Ich brauche mal einen Rat von außen - Thema Spermiogramm

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von jovigirl3 06.02.06 - 11:23 Uhr

Hallo zusammen,

irgendwie bin ich grad ziemlich ratlos. Meine Frauenärztin meint, bei mir sei alles ok, ich hatte einen Eisprung "wie im Lehrbuch" und die Hormone stimmen auch.
Mein Freund war auch schon beim Urologen, sein Spermiogram sagt aus, dass er Kinder zeugen könne. Es ist nicht das beste, aber der Arzt meinte zu mir (hab am Telefon die Ergebnisse abgefragt) und zu ihm, dass einer Schwangerschaft von der Seite aus nichts im Weg steht.

Schön. Doch meine Frauenärztin hält das Spermiogramm nicht für aussagefähig genug. Er soll nochmal zu einem anderen Urologen gehen.

Aber wieso? Hab sie gefragt, was genau anders sein muss, dazu meinte sie nur, er soll zu dem bestimmten Arzt gehen, der macht das richtig...

Wir kapieren das nicht. Sie kann mir nicht sagen, was anders sein soll. Auf die Frage, was wäre, wenn das Spermiogramm auch in Ordnung wäre, weicht sie mir aus.

Klar, ich könnte den Frauenarzt wechseln. Doch bei einem neuen ginge die Prozedure wieder von vorn los.

Ich werde immer unsicherer. Soll ich mich weiter drum bemühen, oder es einfach laufen lassen und warten, was passiert?

Ich will hier nicht rumjammern. Hätte nur gern mal ein paar objektive Meinungen von außen. Weil wir uns grad im Kreis drehen. Immerhin habe ich im August 2003 die Pille abgesetzt. Und wir werden doch wohl nicht immer nur an den falschen Tagen Sex gehabt haben...

Viele Grüße
Sandra

Beitrag von karsyvo 06.02.06 - 11:39 Uhr

Hallo Sandra,
eure Lage ist fast die gleiche wie bei uns!
Habe im November 2003 mit der Pille aufgehört... Auch bei mir stimmt hormon-mäßig alles, habe einen regelmäßigen Eisprung und auch sonst ist laut FA alles okay! Bei meinem Freund ist das Spermiogramm auch nicht 100%ig in Ordnung - aber der Urologe rät zu einer Zeugung "via naturalis".
Aber mein FA stösst sich an den Spermiogramm-Ergebnissen und versucht den schwarzen Peter meinem Freund zuzuschieben!
Ich denke aber das wir mit den Ergebnissen des Urologen gut gefahren sind - er hat auch ausführlich mit uns darüber diskutiert und ich denke ein anderer Urologe hätte auch nichts anderes feststellen können!
Letztendlich konnte ich aber meinen FA davon überzeugen, vielleicht noch einmal bei mir anzusetzen und so muss ich in den nächsten Tagen eine Bauchspiegelung machen lassen, um eine Endometriose ausschließen zu können!

Bringt auch das keine Ergebnisse, werde ich den FA wechseln, denn die teilweise Gleichgültigkeit und das auf der Stelle treten bringt mich fast um!

Viele Grüße :-)

Beitrag von jovigirl3 06.02.06 - 11:48 Uhr

Hallo,

auch wenn es blöd klingt, bin irgendwie froh, wenn es nicht nur uns so geht. :-)

Wir haben halt irgendwie das Gefühl, dass meine Frauenärztin irgendwie mit dem Urologen, zu dem sie uns da immer schicken will, verbandelt ist. Doch sie hätte mir den doch gleich empfehlen können, als sie sagte, wir brauchen ein Spermiogramm.

Und theoretisch haben sogar zwei Urologen das Spermiogramm meines Freunde gesehen, da dort zwischenzeitlich eine Praxisübernahme stattgefunden hat, also ein neuer, jüngerer Arzt die Praxis übernommen hat. Und der neue Arzt hat sogar Ultraschall und sowas noch gemacht.

Wir sind nun am Überlegen, zu einem Institut zu gehen, wo wir beide mal zusammen ein Gespräch haben können. Dort sind sie spezialisiert. Mir zerrt das nämlich langsam echt an den Nerven. Und meinem Freund wohl auch, nur kann er darüber nicht reden... Nicht so einfach das Thema.

Ich drücke euch die Daumen, dass die Behandlung etwas bringt!

Danke für deine Antwort!

