Pro und Kontra NFM

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von stubi 06.02.06 - 11:41 Uhr

Heute hatte ich meine 1.große Untersuchung mit US. Habe auch den Mutterpass ausgehändigt bekommen. Bis jetzt ist alles in bester Ordnung.
Nun muss ich mich aber entscheiden, ob ich eine Nackenfaltenmessung machen lassen möchte. Sie würde 90Euro kosten und nach 3-4 Wochen hätte ich das Ergebnis. Wenn dieses nicht so gut ausfällt, würde eine Fruchtwasseruntersuchung folgen.
Ich bin mir aber überhaupt nicht sicher, ob es wirklich sinnvoll ist.
1.wäre da die Entscheidung, wenn doch was festgestellt wird, was dann?
2. wenn es zu einer Fruchtwasseruntersuchung kommt, gibt es ja trotzdem ein Risko zur Fehlgeburt. Am Ende war das Kind kerngesund, aber durch so eine Untersuchung verliert man es dann.
3. wie schafft man es nervlich, das alles bis zum Ergebnis durchzustehen.

Mein Mann ist mir da leider keine Hilfe. Er möchte auf keinen Fall ein behindertes Kind, überlässt aber die Entscheidung zur Untersuchung mir.

Wäre für Erfahrungen sehr dankbar.

LG Ines+Maria(8)+Krümel (morgen 11.Ssw)

Beitrag von tigervip 06.02.06 - 12:07 Uhr

Hallo Ines,

habe die NFM letzte Woche machen lassen. Mein Partner war dabei, wir konnten das Kleine richtig sehen wie es rumhupft und am Daumen nuckelt. Ein Erlebnis für sich. Die Nackenfalte wurde vom Arzt 2 mal gemessen. War laut FA im Norm Bereich, also keine Sorgen machen. Mir wurde noch Blut abgenommen, und der Fa hat mich nach 4 Tagen angerufen um mir zu sagen dass alles in Ordnung sei. Habe natürlich Wochen vorher mir auch Gedanken gemacht was wäre wenn.. hier natürlich viel gelesen.. klar, es ist und bleibt eine Wahrescheinlichkeitsberechnung. Eine Fruchtwasseruntersung würde und hätte ich auch bei einem negativen Ergebniss nie machen lassen. Da ist mir das Risiko einer FG einfach zu groß. Jetzt sind wir beruhigter, und hoffen dass unser hyperaktives #baby
weiter wächst und gesund im August zur Welt kommt.
Ich will mir garnicht ausmalen, wie ich mich fühlen würde, wenn das Ergebnis auffälliger wäre-sprich die Wahrscheinlichkeit da wäre. Da hätten wir uns bis zur Geburt wahrscheinlich nur noch verrückt gemacht.

Hat bei mir insgesamt 125€ gekostet. 2US bilder inkl. und 30 Min. baby kino.
Man sollte sich vorher wirklich Gedanken darüber machen, wie man sich bei einer Wahrscheinlichkeit entscheiden würde..
Wünsche Dir weiterhin Alles Gute für deine Restschwangerschaft
Vicky und #baby 14SW+0

Beitrag von strolchi_neu 06.02.06 - 11:57 Uhr

Hallo Ines!

Bei euch dürfte das irgendwie anders laufen als bei uns (bin aus Österreich). Vor zwei Wochen hatte ich auch FA-Termin und er hat US gemacht - speziell eben wegen der NFM. Am US hat er geschaut wie groß die ist und mir erklärt alles unter 2 mm ist völlig ok erst ab 2 mm würde er mich - nur zur Abklärung - überweisen, dann würde eine genau Diagnostik mit Blut und dergl. gemacht.
Da würde sich dann näheres herausstellen.
Probleme würden erst wirklich erkennbar sein, wenn die NF mehr als 4 oder 5 mm sind - oder so ähnlich.
Wird bei euch keine US vorweg gemacht?

