depressionen nach geburt..bräuchte trost

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von moonfl 07.02.06 - 08:04 Uhr

hallo,

da ich seit ca. 5 wochen an einer nachgeburtlichen depression leide, muss ich nun von heute auf morgen mit dem stillen aufhören, da ich medikamente nehmen soll und will, weil ich es ohne einfach nicht mehr aushalte.
ich hätte meiner kleinen das stillen gerne noch viel länger ermöglicht, weil es bei uns auch so gut geklappt hat. es tut mir sehr weh, dass ich nun doch relativ früh mit dem stillen aufhören muss, denn die flasche kann ihr nun jeder geben, stillen konnte nur ich sie...
mein mann baut mich sehr auf und sagt, dass die kleine lieber auf das stillen verzichtet und dafür wieder eine mama hat, die nicht ständig weint und angst hat...

geht es eigentlich nur mir nach der geburt nervlich sehr schlecht, oder geht es anderen auch so. habe nämlich schon nach ähnlichen beiträgen hier gesucht.

ich würde mich sehr über antworten freuen!
danke schon im voraus!

liebe grüße,
moonfl

Beitrag von happyredsun 07.02.06 - 08:22 Uhr

Hallo,

mir ging es nach der Geburt auch total beschissen. Ich wusste ca. im 7 Monat, dass ich nicht stillen kann (musste Medis in der SS nehmen) und konnte mich ganz gut darauf vorbereiten ein Flaschenkind zu haben. Es ist auch mal eine Entlastung wenn dein Mann die Flasche geben kann.

Dein Mann hat meiner Meinung nach völlig Recht wenn er sagt lieber nicht stillen, dafür aber eine Mama fürs Baby.

Bei mir war der Spuk zum Glück nach 3 Wochen vorbei, musste keine Medis nehmen, war aber eine verdammt harte Zeit die ersten 3 Wochen. Ich musste einfach die schlimme Geburt verarbeiten und als das verblasst ist, ging es mir wieder besser.

Ich hoffe, es geht dir bald wieder besser und du kannst dich an deinem Baby erfreuen #liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck

Und lass den Kopf nicht hängen, auch Flaschenkinder werden groß #freu#freu

LG

Happy + #flasche Kind Linus (heute 20 Wochen #liebe#liebe)

Beitrag von moonfl 07.02.06 - 08:30 Uhr

hallo happy,

vielen dank für deine aufbauenden worte!
es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine solche probleme hat.

liebe grüße,

moonfl

Beitrag von mj79 07.02.06 - 08:34 Uhr

Hallo moonfl,

lass dich erst mal #liebdrueck

Ich weiß wie du dich fühlst... Ich selbst habe früher schon einmal an Depressionen gelitten und auch Medikamente genommen (hoffentlich hast du eins, das nicht müde macht), die hatten aber einen anderen Grund. Aber ist echt blöd, wenn man ständig traurig ist, und selber bzw. allein da nicht mehr rauskommt :-(

Ich habe meine Tochter vor ca. sechs Wochen bekommen, und nun hab ich ab und zu wieder zu kämpfen. Vor allem, wenn sie schreit (und Babys schreien nun mal), bin ich manchmal am Ende. Ich hab mich sogar schon dabei ertappt, mir mein altes Leben wieder zu wünschen #hicks
Denk dir nichts, ich hab auch schon ganz viel geweint, auch wenn ich dazu keinen Grund hatte.
Anscheinend war das aber nur eine Phase, denn seit ein paar Tagen geht's mir wieder gut.

Aber dein Mann hat Recht. Verzichte lieber aufs stillen. Es ist es wert, wenn deine Maus dafür wieder eine fröhliche Mami bekommt. Das denke ich ist in dem Fall echt wichtiger als stillen. Und auch wenn sie dann jeder füttern kann (würd ich auch schade finden), seh es doch als unterstützung an, dann kannst dir auch mal etwas Zeit für dich nehmen, und ich denke das ist bei Wochenbettdepressionen genau das richtige.

