Ab wann sprechen Kleinkinder?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von filau 06.02.06 - 15:19 Uhr

Hallo ihr lieben Mamis!

Bin selber leider noch keine Mami, aber hätte trotzdem eine Frage, die mich brennend interessiert #hicks:

ab wann sollten Kleinkinder kurze Sätze deutlich sprechen? #gruebel

Meine Nichte wird im Mai 3 Jahre alt und ich bräuchte heute noch ein Übersetzungsbuch um sie zu verstehen :-p , da ich ihre "Babysprache" nicht deuten kann.

Muss man sich in dem Alter schon Sorgen machen, oder kommen die veständlichen Sätze dann von ganz allein?
In den Kindergarten geht die Kleine erst im Herbst.

#danke
Filau

Beitrag von schnecke1966 06.02.06 - 15:32 Uhr

tja schwere frage .... muß man sich sorgen machen?!?!
sorgen vielleicht nicht - aber vielleicht sollten die eltern abklären lassen ob mit dem gehör alles 100% in ordnung ist!!

sie müssen mit 3 jahren wohl noch keine klaren, ganzen, grammatikalisch einwandfreien sätze bilden können - aber ich denke man sollte sie schon halbwegs verstehen können!!

wir haben im bekanntenkreis einen zwerg der ist jetzt 2 1/4 und bei ihm beschränkte sich der wortschatz um den 2. geburtstag noch auf mama, papa und da ... mittlerweile spricht er jede menge aber wird auch nur von der mama verstanden (selbst der papa steht im dunkeln) wie das bei ihm in 7-9 monaten sein mag - keine ahnung - aber in seinem jetzigen alter findet der kia das noch nicht sonderlich besorgniserregend!!

google doch mal - kann mich erinnern, dass da auch irgendwo so ein "sprachfahrplan" von logopäden erstellt zu finden war!!

gruß susi mit marius *10.07.2003

Beitrag von simone_2403 06.02.06 - 15:33 Uhr

Hallo Karin

Ich hab dir mal etwas kopiert :

Mit dem Erwerb der Fragewörter kommt das Kind in das zweite Fragealter. Durch ständiges Fragen über seine Umgebung, seine Erlebnisse und die Gründe für Handlungen erweitert das Kind sein Wissen enorm, womit natürlich auch ein Anwachsen des Wortschatzes verbunden ist.
Sein Sprachverständnis ist jetzt nicht mehr wesentlich eingeschränkt, es hat höchstens noch Schwierigkeiten mit feineren Abstufungen wie "klein", "kleiner" und mit komplexen Sätzen.
Seine Aussprache auch von Anlautverbindungen wird zunehmend besser und das Kind ist nun auch für Fremde gut verständlich. Schwierig bleiben Verbindungen aus 3 Konsonanten wie "Pfl" in Pflaume. Auch die Zischlaute (s, sch, ch) werden oft noch falsch gebildet, was aber als normal zu bezeichnen ist.
Das Kind kann jetzt erste komplette Sätze nach dem Muster Subjekt-Prädikat-Objekt bilden und konjugiert auch die meisten Verben und dekliniert Adjektive korrekt. Natürlich sind aber Fehler in diesem Alter noch ganz normal.
Möglicherweise fällt Eltern auf, dass das Kind früher schon einmal korrekt z.B. "gegangen" gesagt hat, während es jetzt plötzlich wieder "gegeht" sagt. Dies ist kein Rückschritt, sondern im Gegenteil ein Fortschritt, denn es zeigt, dass das Kind die Regeln der Sprache abgeleitet hat und beginnt, sie konsequent zu verwenden.
Die Ausnahmen der Regeln muss es hingegen erst noch lernen. Zuvor hatte es also das Wort "gegangen" als Ganzes erworben, während es jetzt das Partizip aus dem Wort "gehen" eigenständig bilden will. Es weiß noch nicht, dass es sich um ein unregelmäßiges Verb handelt.


Des weiteren kombiniert das Kind erste Nebensätze mit Hauptsätzen mit Hilfe der Konjugationen "und, aber, oder", benutzt einige Präpositionen richtig und baut Fragen richtig auf.

