Auf Unterhalt verzichten

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von thirdstar 06.02.06 - 14:56 Uhr

Hallo,
ich bin in der 20. ssw schwanger und mein Freund möchte auf gar keinen Fall Vater werden. Ein Kind, davon will er nichts wissen. Wir werden uns wohl trennen.
Ich möchte keinen Unterhalt für meinen Kleinen von Ihm, wie kann ich das umgehen? Kann ich ihn dennoch in der Geburtsurkunde als Vater eintragen lassen? Ich möchte, dass sich das Jugendamt aus unserer "Familie" heraushält, zumindest so lange ich es kann, will ich es auch alleine schaffen. Wenn er das Kind nicht will und dann von mir nichts mehr wissen möchte, weil ich es bekomme, dann möchte ich auch finanziell von ihm nichts haben.
Kann ich das so einfach umgehen, wenn dann wie?
Wäre für schnelle Antworten sehr dankbar.
Gruß

Beitrag von scullyagent 06.02.06 - 15:18 Uhr

Der KU ist nicht für Dich gedacht, sondern ausschließlich für Dein Kind. Und nein, Dein Ex wird löhnen müssen.

Natürlich kannst Du als Vater auch unbekannt angeben. Aber: Von UVG kannst du Dich vermutlich verabschieden, wenn Du keine Einmischung wünschst. Das Jugendamt wird Dir die Hölle heiß machen, um an den Vater ranzukommen. Die Arge genauso. Aber ich gehen davon aus, daß Du und Dein Baby für die nächsten Jahre vollversorgt seit und keinerlei öffentliche Unterstützung benötigt wird.

Wenn dem aber nicht so ist, warum sollte die Allgemeinheit, also auch ganz konkret ich und alle anderen Steuerzahler, für ein Kind aufkommen, das einen Versorger hat. Nur weil der Herr Papa keinen Bock hat?? Ich habe auch keinen Bock meine Rechnungen zu zahlen - tus aber trozdem!

Zum anderen hat auch dein Kind ein Recht auf seinen leiblichen Vater. Ja, das Kind kann Dich sogar verklagen, damit Du den namen des Vaters preisgibst.

Scully

Beitrag von thirdstar 06.02.06 - 15:26 Uhr

Nun mal ein bischen halblang, habe das nicht geschrieben um mich auch noch angreifen zu lassen. Sorry, aber man kann durchaus auch freundlicher schreiben. Meinem Kind wird mit Sicherheit keiner verheimlichen wer der Vater ist.

ZUM ERSTEN
Nicht nur Du bist Steuerzahler sondern auch ich und das werde ich auch bleiben.

ZUM ZWEITEN
Ich will auch keinen UVG. Ich möchte gar keine Unterstützung, schon gar nicht vom Staat.

ZUM DRITTEN
Ich will von Ihm nur Geld, wenns freiwillig kommt, mein Kind hat ein Recht darauf unterstützt zu werden, aber das kann ich auch finanziell alleine und wenn er es nachher doch unterstützen will, soll er es gerne tun. Nehme es freiwillig gerne an, möchte aber keine häßlichen Streiterein und Gerichtsverfahren nur wegen Unterhaltszahlungen auf die wir gut verzichten können aus finanzieller Sicht.

Wer kein Vater sein will.. ER bringt sich selbst um mehr als irgendwer sonst...

Beitrag von scullyagent 06.02.06 - 15:31 Uhr

Wie ich schon schrieb, solange Du keinerlei öffenliche Gelder beantragst, wie UVG oder ALGII kannst Du auf Unterhalt verzichten. Sobald Du arbeitslos wirst, oder ein andres unvorhergesehenes Ereigniss eintritt, was Dich von öffentl. geldern abhänig macht kriegst Du ein Problem

