AG will, dass ich mich bis Mutterschutz krank schreiben lasse! heute 18.SSW vorsicht lang! Bitte um

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Beitrag von kisara22 07.02.06 - 16:31 Uhr

Hallo!

Einige von euch kennen bestimmt meine Geschichte mit dem AG und den Schmierblutungen/Krankschreibungen.

Jetzt ist es so, dass ich insgesamt 6 Wochen krank war (immer so in 1-2 Wochen Blöcken) wegen Schmierblutungen.
Jetzt bin ich heut wieder in die Arbeit gekommen und mein AG sagte zu mir, dass ich zu meinem FA gesehen soll und mich bis zum Ende der #schwanger krank schreiben lassen soll! #kratz
Er meinte (als Ausrede) es wäre ja für mich und das #baby gesundheitlich bestimmt besser, wenn ich nicht mehr arbeiten müsste. Außerdem gäbe es dann keine Personal-Planungs-Probleme mehr, wenn ich immer wieder ausfall, zudem regelt ja dann die KK alles und er muss mein Gehalt nicht mehr zahlen #schock
Ich war total baff. Und meinte aber, dass ich wenn dann ein Beschäftigungsverbot brauch, da mir ja sonst nur 70% vom Gehalt zustehen würden. Ich soll mich auf alle Fälle krank schreiben lassen!

Hab dann mit der KK tel. und die sagte mir, dass Blutungen und Ruhe-Bedarf auf alle Fälle ein Grund für´s Beschäftigungsverbot wären. Sie wunderte sich, warum sich mein FA dagegen so sträubt, sowas auszusprechen! Und außerdem würden dann auch die KK meine 100% Gehalt dem AG wieder zurück zahlen. Also wäre es für alle am Besten!

Hab mit meinem FA tel. und der sagte, ich solle morgen dann vorbei kommen. Aber er sagte, dass er noch nicht sicher sagen kann, ob er ein Beschäftiugnsverbot austellt!

Dieser Arsch, warum sträubt er sich dagegen so?#heul Es wäre für alle das Beste! und der FA hat ja keine Nachteile daraus. Die von der KK meinte, der FA kann sie auch nochmal anrufen!

Was meint ihr dazu? Soll ich dann zu einem anderen FA gehen, wenn mir meiner Morgen immer noch kein Beschäftigungsverbot ausspricht?

Bin mit den Nerven am Ende! Kisara + #baby 17+5

Beitrag von angelina82 07.02.06 - 16:37 Uhr

Tja, ich glaube hier hilft nur eines: RUMJAMMERN! Sag deinem FA wie schlecht es dir geht, zähle ihm jede Kleinigkeit auf: wenn du arbeiten gehst wird dir oft schwindlig, hast Verstopfung/Durchfall, bist schnell ausgelaugt, musst dauernd auf Toillette wegen den Schmierblutungen usw. Und wenn er sich morgen wieder blöd anstellt, dann wechsele Ihn halt. Ist zwar blöd wegen sowas aber wenn es sein muss , und wenn es für alle Beteiligten das beste ist...
So ein Dödel, manche werden Krankgeschrieben, die es nicht wollen, und manche die müssen, bei denen geht das nicht...verkehrte Welt #augen

Viel #klee

angelina82 +#ei

Beitrag von glacess 07.02.06 - 16:36 Uhr

Also ich würde mit dem FA sprechen, ihm deine Lage erklären. Wenn er dir kein BV ausstellt, such dir einen anderen FA. Du machst jedenfalls nur den dummen, wenn du dich nur krnak schreiben läßt, weil nach 6 Wochen das Krankengeld nur noch %-ual gezahlt wird. Deinem AG wird ein BV nicht schaden, er bekommt dein Bruttogehalt zu 120% (!!!) zurück.

Beitrag von plueschfussel 07.02.06 - 16:35 Uhr

Wenn sogar Dein Arbeitgeber sagt, dass es so am Besten wäre, dann würde ich da auch drauf bestehen.

Wie ist der FA denn sonst so?
Ist er sonst der Traumarzt schlechthin, würde ich mir das mit dem Wechsel überlegen. Ansonsten geh zu einem anderen.

Beitrag von kleine_kampfmaus 07.02.06 - 16:38 Uhr

Hallo Kisara,

ich glaub, ich hatte dir auch schonmal geantwortet ;-)

So, wie du's beschreibst sind alle Parteien mit einem BV einverstanden (sprich AG + KK). Wenn dein FA sich morgen sträubt, würde ich ihm deutlich sagen, dass er sich mit der KK in Verbindung setzen soll. Sie sollen ihm bestätigen, dass es kein Problem ist ein BV auszustellen. Außerdem würde ich ihm sagen, dass dein AG damit einverstanden ist.

