Impfen, wann?

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von chiara_elise 06.02.06 - 17:50 Uhr

Hallo Ihr lieben,

mal eine Frage. Meine kleine sollte eigentlich das nächste mal geimpft werden.
Mir kommt das mit 3 Monaten aber schon etwas früh vor.
Kenn mich momentan net wirklich aus, der eine KIA sagt gleich mit drei monaten andere sagen wieder frühestens mit 6 oder 12 monaten.

Wie macht Ihr es?

#danke für die Antworten!

Alexa & #baby Ciara *22.11.05

Beitrag von regeane 06.02.06 - 18:02 Uhr

Hi Alexa!

Ich habe Ronja gleich bei der U4 impfen lassen und sie hat es super vertragen!


Liebe Grüße,
Regeane mit Ronja (*30.10.2005)

Beitrag von casi8171 06.02.06 - 18:32 Uhr

Hallo,

normalerweise gibts die erste Impfung bei der U4.. also ungefähr mit 3 Monaten!

lg

Melli + Finn *14.12.05

Beitrag von monique_15 06.02.06 - 18:37 Uhr

Hi Alexa,

ich bin für spätes Impfen. Ganz einfach weil: wenn dein Baby größer und schwerer ist, verteilen sich die (giftigen) Zusatzstoffe in dem Impfserum auf mehr Körpergewicht. So dürfte die Chance für eine gute Verträglichkeit auch besser sein.

Wenn du also wenig Kontakt zu Kranken hast (kein älteres Geschwisterkind u.ä.), dann kannst du dir mit der Impferei ruhig noch ein bisschen Zeit lassen. Die Empfehlungen, wann geimpft wird, variieren von Bundesland zu Bundesland. Das weiß ich so genau, weil wir, als meine Tochter klein war, umgezogen sind. Die Ärzte haben uns ziemlich abweichende Sachen erzählt damals.

Wenn du kritische, aber durchaus sachliche Infos übers Impfen lesen möchtest (von einem Kinderarzt), dann geh mal auf www.impf-info.de. Da wird nicht Stimmung gemacht, sondern ganz nüchtern faktisch informiert. Ich fand es sehr hilfreich.

Lieben Gruß,
Monique

Beitrag von cathie_g 06.02.06 - 18:57 Uhr

hier in Grossbritannien wird mit sehr gutem Erfolg mit 2, 3 und 4 Monaten geimpft. Impfen ist Risikoreduktion, wieso soll man so lange damit warten? In allen entwickelten Laendern wird nach dem Schema

2,4,6 oder (zB Deutschland)
2,3,4 oder (zB UK)
3,4,5 oder (zB Oesterreich)
3,5,7 (zB Schweden)

geimpft - das hat schon seinen Grund, oder meinst Du Euer Kinderarzt will den Kindern die er behandelt etwas boeses?

Und injiziert wird ein halber Milliliter, das "verteilt" sich ohne Probleme.

Catherina

Beitrag von monique_15 06.02.06 - 20:00 Uhr

Hallo Catherina,

ich bin keine Impfgegnerin, aber ich muss dir trotzdem widersprechen. Die Impfungen laufen nach der Empfehlung der STIKO (Impfkommission), und es ist kein Geheimniss, dass da die Pharmaindustrie mehr als nur Lobbyarbeit betreibt. Die Ärzte sind verpflichtet, sich an die Empfehlungen zu halten, d.h. sie dürfen von Impfungen nicht abraten - selbst wenn sie es wollten.
Sie dürfen jedoch zustimmen, wenn man von sich aus die Impfung ablehnt oder in Frage stellt.

Aber was ich eigentlich sagen wollte:
Du schreibst "injiziert wird ein halber Milliliter, das "verteilt" sich ohne Probleme".
Das kann ich so nicht gelten lassen. Denn "ein halber Milliliter" ist ja keine wissenschaftlich haltbare Aussage. Ein Milliliter Arsen oder sonstiges Gift "verteilt" sich sicher auch ohne Probleme ;-). Es kommt schließlich darauf an, WOVON man einen halben Milliliter injiziert.

