Scheidung der Eltern - was macht man an Familienfesten am besten???

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von babybauchnr2 07.02.06 - 15:12 Uhr

Hallo an alle,

mein Problem: Meine Eltern sind seit 4 Jahren getrennt, mein Vater hat eine neue Freundin und meine Mutter ist alleine!
Seit letztem Jahr habe sie auch ein Enkelkind! Meine kleine wird nächste Woche 1 Jahr.
Ihr 1. geburtstag und wir sind eigentlich alle froh, dass wir den überhaupt feiern können!

Aber meine Mutter meint, sie kommt nur, wenn die Freundin meines Vaters nicht kommt. :-[ Dabei verstehe ich mich mit ihr auch sehr gut und sie tut alles für mich und meine kleine Familie. Jetzt soll ich sie ausladen, nur dass meine Mutter da sein kann... *hilfe* #heul Mein Vater meinte schon, bei dem Theater kommt er nicht...
Man, dabei geht es doch nur um Julika (meine Tochter) an dem Tag und nicht um irgendwelche Familienstreitigkeiten! :-%

Hat jemand einen Tip für mich????? Ich verzweifele sonst noch!!! meine Mutter war aus dem selben Grund auch nicht bei Julikas Taufe und ich denke sie wird wenn wir keine Lösung finden auch nicht zu unserer Hochzeit bzw. irgendeinem anderen Familienfest mehr kommen....

Hoffe auf viele Tipps!!!

Danke, liebe Grüße Nadine mit Julika Joan 18.2.05

Beitrag von danni64 07.02.06 - 15:30 Uhr

Hallo Nadine,

ich kenne dieses Thema auch nur zu gut und mich immer drüber geärgert,was aber nicht lohnt.

Ich habe es irgendwann so gehalten,dass alle eingeladen wurden und wer nicht kommt,braucht auch nicht zu gehen.

Nur mussten die jenigen sich dann nicht wundern,dass ich bei dessen feiern auch nicht anwesend war.
Wer mir zuliebe nicht kommt,zu dem gehe ich dann auch nicht ganz einfach.

Das schont meine Nerven und ich kann damit inzwischen gut leben.
Du weisst dann ja,wieviel du dieser nicht kommenden Person wert bist.

Klingt hart,aber anders geht es nun mal nicht.

Liebe Grüsse von Danni !!!

Beitrag von babybauchnr2 08.02.06 - 13:55 Uhr

Hallo Danni,

danke für deine Antwort! ;-)

Habe beschlossen dass ich mich jetzt lange genug mit der Problematik rumgeärgert habe und werde deinen Tip wohl umsetzen. Noch nicht zu Julikas Geburtstag, da wird meine Mutter kommen und am Tag danach mein Vater, aber das mache ich nicht mehr mit!!!

Danach werde ich meiner Mutter klipp und klar mitteilen dass alle eingeladen sind und sie soll machen was sie will! Weiß nicht ob ich dann auch nicht zu ihrem Geburtstag geh, dafür verstehen wir uns zu gut. Aber vielleicht kappiert sie ja irgendwann dass ihre Einstellung niemandem gut tut und kommt auch wenn die Freundin meines Vaters da ist!

Danke nochmal
viele Grüße Nadine

Beitrag von pappnase 07.02.06 - 15:42 Uhr

Hallo Nadine,

ich habe zwar auf diesem Gebiet keine Erfahrung, aber als ich deinen Beitrag gelesen habe, hab ich mich mal wieder gefragt, wie erwachsene Menschen sich nur so aufführen können... und das nach vier Jahren immer noch!!!

