Brauche euren Rat: Bandscheibenvorfall - Spontangeburt oder KS

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von pollerkermit 06.02.06 - 16:07 Uhr

Hallo zusammen, ich bin wirklich verzweifelt:

hatte vor vier Jahren einen BSV im Lendenwirbelbereich, der nun in der SS erneut aufgetreten ist und nicht behandelt werden kann. Nachdem ich mich wochenlang nicht bewegen konnte und nur im Bett gelegen habe, geht es mir nun besser und ich bin wieder eingeschränkt mobil. Schmerzen habe ich immer noch, aber das was nun noch "übrig" ist, wird wohl erst nach der Geburt behandelt werden können, ggf. OP. Nun die Frage:
Im GVK zeigte man einige Atemtechniken, die mir - ohne Wehen zu haben- bereits starke Rückenschmerzen bereiten (im betroffenen Bereich), die Folge: ich verkrampfe total und habe keine Chance, mich zu entspannen, aus Angst durch die Anstrengungen der Geburt (die ja beonders für die Lendenwirbel eine besondere Belastung darstellen soll) weitere Schäden an den BS zu riskieren. Dies würde für mich bedeuten, daß ich wohl nach der Entbindung zunächst einmal selber in die Klinik müßte und mit Reha etc. erstmal nicht für meine Kleine dasein könnte - die blanke Horrorvorstellung. Ich überlege wirklich, ob nicht der KS die für mich die "sanftere" Lösung wäre - obwohl ich aus den bekannten Gründen keine Freund hiervon bin.
Die Ärzte halten sich bedeckt, die FÄ schieben die Entscheidung dem Orthopäden zu und der überläßt Sie mir, mit dem Worten, "bei einem BSV könne es so oder so verlaufen"......
Hat jmd. von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht und kann helfen????

Danke im voraus.
Doro und Krümel 27 SSW

Beitrag von lalelu68 06.02.06 - 16:16 Uhr

Mei, Du sprichst mir aus der Seele, habe ganze 4 Bandscheibenvorfälle, alle Lendenwirbel-Bereich...bei etwas "härterem Stuhl" bekomm ich schon mächtig Probleme... spiele daher ganz arg mit dem Gedanken an einen KS - wenn das medizinisch wirklich sinnvoll ist, dann wäre es doch für Dich auch wirklich die beste Lösung...oder? Ich hab allerdings noch mit keinem Arzt darüber gesprochen, fand das bisher ein wenig zu früh bei mir. Finde es aber mal wieder typisch, dass sich Deine Ärzte darum drücken, Dir da mal ne Hilfestellung zu geben....mal sehen, ob hier einige aus Ihrem Erfahrungsschatz berichten können....
Gruß,
Lalelu68 mit #ei 12+1

Beitrag von halloweenchen 06.02.06 - 16:18 Uhr

hallo doro!

wir zwei sind in einer ähnlichen lage :-(
ich hatte 11/2002 ein BSVF L5/S1 und alleine die tatsache bereitet mir seit beginn der #schwangerschaft schon sorgen. zum glück hatte ich noch keine neuerlichen rückenprobleme seit ich schwanger bin - gehe aber auch seit 11/2002 regelmäßig in massage mit meinem rücken. jetzt zwar nur mehr einmal die woche -aber vielleicht ist auch das ein grund, dass es mir noch so gut geht.
hast du was schweres gehoben oder ähnliches, dass dein BSVF erneut auftrat?
meinen die physio-therapeuten, dass sie dich mit therapien noch bis zur geburt "ok" bekommen können?
wie sieht's in der schwangerschaft mit moorpackungen aus?
massagen mit warmen johanneskrautöl sind auch wohltuend und hilfreich!
unterstützt du deinen bauch mit dem babybelt, dass sich das gewicht besser verteilt?

da du erst in der 27 woche bist, würd' ich versuchen, alles in die wege zu leiten, dass sie dein kreuz bis zur geburt so fit wie möglich bekommen! - KS ist, zumindest für mich, der allerletzte "notnagel"!

drück' dir die daumen, dass du deinen rücken noch so gut es geht in ordnung bringst!

alles liebe
ingrid & zwucki 27 SSW

Beitrag von pollerkermit 06.02.06 - 18:36 Uhr

Das kommt mir alles bekannt vor, beide BSV kamen bei mir wie angeflogen, d.h. ohne jeden Auslöser. Nach dem ersten (auch L5/S1 in 01/02) habe ich mich nach einem Jahr einigermaßen erholt gehabt, dank div. Therapien und KH-Aufenthalte, danach konnte ich alles durch Training, Osteopathie etc. stabilisieren.
Jetzt in der SS durfte ich nur Osteopathie, Fango und Akupunktur vornehmen lassen, mein FA rät von KG ab, mein Orthopäde sagt, ich solle es versuchen. ...auch hier also keine einheitliche Aussage.
Nach ca. 6 Wochen ind Bett ist mein Rücken nun insgesamt nicht mehr wirklich gut in Form und das obwohl die Belastung zunimmt. Dann ganz untrainiert in eine Spontangeburt....ich weiß nicht.
Auf der anderen Seite möchte ich mich nicht für den KS entscheiden, solange dies nicht zwingend medizinisch notwendig ist.....#kratz

Beitrag von nikajade 06.02.06 - 18:52 Uhr

ich hatte auch vor gut 5 Jahren einen BSV im Lendenbereich, der sich Toi Tói Toi bislang nicht wirklich ernsthaft wieder bemerkbar gemacht hat. allerdings habe ich auch meine Übungen aus der Reha und der KG soweit es ging weiter gemacht. Gut, die bauchübungen fielen aus, aber mein gewissen, alles versucht zu haben ist beruhigt.
Ich denke man sollte auf seinen Körper hören und vielleicht wenn du dich sicherer fühlst unter professioneller Anleitung die KG weiter laufen lassen. Wenns nicht geht, weil du wehen bekommst oder sich die lage verschlimmert, kannst dus ja och immer abbrechen.

LG und gute besserung

Nika (ET+7)

Beitrag von tomkat 06.02.06 - 16:20 Uhr

Ich hab selbst eine operierte Skoliose. In dem Fall würde ich einen Kaiserschnitt machen, obwohl ich sonst nicht dafür bin. Aber bevor Du da noch was gefährdest, was man später nicht mehr gut machen kann...

Du musst ja auch noch für Dein Kind einsatzfähig bleiben.

Beitrag von friesengirl 06.02.06 - 16:29 Uhr

Guten Tag,

cih weiß zwar nicht, ob es zwingend notwendig ist, aber: Bei meiner Freundin wurde ein KS gemacht um ihr die Schmerzen, die die Geburt bei einem BSV mit sich bringen erspart bleiben.

Gruß
Nicole