Taufe Pro und contra

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Beitrag von nisivogel2604 07.02.06 - 11:57 Uhr

Hallo ihr lieben,
ich weiß nicht, ob mein anliegen hier so richtig reinpasst. Ich bin jetzt in der 38 SSW und mein Mann und ich streiten uns leider jetzt schon darum, ob das Baby getauft wird oder nicht. Er möchte das so früh wie möglich machen lassen (warum kann er mir nicht sagen). Da ich mit diesem ganzen Kirchenkram nichts mehr anzufangen weiß, bin ich der Meinung, unsere kleine sollte an den evangelischen Glauben herangeführt werden und dann mit 5,6 oder 7 selber entscheiden, ob es ihr gefällt, und ob sie getauft werden möchte. Ich bin selber nicht getauft, nicht konfirmiert und habe da auch nie Wert drauf gelegt, denn ich finde, wenn man glaubt ist es wichtig, seinen Glauben im Herzen zu tragen. Die meisten Jugendlichen machen das sowieso nur wegen dem Geld und das ist für mich heuchelei. Wie seht ihr das?
LG Denise

Beitrag von happyredsun 07.02.06 - 12:00 Uhr

Hallo,

ich bin auch kein Mensch, der dauernd in die Kirche rennt, trotzdem glaube ich an Gott und uns ist es wichtig, dass unser Sohn getauft wird und zur Kommunion geht.

Entscheiden muss das natürlich jeder für sich selbst. Wenn ihr euch nicht entscheiden könnt, würde ich halt warten, bis euer Nachwuchs selbst eine Entscheidung treffen kann.

Da ich im katholischen Saarland lebe, ist es hier schon ganz sinnvoll wenn die Kleinen getauft sind, ist einfacher mit dem KiGa Platz usw.

LG

Happy + Linus, der am 19.03 getauft wird #blume

Beitrag von zauberfee1975 07.02.06 - 12:04 Uhr

Hallo Denise,

mein Mann und ich haben beschlossen, unseren Sohn nicht taufen zu lassen.
Er ist katholisch(ausgetreten) und ich bin evangelisch ( noch in der Kirche drinne).
Wir wollen Magnus nicht irgendeine Religion aufzwingen, er soll selbt wählen dürfen ob er getauft , zur Konfirmation oder Kommunion gehen möchte.
Es gab deshalb in unseren Familien große auseinandersetzung, vor allem eine Begründung ärgerte mich am meisten: Er sei benachteiligt, weil andere Kinder zur Konfirmation/Kommunion Geschenke bekommen und er dann nicht.
Und genau aus dem Grund lassen wir ihn nicht taufen!
Wir werden ihn sicherlich an Religion ranführen, er soll auch den Religionsunterricht besuchen können-wenn er möchte und sich selbst ein BIld von Gott, Glaube und Kirche machen.

LG

Zauberfee

Beitrag von zicke250975 07.02.06 - 12:06 Uhr

Hi Denise,

ich bin absolut kein religiöser Mensch , glaube aber an Gott und hab meine eigene Meining dazu ! Glaube aber auch nicht an den Sch... den die Kirche uns erzählen versucht ! Ist mir alles zu angestaubt !
Ich habe Anna-Laura aus ganz weltlichen Gründen Taufen lassen, u.a. wegen kiGa und Schule ect.
Obwohl bei uns im Ort Religion keine grosse Rolle spielt, achten eben viele gute Schulen und auch KiGa darauf, das die Kinder getauft sind! Um eine Chance auf diese Schulen ect. zu gehehn, wollte ich mein Kind nicht bringen !
Was Sie aus Ihrem Glauben später mal macht, soll und kann Sie dann allein entscheiden !;-)

Gruss
Zicke

Beitrag von nelly69 07.02.06 - 12:14 Uhr

Hallo Denise!

Als mein Großer vor fast 16 Jahren geboren wurde, haben wir ihn nicht taufen lassen, sondern überließen ihm die Entscheidung, mit folgendem Ergebnis:

Er hat freiwillig von Anfang an den Reli-Unterricht in der Schule besucht(er hätte sonst zu Werte und Normen gehen müssen) , wollte dann freiwillig zum Konferunterricht und wurde dann auf der Konferfahrt in Südtirol getauft! An einem kleinen Bach, nur mit der Gruppe und dem Pastor!

