Kleinkind bei Hausgeburt dabei ? Eure Erfahrungen ??

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von tekelek 07.02.06 - 12:44 Uhr

Hallo !
Ich denke meine Frage passt hier am besten rein - hoffentlich treiben sich auch ein paar Hausgeburtsmamis herum ;-)
Ich habe meine Tochter bereits zu Hause bekommen und strebe auch dieses Mal eine Hausgeburt an.
Emilia wäre zum Zeitpunkt der Geburt 20 Monate alt - ich hätte sie gerne dabei, weiß aber nicht, wie sie darauf reagiert #kratz ?
Sie weiß ja nicht, was eine Geburt ist, würde also völlig unbefangen an die Sache rangehen, andererseits weiß ich nicht, ob sie vielleicht Angst bekommt, wenn ich so laut herumatme ...
Wir werden auf jeden Fall meine Tante als Betreuungsperson für sie dazuholen, falls sie nicht dabei sein möchte.
Ich wollte einfach nur wissen, ob es hier jemanden gibt, der sein Kind bei der Geburt dabei hatte und wie es war.
Kann natürlich auch sein daß sich die Frage nicht stellt, da nach dem, was ich bisher gehört habe, die nachfolgenden Kinder sowieso meist nachts kommen ...
Liebe Grüße und ich würde mich über ein paar Antworten freuen,

Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05) und #ei (ET 02.09.06)

Beitrag von willow19 07.02.06 - 13:18 Uhr

Ganz ehrlich?
Tu das Deiner Maus nicht an. In dem Alter kann sie das noch gar nicht verarbeite, auch nicht,wenn man viel mit ihr darüber spricht. Unsere Tochter war auch 20 Monate alt, als unser Sohn kam, und nie im Leben hätte ich sie da zusehen lassen. Im Endeffekt kannst Du sie dann auch Nachts vor dem Fernsehen setzen und ihr einen Horrorfilm einlegen. Überleg Dir das bitte gut, was Du da machst, denn das kann wirklich psychische Schäden bei Eurer Maus verursachen. Wenn Du überlegst, wie viele Männe nach einer Geburt ihre Frauen nicht mehr anfassen und wie viele bei einer Geburt umkippen, kannst Du nicht erwarten, dass das ein kleines Mädchen begreift. Ich will Dich hier nicht runter machen, aber das sind wirklich Fakten. Es könnte auch sein, dass sie es gut verarbeitet, aber das Risiko würd ich niemals eingehen.

Liebe Grüße

Beitrag von tekelek 07.02.06 - 14:32 Uhr

Hallo !
Danke für Deine Antwort.
Naja, der Vergleich mit dem Horrorfilm hinkt etwas.
Ich habe sogar während der schlimmsten Schmerzen noch lachen können und mich in den Wehenpausen mit meinem Mann und der Hebamme unterhalten - zu Hause ist man viel entspannter als im Krankenhaus.
Ich möchte sie auch nicht die ganze Zeit bei mir haben, ich will ihr nur die Möglichkeit bieten, vorbeizuschauen, wenn sie möchte und will sie nicht abschieben und vollkommen ausschließen.
Ich glaube einfach, daß es speziell für meine Tochter traumatischer wäre, plötzlich irgendwohin gebracht zu werden für Stunden, und dann wenn sie zurück kommt, liegt plötzlich ein fremdes Baby da !
Mein Bruder und ich waren bei der Geburt unserer Schwester dabei und es war zwar schon heftig, hat uns aber positiv geprägt gegenüber Geburt und speziell Hausgeburt :-)
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von dinchen1403 07.02.06 - 13:18 Uhr

Hallo!

Ich habe dir auch in dem anderen Forum schon mehr oder weniger hilfreich geantwortet ;-)

Obwohl ich grade mein erstes Kind im Bauch habe, bin ich der Meinung, dass man das nicht pauschal sagen kann, wie das jeweilige Kind auf die Geburt reagiert. Jeder Mensch / Kind ist ja anders.... Vom Gefühl her würde ich sagen, dass die Kleine immer mal reinkommen kann und nach dir schauen kann und dann natürlich auch sofort dabei sein darf, wenn der kleine Wurm auf der Welt ist, aber die ganze Zeit ALLES mitbekommen!? #gruebel Ich glaube nicht, dass ein Kind das schon verkraftet. Ist doch etwas zu heftig wenn die Mama schreit und schwer atmet vor Schmerzen. Würde das "Risiko" nicht eingehen wollen, dass die Kleine womöglich hinterher völlig verstört ist...