Es geht nicht um die Menge an Impfstoff, sondern um die restlichen Inhaltsstoffe, also Konservierungsstoffe oder Substanzen, die bei der Herstellung des Serums benötigt werden. Ein Beispiel ist Quecksilber (in Form von Thiomersal). Und davon ist in manchen Impfseren so viel drin, dass es ganz klar die empfohlenen Grenzwerte übersteigt (berechnet pro Kilogramm Körpergewicht).

Oder nimm die Fremdeiweiße. Viele Impfstoffe werden aus dem Serum von Tieren gewonnen. Das bedeutet, dass ein Säugling intravenös eine Dosis körperfremder Eiweiße erhält, und zwar zu einem sehr frühen Zeitpunkt in seinem Leben. Viele Eltern versuchen später in der Ernährung, Fremdeiweiße so lange wie möglich zu vermeiden (um Allergien vorzubeugen) und halten sich an zig Empfehlungen: keine Eier im ersten Lebensjahr, keine Kuhmilch, kein wasweißich. Dabei werden diese Dinge ja noch nicht einmal in die Blutbahn gespritzt, sondern "nur" gegessen.

Auch ist die Kombination von mehreren Impfstoffen zu einer einzigen Spritze nicht unproblematisch, denn kein Mensch weiß, was genau da in dem kleinen Organismus passiert. Denk nur daran, dass nach Einführung der Sechsfachimpfung ungeklärte Todesfälle aufgetreten sind. Manche Kinderärzte greifen seither auf die bewährte Fünffachimpfung zurück und machen die sechste Impfung separat - weil sie dieses Risiko nicht eingehen wollen.

Ich könnte noch seitenweise so weiterschreiben, es ist wirklich ein komplexes Thema.

Wie gesagt, ich bin nicht pauschal gegen Impfungen. Meine Tochter ist auch geimpft - aber nicht gegen alles, was es so auf dem Markt gibt und auch nicht immer zum "empfohlenen" Zeitpunkt.

Das Problem ist halt: Die genannten Nebenwirkungen usw. sind alles Dinge, die der Kinderarzt nicht erwähnt. Eltern werden also nicht wirklich "neutral" informiert.
Einfach nur zu sagen: Es wird überall so gemacht, also wird es schon richtig sein, halte ich für kurzsichtig.
Es gibt unzählige Beispiele dafür, dass manches sich nach einigen Jahren als überhaupt nicht sinnvoll erweist, obwohl es "immer so gemacht" wurde. Die Schluckimpfung gegen Polio zum Beispiel wurde auch abgeschafft, weil sie heute für zu riskant gehalten wird.

Na ja, nix für ungut. Ich denke nicht, dass ein Baby, dass planmäßig geimpft wird, gleich tot umfällt. Aber ich denke schon, dass man seinem Kind das Risiko von Komplikationen ein bisschen verkleinern kann, wenn man sich vorher genau informiert und eigene Entscheidungen trifft.

Lieben Gruß, Monique

Beitrag von cathie_g 06.02.06 - 22:18 Uhr

Moin Monique,

wenn Du keine Impfgegnerin bist, wieso kippst Du dann seitenweise Impfgegner-Unsinn in das Forum?

Ich habe von weltweiten Impfterminen gesprochen (klar, da gibt es die weltweite Verschwörung der Pharmamafia, darauf aus, die Kleinen möglichst früh zu vergiften, um sie dann für den Rest ihres jämmerlichen Lebens an die weiteren Produkte der Pharmaindustrie zu ketten?! Oder was?).

Moment, ich steig mal eben auf meine kleine Seifenkiste:

Impfungen gehören zu den drei segensreichsten Erfindungen der modernen Medizin (die anderen beiden sind Antibiotika und Anästesie/Narkose). Leider fallen sie im Moment in Mütterforen und Pekip-Gruppen ihrem eigenen Erfolg zum Opfer :-( Wer kennt denn noch ein Baby, das an einer nun vermeidbaren Infektionskrankheit schwer erkrankt oder verstorben ist? Mhhh, wie kommt das wohl?