Er fand das total schön, weil er sich selber entscheiden durfte!
Deshalb haben wir auch unsere 2 anderen Jungs nicht taufen lassen.
Sie sollen das auch selber entscheiden!
Und an Gott glauben kann man auch ohne getauft zu werden!

Ich habe meine Entscheidung nie bereut!

LG Astrid

Beitrag von lady_chainsaw 07.02.06 - 12:11 Uhr

Hallo Denise,

also sowohl mein Mann als auch ich sind schon vor Jahren aus der (evangelischen) Kirche ausgetreten.

Auch unsere Tochter wird nicht getauft. Ich sehe es so wie Du: das darf sie irgendwann selbst entscheiden.#pro

Ich bin allerdings gerade ganz schön schockiert, wenn ich hier von den anderen lese, dass sie mehr oder weniger dazu "gezwungen" sind wg. KiGa oder Schule..#schock ist echt heftig!

Da bin ich doch wieder einmal froh, in Brandenburg zu leben! Hier ist es auch nicht so, dass die Kinder etwas "verpassen" weil sie nicht konfirmiert werden - hier im Osten gibt´s ja die Jugendweihe (die mir als Wessi allerdings auch nach all den Jahren noch etwas fremd ist!:-p)

Gruß

Karen + Luna (2,5 Jahre)

Beitrag von rain72 07.02.06 - 12:25 Uhr

Hallo Denise,
unsere Tochter wird im März evangelisch getauft. Wir sind zwar keine ständigen Kirchgänger, aber überzeugt, "das da noch irgendwas ist" und möchten unserer Tochter gerne die Möglichkeit bieten, das kennenzulernen.
Bin übrigens selber so ein Kind, das "irgendwann selbst entscheiden" sollte. Praktisch funktioniert das nicht wirklich - ich habe mich dann mit 13 taufen lassen (um dann konfirmiert werden zu können - aber mit der "eigenen Entscheidung" ist das so eine Sache. Man lernt ja doch als Kind höchstens eine Religion so richtig kennen (wenn man zB, so wie ich, dann den evangelischen Religionsunterricht besucht). Man kann aber nicht gleichzeitig noch die katholische Kirche oder vielleicht noch den Islam oder andere Weltreligionen kennenlernen, also ich wäre mit 13 nicht auf den Gedanken gekommen, zu sagen, ich werde jetzt Buddhist....#kratz Mit 5, 6 oder 7 wirst Du ganz bestimmt keine "eigene Entscheidung" in dem Sinne von Deinem Kind bekommen!
Andererseits finde ich gut, wenn man eine Religion "von Anfang an" kennt - nachholen lässt sich das Aufwachsen damit später nämlich nicht. Und selbst entscheiden kann man dann immer noch, wenn man es wirklich kann, nämlich als Erwachsener. Darum finde ich die Taufe auch richtig und wichtig - wenn unsere Tochter dann mal selbst entscheiden will und kann, dann kann sie ja wieder austreten!
LG
rain72

Beitrag von pegasus 07.02.06 - 12:37 Uhr

Hallo erstmal! Ich bzw.wir lassen unsere Kleine (4 Wochen) auch demnächst taufen.Wir sind beide ev.und überhaupt keine Kirchengänger und auch sonst nicht religiös erzogen oder so;dennoch finde ich es wichtig,weil ich habe mal gehört,dass wenn dem Kind mal was zustoßen sollte(ist zwar jetzt kein schönes Thema) hätte man noch nicht mal das Recht dazu,sein Kind beerdigen zu lassen bzw.es würde kein eigenes Grab bekommen#kratz#schmoll .Will aber keine düsteren Gedanken hier reinbringen,aber ich meine das mal gehört zu haben,und alleine aus diesem Grund.SORRY.Schnell an was anderes denken#sonne Muß aber jeder selbst wissen LG R.& #baby Maureen

Beitrag von anyca 07.02.06 - 12:57 Uhr

Na hör mal - es gibt schließlich genug nicht-getaufte Erwachsene, die auch eine ganz normale Beerdigung bekommen! Dazu muß man nicht getauft / Kirchenmitglied sein! (Da hätte ja die halbe Ex-DDR keinen Anspruch auf eine normale Beerdigung ...)