Eigentlich hab ich da auch kein Patentrezept, und das, was ich dir jetzt raten kann, beruht natürlich nur auf meiner Sicht, ohne euch alle zu kennen. Kann sein, dass das in deinen Augen dann totaler Mist und nicht praktikabel ist... aber als Außenstehende war mein erster Gedanke: Wenn die "Oldies" sich so dämlich anstellen, würde ich sie alle gerade wieder ausladen! Oder vielmehr, ihnen freistellen zu kommen oder nicht - aber das dann auch mit allen Konsequenzen, d. h. wer kommt, ist herzlich willkommen, und wer nicht kommt, der kann auch künftig wegbleiben. Ihr seid doch alle zu "alt" für so ein Theater! Eine andere Möglichkeit wäre es, deinen Vater mit seiner Freundin und deine Mutter unabhängig voneinander mal für den gleichen Abend einzuladen (also so, dass der jeweils andere nicht mitkriegt, dass der andere auch kommt). Und wenn sie dann notgedrungen alle an einem Tisch sitzen, weil sie ja keine Möglichkeit bzw. keinen Grund hatten, abzulehnen, dann würde ich mal Klartext mit ihnen reden, dass dir ihr kindisches Verhalten auf den Zeiger geht und dass du keinen Bock mehr darauf hast, dich zwischen allen Stühlen aufreiben zu lassen. Du hast deine eigene kleine Familie, du hast ein Kind, und dem möchtest du ein harmonisches Umfeld geben und keine Grabenkämpfe. Entweder, deine Eltern können über ihren Schatten springen und dir bzw. deiner Tochter zuliebe ein normales Verhalten an den Tag legen und ihr liebevolle Großeltern sein, die ihre persönlichen Animositäten hinten anstellen, oder sie sollen wegbleiben. Das ist zwar hart, aber ich glaube, manchmal brauchen Menschen eine vor den Latz, dass sie von ihrem hohen Ross runterkommen und wieder klar denken können. Vielleicht ist deinen Eltern ja auch gar nicht bewusst, wie kindisch ihr Verhalten ist.

Aber wie gesagt, dieser Kommentar ist natürlich entstanden, ohne z. B. auch die - vielleicht schmerzhafte - Vorgeschichte deiner Eltern und ihrer Trennung zu kennen. Ich möchte damit niemandem auf den Schlips treten!

Aber auf Dauer wirst du da wohl keine andere Lösung finden, denn der Spruch vonwegen Zeit heilt alle Wunden und so, der scheint ja zumindest bei deiner Ma nicht zu stimmen...

Ich wünsch dir alles Gute und für deine Kleine einen wunderschönen Geburtstag!

#torte #paket

Beitrag von babybauchnr2 08.02.06 - 14:03 Uhr

Danke für deine Antwort ;-)

Nur leider ist das alles nicht so einfach. Ich denke wenn ich sie alle einladen würde - ohne dass der andere Bescheid weiß - würde das Mord und Totschlag geben *hilfe* :-) meine Mutter ist die einzigste die mit der ganzen Situation nicht klar kommt, aber das muss sich einfach ändern.

Werde ihr nach Julikas Geburtstag deutlich machen, dass ab sofort ALLE eingeladen sind, wer kommt ist da und wer nicht soll es bleiben lassen! Vielleicht versteht sie ja irgendwann dass ihre Einstellung niemandem gut tut. Aber ich mach mich nicht vor jeder Gelegenheit so kaputt! Werde mich auf den Geburtstag freuen und wenn sie nicht kommt ist das ihre Sache, es sind immerhin noch andere liebe Menschen da, mit denen ich auch gerne feiere #freu

Also danke nochmal - und, ich fühle mich auch nicht auf den Schlips getreten, höre gerne jede Meinung!!!!!#danke

viele Grüße Nadine

Beitrag von mamamal3 07.02.06 - 16:07 Uhr

Hallo Nadine,

ein Patentrezept gibts leider nicht. Meine Mutter hat fast 40 Jahre gebraucht um sich in einem Raum mit der ersten Frau meines Vaters aufzuhalten und sie zu ignorieren.

Schade, dass sich eigentlich erwachsene Menschen so benehmen.

Sag ihnen ganz klar, dass es Dir wichtig ist, dass alle dabei sind und Du deshalb auch alle einladen wirst. Das Du traurig bist, wenn sie nicht kommen, Du Dich aber nicht von ihnen gegeneinander ausspielen lässt. Es würde Dich freuen, wenn sie sich für ein paar Stunden, bei denen es noch dazu um ihr Enkelkind geht, wie erwachsene Menschen benehmen können.