Aber der Reihe nach: jeder vernünftige Arzt wird ein Baby untersuchen, bevor er impft und wenn er es für angebracht hält, wird er auch individuell abgestimmt auf das Kind eine Impfung verschieben oder vorziehen - eben den Impfplan anpassen. Der Impfplan der STIKO ist eine Empfehlung, keine Pflicht, aber interessanterweise sind eben so verschiedene Länder wie Japan und Österreich auf ähnliche Gedanken gekommen, welche Krankheit es wann zu beimpfen gilt und bei Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio, weitgehend Hib und oft auch Hepatitis B sind sich die entwickelten Länder einig. Und dann kommen eben noch Länderspezifische Sachen dazu (zum Beispiel Japanische Enzephalitis in Japan, aber nicht in Schweden, macht Sinn, oder?).

Uhh, ahhh, Arsen?! Interessanterweise enthalten weder 5fach noch 6fach Impfstoff Thiomersal, aber einige der in "Alternativ-Kreisen" empfohlenen Impfstoffe schon (zum Beispiel der Einzel-Diphtherie Impfstoff). Wer sein Kind mit veralteten kleineren Kombis impft lässt es 1. ungeschützt, 2. setzt er es deutlich mehr Impfzusatzstoffen aus, und 3. solltest Du keine amerikanische Anti-Impfpropaganda nachplappern, denn durch die anderen Impfstoffe und das andere Impfschema (in den USA gibt es die 1. HepB Impfung gleich nach Geburt und danach auch deutlich mehr Einzelimpfstoffe) haben die Babies in Deutschland nie auch nur an irgendwelchen Grenzwerten gekratzt #augen

Impfungen werden ausserdem nicht "intravenös" gegeben, das ist so richtige "Kampfrethorik" aus der Szene - stimmt trotzdem nicht, Impfungen gibt es intramuskulär oder subkutan - Müttern die hingucken bei den Impfungen wird aufgefallen sein, dass die Ärzte ersteinmal den Kolben zurückziehen, bevor sie spritzen, nämlich genau, um das intravenöse Spritzen zu vermeiden. Der Einweisgehalt einer Impfung ist ausgesprochen gering und auch ein halber Milliliter Kuhmilch würde ein Kind nicht allergisieren (zum Vergleich - 10 Impfstoffdosen passen auf einen Teelöffel).

Ach ja, Todesfälle nach den Impfungen, stimmt ja, dafür sind sie auch verantwortlich, angeblich. Mhhh, schauen wir uns zB Österreich an, da werden die Impfstoffe zentral eingekauft - im Jahr vor der flächendeckenden Einführung der hexavalenten Impfstoffe 37 Fälle von plötzlichem Kindstod, dann 2004, als 98% aller Babies in Österreich mit Hexavac (dem angeblich "böseren" der beiden 6fach Impfstoffe) geimpft wurden waren es 16 Fällen. Da fällt es mir schwer, an eine kausale Rolle der 6fach Impfung zu glauben. Anderen Leuten fällt das leichter, aber die sind ja auch schon davon ausgegangen, dass Impfungen böse sind, da müssen die Daten dann nicht passen, hauptsache die Meinung stimmt. In Deutschland gehen die SIDS Fälle übrigens auch zurück, gerade von 2003 auf 2004 sind sie wieder 20% gefallen, seit Mitte der 90er Jahre (also seit vor der Einführung der 6fach Impfung) insgesamt um über 70%. Zum Zeitpunkt der "bewährten 5fach Impfung" sind jedenfalls deutlich mehr Kinder an SIDS gestorben als seit der Einführung der 6fach Impfung und von den Zeiten der 3fach Impfung wollen wir garnicht reden.