Beitrag von krokolady 07.02.06 - 14:43 Uhr

Anspruch auf ne Beerdigung schon, aber kein religiöses halt.....so mit Trauergottesdienst und so

Beitrag von smiley2 07.02.06 - 12:50 Uhr

Ich finde die grundsätzliche Begründung "wir wollen nicht irgend eine Religion aufzwängen" falsch. Erstens ist die Religion, ob evang. oder kath., das Christentum, und damit hat die Konfession wenig zu tun. Die Konfession unterscheidet sich vor allem in der Einstellung (evang. reformiert = liberaler). Wir sind keine grossen Kirchengänger, wollten aber unserem Sohn trotzdem ermöglichen, den Glauben in der Schule etc. kennen zu lernen. Deshalb haben wir ihn getauft (evang. ref.). Wenn er später austreten will kann er das auch, da haben wir nichts dagegen. Wir hatten ein wunderschönes Fest mit Live-Sängerin, super toller Pfarrer und unser Sohn lächelte während der Zeremonie. Auch kommt wieder einmal die GANZE Familie zusammen. Also ich finde fast nur positives. Claudia mit Andrin Leon
Fotos: http://www.unserbaby.ch/sunneschii

Beitrag von klapperstorch2 07.02.06 - 13:09 Uhr

Hallo,

wir werden unsere Zwillinge im April evangelisch taufen lassen. Wir sind auch keine Kirchgänger wollen aber unsere Kinder in der Christlichen Gemeinde aufnehmen lassen. Ich hätte jetzt nicht so großen Wert an die Taufe gelegt, aber mein Mann findet es schön, obwohl er griechisch orthodox getauft wurde möchte er das die Kinder meinen Glauben annehmen, denn die Ansichten der Griechische Kirche vertreten wir beide nicht. Wir sind von der Großstadt aufs Land gezogen und hier sind auch fast alle Kinder getauft. Übrigens wurden unsere großen Kinder damals auch getauft und nur der Junge ist zur Konfirmation gegangen. Unsere Tochter wollte das nicht, sie glaubt nicht daran. Wir haben sie selber entscheiden lassen. Gab also keine Geschenke, Geld. Fast alle in ihrer damaligen Klasse sind gegangen. Wollte damit nur sagen dass sie nicht alles für Geld machen würde. Finde ich auch gut so. Unser Sohn wollte das unbedingt, weil seine Freunde auch gegangen sind und sie auch viele Fahrten mit der Kirche gemacht haben. Er findet die Gemeinschaft toll. So ist jeder anders.
Wenn die Zwillinge später austreten möchte oder sich einer anderen Relgion zuwenden möchten ist das auch in Ordnung.
Bevor ihr euch weiter streitet setzt euch lieber zusammen und findet einen Kompromiss. Z.B. Es wird nicht getauft, dafür kann er aber das Kind christlich erziehen und ab und an in die Kirche gehen.
LG
Andrea

Beitrag von anyca 07.02.06 - 13:01 Uhr

Sagt mal, wo wohnt ihr denn alle, daß die Taufe wichtig für den Kindergartenplatz ist?

Mein Bruder und ich waren im evangelischen Kindergarten und wurden erst als Grundschüler getauft - und im Kindergarten meiner jetztigen Gemeinde sind durchaus auch muslimische Kinder!

Beitrag von carla_columna 07.02.06 - 13:34 Uhr

Huhu,

auch unsere Tochter wird demnächst getauft.
Aber erzählen möchte ich von der Situation meiner Schwester:

Sie und ihr Mann hatten mit dem Glauben eigentlich wenig am Hut und wollten ihren Sohn nicht unbedingt Taufen lassen.
Irgendwie sind sie durch Krabbelgruppe und Kindergarten aber wieder näher an das Thema Glauben herangerückt und da mein Neffe auch regelmäßig zu Kindergottesdiensten und Co ging (sein bester Freund im Kindergarten war der Pfarrerssohn), wollte er irgendwann selber getauft werden.
Mit 7 Jahren ist er dann getauft worden - und es war eine richtig schöne Feier. Schön auch v.a., weil er alles so bewußt mitbekommen hat.

LG Carla

Beitrag von krokolady 07.02.06 - 13:49 Uhr

Ich glaube weder an Gott, noch an die Kirche oder sonstiges religiöses PiPaPo

Trotzdem sind meine älteren 4 Kids alle im Babyalter getauft worden.

