Thromboserisiko im Wochenbett?

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Beitrag von little_lilly246 06.02.06 - 19:59 Uhr

Guck Guck!

Unser Jonas ist am 24.01. per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Nachdem ich die "Ration" von Thrombosespritzen hinter mir hatte habe ich auch meine heißgeliebten Kompressionsstrümpfe ausgelassen. Meine Hebamme war aber gar nicht so begeistert. Sie meint im Wochenbett wäre das Thromboserisko höher und ich solle die Strümpfe noch bis zum 12.02. tragen. Diese Dinger sind aber mittlerweile so labberig, das sie mir nach fünf Minuten in den Kniekehlen hängen und bei Bewegung ziemlich störend und teilweise auch schmerzhaft (schnüren in der Kniekehle ab) sind. Nachdem ich sie gewaschen habe, haben sie auch immer wieder prima gesessen. Bloß mittlerweile könnte ich die Teile täglich waschen damit sie richtig sitzen. Und wenn die Strümpfe überwiegend in der Waschmaschine oder im Trockner (das ist ok) sind, dann ist die Thromposeprophylaxe auch hinfällig.

Kennt sich jemand mit Thromboseprophylaxe aus? Ist das Risiko im Wochenbett wirklich so hoch? Bin ja gerne bereit die Strümpfe noch weitere 6 Tage zu tragen, wenn sie nich so stören würden....

Bin für jeden Tipp dankbar!

LG #blume - Lilly & Marlon & Jonas

Beitrag von maleli 06.02.06 - 20:31 Uhr

Hallo Lilly,

ich hatte mal eine Thrombose und durfte die ganze Ss über Thrombosestrümpfe tragen (aber "richtige" Thrombosestrümpfe, die sind noch fester wie die weißen aus den Kliniken). Habe normal entbunden und mußte mir dann trotzdem spritzen und sollte auch 3 Wochen noch danach spritzen. Die Thrombosestrümpfe mußte ich sogar noch 6 Wochen nach der Entbindung tragen. Es ist richtig, dass im Wochenbett die Gefahr für eine Thrombose höher ist (hat mir die Ärztin in der Klinik erklärt). Habe das Spritzen 2 Wochen durch gehalten. Also halte es lieber durch, Du kannst Dir ja in der Klinik vielleicht neue Strümpfe holen oder beim Frauenarzt verschreiben lassen.

Grüße Hülya

Beitrag von leali29 07.02.06 - 05:34 Uhr

Hallo,

ich hatte auch eine Trombose und mußte schon die ganze Schwangerschaft durch Clexane spritzen und Strümpfe tragen.
Am 5.12. 2005 hab ich per Kaiserschnitt entbunden und mußte danach auch noch 6Wochen Spritzen,jetzt hab ich vom Arzt das ok aufzuhören.
Was meinst wie froh ich bin.
Aber sicher ist sicher.

LG Dana und Eric *der ruhig schlummert nachdem er Mama wach gemacht hat*

Beitrag von noah2705 07.02.06 - 07:58 Uhr

Hallo,
ich habe letztes Jahr als Folge vom Kaiserschnitt (27.05.) nach 3 Wochen eine tiefe Beinvenenthrombose bekommen.
Näheres kannst du auch in meinem Geburtsbericht vom 17.12. 05 lesen. Komischerweise gab es in meiner Klinik keine Strümpfe. Als Vorsorge nur Heparin Spritzen und am gleichen Tag des Kaiserschnitt mußte ich aufstehen. Nach drei Tagen wurde ich entlassen und es ging mir dann nach zwei Wochen richtig schlecht mit hohem Fieber und schlimmen Schmerzen im Bein. Leider hat es im Krankenhaus sehr lange gedauert, bis die Thrombose diagnostiziert wurde und somit hat sie sich im gesamten Bein ausgebreitet. Außerdem hatte ich eine Lungenembolie die ich zum Glück überlebt habe.
Ich mußte dann ein halbes Jahr Marcumar nehmen und die Strümpfe trage ich noch heute, weil ich es ohne vor Schmerzen nicht aushalte. Die Venenklappen im Bein sind kaputt und ich muß wohl mein ganzes Leben mit den Folgen klar kommen.
Ich kann Dir nur raten, die Teile zu tragen!!! Paar Tage sind ruck zuck vorbei.

LG Tamara

Beitrag von little_lilly246 07.02.06 - 09:29 Uhr

Oh ha, das hört sich ja furchtbar an... Das Krankenhaus scheint ja ein ziemlicher Schlamperladen zu sein.
Ich werde gleich mal mit mein Hebamme telefonieren und mal fragen wo ich neue Strümpfe her bekomme. Dann mache ich halt die Investition für die paar Wochen noch, aber besser als krank werden.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und hoffe das es Dir bald gesundheitlich besser geht!!!#klee

LG - Lilly