Polio-Impfung: solange Polio noch weit kursierte war die Schluckimpfung die gescheiteste Impfung - einfach, billig und sehr gut wirksam. Allerdings machte die Schluckimpfung in sehr seltenen Fällen (ein Impfling von über 1 Millionen) selber Lähmungen. Das wurde in dem Moment untragbar, indem weltweit Polio soweit zurückgedrängt war (durch die Impfung!), dass das Risiko eines Impfschadens höher war als das der Erkrankung. Deshalb impfen wir heute mit IPV und die WHO hat einen "Schlachtplan" wie sie auch in Entwicklungsländern die Schluckimpfung langsam ersetzen wird, bis Polio weltweit ausgerottet ist :-) Das hat nichts mit "früher haben wir uns geirrt" zu tun, sondern mit - wir kommen unserem Ziel näher und verfeinern unsere Mittel. Wer würde heute noch einen Astronauten in einer Apollo 13 mit der Rechnerkapazität eines Tamagochis ins Weltall schicken? Hat sich die NASA deshalb geirrt? Nö, die Dinge entwicklen sich weiter...

Und ansonsten stehen in den Beipackzetteln die beobachteten Nebenwirkungen auch drin, selbst die sehr seltenen, bloss die von Impfgegnern ausgedachten nicht, aber das kann man den Pharmafirmen ja nicht zum Vorwurf machen, oder ;-)

So, jetzt steige ich wieder runter von meiner kleinen Seifenkiste...

LG

Catherina

Beitrag von monique_15 07.02.06 - 11:15 Uhr

Hallo Catherina,

ich denke, ich kürze die Impfdiskussion ein bisschen ab. Den thematischen Schlagabtausch kann man in der einschlägigen Literatur nachlesen. Das Ganze wird sonst kein Ende finden (das heißt nicht, dass ich dir in allen Punkten Recht gebe).

Aber Punkt 1: Für jemanden, der sachlich informieren will, biste ganz schön polemisch und hämisch. Wirst du zufällig von der Pharmaindustrie bezahlt, Frau Biologieprofessorin? ;-)

Punkt 2: Ich bin tatsächlich keine Impfgegnerin. Das Wissen, mit dem du hier brillierst, besitzen schätzungsweise 0,01 Prozent der Eltern, die mit ihrem Kind zum Impfen gehen.
Hier in Deutschland bekommt man NIE den Beipackzettel eines Impfstoffes in die Hand gedrückt! Selbst wenn man danach fragt, rücken manche Ärzte den nicht heraus, nicht einmal nach der Impfung. Von Aufklärung kann also nicht die leiseste Rede sein.

Eltern müssen sich ihre Informationen mühsam selbst zusammensuchen. Es gibt aber leider nur Literatur mit dem Tenor, den du vertrittst: "Alles bestens! Wer Zweifel hat, ist des Teufels." - oder von ganz krassen Impfgegnern mit genau der gegenteiligen Meinung: "Wer impft, ist des Teufels." Na toll :-(
Wer sich einfach nur im Mittelfeld bewegen will und nach Informationen sucht (also z.B. Studien, die nicht von der Pharmaindustrie bezahlt sind!), wird gleich von beiden Parteien angefeindet.

Mir scheint, die hohe Emotionalität, mit der totale Impfbefürworter auf auch nur leise kritische Fragen reagieren, deutet auf einen wunden Punkt hin. Denn wenn ihr euch so supersicher wäret, dass alles immer nur rosig ist, warum lehnt ihr euch dann nicht einfach entspannt zurück und lasst die spinnerten Impfgegener zetern? Es WERDEN doch die allermeisten Kinder geimpft, warum also sich aufregen?
Nur weil einer die Frechheit besitzt zu sagen, das zum Beispiel 2003 von allen Masern-Erkrankten in Deutschland immerhin 19 Prozent (jeder Fünfte!) gegen Masern geimpft waren? Und dass sich die Anzahl der gefürchteten Enzephalitisfälle (also der Masernkomplikation Hirnentzündung) zum Beispiel in Skandinavien " trotz weitgehender Elimination der Masern durch flächendeckende Impfung" gar nicht verringert hat? Es sieht so aus, als erkrankten die Kinder nun halt nicht mehr nach Masern an Enzephalitis, aber dafür durch andere (alte) Erreger, die wieder mehr Fuß fassen. Das ergab eine Studie an immerhin 800.000 Kindern.