Denke, entscheiden müsst ihr das aber selbst. Das kann ein Aussenstehender schlecht beurteilen.

Liebe Grüße und alles Gute!

Beitrag von tekelek 07.02.06 - 14:27 Uhr

Hallo !
Danke für Deine Antwort :-)
Vom Gefühl her denke ich eben wie Du. Ich möchte sie auch nicht die ganze Geburt über dabeihaben, aber ich will, daß sie sich nicht abgeschoben und ausgeschlossen fühlt und vorbeikommen kann, wenn sie möchte.
Ich habe mir eben vorgestellt, wie es für mich wäre, wenn ich so klein wäre und man bringt mich plötzlich weg und wenn ich wiederkomme, liegt da ein fremdes Kind herum #schock
Außerdem war Emilia noch nie länger als eine Stunde von mir getrennt, das wäre für sie alleine ein Trauma, mehrere Stunden bei Fremden zu sein.
Liebe Grüße und Danke nochmal,

Katrin

Beitrag von kleine_kampfmaus 07.02.06 - 13:39 Uhr

Hallo Katrin,

ich bekomme mein erstes Kind, von daher kann ich nicht aus Erfahrung berichten.

Habe dazu aber erst letzte Woche einen Bericht gelesen, in welchem ausdrücklich davor gewarnt wurde Kinder an einer Geburt teilzunehmen. Vor allem in dieser frühen Kindheit können die Kleinen noch nicht verkraften was da passiert. Sie wissen nicht, warum die Mami jetzt so schreit, schnell atmet etc. und bekommen Angst.

Psychologen haben von Fällen berichtet in denen erwachsene Frauen immer noch traumatisiert waren, weil sie in der Kindheit die Geburt eines Geschwisterkindes miterleben mussten.

Ich persönlich würde die Kleine auch nicht im Nebenraum lassen, sondern für die Zeit der Geburt ganz ausquartieren - eben zu der Tante. Wenn dann alles vorbei ist, Mutter u. Neugeborenes versorgt sind und evtl. Blut etc. beseitigt wurde, dann kann die Tante die Kleine ja bringen.

LG
Kleine Kampfmaus + Minimatz (32. SSW)

Beitrag von tekelek 07.02.06 - 14:10 Uhr

Hallo Kampfmaus !
Ich habe die Geburt meiner Schwester miterlebt, zusammen mit meinem Bruder und gerade deswegen habe ich meiner Meinung nach so ein positives Verhältnis zur Geburt - das hat mich damals nachhaltig beeindruckt, aber eben in positiver Hinsicht.
Ich kann mich daran erinnern, daß meine Mutter geflucht hat und meinte, sie möchte jetzt kein Kind kriegen, das würde viel zu weh tun, und ich mich in dem Moment hilflos gefühlt habe.
Als aber dann eine halbe Stunde später meine Schwester auf der Welt war, war das alles vergessen, genau wie eben die Geburt genau in dem Augenblick schon verblasst, in dem man sein Kind in den Armen hält ...
Geschrien habe ich bei der letzten Geburt nicht ein Mal, nur geatmet, obwohl ich höllische Schmerzen hatte und dachte, es geht nicht mehr.
Ich dachte eigentlich auch nicht daran, sie dauernd dabeizuhaben, aber daß sie eben vorbeischauen kann, wann sie möchte und nicht das Gefühl hat, ausgeschlossen zu sein ...
Naja, ich werde erstmal abwarten, wie sie sich weiter entwickelt - ist ja auch noch eine Weile hin bis zur Geburt - und dann können wir immer noch kurz vorher entscheiden was wir machen.
Ich hatte einfach gehofft, daß mir jemand von eigenen Erfahrungen berichten kann #schmoll
Liebe Grüße und auf jeden Fall eine schöne Geburt,

Katrin

Beitrag von kessy16 07.02.06 - 13:47 Uhr

Hallo,

nein, auf keinen Fall.

Stell Dir vor Du bist noch keine 2 Jahre alt, Deine Mutter der Du vertraust und die Dich immer tröstet wenn Du schmerzen hats, liegt vor Schmerzen da, redet NICHT mit Dir und fängt an zu bluten.
Niemand kann ihr verständlich machen was da passiert und warum keiner DIR jetzt helfen kann.