Scully

Beitrag von tortimausi 06.02.06 - 15:50 Uhr

hab dir eine mail über VK geschrieben

Beitrag von mama41 06.02.06 - 16:45 Uhr

Also ich möchte dich nicht angreifen ,aber so ganz unrecht haben meine vorredner nicht . Ich war auch alleine mit meinem Sohn aber das war nicht immer einfach er aht seinen Erzeuger noch nie gesehen er wird in 2 mon. 17 Jahre alt .Das Jugendamt hat eine so genannte Amtsvormundschaft habe nie in den ganzen Jahren probleme ,sie sind auch nie vorbei gekommen ,das JA handelt zum wohle deines Kindes .Wenn du den Vater nicht angibst verwährst du deinem Kind seine Rechte zb Erbrecht. Ich denke das wir als Mütter , unseren Kindern alles ermöglichen müssen ,was ihnen zu steht . Betrachte alles mal aus der sicht deines Kindes,es wird schwer genug alles alleine zu meistern .Falsch verstandener Stolz Ist glaube ich fehl am Platz . Deine Einstellung -Respekt- zum Trotz. Mich würde interessieren wie du das Finanzieren willst .#kratz .Sei nicht böse aber ich weiß wie schwer das ist.#liebdrueck Britta

Beitrag von maja66 06.02.06 - 19:34 Uhr

Wenn Du Dich in den verschiedensten Foren für Alleinerziehende über deren Probleme informierst, die sie aufgrund ihrer Lebenssituation und im Besonderen oftmals mit den Kindsvätern haben, so kann ich Dir nur raten, es so zu machen, wie Du es planst. Dem JA nämlich auf keinen Fall den KV verraten. Sag Du hast das Kind aus dem Urlaub mitgebracht. Denn so hast du vielleicht, bis Du wieder arbeiten gehen kannst, eine finanzielle Durststrecke vor Dir, aber Ruhe vor dem KV! Und was soll das unten aufgeführte Argument bzgl. Erbrechte? Denk daran, Dein Kind ist seinen Eltern unterhaltspflichtig. Sollte der KV in weiter Zukunft bedürftig werden, so hat Dein Kind einen Riesenklotz am Bein! Es ist natürlich auch nicht im Sinne des Kindes, wenn Du nach 20 Jahren den KV aus dem Hut zauberst. Solange Du den KV jedoch nicht nennst und die Vaterschaft nicht beurkunden lässt, kannst Du Dir die Entscheidung offen halten, wann und in welcher Weise Du das Kind an den Vater heranführst.
Ich drücke Dir die Daumen! Mach nicht denselben Fehler wie ich. - Ich war damals sehr naiv und dumm!

Beitrag von mama41 06.02.06 - 20:57 Uhr

#schock#schock#schock Sorry wer bist du der liebe Gott??? Du entscheidest über die entscheidungsfreiheit deiner Kinder ??Ich bin seit 11 Jahren in fester Beziehung ,seit fast 7 Jahren verheiratet habe eine 26 mon alte Tochter .Einen 14 Jährigen Stiefsohn#liebdrueck .Du hast dein Kind aus dem Urlaub mit gebracht??????Haaaaallllllloooo Erstens machst du dich strafbar GRRRRRRRRRRRR wie stehe ich als Mutter da ,bist aus Pech entstanden, sie wird ihren Freund ja wohl geliebt haben Das er ein Idi ist wußte sie ja wohl nicht, sonst hätte sie,ja,wohl verhütet. Also bitte !!!

Beitrag von ich_passe_auf 07.02.06 - 00:32 Uhr

Ne gesunde Einstellung#liebdrueck

Beitrag von manavgat 07.02.06 - 08:54 Uhr

Solange ein Mann nicht gewalttätig, kriminell, drogen- oder alkoholsüchtig oder aus einem anderen Grund eine Gefahr für das Kind oder die Mutter darstellt, solange hat ein Kind das Recht zu wissen, wer sein Vater ist.

Und! dieses Kind hat ein Recht auf Unterhalt und auf ein eventuelles Erbe.

Seid ihr gottgleich, oder was?

Gruß

Manavgat

Beitrag von ich_passe_auf 07.02.06 - 09:47 Uhr

Sag mal geht es dir wirklich nur um
"dieses Kind hat ein Recht auf Unterhalt und auf ein eventuelles Erbe"
oder einfach wieder nur darum das ein armer Kerl abgezockt wird?

Beitrag von yoleena 07.02.06 - 09:56 Uhr

Kindesunterhalt hat doch nichts mit Abzocke zu tun. Wer ein Kind zeugt muß auch Verantwortung dafür übernehmen!

Beitrag von ich_passe_auf 07.02.06 - 11:10 Uhr

Er sollte erstmal den Test machen.
Was danach kommt sieht man dann.

