War beim FA! Kennt jemand das PCO Syndrom?

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Beitrag von daffy 06.02.06 - 19:01 Uhr

Hallo!Habe heute das Ergebnis meiner schlechten Blutwerte bekommen. Kennt jemand das Syndrom und ist trotzdem Schwanger geworden?

Würde mich sehr über Antworten freuen, da ich tolal verzweifelt bin!

Beitrag von simone_2403 06.02.06 - 19:05 Uhr



Hallo Daffy

Das ist doch das Syndrom wo sich das Folli in Gelbkörper umwandelt aber nicht springt ....#kratz

Soviel ich weiß gibt s da gute Therapien,hat dir dein Fa schon nen Vorschlag gemacht wie er behandeln will?

lg

Beitrag von daffy 06.02.06 - 19:09 Uhr

Ja, ich soll bei meiner nächsten Mens die Pille Bella nehmen und dann, sowie ich ihn verstanden habe Metformin.
Ich soll beim Ersten Mens-tag in die Praxis kommen, dann besprechen wir alles weitere.

Beitrag von kleine1102 06.02.06 - 19:12 Uhr

Hallo daffy!

Ich habe auch PCOS (nicht besonders stark ausgeprägt) und laut Arzt sind die Chancen, mit relativ wenig Hilfe (=Medikamente) #schwanger zu werden, gut :-D. Leider ist das Spermiogramm meines Mannes nicht sooo toll, beides zusammen macht "die Sache" etwas schwieriger. Hab' aber schon von vielen Frauen gehört, die trotz PCOS #schwanger geworden sind- manchmal dauert das halt etwas länger.

Wir haben gerade den zweiten Zyklus mit Hormon-Therapie hinter uns. Ob es geklappt hat #schwanger, erfahren wir spätestens Ende der Woche #schwitz.

Da Du bereits einmal #schwanger warst (das mit der FG tut mir total leid #schmoll!!!), wird es ganz sicher auch ein zweites Mal klappen #pro!

Ganz viel #klee & lieben Gruß #snowy!

Kleine

Beitrag von daffy 06.02.06 - 19:16 Uhr

Danke Kleine!

Ich Drücke dir natürlich ganz toll die Daumen.
Wir wissen leider nicht, ob dieses Problem vorher schon bestand.
Da ich bei der ersten Schwangerschaft ( #stern), gleich im 1. ÜZ Schwanger geworden bin.

#danke
Würde mich sehr über eine Info über #schwanger freuen.

Beitrag von biene00 06.02.06 - 19:18 Uhr

Hallo Daffy,

Ich habe auch PCO, bin aber leider noch nicht#schwanger.

Ich berichte dir mal wie es bei mir war.

Ich habe im Juli 2005 meine Pille abgesetzt, danach habe ich sofort meine Mens bekommen, dann kam 3,5 Monate lang nichts.
Ich war alle 2 -3 Wochen bei meinem FA, der meinte aber das dies normal wäre. Natürlich habe ich auch mehrere SST gemacht doch alle negative.
Ende Oktober meinte mein FA mir dann sagen zu müssen das ich PCO habe.#heul
Er gab mir Hormone die ich 9 Tage nehmen sollte um meine Mens zu bekommen und siehe da sie ist auch gekommen.
Dann meinte er das wir mal watren müssten, da es sein könnte das ich jetzt in einen normalen Zyklus kommen würde.
Und wieder ging das warten los aber dann kam meine Mens am 04.11.05.
Zwichendurch immer wieder die vielen Untersuchungen, Hormonanalyse, Blutuntersuchungen u.s.w.
Also ging es in den nächsten Zyklus zu dieser Zeit hatte ich noch ganz viele Zysten um die Eierstöcke herum.
In der 2. Woche Dezember bin ich wieder zu meinem FA da keine Mens zu sehen war SST negativ.
Mein Fa machte wieder Ultraschall und siehe da keine Zyste mehr da. #gruebel
Und dann kam die mens am 17.12.05.
naja ich ahbe mich total gefreut und dachte naja ab in den nächsten Zyklus.
aber dieser Zyklus dauert immer noch an letzten Donnerstag hatte ich wieder einen FA Termin, keine Zyste, aber auch keine Mens in Sicht, SST negative.
Mein FA kann mir aber auch nicht genau sagen ob ich nicht doch schwanger sei.
Jetzt hat er mir metformin aufgeschrieben und dies nehme ich jetzt mal, was jetzt nun passiert das weiß ich auch nicht.

Ich aknn dir sagen ich habe schon ganz oft zu hause gesessen und geweint aber ich denke immer das es irgendwann klappen wird.

Sorry, sehr lang geworden.

Lass den Kopf nicht hängen, ich drück dir die #pro und wünsche dir viel#klee beim #schwanger werden.