Das Kind hätte ein Traume ohne Ende, sowas muß nicht sein und dient in keinster Weise.

Mein Sohn hat den Wunsch geäußert dabei zu sein. er wäre dann 7 Jahre alt. Und selbst da weiß ich nicht ob ich dem zustimmen sollte, obwohl er ja nun weiß was da passiert.

Unsere Kleine werden wir rund um die Tage vor/nach der Geburt zu den Großeltern bringen.

Sie mal, wenn die Kleine dann im spielen mit der Aufsichtsperson erfährt: hör mal, Du hast soeben ein Geschwisterchen bekommen ist das viel schöner als wenn sie weiß unter welchen Umständen das gekommen ist. So ist es fast als wäre der Weihnachtsmann da gewesen ;-)

LG

Kerstin

Melissa9, Julian6, Vivien12Mo. & #ei 10SSW

Beitrag von tekelek 07.02.06 - 14:22 Uhr

Hallo Kerstin !
Danke für Deine Meinung :-)
Ich dachte eigentlich nicht daran, sie während der gesamten Geburt dabeizuhaben.
Ich möchte nur, daß sie sich nicht abgeschoben fühlt und eben wenn sie möchte zu uns kommen kann.
Bei der letzten Geburt konnte ich noch sehr gut reden während der Wehenpausen, obwohl ich solche Schmerzen hatte, daß ich dachte, ich sterbe, viel schlimmer als erwartet :-(
Sie kennt ihre Großeltern kaum, da beide sehr weit weg wohnen, die Tante, die ich eventuell fragen würde, hat sie auch erst ca. 3 Mal gesehen - das müßten wir auf jeden Fall noch intensivieren.
Unsere Tochter war noch nie länger als 1 Stunde von mir getrennt, deswegen denke ich eben, daß es für sie eher traumatisch wäre, wenn sie weggeholt wird und nicht versteht warum. Und wenn sie heimkommt, ist auch noch ein fremdes Kind da, das sie nicht kennt.
Ich versuche mich nur in sie hineinzuversetzen und habe mir überlegt, wie es am schönsten für sie wäre.
Ich selber war mit meinem Bruder zusammen bei der Geburt unserer Schwester dabei, ich habe es als sehr positives Erlebnis in Erinnerung, da meine Mutter zwar erst geflucht und geweint hat, als aber dann meine Schwester da war, war das so ein friedlicher schöner Moment, daß mich das bis ins Erwachsenenleben begleitet hat und mich bestärkt hat, selber eine Hausgeburt zu machen.
Vielleicht kannst Du jetzt meine Beweggründe besser verstehen. Ich werde auf jeden Fall abwarten, wie sich alles entwickelt, vielleicht findet sich dann spontan noch eine Lösung ...
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von golm1512 07.02.06 - 14:17 Uhr

Hallo Katrin!
Unser zweiter Sohn kam ungeplant hier zuhause zur Welt. Mein älterer Sohn war da gerade zwei. Eigentlich hatte ich vor, im Geburtshaus zu entbinden, wobei da schon die Frage im Raum stand, wer in der zeit auf Max aufpassen soll. Eine der Hebis einte, ich solle doch eine Hausgeburt machen und Max da behalten.
Dazu konnte ich mich nicht durchringen, aber nicht wegen Max, sondern meinetwegen. Ich hatte Angst, mich dann nicht ausschließlich auf die Geburt konzentrieren zu können, wenn er hier rumspringt. Naja, letztendlich kam Theo doch zuhause zur Welt, aber Max war für ca. drei Stunden bei einer Freundin. Theos Geburt war aber so leicht und so entspannt. Ich habe weder geschrien noch saumäßig geblutet. Der Vergleich mit einem Horrorfilm hinkt da doch gewaltig. Im Nachhinein denke ich, Max hätte auch dabei sein können. Da er aber auf der anderen Seite auch nur drei Stunden weg war, war es für ihn ein dennoch ein total normales Ereignis, dass nun sein Bruder da ist. Für ihn war es ein beinahe normaler Tag und es gab keinerlei Probleme mit Eifersüchteleien o.ä.
Ich denke, du kennst dich und eine Tochter am besten und weißt, was ihr euch zutrauen könnt. Und wenn es doch brenzlich wird, kann die Tante mit dem Kind immer noch verschwinden, oder?
Viel Erfolg!
Susanne