Viele Grüße
Sandra

Beitrag von halloweenchen 06.02.06 - 12:49 Uhr

hallo sandra!

wenn's in eurer nähe eine kiwu-ambulanz gibt, geht doch einmal gemeinsam dort hin. nehmt alle eure unterlagen mit und laßt euch von einem "neutralen" arzt einmal alles aufschlüsseln.
manchmal ist so eine fachmeinung eines experten für beide seiten schon sehr hilfreich!

lg
ingrid

Beitrag von jovigirl3 06.02.06 - 13:03 Uhr

Hallo Ingrid,

ja, das haben wir schon überlegt. Habe schon mal zwei Zentren bei uns hier in der Gegend (ganz nah leider nicht) rausgesucht. Und eines angeschrieben.

Ich fürchte, wir brauchen eine Überweisung von meiner Frauenärztin... :-(

Danke für deinen Tipp und alles Gute für deine Schwangerschaft!

LG Sandra

Beitrag von halloweenchen 06.02.06 - 13:13 Uhr

hallo sandra!

ich würde dort, im zuge eines telefonates erwähnen, dass du mit deiner FÄ in diesem punkt nicht konform läufst und ob eine überweisung wirklich notwendig ist.
vielleicht ersparst du sie dir dann!
bzw. ist's bei uns (in österreich) auch möglich, eine überweisung vom prakt. arzt zu bringen.

lg&alles gute!
ingrid

Beitrag von engel_meike 06.02.06 - 14:51 Uhr

Hallo Sandra,

in den meisten Fällen ist bei einem "schlechten" oder nicht so gutem SG immer noch ein zweites oder auch drittes SG angesagt.

Bei Männern ist das ganze eben auch eine Kopfsache und wenn die Umgebung dann auch nicht stimmt ... kann ein schlechtes Ergebnis raus kommen !

Ein Beispiel:
Mein Mann musste ein SG in der Kiwu-Klinik machen. Morgens um 7:00 Uhr in einer Kabine hat er seine Probe "selber produziert" und abgegeben. Ergebnis = 20 Mio #schwimmer und davon nicht sehr viele beweglich!
Anschl. hat mein Mann dann ein Präparat genommen wo Vitamin C+E, Zink, Folsäure und Selen drin ist und wir haben später noch ein SG erstellen lassen. Allerdings konnte mein Mann diese Probe zu Hause produzieren (mit Hilfestellung von mir) und innerhalb von 30 Min. beim Urologen abgeben, Ergebnis = 229 Mio und davon 50% normal beweglich.

Warum Dein FA so drum herum redet verstehe ich allerding nicht ?! Hat er denn keine Zahlen genannt ?! Ich finds schon merkwürdig und würde mir auf jeden Fall ein zweite Meinung einholen !

Liebe Grüße

Meike

Beitrag von jovigirl3 06.02.06 - 15:19 Uhr

Hallo Meike,

danke für deine Antwort. Wir haben auch 2 SG machen lassen (beide Male haben wir es zu Hause gemacht und dann schnell zum Urologen gebracht). Das erste war nicht gut, da hatten wir aber auch die 3 Tage "Sperrfrist" nicht eingehalten. Doch eben das zweite war ok. Zum Schwangerwerden ok.

Ich kann dir nicht genau sagen, was im Spermiogramm steht, aber es ist augelistet, wieviele beweglich sind und so.

Zumal sie, meine FÄ, auch erst meinte, dass das zweite ja ok sei. Deshalb wundert mich jetzt, dass sie noch ein drittes und das von einem anderen Urologen will.
Sie könnte ja auch sagen, dass wir eben Geduld haben müssen oder so.

Der Urologe sagte ja auch, dass es sehr schwankt beim Mann. Und dass eben gewisser Druck auch schlechte Auswirkungen hat, Stress, Müdigkeit, Alkohol...

Wir beratschlagen nochmal, dann ruf ich bei einer Klinik an. Da können wir beide hingehen und es wird zusammen nach Ursachen geschaut. Ich finde, es bringt nichts, wenn der Gyn. das Ergebnis vom Urologen anzweifelt und keine Zusammenarbeit zustande kommt.

Mein Problem dabei ist halt auch, dass ich hin- und hergerissen bin, ob ich mich auf so eine Klinik einlassen kann. Was, wenn dort etwas rauskommt, was wir nicht hören wollen? ... Klar, wer nicht wagt, der nicht gewinnt...

Andererseits belastet es mich so oder so, also schadet es wohl nichts.

Aber ich sehe grad, dass du davon eh ein Lied singen kannst.

Danke nochmal! Und viel Glück für euch!

LG Sandra