Finanzamt Vollstreckungsanzeige, Einkommen- und Gewerbesteuer 2004

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Beitrag von melly74 06.02.06 - 12:06 Uhr

Das Finanzamt, eine Institution für sich!

Booh ich bekomme gerade die Krise, Und direkt vorab. JAAA ich weiß ich bin zum größtenteil auch noch selber schuld!

So mein Mann hat Anfang 2003 ein Nebengewerbe angemeldet, er wollte in der Elternzeit versuchen sich etwas eigenes aufzubauen. Tja nur kam alles anders als geplant. Wir sind beide wieder arbeiten gegangen. Das Geld was hierfür geplant war steckten wir in die Erstausstauung und in das „Geldloch“ nach der Geburt. Danach wurde wieder Eigenkapital aufbaut, dann entschieden wir uns einen Wohnung zu kaufen und das Geld wurde dann dafür verwendet. Mein Mann war von der Idee aber nicht abzubringen und meldete das Gewerbe nicht ab.

Tja Mitte 2005 bekamen wir dann die Aufforderung eine Einkommenssteuererklärung 2004 abzugeben. Zudem Zeitpunkt schieb ich denen, das ich der Meinung war das man nicht verpflichtet ist eine abzugeben, auf dieses Schreiben bekamen wir dann keine Antwort mehr. Ich weiß ein bööööööser Fehler*seuzf*

Jetz bekamen wir im November eine Aufforderung die Umsatzteuer 2004 in Höhe von 1100 Euro zu zahlen. Wir widersprachen der Aufforderung und erklärten dem Finanzamt, schriftlich, daß das Gewerbe nie ausgeführt wurde. Ich bekam dann den Bescheid die Einkommenssteuer nachzureichen. Tja kurz nach dem Schreiben kam die Mahnung über das Geld. Die ignorierte ich, da ich ja dachte, bis zu Klärung des Widerspruchs ruht die Sache! 2. Böööööser Fehler.

Frist war bis zum 03.02. Ok ich gebe zu ich schickte die Sachen erst am 01.02 per Einwurfeinschreiben., tja und am Frteitag lag dann eine Vollstreckungsanzeige im Briefkasten auf meinen Namen. Ich habe damit eigentlich nicht zu tun, da das ja immer alles auf meinem Mann lief. Ich erreichte dann sogar noch jemanden Beim Finanzamt und der beruhigte mich und meinte wäre sowieso hinfällig, wenn ich nie ein Gewerbe hatte. Ich sollte mich aber am Montag noch mal melden, dann würden wir alles weiter kläre und er würde dann die Erhebungsstelle bitten, den Betrag erstmal zu stunden, bis die Sachlage geklärt ist.

Und was ist, der Finanzbeamte ist krank. Keiner vertritt ihn und helfen will mir auch keiner. Ich werde da die ganze Zeit abgeblockt von Person A nach Person B und dann so weiter. Ich erklärte heute bestimmt schon 100000 mal die Sachlage, aber niemand weiß Bescheid oder will mir helfen.

Tja, ich weiß das ich das wohl selbst schuld bin, aber was kann ich jetzt erstmal machen, damit sich jemand mal mit meinem Fall auseinander setzt?

Ach ich hab gelernt. Die Einkommensteuer 2005 ist fast fertig, warte nur noch auf die Lohnsteuerkarten;-)

LG

Melly


Beitrag von rudi333 06.02.06 - 19:26 Uhr

Wenn man ein Gewerbe betreibt, ist man natürlich auch gegenüber dem FA verpflichtet, Umsatzsteuer abzuführen (Sofern nicht befreit wg. KUR), Umsatzsteuerjahreserkl., Gewerbesteuererkl. und natürlich Einkommenssteuererkl.

Egal, ob es ausgeübt und Umsätze gemacht worden oder nicht!

Dann hättet Ihr es wieder abmelden müssen, für den Zeitraum wo ein Gewerbe angemeldet war, muss aber Ust-Erklärung gemacht werden und wenn überall 0 steht!