Wenn das alles noch nix nützt würde ich mir einen anderen FA suchen und ihm die ganze Situation so schildern. Wie gesagt, normalerweise sind die FA's bei BV's ein bissel eigen weil sie Ärger mit den KK befürchten. Aber da das bei dir ja nicht der Fall wäre sondern deine KK dies sogar befürwortet gibts keinen Grund sich zu weigern.

Alles Gute und LG
Kleine Kampfmaus + Minimatz (32. SSW)

Beitrag von jasminre 07.02.06 - 16:38 Uhr

Hallo Kisara,

ich glaube, dass ich nicht so leicht für die Frauenärzte, ein Beschäftigungsverbot auszustellen wegen den Krankenkassen.
Aber wenn du das sogar mit deiner Krankenkasse abgeklärt hast, dann sollte das denke ich kein Problem sein.
Aber dein Arzt muss sich natürlich absichern, von daher schon verständlich, dass er das nicht mal eben so macht!

Du kannst ihm ja morgen alles nochmal schildern, ihm die Nummer von der netten Krankenkassen - Dame geben, und dann geht das bestimmt ok!

Jasmin

Beitrag von kisara22 07.02.06 - 16:48 Uhr

Vielen lieben Dank für die Schnellen Antworten!
Ich werd es morgen so machen, wie ihr es gesagt habt und euch dann morgen mal schreiben, wie es ausgegangen ist!

Vielen Dank, Kisara

Beitrag von clausi72 07.02.06 - 17:07 Uhr

Das ist ja krass!Ist es nicht möglich, eine Bescheiigung zu erhalten, das Du derzeit (bis Mutterschutz gesetzl.beginnt) Deiner jetzigen Beschäftigung nicht nachgehen kannst? Also eine arbeitsunfähigkeit aber kein richtiges krank?! So muß der AG weiter zahlen u die KK nicht....Eine Freundin von mir, auch Krankenschwester, darf lt. arzt nicht so viel tun, damit nix passiert-die hat es jetzt getan und ist erfolgreich damit. Zumal z.B. im Rettungsdienst eine Frau vom bekannt geben der SS an auch nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten darf!!! Die darf doch auch keine Nachteile davon haben....
Ich würde den FA wechseln.
Viel Glück und alles Gute! Gib gut auf Euch Acht!
clausi72

Beitrag von nadine62068 07.02.06 - 17:29 Uhr

Hallo Kisara,

das ist gar kein so einfaches Thema und ich kenne Deine Vorgeschichte leider nicht.

Der Arzt darf nur ein Beschäftigungsverbot ausstellen, wenn Deine Gesundheit und Dein Leben sowie des Kindes gefährdet sind. Hier mal ein Gesetzesauszug (wenn's klappt) http://www.rechts-auskunft.de/Rechtsgebiete/Arbeitsrecht/Arbeitsvertrag/Mutterschutz/mutterschutz.html

Die Krankenkasse darf darüber nicht entscheiden, sondern nur der behandelnde Facharzt, der hat das auch zu begründen.


Wenn ein Beschäftigungsverbot ausgestellt wird hat Dein Arbeitgeber 100 % Deines Nettogehaltes Dir auszuzahlen (wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob in dieser Zeit überhaupt Beiträge zum Rentenversicherungsträger etc. gezahlt werden, oder ob Du eine Beitragslücke dann hast - bin selber schon im Mutterschutz, sonst hätte ich Dir das auf der Arbeit mal nachgesehen).

Die Krankenkasse zahlt bei einem Beschäftigungsverbot nichts. Nur wenn Du krankgeschrieben wirst, dann bekommst Du von der Krankenkasse Krankengeld, aber das ist wie die anderen schon geschrieben haben einiges weniger als Dein Gehalt.

Den Krankenkassen ist es natürlich viel lieber, wenn ein Beschäftigungsverbot ausgestellt wird, da sie ja dann nichts bezahlen müssen. Die Kommentare, das muß aber der FA bei der Erkrankung ausstellen, sind auch normal, bedeutet aber nicht, das die Voraussetzungen wirklich vorliegen, denn das kann immer nur ein Arzt entscheiden.

Wie gesagt, ich kenne Deine Krankheitsgeschichte und auch Deinen Arbeitsplatz nicht, aber so wie sich das für mich anhört, wird Dein FA Dir kein Beschäftigungsverbot ausstellen können. Sprich aber trotzdem nochmal mit ihm, vielleicht läßt sich ja doch nochwas machen. Ich drücke Dir auf jedenfall die Daumen.

LG und weiterhin Gute Besserung

Nadine (36.SSW)

Beitrag von kisara22 07.02.06 - 18:52 Uhr

Hi!