LG
Renate (15. SSW)

Beitrag von kaleema 06.02.06 - 16:24 Uhr

Huhuu!

Ich hatte heute meinen FA Termin und habe ihm im Vorgespräch gesagt, daß ich mich gegen die NFM entschieden habe. ich habe ihm erklärt, daß ich (bei einer schlechten Prognose, denn mehr als Wahrscheinlichkeitsrechnung ist das ja nicht) einer Fruchtwasseruntersuchung eher ängstlich gegenüberstehen würde (wegen zweier fehlgeburten im letzten Jahr) und daß ich ein Kind nicht aufgrund einer Down-Diagnose abtreiben lassen würde.

Was die FU angeht, hat er mich beruhigt und mir gesagt, daß es bei 0,5% aller Frauen zu Komplikationen kommt. Wobei das zwischen "einem Ziehen und einem Blasensprung" so ziemlich alles bedeuten kann. Das Risiko wäre also gering. Dennoch haben wir die Untersuchung nicht gemacht und ich fühle mich mit dieser Entscheidung wohl. Er hat mir dann noch gesagt, daß schwerere Behinderungen auf dem US auch erkennbar werden würden.

Wie auch immer: heute ist alles ok, Herz schlägt, Kind tobt, zwei Arme, zwei Beine, Rücken und Bauch geschlossen. Damit endet schon der dritte Monat #huepf

Also: lass' dich nicht in irgendeine Richtung beeinflussen. Wenn Du sagst: Du kannst mit einem Down-Kind nicht leben, dann geh' den Weg bis zum Ende. Wenn Du einen Abbruch aber ausschliesst, würde ich es lassen. Und es gibt viele schwerere, Chromosomenunabhängige Behinderungen, die auch die FU nicht zeigt.

Lieben Gruß und alles Gute für Deine Entscheidung
Kali 11+2
*die diese Entscheidung auch für Mann und Kind treffen musste, weil der beste Ehemann von allen sie nicht treffen konnte*

Beitrag von tammy12 06.02.06 - 12:15 Uhr

Hallöchen Ines,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft... #freu

Ich habe eine NFM machen lassen, weil mir der FA dazu geraten hat. Es ist eben eine ganz gute Eingrenzung, ob etwas in Ordnung ist oder nicht und es ist absolut ungefährlich.

Was mich etwas irritiert ist, daß ich gerade mal 60 € bezahlt habe für alles zusammen und ich drei Tage nach der Untersuchung mein Ergebnis hatte. Was dauert denn 3-4 Wochen? Da würde ich nochmals nachfragen.

Deine Punkte kann ich gut verstehen. Mir kamen die gleichen Zweifel "Was machen wir denn, wenn wir etwas negatives gesagt bekommen?" Aber jetzt bin ich eigentlich schon froh, daß wir es gemacht haben. Meine Freundin ist FÄ und sie ist auch gerade schwanger. Sie hat auch eine NFM machen lassen... das hat mich dann letztlich überzeugt.

Entscheide Du aus Deinem Bauch heraus, ob Du es machen lassen möchtest oder lieber nicht!

Viel Glück und noch eine schöne Schwangerschaft!

Alles Liebe,
Tammy

Beitrag von anyca 06.02.06 - 12:16 Uhr

Niemand kann Dich zu dieser Untersuchung zwingen, und zur Fruchtwasseruntersuchung schon gar nicht. Ich hab's nicht machen lassen - allerdings hatte ich da glücklicherweise meinen Mann auf meiner Seite.

Beitrag von kleine_kampfmaus 06.02.06 - 12:20 Uhr

Hi Ines,

die Nackenfaltenmessung wird doch vom normalen FA beim US gemacht und der hat sofort das Ergebnis! Wieso soll das denn 3-4 Wochen dauern? #kratz

Die NFM war die einzigste Untersuchung (außer US) die ich hab machen lassen und es war alles i. O. Wenn dabei einer unklarer/unnormaler Wert rausgekommen wäre hätte ich evtl. noch eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen.