Ich wünsch dir alles Gute #blume
Martina + Karolin (29.12.05)

P.S. Es werden immer wieder Zeiten kommen, wo du mit den Nerven runter bist. Das ist normal und geht wirklich allen so. Es hilft, damit zu rechnen, dass es wieder schlechter wird, dann kann man damit umgehen.;-)

Beitrag von moonfl 07.02.06 - 08:50 Uhr

hallo,

ich freue mich über so liebe und aufmunternde worte!!
danke, danke, danke!!

moonfl

Beitrag von mj79 07.02.06 - 10:03 Uhr

Wenn du mal wieder Aufmunterung brauchst, kannst mich auch gerne über meine VK anschreiben.

Martina #blume

Beitrag von hebigabi 07.02.06 - 08:28 Uhr

Ich hatte vor 1 1/2 Jahren im Sommer gleich 2 Frauen, die richtige Wochenbettdepressionen hatte- eine davon kam sogar stationär, so schlimm war es und es ist echt KEIN Grund, sich dafür zu schämen.

Ich muss deinem Mann recht geben, eine zufriedene, ausgeglichene Flaschenmutter ist wichtiger als eine Stillmutter, die Depressionen hat und nur weint.

Ein "gute" Mutter definiert sich übrigens nicht übers Stillen oder selber kochen, sondern über die Art, wie sie mit ihrem Kind umgeht!!!!

Wichtig ist, wenn du abstillst es nicht mit Abstilltabletten zu tun, weil die auch die Depressionen verstärken können.

Versuchs mal hiermit:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&id=203796&pid=1366789

Liebe Grüße und gute Besserung wünscht dir

Gabi

Beitrag von rossi_p 07.02.06 - 13:07 Uhr

Hallo Du,

ich weiss wie du dich fühlst, ich habe auch eine solche Depression gehabt. Ich habe aber keine Medikamente genommen, weil ich mich geschämt habe es jemanden mitzuteilen. Mein Mann hat nur wenig davon mitgekriegt, er ist nur abends zuhause und wollte mir am Anfang mit der Kleinen gar nicht helfen.... ich war ständig alleine, habe nur geweint, bin durch die Hölle gegangen...

Mir hat meine Mutter geholfen (zu meinem erstaunen, da wir uns eigentlich nie gut verstanden haben...). Sie war ein Monat lang bei mir zu Besuch und hat mir viel Arbeit abgenommen, hat mir im Haushalt und mit Janita (14 Wochen alt) geholfen. Meine Hebbi hat mir auch immer gute Tipps gegeben und dadurch habe ich grosse Sicherheit mit Janita bekommen. Was mir auch noch geholfen hat war:
- gutes essen ( 2 mal am Tag warm, mittags immer Suppe)
- ausreichend Schlafen
- hilfe im Haushalt und mit der Kleinen
- Sport oder einfach Bewegung: viel mit dem Kinderwagen spazieren gehen, Rückbildungsgymnastik...
- ein Gesprechspartner, der einem mit verständnis zuhört. Das kann auch eine gute Freundin sein, oder auch dein Mann.
- Denk vorwiegend an sich! wenn du müde bist, sollen keine Gäste kommen! Egal, was die Leute sagen oder denken, du und dein Kind seit am wichtigsten!
- Mach etwas für dich: eine Gesichtsmaske, eine Stunde entspannung, geh zum Kosmetiker oder zum Friseur, lass dir eine professionelle Massage machen... das wirkt Wunder! Du hast es dir verdient!

Und was das Stillen betrifft: vielleicht kannst Du in der zeit abpumpen... Ich würde es an deiner Stelle erst mal ohne Medikamente probieren. Ich weiss, es ist sehr schwer, aber es klappt!

Gute Besserung und geniess Dein Baby, es wächst so schnell :-))

Rossi

Beitrag von jurinde 07.02.06 - 15:42 Uhr

Hallo,

vielleicht magst du ja mit deinem Kind einen Babymassagekurs besuchen, da lernst du deinem Kind auhc viel Nähe zu geben. Ich habe meinen Mann mit der Kleinen hingeschickt, da er ja nicht stillen kann. Er ist ganz begeistert, so seiner Tochter viel Nähe und Geborgenheit geben zu können. Bei uns ist es so, dass es Antidepressiva nehmen muss.