Beitrag von tekelek 07.02.06 - 14:40 Uhr

Hallo Simone !
Vielen Dank :-)
Endlich mal eine richtig positive Antwort #freu
So wie ich meine Tochter einschätze, wäre es für sie schlimmer, weggebracht zu werden und bei der Rückkehr plötzlich ein fremdes Kind vorzufinden, als Teile der Geburt mitzuerleben.
Die ganze Zeit möchte ich sie nicht dabeihaben, es war mehr so gedacht, daß sie kommen kann wenn sie möchte und dann auch wieder gehen kann ...
Bei der letzten Geburt hatte ich zwar höllische Schmerzen und es war kein Spaziergang, ich habe mich trotzdem ständig noch mit meinen Mann und der Hebamme unterhalten - natürlich in den Wehenpausen ;-)
Ich glaube einfach, daß es für sie schön ist, wenn sie ihr Geschwisterchen sofort begrüßen kann, sobald es auf der Welt ist, und wenn sie zu uns kommen kann, wenn sie möchte ...
Würdest Du denn beim nächsten Kind Deine Kinder dabeihaben wollen, falls Ihr noch eines bekommen würdet ??
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von willow19 07.02.06 - 15:32 Uhr

Damit hast Du doch Deine Entscheidung schon getroffen! Ich hoffe nur, dass dann das Kind wirklich keinen Schaden davon trägt. Finde es weiterhin nicht gut. Unsere Tochter war eben auch nicht mit dabei und sie liebt ihren kleinen Bruder abgöttisch. Die Kinder wissen schon sehr viel und kappieren sehr viel, aber das ist meiner Meinung nach einfach zu viel verlangt.

Beitrag von gecko29 07.02.06 - 20:30 Uhr

Hallo Katrin,

lass ich nicht so beunrihigen.Ich habe zwar auch keine Hausgeburt hinter mir und auch nicht mehrerer Kinder, daher kann ich nihct mit positiven Erfahrungsbreichten dienen.

Aber ich halte auch Geburt für etwas natürliches und glaube, der Tabureiche Umgang damit, macht es uns Erwachsenen so schwer, sich vorstellen zu können, das ein Kind in der Nähe sein könnte.

Ich glaube auch, das ein Kleinkind eher unbefangen da ran geht und sie sieht ja am Ende, dass da dann das geschisterkind ist. Bestimmt gibt es dazu auch irgendwo hilfrieche Literatur. Jemanden zu haben, der sich um sie kümmert ist aber sicher sinnvoll.

Den Vergleich mit einem Horrorfilm finde ich auch daneben, Horror ist nur das, was andere draus machen.

Genauso wie mit Geburt ist es in unserern Kulturen mit dem Sterben, und auhc da bin ich der Meinungm, wenn man die Kinder richtig mit ran führt, können sie auch das miterleben. In Großfamilien sind früher alls zu Hause geboren und auch gestorben, es gehört dazu. Sie muß es sich ja nihct in Zeitlupe angucken. Sie soll den Geburtstag einfach miterleben dürfen, wenn sie mäöchte. Und wenn nihct, geht sie halt mit ihrer Tante spielen und begrüßt später das Geschwister.

Berichte über Hausgeburten, die ich gelesen habe, waren übrigens meistens so, dass die älteren KInder kaum was mitbekommmen haben. Und ausserdem, während der Eröffnungswehen ist man ja durhcaus noch "salonfähig" und bei der zweiten Geburt sollte die Austreibung nicht mehr soooo lange dauern, wird schon schneller gehen als damals bei Emilia.

Also, nur Mut, Du wirst schon raus kriegen, wie es richtig ist.

Und die Hebamme weiß bestimmt auch Rat (oder gibt es die in Österreich nicht?)