Es tut weh und ist unverständlich wenn sich noch dazu die eigene Mutter so benimmt. Sicher stecken irgendwelche Ängste dahinter, dennoch würde ich mich nicht erpressen lassen.

Liebe Grüße und ich wünsche Deiner Tochter einen schönen Geburtstag.

Nicola

Beitrag von babybauchnr2 08.02.06 - 14:13 Uhr

Hallo Nicola,

vielen Dank für deine Antwort!!!

Ich bin froh, dass ich nicht die einzigste bin die solche Probleme hat - auch wenn ich sie sicherlich niemandem wünsche!!!!
Habe mir schon oft gedacht, warum sich erwachsene Menschen nicht ihrem Alter entsprechend verhalten können - Kinder sollen es ja auch tun!
Aber du hast recht, ich werd meiner Mutter - aber erst nach dem Geburtstag sagen, dass ich das nicht jedes Mal mitmache! Ich werde ihr vorallem sagen, dass ich von ihr nicht die guten Kontakte zur Freundin meines Vaters kaputt machen lassen werde! Meine Mutter hat richtig Angst mich zu verlieren, dabei versteht sie nicht dass SIE meine Mutter ist und niemand anders an ihrer Stelle stehen kann. Wenn sie so weiter macht ist sie die jenige die unsere gute Mutter-Tochter Beziehung kaputt gemacht hat!

Naja egal, werde es ihr auf jeden Fall nahe bringen und hoffe sie versteht mich ausnahmsweise auch mal ein bisschen.
In der Hoffnung dass die nächsten Familienfeste ruhiger angehen ;-)

Danke nochmal,
viele Grüße Nadine

Beitrag von mareliru 07.02.06 - 16:57 Uhr

Hallo Nadine,
wenn Deine Mutter aus persönlicher Verletztheit ihre Beziehung zu Dir und ihrem Enkel aufs Spiel setzen will, dann lass' sie doch. Ich würde auf solche Spielchen nicht eingehen. Zwar Verständnis für ihre Situation zeigen, aber auch um Verständnis für Deine bitten.
Ich handhabe es bei Familienfeiern so: ich lade alle ein und sie dürfen selbst entscheiden, ob sie kommen wollen oder nicht. Jeder weiss, dass Menschen da sein werden, mit denen sie Konflikte haben (man kann sich ja nunmal seine Familie nicht aussuchen). Aber sie sind volljährig und eigenverantwortlich.
LG Mare

Beitrag von pusteblume41 08.02.06 - 08:11 Uhr

Hallo Nadine,

ich kenne das Problem noch von den Eltern meines Ex-Mannes. Seine Eltern sind auch geschieden, beide mit neuem Partner. Die Trennung verlief jedoch gerade für seine Mutter so schmerzhaft und demütigend, auch von der Seite der neuen Partnerin seines Vaters her, dass sie ihren Ex-Mann nie wieder treffen wollte/konnte. Wir haben das so gehandhabt, dass alles 2x gefeiert wurde. Einmal mit der Mutter, einmal mit dem Vater. Bei unserer Hochzeit war dann allerdings nur meine damalige Schwiegermutter mit ihrem neuen Partner, der Vater meines Ex-Mannes musste eben verzichten. War meinem Ex auch lieber so, da ihm seine Mutter näher stand.

Ich fand das damals alles unmöglich. Heute steht mein Sohn aber vor dem gleichen Problem.

Mein Ex hat das Trennungsmuster seines Vaters wiederholt, obwohl er es bei ihm nie gutgeheißen hat und deshalb auch ein sehr abgekühltes Verhältnis zu ihm besteht.

Bei einer Feier habe ich zugestimmt, trotz seiner Anwesenheit auch da zu sein. Es war die Hölle. Für die Zukunft nehme ich mal an, dass es für meinen Sohn auch nicht leicht wird. Sollte er mal heiraten, werde wahrscheinlich nur ich zur Hochzeit erscheinen. Er würde es wahrscheinlich nicht wollen, dass sein Vater und ich aufeinandertreffen, da er die ganze unschöne Trennung und das Verhalten seines Vaters danach miterlebt hat.