Gruß Jurinde + Luise

Beitrag von smuufy 07.02.06 - 16:38 Uhr

Na endlich mal jemand dem es genauso geht!!!!
ich dachte schon ,daß es wirklich nur die super glücklichen werbe mamis gibt, und ich die einzige bin die unnormal ist!!ich hatte auch nach der entbindung depressionen(war schon vor der ss in behandlung da wars dann besser) und hab bilder gesehen.hab mein kind nachts gesehen und auf dem arm gehabt obwohls selig in seinem bett geschlummert hat!mir hat in der heftigen zeit geholfen, daß mein mann sich seeeehr viel zeit genommen hat.wir haben jeglichen besuch vertröstet(auch wenn die schwiegereltern stocksauer waren) und haben sehr viel geredet.über die entbindung,was sich jetzt ändert, über ängste und wünsche. meine hebi kam ganz doll regelmäßig und hat uns mit rat zur seite gestanden. eigentlich sollte ich ins kh zur stationären behandlung, aber mein mann war fest der meinung, daß ich zu hause besser aufgehoben bin!naja jetzt ist es besser, aber noch nicht überstanden.aber mir hilft es auch zu wissen,daß man mit solchen sachen nicht allein ist .aber wenns nicht mehr gehen sollte würde ich auch wieder medikamente nehen, auch wenn ich dafür abstillen müßte!!!!!
alles gute für dich....#blume:-D

Beitrag von moonfl 08.02.06 - 09:08 Uhr

hallo smuufy,

ich dachte mir, dass ich mich einfach noch mal bei dir über deine vk melde, weil ich dir sagen möchte, dass ich mich sehr über deine antwort gefreut habe.
vor ein par jahren habe ich auch schon einmal unter depresionen gelitten, wurd mit medikamenten behandelt und nach einiger zeit konnte ich diee wieder absetzen. auch in der ss hatte ich damit zum glück keine probleme, obwohl die hormonumstellung das in diser zeit auch bewirken kann. mich hat die depresion ca. 4 wochen nach der geburt meiner kleinen getroffen und ist seit dem von tag zu tag schlimmer geworden, bis ich merkte, dass es ohne medikmente wohl nicht mehr weggehen wird.
habe mir diese entsheidung so schwer gemacht, weil ich ja stille und das so super geklappt hat. hätte nie gedacht, dass mir das stillen so wichtig werden würde.
entschuldige, ich wollte dich nicht zureden..
es ht nur gut getan zu erfahren, dass es dir ähnlich geht oder ging..
wenn du lust hast, ich würde mich über kontakt mit dir freuen!!
liebe grüße,
conny

Beitrag von krebeccas 07.02.06 - 21:47 Uhr

Hallo Moonfl,

Es ist nicht unbedingt ein Grund zum Abstillen. Und wenn Du wirklich nur wegen der Medikamente abstillen willst ginge es Dir nun auch nicht besser - zumal es einige Wochen dauert is die Medikamente wirken.

Soweit ich weis gibt es nur wenige die fuer stillende Muetter zugelassen sind, aber ein nicht zugelassenes bedeutet nicht, das es schaedigend ist. Die Pharmafirmes haben es nur nicht als solches beantragt. Es gibt Studien ueber Medikamente und wie sie in die Muttermilch uebergehen, wend Dich mal an die LLL oder so.
Du koenntest in der Zeit wo der Wirkstoff in der Mumi ist Flasche geben, oder es so einrichten das das Baby da meist eh nicht an die Brust will.

Schau mal ob es in Deutschland das Medikament "Lustral" gibt, das nahm eine Freundin von mir. Eine andere "Prozac". Beide haben gestillt. Aber erkundige Dich unbedingt nochmal unabhaengig von dem was ich hier schriebe. in England ticken sie ja bekanntlich etwas anders #augen

Abstillen ist auch immer eine Zeit in der Hormne verrueckt spielen, umsomehr wenn man ploetzlich abstillt - keine gute Kombination wenn man eh schon mies drauf ist.
Kannst Dich gerne noch mal ueber VK melden.
Gruss
Karin