Alles Gute, Heike

Beitrag von tekelek 08.02.06 - 07:54 Uhr

Guten Morgen Heike !
Danke :-)
Ich hatte auch nie vor, sie während der gesamten Geburt bei mir zu haben. Wenn ich merke, daß ich mich nicht entspannen kann oder es ihr unheimlich wird, schicke ich sie einfach mit meiner Tante zum Spielen.
Am heftigsten fand ich bei der letzten Geburt eigentlich die letzten beiden Stunden - davor war ich durchaus noch in der Lage, Gespräche zu führen und alles mitzubekommen.
Ja, sicher gibt es in Österreich Hebammen - ohne würde ich keine Hausgeburt machen ...
Meine Hebamme habe ich noch gar nicht gefragt - ich habe mich zwar schon in der 6.SSW darum gekümmert, aber irgendwie stand da dieses Problem noch nicht im Vordergrund.
Ich bin der gleichen Meinung wie Du, Geburt und Sterben gehören zum Leben dazu, wieso sollte man das vor einem Kind verstecken ? Mich macht es immer traurig, wie alles tabuisiert wird, allein daß viele Frauen sich nicht trauen, die Geschlechtsteile beim Namen zu nennen wenn die Kinder fragen zeigt doch schon, wie schräg das Verhältnis zu Sexualität und allem was damit zusammenhängt ist.
Sicher ist eine Geburt gerade am Schluß etwas Gewaltiges, vielleicht auch für einen Moment angsteinflössendes, aber wenn das Kind auf der Welt ist, fällt die Spannung ab und es ist nur noch Freude da - die sich sicher auch auf ein Kind überträgt.
Somit lernt es, daß eine Geburt zwar mit Schmerzen verbunden ist, aber etwas sehr schönes dabei herauskommt :-)
Mal sehen, ich denke wir werden es so machen, daß Emilia kommen darf wann sie möchte und wenn es ihr zuviel wird, wird sie automatisch das Weite suchen ;-)
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von golm1512 08.02.06 - 10:36 Uhr

Hallo Katrin!
Eigentlich ist unsere Familienplanung abgeschlossen. Bin ja auch schon fast 39... Aber irgendwie hat theos Geburt nicht weh genug getan. So ganz fertig bin ich mit dem KInderkriegen vielleicht doch noch nicht.
Sollte es ein drittes Mal geben, würde ich wahrscheinlich gleich eine Hausgeburt anstreben. Vielleicht würde ich das so machen wie du jetzt. Irgendeine vertraute Person im Hintergrund, die sich um die Kinder kümmert und in schlimmen Situationen einfach mit ihnen abhauen kann.
Ich denke auch, dass Geburt und Tod nun mal zum Leben dazu gehören und dass es auf die Art und Weise ankommt wie man daran geführt wird. Kinder haben da erst einmal weniger Probleme und Vorbehalte als Erwachsene. Ich habe lange augf einer palliativstation gearbeitet und Kinder waren einfach die besseren Sterbebegleiter. Warum soll das bei einer #geburt anders sein?
Viele Grüße
Susanne

Beitrag von miromasa 07.02.06 - 14:47 Uhr

Hallo Katrin,
auch wenn es für Dich und Deinen Bruder kein Trauma war, so kann es für Den Kind ganz anders aussehen.
Und auch jede Geburt verläuft anders. Sie kann genauso, schlimmer oder besser sein , asl die erste. Entscheidend ist doch, das ihr euer Kind mit den Erlebnissen nicht allein laßt. Aber auch eine Vorbereitung gehört dazu: sowohl über Geburt, Schwanfgerschaft, Aufklärung, reden, Bücher anschauen usw. Und da soll man ja eigentlich mit 3 anfangen, aber immer auch auf die Fragen des Kindes reagieren. Als auch sie jezt schon öfter bei der Person zuu lassen, wo sie gegebenenfalls bleiben würde, wenn es losgeht. Ich würde beides paralell lauffen lassen, hast ja noch viel Zeit zum Vorbereiten.
Anfangs ein pe Stunde , dann Zwei, dann auch ab und an mal übernachten. Und eben Geburt erkären, Bildchen anschauen. Dann hast Du die Möglichkeit spontan zu regieren, wenn es losgeht. Sie kann ja auch mal reinschen, wenn Du Wehen hast, aber letzendlich denke ich, ist es für Dich entspannter, wenn Du sie gut versorgt weißt, im Haus oder bei der Person, die dafür ausgesucht wird von Euch, aber Dein Mann dabei sein kann, ihr die Zeit für Euch habt , auch zu dritt für eine Stunde nach der Geburt. Dann muß er sich nicht zusätzlich um Eure Tochter kümmern, und wenn es nicht zu nachtschlafener Zeit ist, holt ihr Eure Tochter schnell dazu.
Ich halte 2 jährige für zu klein, aber mit dem nötigen Einfühlungsvermögen, viel Vor- und Nachbereitung kann es gehen. Aber auch das Nicht-Dabei sein muß genauso sensibel geplant werden. Sie"wegzugeben" und danach ist ist ein anderes Kind da , kann auch traumatieseirend sein.