LG Biene00

Beitrag von daffy 06.02.06 - 19:24 Uhr

Danke für deine Informationen!
Mein Fa hat mir für den nächsten Zyklus die Pille wieder verschrieben und Metformin soll ich wohl bekommen. Damit hoffe ich ganz schnell#schwanger zu werden.
Du tust mir echt Leid wenn ich dran Denke, auch ein Jahr dies mit zumachen. Dann glaub ich dann werde ich auch viele abende da sitzen und weinen.

Ich hoffe fest dran das du Schwanger bist!!!!!!!!!!

Beitrag von becca04 06.02.06 - 20:03 Uhr

Liebe Daffy,

ja, ich habe selbst ein PCO-Syndrom (in ziemlich schwacher Ausprägung), habe seit November 2004 eine kerngesunde Tochter, für die wir genau ein halbes Jahr gebraucht haben (..., grins!), in welchem wir uns fast nur am Wochenende gesehen haben (also zusätzlich erschwerte Bedingungen).

Das gleich zu Anfang, um Dir MUT zu machen. Diese Diagnose ist nur in extremer Ausprägung eine eventuelle (!!!!) Erschwernis (!!!!! Kein Hindernis!!!!) für eine Schwangerschaft.

Ich weiß nicht, ob Du Dich schon informiert hast - das PCO-Syndrom ist ein relativ neues Krankheitsbild, das anscheinend immer mehr "in Mode" kommt bei der Diagnose von "Unfruchtbarkeit" bei Frauen. Meine Frauenärztin hat vor mittlerweile 7 Jahren die Diagnose nach total aufwändigen Blutuntersuchungen und mehreren Ultraschallen gestellt. Zu dem Zeitpunkt wollte ich eh nicht schwanger werden, mich hat nur interessiert, wieso meine Haut immer noch so schlecht war, obwohl ich doch längst nicht mehr in der Pubertät war - ohne Pille habe ich immer ziemlich schnell eine ganz fiese Akne auf dem Rücken bekommen - und wieso mein Zyklus so unregelmäßig ist. Sie hat mir dann die Diagnose genannt und gemeint, es sei am besten, die Eierstöcke erst einmal so lange ruhig zu stellen, wie ich nicht schwanger werden will. Und das am besten durch eine Pille (ich habe die Belara genommen), die gleichzeitig auch gut auf meine Haut wirkt. So war ich dann 5 Jahre zufrieden...

Als ich dann schwanger werden wollte, fiel mir die Diagnose wieder ein, ich habe ein bisschen rumge"googelt" und mich informiert (gute Seiten waren - keine Ahnung, ob es sie noch gibt -: http://www.pco-syndrom.de (hier sind wirklich alle aktuellen Infos genannt sowie eine darauf spezialisierte Klinik in Essen inklusive einer Selbsthilfegruppe!), http://www.frauenkliniken.de (hier Krankheiten der Frau/ PCO-Syndrom/ polyzystische Ovarien/ Ursachen, Therapie), http://www.wunschkinder.net (hier: Kinderwunsch-Seite/ PCO-Syndrom), http://frauen.qualimedic.de (hier: Frauengesundheit/Gynäkologische Erkrankungen/PCO-Syndrom)), bevor ich mit meiner Ärztin über meinen Kinderwunsch gesprochen habe. Sie meinte, es sei grundsätzlich kein Problem, mit PCO-Syndrom schwanger zu werden, es könne nur etwas länger dauern, da es unter Umständen nicht in jedem Zyklus zu einem Eisprung kommt.

Der Krankheitszusammenhang ist - ziemlich kurz und oberflächlich (ich bin keine Medizinerin!) - der: im Körper liegt ein hormonelles Ungleichgewicht vor, das ganz unterschiedliche Ursachen haben kann wie z.B. starkes Übergewicht oder eine Insulinresistenz. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass zwar Eifollikel heranreifen, aber oftmals nicht "springen", sondern quasi in einem bestimmten, unreifen Stadium in den Eierstöcken verharren. Deswegen kann man PCO auch gut am Ultraschallbild der Eierstöcke erkennen: Diese nicht geplatzten Follikel sehen im Eierstock aus wie Perlen auf der Schnur. Das Problem ist, dass durch diese vielen unreifen, ungeplatzten Eifollikel (werden dann auch Zysten genannt, daher "Poly" für "mehrere" und "zystisch" für "Zysten" und "Ovarien" für "Eierstöcke"), die Oberfläche der Eierstöcke praktisch "vernarbt" und damit noch undurchlässiger für weitere Eifollikel und Eisprünge wird. Es ist ein wahrer Teufelskreis und deswegen ist die erste Therapie der Frauenärzte auch, die Eierstöcke bei NICHT-bestehendem Kinderwunsch durch die Pille ruhigzustellen, damit es gar nicht soweit kommt.

