guter Tipp:

Geh in die Hundeschule, das tut dir und dem Hund gut. Goldies bracuhen ne Aufgabe, sonst werden sie aufmuepfig.

Unsere geht schon seit Jahren auf den Platz. Wir haben die BH Pruefung genmacht und im Moment machen wir Fährte. (jetzt hats zuviel Schnee, aber wenn der Weg ist gehts wieder los)

Wenn du deinem Hund gegenueber grob wirst, dann wird er auch Grob dir gegenueber. also mach das nicht!


Alles Liebe, MissTava.

Beitrag von cosmicdoodle 06.02.06 - 19:04 Uhr

Hallo Schlusi!

Na, das ist schon ein kleines Problem, das Du da mit Deinem Goldi hast. Noch ist er jung und klein, ich würde mir auch Gedanken machen, was passiert, wenn er größer wird und kräftiger. Das Ding ist, daß er damit jetzt nicht durchkommen darf, denn das steigert sein Selbstbewußtsein ungemein und die Schwelle zum Schnappen könnte immer niedriger werden. Du mußt unbedingt was tun. Die Sache mit auf den Rücken legen und an der Kehle packen finde ich allerdings auch nicht so gut. Er muß sich - wenn schon - selbst auf den Rücken schmeißen und sich "ergeben". In der Welpenschule, in der ich war, hat der Trainer die Hunde, die zu grob wurden oder sich zu sehr reinsteigerten im Nacken gepackt (nicht geschüttelt!!!) und auf den Boden gedrückt und eine kurze Weile so gehalten. Danach losgelassen und nicht weiter beachtet. Ist auch eine Form von Gewalt, ich weiß, stehe ich auch nicht besonders drauf und mein Luke brauchte diese Art der Erziehung zum Glück nicht. Dennoch denke ich, daß es Hunde gibt, denen eine gewisse Portion Gewalt zur richtigen Zeit mit richtiger Hand angebracht, nicht schadet. Lieber ein paar mal so besänftigt als hinterher einen dominanten Hund, den man gar nicht mehr gebändigt bekommt. Im übrigen würden Hundeeltern ihre Kleinen auch mit einer gewissen Portion Gewalt "erziehen". Nur, Hunde kennen die Kommunikation untereinander und erkennen, entscheiden und handeln in Bruchteilen von Sekunden. Das können wir Menschen nicht und schon gar nicht, wenn wir nicht richtig ausgebildet sind.

Bei Deinem Hund würde ich es so versuchen: Zeig ihm, daß Du der Boss bist, in dem Du ihm jeglichen Zugang zu seinen Ressourcen (Futter, Schlafplatz, Spielzeug, Zuneigung) nur ermöglichst, wenn Du es willst. Er sollte nur wenig selbständig Entscheidungen treffen können. Die Sache, die Ihr draußen habt, wenn er etwas findet: Schiebe es wieder mit dem Fuß weg, stell Dich zwischen ihn und der Sache, die er will. Wenn er schnappt, schieb ihn weiterhin mit dem Fuß weg, nicht zögern, immer wieder wegschieben und "Nein" sagen, ggf. auch etwas lauter. Wenn er kapiert hat, daß er da nicht dran soll, lobe ihn und biete ihm ein besonderes Leckerchen an (vielleicht ein Stück Fleischwurst). Üben, üben, üben.
Und gehe auf jeden Fall zu einem guten Hundetrainer, da kannst Du eine Menge lernen. Die Dinge, die in den Büchern stehen, können Dich unterstützen, sollten aber nicht Dein alleiniges "Werkzeug" sein, denn vieles ist dort einfach zu allgemein gehalten. Es paßt nicht immer auf jeden Hund.

Nur nicht aufgeben, Du schaffst das schon. Auch wenn es Dein erster Hund ist und Du noch unerfahren bist, jeder hat mal seinen ersten Hund gehabt, und wir können es einfach nicht perfekt machen. Wir wollen alle unseren Hunden ein schönes und möglichst artgerechtes Leben geben - aber wir sind nun mal ganz anders als Hunde und können uns nur bemühen, es so gut wie möglich zu machen. Jeder macht dabei Fehler, die aber die meisten Hunde verzeihen.

Viel Erfolg und Spaß mit Eurem kleinen Teufel!