Aber sowas darf man nicht laut sagen, sonst wird man gleich auf den Scheiterhaufen gestellt, gell?

Ich wiederhole: Mir geht es um NEUTRALE Information, so dass die Eltern nicht darauf angewiesen sind zu sagen: "Naja, alle machen es so und der Arzt sagt auch, es ist okay, also machen wir es halt auch." Das ist nicht das, was ich unter einer frei getroffenen Entscheidung verstehe. Eine freie Entscheidung ist, wenn man sachlich über die Risiken des Impfens und ebenso über die Risiken des Nicht-Impfens informiert wird und dann eine eigene Wahl trifft.
Nicht mehr und nicht weniger ist mein Anliegen.

Und last but not least: Ich sagte nichts gegen die Segnungen der Impfungen allgemein. Da hast du mich wohl missverstanden. Ich halte einfach nur nichts davon, einen Menschen mit jedem Impfstoff abzufüllen, den es auf dem Markt so gibt (Beispiel Windpocken).

Gruß, Monique

Beitrag von cathie_g 07.02.06 - 13:08 Uhr

Jetzt geht es los - was bist Du denn fuer eine? Bloss weil ich Fachwissen habe und eine andere Einstellung als Du Impf"skeptikerin" bin ich von der Pharmaindustrie bezahlt? Das ist weder lustig noch ein Grund zu zwinkern sondern allerunterste Anmache (die in der Regel kommt, wenn jemandem die Argumente ausgehen).

zu Punkt 2: die Beipackzettel sind alle online verfuegbar, oder in der Apotheke zu haben wenn man schon so einen schlechten Kinderarzt hat - bei unserem habe ich sie immer mitbekommen und zur Impfaufklaerung gab es Wochen vor dem Termin eine Broschuere. Dein "NIE" ist kindisch und falsch. Information ist ein aktiver Prozess. Eltern machen sich schon fast vor der Empfaegnis Gedanken welchen Windeln sie nun nehmen sollen und wie hinterher verhueten, aber die Impfungen kommen immer "ganz ploetzlich", dabei hat man da genauso wie fuer alles andere, mindestens 9 Monate Zeit, sich zu informieren und das Wissen was ich habe, haben nicht nur studierte Muetter.

zu Masern: na, welchem Propagandisten bist Du da auf den Leim gekrochen? Im Jahr waren 14% der Masernerkrankten gegen Masern geimpft (Quelle: Epidemiologisches Bulletin des RKI Ausgabe 35, 2004). Zum einen sind viele dieser Kinder nur einmal geimpft, zum anderen ist das eine typische Erscheinung im Verlauf der Ausrottung einer Krankheit, denn gleichzeitig nahm die Zahl der insgesamt Erkrankten sehr stark ab. Wenn in einer Schule mit 500 Schuelern alle 3 ungeimpften und die 5 Impfversager Masern bekommen, dann waren mehr Geimpfte krank als Ungeimpfte, trotzdem waren 99% der Geimpften geschuetzt.

Und das Paper, das die Enzephalitis bei Kindern in Finland beleuchtet ist dieses:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=9243237&query_hl=3&itool=pubmed_docsum
das schaut sich die Enzephalitisrate in den Jahren 1993/94 an - da waren aber die Masern in Finland schon praktisch ausgerottet - den Erfolg der Masernimpfung siehst Du, wenn Du dieses Paper anschaust (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=2563011&query_hl=3&itool=pubmed_docsum), dass sich die Zeit von 1968 bis 1987 anschaut und einen enormen Rueckgang der Enzephaliten zeigt. Selektives Zitieren ist auch so eine Impf"skeptiker" Taktik.