In Deiner Situation - Du willst ja anscheinend schwanger werden - ist es nun ganz wichtig, ziemlich bald nachzuvollziehen (damit Du Dich gar nicht lange frustrierst, denn im Gegensatz zu den meisten Frauen hast Du ja eine glasklare Diagnose, warum es evtl. nicht auf Anhieb klappt mit der Schwangerschaft und warum solltest Du dann erst 2 Jahre rumprobieren und warten und immer ängstlicher werden?! So war jedenfalls die Einstellung meiner FÄ!), ob Du überhaupt (regelmäßige) Eisprünge hast. Bei mir lief das so:
Ich habe 3 Monate mit meinem Freund probiert (rein zeitmäßig ein Witz), es hat nicht geklappt und ich habe dann meine Frauenärztin bei der nächsten Krebsvorsorge einfach auf PCO und meinen Kinderwunsch angesprochen. Sie hat nicht lange gefackelt und mich 3 Monate lang zum Zyklus-Monitoring einbestellt. Das bedeutet eine ganz engmaschige Überwachung der verschiedenen Hormonkonzentrationen in Deinem Blut sowie wiederholte Ultraschälle der Eierstöcke, um herauszufinden, ob man nun "ovuliert" (= Eisprünge hat) oder nicht. Wenn dann vermutlich ein Eisprung bevorstand (das Eifollikel, das dann schließlich zum Leitfollikel heranreift (also dem Follikel, das (hoffentlich) platzen wird), ist unmittelbar vor dem Eisprung ca. 23 Millimeter (!!!!) groß und gar nicht zu übersehen im Ultraschall.), hat sie ab einer Größe von 17 mm dann die Blutuntersuchungen angeschlossen, um das Vorkommen von Progesteron (ein Hormon, das NACH dem Eisprung vom Körper produziert wird) nachzuweisen. Das Ergebnis all dieser Untersuchungen war, dass ich eine Zykluslänge von ca. 35-40 Tagen und regelmäßige Eisprünge habe und dass somit einer Schwangerschaft trotz Vorliegen eines PCO-Syndroms im Grunde nichts im Wege steht.

Ich hoffe, ich habe Dir mit all diesen vielen Infos geholfen und Dir vor allem die Angst und Sorge genommen. Auf den Internet-Seiten, die ich Dir genannt habe, steht ziemlich genau, was man machen kann, wenn sich herausstellt, dass man keine (regelmäßigen) Eisprünge hat. Und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass durch ein leichtes hormonelles "Anstupsen" des Eisprungs eine Schwangerschaft ganz schnell eintritt.

Ich würde mich total freuen, von Dir zu hören, wie es Dir weiterhin ergeht, schau einfach auf meiner Visitenkarte nach! Ich wünsche Dir ganz viel Gelassenheit und Zuversicht beim Schwanger-Werden und bin wirklich ganz sicher, dass es bald und unkompliziert klappt!

Sei ganz lieb gegrüßt,
Sabine.

Beitrag von daffy 07.02.06 - 16:50 Uhr

Vielen Lieben Dank! Das du dir die Zeit genommen hast und mir es einmal ganz genau erklärt hast.
Ich habe im November eine FG gehabt, man weiß nicht, ob ich das PCO-Syndrom schon vorher hatte. Da meine FA mich immer abgewiesen hat und immer gesagt hat die Zyste sein nicht schlimm.
Habe ich Letztendlich den FA gewechselt. Der FA stellte "Gott sei Dank" gleich die Diagnose fest, durch Bluttest und Ultraschall. Das Blutergebnis wurde immer schlechter in der letzten Wochen erst Verhältnis 2:1 und dann 3:1 also schlechte Aussichten für diesen Zyklus.
Er sagte jetzt zu mir wenn meine Mens Eintritt soll ich die Pille ( Bella) nehmen und dann erneut zu einem Gespräch kommen und so wie ich hin verstanden habe Metformin einnehmen.
So ist nun Erst einmal der Stand. Letzte Mens 21.01.06 also bei einem Zyklus 35-40 Tagen erwarte ich die Mens Ende Februar. Also noch etwas Geduld.
Vielen Leiben dank auch für die Infoseiten.

Nicole

Beitrag von hexe2974 06.02.06 - 20:49 Uhr

Hallo,

ich habe auch ein schwaches PCO- Syndrom der FA gab mir Clomifen 5 Zyklen ohne Erfolg. Bin dann in eine KIWU Praxis und habe dort eine Spritzen-Therapie mit Purigon gemacht und wurde im 2. Zyklus schwanger. Ich geb Dir den Tip fackel nicht so lange rum und such Dir gleich eine Kinderwunschpraxis in Deiner nähe die haben einfach die bessere Erfahrung mit solchen Dingen.

Gruß
Christina + #ei 14 SSW

Beitrag von daffy 07.02.06 - 16:36 Uhr

Vielen Dank für diesen Tipp.
Kannst du mir sagen wie ich eine KiWU finde?
Danke

Beitrag von hexe2974 08.02.06 - 14:04 Uhr

Hallo,

frag am besten deinen FA oder erkundige Dich im Internet. Die Praxen sind meistens nur in etwas größeren Städten.


Liebe Grüße
Christina