@hebigabi - Kindspech

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Beitrag von elke77 07.02.06 - 16:28 Uhr

Hallo Gabi!

Ich poste mal hier, nicht dass sich die Schwangeren zu sehr aufregen...
Und zwar folgendes: meine kleine Schwester hat gestern ihr Baby bekommen. Die Geburt muss der blanke Horror gewesen sein. Irgendwann lagen sie zu fünft auf ihr drauf und schoben den Kleinen raus, unten zog einer mit der Saugglocke. #schock
Das OP-Team stand wohl auch schon bereit, aber anscheinend war das Baby schon zu weit im Geburtskanal, so dass ein Notkaiserschnitt wohl nicht mehr machbar war.
Meine Schwester musste auch noch ausgeschabt werden, da sich die Plazenta nicht richtig gelöst hatte.
Und ihr Sohn hat bei dem ganzen Stress unter der Geburt gekackt und das Kindspech geschluckt und wohl auch in die Lunge bekommen. Er musste über Nacht beobachtet werden und bekommt jetzt Antibiotika :-(
Ausserdem haben die Ärzte gesagt, dass sie gestern Abend nicht gedacht haben, dass das Baby die Nacht überlebt :-(
Ist es wirklich so gefährlich, wenn Kindspech in die Lunge kommt? Was passiert da eigentlich? Und muss man jetzt mit Spätfolgen oder Schäden rechnen? Oder kann man gar nichts sagen und man muss einfach abwarten, wie das Antibiotikum anschlägt?
Wir sind alle völlig durch den Wind, keiner weiß so wirklich was los ist :-(

Vielen Dank für deine Antwort!
Liebe Grüße von einer traurigen Tante :-(
Elke #blume

Beitrag von moonshine74 07.02.06 - 16:59 Uhr

Hallo Elke,

ich kann dir zwar keine genaue Auskunft geben, aber ich kenne so einen Fall von der Nichte meiner Freundin.
Ihr Sohnemann hat bei der Geburt auch was geschluckt und musste 1 Jahr lang #schock Antibiotika nehmen.

Jetzt wird er bald 3 Jahre alt und so viel ich weis, fehlt ihm überhaupt nichts mehr. Er ist ein putzmunteres Kerlchen.

Vielleicht konnte ich dich ein wenig aufmuntern.

Alles Liebe

Tanja mit Andreas *16.08.05

Beitrag von elke77 07.02.06 - 17:33 Uhr

Ja, danke. Das hat mich ein bisschen aufgemuntert #blume
Es ist nur so zum verrückt werden, hier zuhause rumzuhocken und auf Infos vom KH angewiesen zu sein. Man macht sich solche Sorgen und kann nicht helfen :-(
Aber der kleine Mann kam zum Glück pünktlich zur Welt, ist also ein propperes Kerlchen. So fällt diese Sorge wenigstens weg!

LG, Elke #blume

Beitrag von claudichma 07.02.06 - 17:13 Uhr

Hallo Elke,

es gibt Fälle, in denen das Baby schon im Mutterleib Kindspech ausscheidet. Dieses gelangt dann ins Fruchtwasser, welches sich dadurch grün verfärbt. Dies ist bei 10% aller Babys der Fall und für die Hebammen/Ärzte immer ein Signal, zu überprüfen, ob das Kind im Mutterleib noch ausreichend mit Nährstoffen versorgt wurde. In den meisten Fällen hat das Kind diese Ausscheidung unter den Wehen/bei der Geburt gemacht, dann ist es unbedenklich.

Hat das Kind jedoch Kindspech in der Lunge, geht man davon aus, dass dieses schon vor der Geburt/den Wehen ins Fruchtwasser gelangt ist. Die Kleinen machen nämlich schon im Mutterleib Atemübungen und haben so auch Fruchtwasser in den Lungen, wenn sie zur Welt kommen. Ist dieses mit Kindpech zersetzt, zeigt dies den Ärzten, dass inzwischen anscheinend eine Mangelversorgung des Kindes im Mutterleib vorlag.

Vielleicht ist das der Grund, warum sich die Ärzte solche Sorgen um den Lütten mach(t)en?! Kindspech besteht zwar aus giftigen Schlacken, dies dürfte aber trotzdem nicht das Schlimme daran sein, denn dann wäre es ja eher gefährlich im Magen-Darm-Trakt als in der Lunge.

Vielleicht weiß die Fachfrau ja ergänzendes dazu zu sagen.

Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von elke77 07.02.06 - 17:36 Uhr

Danke für die Infos! #danke
Dieses Rumgehocke hier zuhause macht mich noch ganz kirre :-( Ich mach mir solche Sorgen um den kleinen Bub und auch um meine Schwester :-(
Aber er war wenigstens pünktlich dran vom Termin her, also kein Frühchen. So muss man sich da wenigstens keine Sorgen mehr machen....

LG, Elke #blume

Beitrag von hebigabi 08.02.06 - 08:15 Uhr

Dieses doofe Kindspech=Mekonium verklebt die Lungenbläschen und diese können sich dann bei der Geburt nicht ganz entfalten- da ist das Problem, was trotz der Infektion passieren KANN-nicht muss.

Wenn er nur Antiobiotika bekommt und keine Probleme mit dem Atmen hat, dann bleiben wohl auch keine Spätfolgen oder Schäden zurück, dann ist es halt NUR eine Infektion, aber die Trennung von Mutter und Kind ist einfach das Blödeste , wie ein Leben so starten kann.

Liebe Grüße und euch alles Gute wünscht

Gabi

Beitrag von elke77 08.02.06 - 10:19 Uhr

Danke, Gabi.
Bei meinem Neffen kam es tatsächlich zu dieser Verklebung - meine Schwester nannte mir den Ausdruck, irgendwas mit A... Aber er kann seit Beginn selbständig und ohne Hilfe atmen. Er bekommt nur Antibiotikum meines Wissens nach.
Dann hoffe ich jetzt mal das Beste und warte ab, wie sich der kleine Bursche die nächste Zeit so schlägt. Er ist ja zum Glück kein Frühchen sondern ein kleiner strammer Mann mit 3 1/2 Kilo - die sind oft zäher als wir Erwachsenen ja denken...
Danke für deine Antwort #danke
LG, Elke #blume