Überleg dir vorher sehr genau, ob du das Baby abtreiben würdest im Falle dass etwas nicht stimmt. Wenn du sagst, du behältst es auf jeden Fall, dann bracuhst du auch keine weiterführenden Untersuchungen wie Fruchtwasser, etc. So hab ich es gemacht. Außerdem hat mein FA mir immer bestätigt, dass es absolut keinen Grund für solche Untersuchungen gibt, da immer alles top war.

LG
Kleine Kampfmaus + Minimatz (32. SSW)

Beitrag von 221170 06.02.06 - 14:06 Uhr

Hallo,
ich bin wohl eine der wenigen die sich bewusst gegen die Untersuchung ausgesprochen hat. Es war für uns klar, das wir auch ein nicht gesundes Kind behalten und da ich nicht mal über die Möglichkeit eines Abbruches nachdenken wollte habe ich es nicht machen lassen. Wenn ihr das nicht so seht, lass sie ruhig machen. Wenn was nicht richtig ist, dann machen die eine FWU. Wenn ihr das möchtet!
Ich wollte mir das nicht antun, den Rest der SS mir Gedanken zu machen was da nun kommt.
Und so in der 20-21. ssw wird ja auch die Feindiagnostik gemacht, wenn da was nicht stimmt (z.B. Herzefehler) dann sieht man das ja auch und kann direkt nach der Geburt vielleicht schon was machen.
Ich denke, man muss eben abwägen ob man das Kind auch behalten würde wenn es nicht gesund ist.
Oder ihr nutzt es um euch vorzubereiten falls was festgestellt wird und ihr behaltet es doch.
Ist eine sehr persönliche Entscheidung, die muss jeder für sich selber treffen
Wünsche euch alles Gute
Anja

Beitrag von kaleema 06.02.06 - 16:26 Uhr

Huhuu!

Ich habe diesen Beitrag gerade an die falsche Stelle gesetzt - deshalb hier nochmal:

Ich hatte heute meinen FA Termin und habe ihm im Vorgespräch gesagt, daß ich mich gegen die NFM entschieden habe. ich habe ihm erklärt, daß ich (bei einer schlechten Prognose, denn mehr als Wahrscheinlichkeitsrechnung ist das ja nicht) einer Fruchtwasseruntersuchung eher ängstlich gegenüberstehen würde (wegen zweier fehlgeburten im letzten Jahr) und daß ich ein Kind nicht aufgrund einer Down-Diagnose abtreiben lassen würde.

Was die FU angeht, hat er mich beruhigt und mir gesagt, daß es bei 0,5% aller Frauen zu Komplikationen kommt. Wobei das zwischen "einem Ziehen und einem Blasensprung" so ziemlich alles bedeuten kann. Das Risiko wäre also gering. Dennoch haben wir die Untersuchung nicht gemacht und ich fühle mich mit dieser Entscheidung wohl. Er hat mir dann noch gesagt, daß schwerere Behinderungen auf dem US auch erkennbar werden würden.

Wie auch immer: heute ist alles ok, Herz schlägt, Kind tobt, zwei Arme, zwei Beine, Rücken und Bauch geschlossen. Damit endet schon der dritte Monat

Also: lass' dich nicht in irgendeine Richtung beeinflussen. Wenn Du sagst: Du kannst mit einem Down-Kind nicht leben, dann geh' den Weg bis zum Ende. Wenn Du einen Abbruch aber ausschliesst, würde ich es lassen. Und es gibt viele schwerere, Chromosomenunabhängige Behinderungen, die auch die FU nicht zeigt.

Lieben Gruß und alles Gute für Deine Entscheidung
Kali 11+2
*die diese Entscheidung auch für Mann und Kind treffen musste, weil der beste Ehemann von allen sie nicht treffen konnte*