Haushaltsgemeinschaft oder Bedarfsgemeinschaft?

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Beitrag von nine2005 06.02.06 - 23:56 Uhr

Meine Frage ist, bilden Eltern und Ihre Kinder eine Haushaltsgemeinschaft??

Bei der Haushaltsgemeinschaft spielt ja Einkommen und Vermögen der Eltern keine Rolle, habe ich zumindestens auf der Internetseite der Agentur für Arbeit (bei den Ausfüllhinweisen des ALG II Antrages) gelesen.

Würde ich da den Regelsatz von 331Euro (Ost) bekommen??

Habe mich jetzt entschlossen zu meiner Mutter zuziehen, denn das ganze Theater halte ich nicht mehr aus.

Was ich nicht ganz weis, was ich bei dem Antrag ausfüllen soll, indem mitgeteilt werden soll ob ich von meiner Mutter Verpflegung und Unterkunft kostenfrei gestellt bekomme.

Für die Verpflegung gebe ich meiner Mutter kein Geld, weil ich für mich selber einkaufen gehe und es auch selber zahlen muss. Im Antrag steht aber nur ob ich ihr Geld dafür geben muss oder es umsonst bekomme, beides trifft ja nicht zu.

Für die Unterkunft möchte sie gern etwas zum Strom, Wasser und Heizung von mir, wie gebe ich das aber in dem Zusatzblatt an?? Bekomme ich das zu meiner Regelleistung dazu??

Ein Problem ist ich stehe bei meinem Partner noch im Mietvertrag, kann ich mich trotzdem erst einmal polizeilich bei meiner Mutter ummelden, dann meinem ALG II Antrag abgeben und später dann das mit dem Mietvertrag klären??

Sorry für die ganzen Fragen, aber möchte ichts falsch machen und es noch Ärger vom Amt gibt.

Beitrag von junimond.1969 07.02.06 - 00:19 Uhr

"Meine Frage ist, bilden Eltern und Ihre Kinder eine Haushaltsgemeinschaft??"

Eltern und ihre volljährigen Kinder in einem Haushalt - ja.

Das Einkommen und Vermögen spielt doch insofern eine Rolle, als es die Unterhaltsvermutung nach § 9 SGB II gibt. Deine Mutter kann dieser Vermutung allerdings widersprechen und angeben, dass sie Dir keinen Unterhalt gewährt - allerdings gilt das nicht, wenn Du unter 25 bist, soweit ich weiß (bin nicht im U25-Team, sorry).

Das Beste wird sein, den Mietvertrag der Mutter einzureichen und die von Dir (mit)bewohnten m² anzugeben, denn dann wird Dir höchstwahrscheinlich dieser Anteil an der Gesamtmiete bewilligt. Hinweis am Rande: Spässkes wie Untermietvertrag mit der Mutter würde ich lassen, "wir" reagieren da mittlerweile etwas empfindlich und verlangen zu Recht den Hauptmietvertrag und eine Erlaubnis des Vermieters zur Untervermietung.

Achja: Deine Mutter muss Dir nur nach Ihren Möglichkeiten Unterhalt gewähren, es gibt Freigrenzen und Selbstbehalte.

Gruß
Christine

P.S. Eine GUTE Entscheidung, denn diese "Partnerschaft" war wohl keine - oder?

Beitrag von nine2005 07.02.06 - 00:31 Uhr

Ja das haben wir schon gelesen mit der Unterhaltsvermutung. Meine Mutter hat schon etwas geschrieben das sie für mich finanziell und materiell nicht aufkommt. Damit wäre das ja geklärt oder??

Sie hat sich bei einem anwalt erkundigt er meinte das es gesetzlich "noch" nicht geregelt wäre für kinder auch unter 25 aufkommen zu müssen.

Sie hat noch einen ganz alten Miertvertrag da steht kein Mietpreis drin, aber sie hat mir eine Betriebskostenabrechnung mitgegeben da steht Kaltmiete, Betriebskosten und Heizung/Wasser mit dabei.

Was bezweckt ein Untermietvertrag? Ob ich jetzt ein Untermietvertrag mache oder nicht würde ich ja sowieso etws zur Miete bekommen oder? Wie muss ich nachweisen das ich Miete an meine Mutter zahle? Es gibt jetzt kein festen Zahltermin und ich würde es wahrscheinlich auch bar geben.

Wo und wie soll ich die von mir bewohnten m² eintragen? Es gibt einmal die Gesamtgröße der Wohnug und einmal einen Wohnflächenanteil anzugeben? Wäre dann nur das Zimmer anzugeben wo ich wohne?

Naja, wohl erst einmal besser räumlich getrennt zu sein und das ich sicher sein kann im Monat Geld zuhaben

Beitrag von nine2005 07.02.06 - 00:39 Uhr

Muss ich nun eigentlich einen festen Betrag zur Unterkunft angeben den meine Mutter von mir möchte oder wird das vom Amt errechnet was mir bzw. meiner Mutter an Miete zusteht??

Denn auf einem Zusatzblatt soll ein fester Betrag angegeben werden den ich meiner mutter geben muss oder ich wohne eben kostenfrei bei ihr.

Auf dem anderen zusatzblatt 1 "Zur feststellung der angemessenen Kosten für Unterkunft" soll auf einmal die tatsächlich gezahlte Miete meiner Mutter aufgeführt werden. Was ist denn maßgebend der von uns bestimmte Betrag oder ...was ?