Liebe Grüße, Sabine

Beitrag von tekelek 07.02.06 - 17:33 Uhr

Hallo Sabine !
Danke für Deine Antwort !
Ich denke, daß wir es auch am besten so machen, wie Du geschrieben hast. Wir gewöhnen sie an eine dritte Person, so daß sie im Notfall dorthin mitgehen kann, aber erstmal wird sie bei uns bleiben.
Allerdings möchte ich nicht nach der Geburt nur mit meinem Mann und dem zweiten Kind zusammensein, ich fände es schön, wenn sie ihr Geschwisterchen sofort mit begrüßen könnte und wir dann zu viert im Bett kuscheln :-)
Was ich bis jetzt gehört habe, kommen die meisten Kinder sowieso nachts auf die Welt, das wäre perfekt (bei Emilia hatte ich gegen 23 Uhr einen Blasensprung, um 6:30 Uhr kam sie auf die Welt ...).
Meinem Empfinden nach ist eine Geburt einfach ein Familienereignis - wenn meine Tochter Angst bekäme, würde ich sie nach draußen schicken mit einer Betreuungsperson !
Ich versuche sie jetzt schon in die Schwangerschaft mit einzubeziehen, soweit das eben möglich ist mit einem 13 Monate alten Kind - je älter sie wird, desto besser kann ich natürlich mit ihr reden und desto größer ist auch der Bauch, dann sieht sie, was los ist ...
Liebe Grüße und Dir eine schöne Geburt (habe gesehen, daß Du im März entbindest :-)),

Katrin

Beitrag von jacqi 07.02.06 - 16:09 Uhr

Eigentlich ist doch eine Geburt was ganz natürliches und ich habe schon öfters gesehen und gelesen, dass Kleinkinder dabei waren und die sind nicht traummatisiert. ;-)
Ganz im Gegenteil, die fanden die Geburt ihres Geschwister Babys einfach toll und haben erstaunt zugesehen.

Du wirst am besten wissen, ob Du Dein Kind dabei haben möchtest. Im Notfall muss die Maus halt raus, oder ihr holt sie rein, wenn das Schlimmste vorbei ist und man muss das Kind ja nicht vor Mamas Mu... stellen ;-)

LG Jacqi

Beitrag von tekelek 07.02.06 - 17:46 Uhr

Hallo Jacqi !
Danke :-)
Ich hatte nicht vor, sie vor meine Mu... zu stellen ;-)
Das würde mein Mann genauso wenig aushalten, der war auch immer hinter mir bei der letzten Geburt - ist besser so ...
Ich empfinde einfach eine Geburt als Familienereignis und etwas Schönes (wenn auch sehr schmerzhaftes und gewaltiges ...), nicht als Horrorfilm, wie mir eine andere Urbianerin hier geschrieben hat.
Ich denke, wir werden Emilia an eine Betreuungsperson (wahrscheinlich meine Tante) gewöhnen in den nächsten Monaten, so daß diese bei Bedarf mit ihr spielen oder rausgehen kann (vorausgesetzt, die Geburt findet überhaupt tagsüber statt !), ich möchte aber, daß sie auch zu uns kommen kann, wenn sie das möchte - ich finde, 2jährige Kinder sind schon alt genug, um zu entscheiden, was sie gerne möchte oder ob sie Angst haben.
Ich traue meiner Tochter jetzt schon mit ihren 13 Monaten sehr viel zu und ich sehe immer wieder, daß mein Vertrauen in sie Früchte trägt - sie entscheidet selber, wann und wieviel sie isst, wann sie schlafen möchte, u.s.w. und das klappt wunderbar :-)
Deshalb denke ich eben, daß sie mit 20 Monaten äußert, wenn sie nicht bei der Geburt dabei sein möchte, und dann mit meiner Tante rausgeht.
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von jacqi 07.02.06 - 20:35 Uhr

Na das sehe ich auch so!

Ich wünsche Euch ganz viel Spass und ein tolles Geburtserlebnis, auch für Eure Maus!