Komisch "Mama" soll alles fürs Kind entscheiden.
Nur wenn sie sich für diesen Weg entscheidet, schreien hier alle gleich rum.
Und "Papa" hat ja eh nichts zu melden.

Beitrag von yoleena 07.02.06 - 11:32 Uhr

Noch mal zum Mitschreiben: Es geht hier nicht um "Mama macht" und "Papa muß sich fügen" sondern es geht einzig und allein um das Kind!

Beitrag von ich_passe_auf 07.02.06 - 11:53 Uhr

Genau.
Das Kind sollte wissen ob er der Papa ist, oder ob es der Arbeitskollege ist, denn dann ist er ja eh aus der Verantwortung. Also hilft nur der Test.

Beitrag von yoleena 07.02.06 - 18:27 Uhr

Und was genau bringt dich jetzt dazu prinzipiell zu glauben,daß ihr Freund gar nicht der Vater ist? Hast du da irgendwie schlechte Erfahrungen gemacht oder warum unterstellst du ihr das jetzt?

Beitrag von manavgat 06.02.06 - 19:33 Uhr

das Geld ist nicht für Dich, sondern für Dein Kind. Du hast nicht das Recht, im Namen Deines Kindes auf Unterhalt zu verzichten!!!!!

Gruß

Manavgat

Beitrag von yoleena 07.02.06 - 09:54 Uhr

Hallo!

Also erstmal muß ich dir sagen,daß ich dich in gewisser Weise verstehen kann. Aber trotzdem halte ich den Weg den du planst nicht für gut. Du musst auch an dein Kind denken. Es ist das Geld des Kindes und es steht ihm zu. Wenn dein Freund partout kein Kind will hätte er sich eben ne Tüte drüber ziehen müssen. Wenn man Sex hat besteht eben immer die kleine Möglichkeit einer Schwangerschaft und wenn diese dann eintritt muß Man(n) auch die Verantwortung dafür tragen.
Wie gesagt, ich kann deinen Standpunkt schon verstehen aber wenn du den Vater nicht eintragen lässt bringst du dein Kind um seine Rechte. Da ist falscher Stolz wirklich fehl am Platz. Laß dir das lieber nochmal durch den Kopf gehen.

LG Yoli

Beitrag von ich_passe_auf 07.02.06 - 11:18 Uhr

"Wenn dein Freund partout kein Kind will hätte er sich eben ne Tüte drüber ziehen müssen"
Das hört sich immer nach einer Schuldzuweisung zu Lasten der Männer an. Die armen Frauen können ja nichts dafür wenn sie schwanger werden. Die tragen ja nen Heiligenschein.
Wenn es um Entscheidungen geht hat doch der Mann eh kaum ein Mitspracherecht. Hat er trotzdem ne andere Meinung, heißt dann einfach. Das ist mein Körper und ich entscheide darüber. Bein Kind später sieht es nicht anders aus.

Beitrag von yoleena 07.02.06 - 11:30 Uhr

Leg mir bitte keine Worte in den Mund die ich nicht gesagt habe. Es geht hier nicht um Schuldzuweisungen. Und eine Frau hat auch keinen Heiligenschein. Aber in diesem Fall ist es doch so, daß sie die Verantwortung für das von BEIDEN gezeugte Kind übernimmt und er das offensichtlich nicht will. So geht das aber einfach nicht.
Wie es zu dieser Schwangerschaft kam weiß ich natürlich nicht, kenne ja den Hintergrund nicht. Aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, daß diese Schwangerschaft nicht geplant war und trotzdem eingetreten ist. Und in diesem Fall müssen eben beide Eltern ihren Teil der Verantwortung tragen.
Nur so nebenbei: Ich beziehe mich jetzt nur auf diesen einen Fall. Pauschalaussagen sind einfach nicht angebracht weil jeder Fall individuell ist.

Beitrag von parzifal 08.02.06 - 10:58 Uhr

Wenn Du keine Unterstützung vom Staat willst oder begehrst (Erziehungsgeld und Kindergeld ausgenommen) wird Dich niemand zwingen können Unterhalt von Deinem Freund zu verlangen.

Ob diese Entscheidung sinnvoll ist ist eine andere Frage.

parzial