Für meinen Sohn tut es mir zwar leid und ich wäre auch bereit, Kompromisse einzugehen, aber ich denke, dass mein Ex da nicht mitmachen würde. Die Gründe hierfür sind vielfältig und das würde jetzt zu weit führen.

Nun ja, ich würde Euch raten, Geburtstage z.B. einfach getrennt zu feiern. Bei anderen einmaligen Ereignissen, muss eben einer verzichten, wenn ein Zusammentreffen aller Beteiligten nicht möglich ist.

Ich kenne die Geschichte Deiner Eltern nicht, aber ist die Freundin Deines Vaters der Trennungsgrund gewesen? Dann kann ich Deine Mutter gut verstehen, dass sie mit dieser Frau nicht gemeinsam feiern möchte.

LG

Pusteblume

Beitrag von ueei 08.02.06 - 14:22 Uhr

Hi Du,
mir kommt Dein Problem auch sehr sehr bekannt, vor- leider!
Die Eltern meines Mannes wurden vor-halt Dich fest- zehn Jahren geschieden und es ist immer noch nicht besser geworden, es ging sogar so weit, daß seine Mutter nicht auf unsere Hochzeit vor drei Jahren gekommen ist und das ist schon sehr armselig wie ich finde nicht auf die Hochzeit des eigenen Sohnes zu gehen. Dann wurde unser Sohn geboren, die Taufe stand an- wer war nicht da? Genau, die Mutter! Und dann beschwert sie sich auch noch weil sie sich ausgeschlossen fühlt und macht uns ein schlechtes Gewissen von wegen wir mögen den Papa viel mehr als sie und blablabla...Aber das sie sich selber ausschliesst, darauf kommt sie nicht!
Aber da musst Du echt drüber stehen, nicht Du hast die Probleme, sondern Deine Eltern, nur sind leider immer die Kinder und jetzt dann ja auch die Enkelkinder die Leid tragenden, ist leider echt so. Aber mach das Beste draus! Geburtstage werden bei uns halt jetzt immer doppelt gefeiert das geht ja auch, nur leider halt keine Hochzeiten, Taufen usw. Das sind unwiderbringliche Feste und es ist schade, wenn erwachsene Menschen sich nicht soweit im Griff haben und wenigstens mal drei,vier Stunden den ganzen Mist vergessen können,schon dem Enkelkind zuliebe!
In diesem Sinne, halt die Ohren steif und lass Dich davon nicht ärgern!
Katja

Beitrag von babette35 08.02.06 - 21:37 Uhr

Hallo Nadine,

meine Eltern sind seit 28 Jahren geschieden und mein Vater hat mit seiner zweiten Frau letztes Jahr Silberhochzeit gefeiert. Meine Mutter lebt allein.

Meine Eltern würden sich niemals zusammen in einen Raum begeben, wirklich NIEMALS!!
Das letztemal als sie sich unfreiwillig gesehen haben (vor über 20 Jahren), haben sie sich gesiezt.

Ich lasse immer meiner Mutter den Vortritt, weil wir bei ihr aufgewachsen sind und zu unserem Vater lange Zeit gar keinen Kontakt hatten. Der hat sich aber erheblich verbessert, seit meine Tochter geboren wurde.
Dennoch hat meine Mutter Priorität und wenn sie nicht kommen mag (ist manchmal ein bißchen wunderlich), lade ich meinen Vater und meine Stiefmutter ein.

In Deinem Fall würde ich es abwechselnd machen, zur Taufe der Vater, zum Geburtstag die Mutter....
Meine Mutter hat meine Tochter z.B. am Geburtstag vormittags gesehen und nachmittags kam mein Vater zum Kaffee.

Auf meiner Hochzeit war mein Vater da. Meine Mutter dann zwangsläufig nicht (hat ihm den Vortritt gelassen). Das war wirklich schade und nicht zu vergleichen mit einem Geburtstag. :-(

LG
Babette