LG Jacqi

Beitrag von tina008 07.02.06 - 19:15 Uhr

Hallo Katrin


erstmal schön das du dich für ne hausgeburt entschieden hast machen ja nicht mehr viele.
Ich glaube es ist schwer das Thema zu pauschalisieren jedes kind ist anderst. Bei mir war es so meine beiden Töchter kamen zuhause bei meiner kleinen Alia war meine grosse Tochter Mira bei mir bis die Wehen einen punkt erreicht hatten wo ich merkte jetzt wird es mir zuviel ich konnte und wollte mich nicht so gehen lassen wie es besser gewesen wäre. Mira ging zu den Nachbar die sie sehr gut kennt auch da sind 2 Kinder die ihr sehr vertraut sind. Mira war zu dem zeitpunkt 2 jahra und 5 Monate alt. Dan kam auch die Hebame.

Ich kann nicht sagen wie deine Tochter reagiert. Sie kann völlig begeistert sein sie kann aber auch geschockt sein.
Stell dir vor du bist ihre Mama wie wird es wohl für sie sein dich so leiden und hilflos zu sehen?
Oder besser gesagt denk an dich was ist wenn es dir zum schreien zu mute ist wenn das Köpchen und die Schultern kommen du hast ständig den Gedanken im Kopf reis dich zusammen lass es dir nicht so anmerken was denkt sonst die kleine! Und das sind nicht die richtigen Gedanken für eine Frau die Gebärt im gegenteil das kann die Geburt in die länge ziehen.
Und das das zweite Kind haufig nachts kommt mag stimmen muss aber nicht sein meine kamen beide Mittags.

Eine Frage hab ich an dich kann es sein das du villeicht ein komisches gefühl bei der vorstellung hast deine kleine für eventuell merhere Stunden wegzugeben?
Kann ja sein mir hat die Vorstellung den Magen zugeschnürt und ich weis von vielen Frauen das es bei ihnen auch so war falls ja glaub mir das ist nicht so schlimm.


Leztendlich kann dir die Entscheidung niemand abnehmen aber ich würd es nicht machen. Du wirst einen freien Kopf brauchen.


Alles liebe und gute
Tina und ihre Bande

Beitrag von bibabutzefrau 08.02.06 - 16:32 Uhr

Ich kann noch nicht mitreden da Nr 2 noch irgendwo im Universum rumschwirrt;)
Aber:ich kann dir von einem postivem Erlebnis einer Freundin bereichten.
Da war der Sohn 21 Monate alt als seine Schwester zur Welt kam.

Er war -so wie du es dir denkst-nicht die ganze Geburt dabei -durfte aber immer zu seiner Mama,hat ihr de Bauch gestreichelt und ist wieder spielen gegangen.
Und war nicht dabei als es zum pressen und zur eigentlichen Geburt kam.
Erst als das schlimmste rum war,das heisst,keine "Blutlachen" mehr zu sehen waren und seine Schwester bei Mama aucf der Brust lag durfte er wieder zurmama.

Diie Betreungsperson hat mit ihm einen langen Spaziergang gemacht um dem vorzubeugen-das er nicht ins Geburtsgeschehen reinplatzen könnte.

Fazit:
Ich würde es begrüßen wenn Ida eines Tages dabei wäre-aber bitte nicht wenns blutig wird.Denn wie sie es dann verkraftet weiss ich nicht.
Und während der Wehen hat man ja auch Phasen wo es einem gut geht und man nicht jammern muss.

Alles Liebe für euch

Tina und Ida

Beitrag von tekelek 08.02.06 - 17:55 Uhr

Hallo Tina !
Der Meinung bin ich eben auch. Sie soll dabei sein dürfen, wenn sie gerne möchte, aber auch gehen können wenn sie/ich es will.
Lieben Dank auch noch für Deine Antwort.
Ich habe gesehen, daß Du auch auf dieses "Schlaftraining"-Posting geantwortet hast, genau wie ich.
Wie kann man seinem Kind das nur antun, ich bin immer noch total traurig, obwohl ich es vor 5 Stunden gelesen habe #heul
Ich ertrage das nichtmal, wenn ich es lese, wahrscheinlich, weil ich ähnliche Erfahrungen als Kind gemacht habe :-(
Manchmal macht mich diese teilweise sehr rauhe Welt doch sehr nachdenklich und sehr, sehr traurig #schmoll
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von pamstef 08.02.06 - 23:56 Uhr

Hallo Katrin,

tja, was soll ich sagen? Also, Hausgeburt finde ich klasse. Zwar hab ich beide Mal in der Klinik entbunden, aber wir sind hier so auf dem Land, die ist ganz klein und schön. Egal.