Ich hab da nicht an mich gedacht, sondern an die Kids.
Wer nicht getauft ist hat kein Anrecht auf ein religiöses Begräbnis.
Wer nicht getauft ist kann nicht konfermiert werden.
Wer nicht konfermiert ist....kann der ne Patenschaft übernehmen? Weiss des nicht so genau.
Kann man kirchlich Heiraten wenn man nicht getauft ist?

Viele Kindergärten sind evangelisch....

Naja, und des Ganze mit Religionsunterricht und so in der Schule.

Ich hab meine Kids nie religiös erzogen, aber durch KiGa und so waren sie auch interessiert an der Bibel und so.
Wenn sie später für sich entscheiden das sie an des Kram nich glauben können sie jederzeit aus der Kirche austreten.

Kimberly wird erst später getauft, da wir erst ne Vaterschaftsanerkennung machen müssen, denn sie soll auf den Namen ihres Vaters getauft werden, nich auf den meines Ex-Mannes

Beitrag von sanne2209 07.02.06 - 14:23 Uhr

Hallo Denise,
mein Mann und ich sind beide vor 12 Jahren aus der Kirche ausgetreten (er früher ev. ich früher rk).

Unsere Kinder wurden nicht getauft, da wir auch keiner Religion angehören und die Kinder daher nicht in diesem Glauben erziehen könnten. Ausserdem wollten wir uns von solchen übertriebenen Feiern distanzieren (fängt bei Taufe an, geht über Kommunion/Konfirmation und Hochzeit...), die unseres Ernachtens pure Geldverschwendung sind.

Wir leben in einem Kuh-Dorf und es gab bei unserem Sohn (10) keinerlei Probleme im Kindergarten oder Schule.
Unser Kindergarten ist katholisch, aber die Erzieherinnen sind sehr offen (es gibt dort auch evangelische Erzieherinnen).

Sebastian hat an allen "kirchlichen Aktivitäten" im Kiga teilgenommen.

In der Schule hat er freiwillig am ev. Reli-Unterricht teilgenommen solange er wollte. Er ist jetzt in der 5.Klasse und hat mir am Anfang des Schuljahres gesagt, dass er nicht mehr in Reli mitmachen will, weil er damit nicht so viel anfangen kann und er sich dadurch sein Zeugniss nicht versauen will.

Zwischendurch kamen immer mal wieder fragen wie: "Mama warum bin ich nicht getauft?" Ich habe ihm dann erklärt warum und er hat es verstanden.

Wenn er möchte kann er sich jederzeit taufen lassen!
Überlege Dir die gründe für und gegen Taufen.

Eine Feier zum Beispiel könnt ihr auch so veranstalten.

Als Sebastians Klassenkameraden Kommunion hatten haben wir einen schönen Familientag im Europapark gemacht!

LG Sanne

Beitrag von orcanamu 07.02.06 - 17:34 Uhr

Hallo Denise,

wenn Dein Mann gläubiger Christ ist, was spricht dann dagegen, dass Dein Kind getauft wird? Wenn es mit 6, 7 oder 8 Jahren keinen "Bock" hat auf das "Kirchengedönse", dann geht er nicht zur Kommunion und fertig. Man trägt als getaufter Mensch ja nun kein Mal auf der Stirn ;-) Und wenn er mit 14 oder 15 wieder "Bock auf Kirche" hat, dann geht er eben zur Firmung (macht sozusagen Kommunion und Firmung in einem , war bei mir auch so). Und wenn er mit 18 feststellt, dass es ein ziemlicher Mist ist, Kirchensteuer zu bezahlen, kann er ja gerne wieder austreten.
"Einmal getauft, für immer gefangen" ist ja nun nicht so. :-) Die Taufe ist die Aufnahme des Kindes in die katholische Gemeinschaft und diesen Gedanken finde ich sehr schön.

Dass Dein Mann die Taufe ganz früh haben will liegt vielleicht daran, dass es in der Kirche früher so war, dass nicht getaufte Babys angeblich nicht in den Himmel kamen. Der Vatikan hat das aber gnädigerweise aufgehoben und beschlossen, dass ALLE Menschen, auch die nicht getauften, in den Himmel kommen. :-)

Also ich würde keinen Streit deswegen führen, sondern lass Dein Kind taufen, wenn es Deinem Mann wichtig ist, es kann jederzeit wieder austreten und wie gesagt, man bekommt ja keinen nie mehr abwischbaren Stempel im Gesicht :-)

Gruß
Simone