Wenn das Kind mit 3 Jahren noch immer keine Wörter bildet und stattdessen immer wieder dieselben, unverständlichen Lautgebilde benutzt, ist die Sprachentwicklung ausgeblieben (Alalie). In diesem Fall muss spätestens jetzt logopädische Abklärung erfolgen!
Wenn die Lautbildung des Kindes mit 3 Jahren noch bei vielen Lauten gestört ist, die es eigentlich schon erworben haben sollte (z.B. m, p, n, b) könnte eine Lautbildungsstörung entweder isoliert oder im Rahmen einer Sprachentwicklungsverzögerung vorliegen. Als normal hingegen ist es zu bewerten, wenn das Kind lediglich Konsonantenverbindungen am Wortanfang wie kr, tr oder pfl nicht korrekt bilden kann oder es noch lispelt.
Wenn das Kind noch keine Ansätze über Zwei-Wort-Äußerungen hinaus zeigt, ist möglicherweise die Ausbildung des grammatischen Regelsystem bei ihm verzögert.
Ansonsten sollte bei andauernd näselndem Stimmklang oder überwiegend heiser klingender Stimme ein Facharzt aufgesucht werden.


Quelle: http://www.knetfeder.de/kkp/sprache2.html

lg

Beitrag von filau 06.02.06 - 15:49 Uhr

Hallo!

Danke für eure raschen Antworten! #freu

Hm......das heißt also, wenn die Kleine mit 3 Jahren zu mir immer noch "Tate Kaiiiiii" sagt, sollte man sich dann mal Gedanken machen.

Ich muss sagen, ich hab mich erst gewundert, als ich von einer Freundin die Kleine zu Besuch hatte (2,5 Jahre alt). Die redet und singt nämlich wie eine Große ;-)

Wenn ich in der Familie dann mal eine Bemerkung gemacht hab, hat es nur geheißen "du hast ja keine Ahnung, du hast ja keine Kinder" #schmoll

#danke auf jeden Fall!

Beitrag von zaubertroll1972 06.02.06 - 15:52 Uhr

Mein Sohn wird Anfang Juli 3 und spricht auch für viele noch nicht verständlich. Man kann wohl einiges verstehen aber eben nicht alles ( ich verstehe ihn natürlich ).
Habe heute noch mit einer Logopädin über die undeutliche Aussprache gesprochen und sie sagte es besteht kein Grund zur Sorge und das nicht alle Kinder gleich gut und deutlich und viel sprechen.
Von daher....don`t panik!

LG Z.

Beitrag von stehvieh 07.02.06 - 08:33 Uhr

Hallo!

Da ist die Bandbreite sehr groß bei den Kindern, wer wann wieviel spricht. Als Richtwert sagt man, zum 2. Geburtstag sollten 100 aktive Worte vorhanden sein (hab auch schon mal 50 gelesen) und die ersten 2-Wort-Kombinationen auftreten.

Ich hab schon beide Extreme kennengelernt: Vollständige lange grammatikalisch korrekte Sätze mit 21 Monaten, oder aber gerade 3 undeutliche Worte zum 2. Geburtstag. Meine Tochter hält sich dazwischen auf und ist wohl genau der Durchschnitt: zwischen 80 und 90 aktive richtige Worte, dazu Tiergeräusche und bisschen Nachgeplappertes, ca. 5 feststehende Wendungen ("Da isser Ball", "Komm her"), ansatzweise Singen und hin und wieder mal ein 2- bis 3-Wort-Satz. Dazwischen hält sie lange Reden, von denen man zwischendurch höchstens mal 2 Worte versteht.

Angefangen zu sprechen hat sie mit ca. 10-11 Monaten mit "da". Um ihren 1. Geburtstag rum war noch "Kuckuck" dazu gekommen. Etwas später kam "Papa", "Mama" viiiieeeel später #schmoll, und dann ging's richtig los.

LG
Steffi + Caroline Johanna (22 Monate) + #baby inside (17. SSW)