Als Helen (11.10.05) geboren wurde, war Hannah 23 Monate alt. Sie war nicht dabei, und das war gut so. Wenn ich mal weinte (in der ss kommt sowas ja irgendwie andauernd vor, Rührung und so), war sie gleich ganz besorgt: "Mama weint." und weinte gleich mit mir mit. Natürlich haben wir auch diverse Geschwisterchen-Bücher gehabt. Aber die hat sie so richtig erst verstanden, als Helen bereits da war! Und in den Büchlein wird so eine Geburt ja nu auch so gar nicht erklärt.

Bedenke, dass Du Dein Kind mit 6 Jahren ja auch nicht gleich auf's Gymnasium schickst, sondern erst einmal in die Grundschule. Was passiert, wenn es dann mit 20 Mon. eine Geburt miterleben soll ????? Das wäre eine geistige Überforderung meines Erachtens.

Was sagt denn Deine Hebamme dazu?
Und Dein Mann?

Wenn ich Du wäre, würde ich die Geburt von irgendwem (oder per Stativ) filmen lassen. Und dann könnt Ihr alle, wenn die Kinder größer sind und das auch begreifen, Euch den Film anschauen. Das wäre doch eine Alternative, oder? Ich selbst ärgere mich, dass mich niemand gefilmt hat. Ich habe die Geburten immer nur "von oben" mit erlebt, hätte aber auch gern ein Gesamtbild gehabt. Nun ja, eine Nr. 3 ist ja nicht ausgeschlossen... ;-)

Auf jeden Fall wünsche ich Dir eine schöne Geburt!

Liebe Grüße,

Pamstef

Beitrag von tekelek 09.02.06 - 07:32 Uhr

Hallo Pamstef !
Danke für Deine Antwort ...
Ich dachte nicht daran, daß sie die gesamte Geburt miterlebt, aber bis die "richtige" Geburt dann endlich losgeht, dauert es ja immer eine Weile (bei meiner Tochter von den ersten Wehen gegen 16 Uhr bis am nächsten Morgen 6:30 Uhr) und ich finde, solange sollte sie noch nach mir sehen dürfen, wenn sie möchte.
Mir behagt die Vorstellung nicht, sie 14 Stunden irgendwo abzugeben.
Klar, wenn ich dann Presswehen bekomme, dann denke ich mir auch, daß sie besser Spielen geht mit einer Betreuungsperson, aber davor ? Ich habe während der ersten Geburt unerträgliche Schmerzen gehabt, aber geschrien oder geheult habe ich nie, einfach nur konzentriert geatmet - ich glaube nicht, daß einem Kind das Angst macht.
Mit der Hebamme habe ich darüber noch nicht gesprochen, ich bin ja erst in der 11.SSW - das werde ich aber auf jeden Fall noch tun.
Mein Mann findet die Idee super, er fand das Erlebnis der Geburt auch nicht schlimm oder eklig - es kommt ja immer darauf an, in welcher Position man sich befindet, direkt vor dem Geburtskanal würde ich auch nicht sitzen wollen ;-)
Er ist derselben Meinung wie ich, daß wir unserer Tochter offenhalten sollten, ob sie zu uns kommen möchte oder nicht - eine Betreuungsperson würde auch jeden Fall da sein, die im Zweifelsfalle mit ihr Spazieren- oder Spielen geht.
Ich möchte einfach nicht, daß sie sich ausgeschlossen oder abgeschoben fühlt und dann plötzlich ein fremdes Kind in der Wohnung vorfindet :-(
Ich habe gerade Deine VK angeschaut - mir geht es mit meinem Mann übrigens genau wie Dir ;-)
Ich liebe ihn über alles, aber meist bin ich so erschöpft und ausgepowert durch unsere Maus (die ein Schreibaby war und auch jetzt noch sehr fordernd ist), daß ich ihm das körperlich nicht zeigen kann und auch nur ganz wenig Lust auf ausgiebigen Körperkontakt habe - finde ich sehr schade.
Ist das bei Euch immer noch so ?
Wie auch immer, ich bin schon gespannt, wie sich die nächsten Monate so entwickeln und wie die Geburt im Endeffekt dann abläuft ....
Liebe Grüße,

Katrin

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