Und natuerlich kommt keine auf den Scheiterhaufen, wenn sie solche Dinge sagt, aber sie muss es auch aushalten koennen, auf die Fakten hingewiesen zu werden. Die Risiken des nicht impfens sind kumulativ und auch regional sehr verschieden. Wenn Du in Hamburg in einer gut durchimpften Umgebung lebst, kannst Du bequem Trittbrett fahren und Dein Kind nicht MMR impfen, die vielen anderen Geimpften verhindern eine Ausbreitung des Masernvirus. Wenn Du in Hessen oder Bayern Dein Kind auf eine Waldorfschule schickst, dann sollte es besser gegen Masern geimpft sein, denn noch hat es dort eine sehr gute Chance, Masern auch noch zu bekommen, mit allen assoziierten Risiken. Bin ich deshalb der Meinung man kann auch in Hamburg auf die MMR verzichten? Nein, denn auch Bayern reisen ;-)

Und was soll ich sagen - auf die Pflege des rohen Windelbereichs meines Sohnes waehrend der Windpocken, die er inzwischen schon zum 2ten Mal hatte, haette ich gut verzichten koennen. Dank der Windpockenimpfung hatte ich nur ein krankes Kind zu pflegen und nur eins was gelitten hat. Ich geniess halt meine Kinder gerne gesund.

Catherina

Beitrag von monique_15 07.02.06 - 19:26 Uhr

>> Jetzt geht es los - was bist Du denn fuer eine? <<

Jetzt werde ich bereits zum zweiten Mal von dir persönlich angegriffen. Ich breche die Diskussion daher ab. Ich hab's nicht nötig, mich von wildfremden Leuten anpöbeln zu lassen.

Monique

Beitrag von cathie_g 07.02.06 - 22:14 Uhr

so empfindlich, nachdem Du meintest, ich sei von der Pharmaindustrie bezahlt?! Soso :-p oder hast Du meine Quellen nachgeschlagen ;-)

Catherina

Beitrag von lapula 06.02.06 - 23:24 Uhr

also ohne in die Diskussion von Monique und Catherine einsteigen zu wollen: www.impf-info.de ist wirklich nicht schlecht als Entscheidungsinfo.

Für mich stand früher absolut fest, dass ich meinen Kleinen impfen lasse. Als es so weit war, kamen mir aber 3 Monate auch verdammt wenig vor.

Ich fragte mich folgendes: Uns jüngen Müttern wird doch von Ärzten, Hebammen usw. ständig gesagt, das ein Baby noch lange nicht ein voll entwickelter Mensch ist. Alle SYsteme sind noch unvollkommen und müssen sich dem Leben anpassen: Atmung, Verdauung, sogar Termoregulierung... Und das Immunsystem soll schon nach wenigen Wochen eine 5x oder 6x-Impfung wie ein Erwachsener vertragen?

Ich habe mich informiert (z.B. siehe oben) und fange frühestens mi 12 MOnaten mit den Impfungen an. Medizinisch gibt es auch keinen Grund, früher zu impfen, da mein Baby normalerweise nicht in Ansteckungsgefahr kommt.

LG
lapula

Beitrag von cathie_g 06.02.06 - 23:41 Uhr

Kinder können schon vor der Geburt Antikörper bilden und die modernen 6fach Impfstoffe enthalten ungefähr weniger als ein Zehntel der Proteinmenge die die DTP (3fach) Impfung enthalten hat, die ich noch bekommen habe, und noch weniger als die 4fach Impfung (DTP/Hib) die meine Tochter noch bekommen hat.

Und was das "keine Ansteckungsmöglichkeit" angeht - der Sohn einer Freundin hat mit 4 Monaten Keuchhusten von seiner Mama bekommen. Der Arzt sagt, nur die erste Impfung, die er schon hatte, hat ihn vor dem Krankenhaus bewahrt...

Catherina

PS Erwachsene bekommen nur ne 4fach Impfung ;-)