LG,
Cosmic

Beitrag von serafina1978 06.02.06 - 23:10 Uhr

Hallo,
kannn mich dem nur anschließen, habe ich auch auf dem Platz so gelernt. Wenn es funktioniert, prima!
Meine Hündin brauchte ich nie hart anfassen, die hat sich schon bepinkelt, wenn ich laut wurde. Der Rüde meines Freundes aber, der hat auch den Hundtrainer zur Verzweiflung gebracht. Die kannten ihn nur als netten Goldy, bis ich Hilfe gesucht habe, weil der Futterneider gebissen hat, uns , meine Hündin, der kannte weder Freund noch Feind... Hat alles nix geholfen,aus der Hand füttern usw. Irgendwann hat der fletschend vor mir gestanden ( ich stand in der Tür, er konnte nicht weg), aber dann machte der einen Satz auf mich zu... Ich habe nur noch ausgeholt und ihm mit der Faust eins auf die Nase gegeben, dann habe ich nach der Leine gegriffen und Teufel nochmal, ich habe ihn verdroschen. Stolz bin ich darauf nicht, ich habe geheult, aber bevor der mich dazwischen nimmt. Er hat sich dann unterworfen, ich bin seitdem der Chef, keine Frage. Als unsere Tochter dann anfing zu krabbeln haben wir ihn kastrieren lassen, das hätten wir früher tun sollen. Ich bin erst dazugekommen als der Hund schon fast 2Jahre alt war, da ist vorher viel falsch gelaufen, ist ja auch nicht so schlimm, wenn dieses Knäuel knurrt, bei 30kg siehts anders aus, da traute sich keiner mehr!
Ach, wie vermisse ich meine Hündin,schluchz.Viel Spaß mit euerm Zwergen-Rambo, Goldies sind wundervoll!

Beitrag von trollmama 07.02.06 - 08:19 Uhr

Hallo!
Tu Dir und Deinem Welpen einen Gefallen und komm von dem Boß- und Rudelführerzeug runter.
Ein 11 Wochen alter Welpe hat mit Sicherheit kein 'Rudelführerprobelm'. Findet ein Welpe etwas Interessantes, gibt es für ihn genau 3 Möglichkeiten, die er damit machen möchte: entweder fressen, drauf rumkauen oder damit spielen.
Jetzt bist Du gefragt, ihn in die richtigen Bahnen zu lenken. Und das schaffst Du nicht mit diesem unsäglichen Alphawurf, außer, Du willst Dir langfristig das Vertrauen Deines Hundes in Dich kaputtmachen. Davon einmal abgesehen, wenn Du jetzt schon einen 11 Wochen alten Welpen auf den Rücken schmeißen mußt, um mit ihm klarzukommen, dann möchte ich lieber nicht wissen, was Du anstellst, wenn er 1 Jahr als ist, einige Kilo mehr wiegt, viel kräftiger ist und in die Pubertät kommt.
Im Prinzip ist es ganz einfach: Je mehr Vertrauen Dein Hund zu Dir hat, je mehr Souveränität und Übersicht Du zeigst, desto weniger Grund hat er, Dich anzuknurren oder mißtrauisch Dir gegenüber zu sein.
Wenn Du willst, daß Dein Welpe etwas hergibt, dann solltest Du anfangen mit ihm zu üben. Dies geht am besten über Tauschgeschäfte. Gib' ihm z. B. ein Stöckchen, laß ihn ein paar Sekunden damit spielen oder drauf herum kauen. Dann hälst Du ihm etwas gaaanz Leckeres (z. B. ein Stückchen Wurst/Käse) vor die Nase. Sobald er das Stöckchen fallen läßt, loooooben, das Leckerli hingeben und das Stöckchen an Dich nehmen. Behalte das Stöckchen für ein paar Sekunden und beginne die Übung wieder von vorn.
Das kannst Du auch mit dem Futter machen. Wenn er frißt, halte ihm etwas viel Besseres vor die Nase und sobald er aufhört zu fressen, loooooben, Leckerli hingeben, Napf für 5 sec. wegnehmen und wieder hinstellen. Aber mach das nicht pausenlos während des Fressens. Ein-, maximal zweimal reicht.
So lernt Dein Welpe, daß er seine Ressorcen Dir gegenüber nicht verteidigen muß, sondern es ihm Vorteile bringt, wenn er Dir seine Sachen überläßt.
Wenn Dein Welpe nach Dir schnappt (vor allen Dingen während des Spielens), dann liegt es meistens daran, daß er noch keine Beißhemmung entwickelt hat. Hier mußt Du auch noch üben. Aber auch hier gilt: Geduld ist besser als Gewalt.
Ach ja, der Alphawurf ist kein probates Erziehungsmittel. Und Erziehungsratgeber, in denen er propagiert wird, taugen höchstens noch zum Kamin anzünden. Ein wirklich gutes Buch ist 'Hunde sind anders' von Jean Donaldson.
Wenn Du schon vorab etwas über den Alphawurf lesen möchtest, habe ich hier eine interessanten Link:
http://www.hundezeitung.de/editorial/editorial64.html
Viele Grüße
Trollmama