Bin jetzt etwas verwirrt? Die von der KK meinte, dass die der AG bei einem BV mein Gehalt (100%) von der KK zurück fordern kann.?
Zudem laß mir die einen Abschnitt aus dem MuschuG vor, wo drin stand, dass man wg. Blutungen und Ruhebedarf ein BV vom FA bekommen kann? Ich muss dazu sagen, dass ich ja nicht dauern leichte Blutungen hab, sondern immer wieder mal ein paar Tage. War deshalb ja schon auch 6 Wochen krank geschrieben.

Hab schon seit Anfang der SS mit dem AG Probleme. Musste mir alle meine Rechte (laut MuschuG) einzeln "erbetteln". Zudem mobbt er mich hinterum. Ich arbeite als Erzieherin bei geistig behinderten Erwachsenen. Also keine Einfahce Arbeit. Zudem hat es während der SS schon einen Vorfall gegeben, wo mich ein aggressiver Bewohner schlagen wollte. Allein deswegen hätte ich vom Gewerbeaufsichtsamt schon ein BV bekommen müssen. Stattdessen hat mich mein AG auf eine andere Gruppe versetzt. Jetzt sagt er von sich aus, ich soll mich doch krank schreiben lassen.

Mein FA weiß von der ganzen Geschichte. Hab ihm von vornherein alles erzählt. Er hatte sogar schon mit meinem AG telefoniert. Mein FA will mir nur irgendwie kein BV ausstellen. Stattdessen würde er mich (wenn ich wieder Schmierblutung hätte) einfach wieder für 1-2 Wochen krank schreiben. Das macht er immer gerne. Nur dass ich ja die 6 Wochen schon jetzt voll hab. Also alles total blöd!

Danke für deinen guten Tipp! hab nur nicht so ganz verstanden, warum das jetzt ein Problem für meinen FA ist, wegen dem BV ausstellen?

LG Kisara

Beitrag von nadine62068 08.02.06 - 15:48 Uhr

Hallo Kisara,

das hört sich aber echt ätzend an mit Deinem AG!!!

Also, wie gesagt, das ist ein echt kompliziertes Thema mit dem Beschäftigungsverbot. Ich denke aber, dass wenn Du mit behinderten Kindern arbeitest, das Du dann einem erhöhtem Risiko ausgesetzt bist.

Habe für Dich mal ein bißchen im Internet gesurft, vielleicht helfen Dir die Sachen ja ein bißchen weiter.

http://www.lvkita.de/media/files/Tacheles/Beschaeftigungsverbot_schwangere_Erzieh.pdf

http://www.arbeitsschutz.nrw.de/bp/good_practice/BesondereZielgruppen/DownloadMutterschutz/muverbot1.pdf

Ich bin selber bei einer Krankenkasse beschäftigt, zwar seit Juli letzten Jahres krankgeschrieben und jetzt in Mutterschutz, somit kann ich Dir jetzt nicht versprechen, dass sich seit Juli was Gesetzesmäßig geändert hat. Konnte jetzt im Internet nichts finden, aber das muß ja nicht viel heißen.

Mein letzter Wissenstand ist, dass der Arbeitgeber das Geld nicht von der Krankenkasse zurück bekommt. Es gibt nur Ausnahmen, wenn es sich um ganz kleine Betriebe (ich glaube unter 20 Beschäftigten handelt), aber bei Kindergärten trifft das ja meistens nicht zu, da die der Kirche oder so angehören und somit sind dann mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigt, zahlt der Arbeitgeber in die sogenannte Umlageversicherung ein, dann bekommt er, z.B. bei Krankheit, den Lohn über diese Umlageversicherung zurück (kann auch sein, dass das bei dem Beschäftigungsverbot auch so ist, aber das weiß ich nicht). Die Umlageversicherung läuft auch über die Krankenkassen. Sprich nochmal mit Deinem Arzt, oder ggf. auch mal mit dem Gewerbeaufsichtsamt.

Ich hoffe das war jetzt etwas verständlicher was ich mir da aus dem Kopf gedrückt habe, ist ziemlich schwierig das zu erklären.

Drücke Dir ganz fest die Daumen, dass sich das ganze schnellstmöglich regelt und Du endlich Deine Ruhe hast!!!

Ganz liebe Grüße und gute Besserung weiterhin

Nadine

Beitrag von sabby2311 07.02.06 - 18:47 Uhr

Hey!

Wenn dein FA dir kein BV ausstellt, dann würde ich eben jeden Tag da aufschlagen - mach das mal ne Woche, dann überlegt er sich das mal ganz gründlich.

Dann muss er nämlich mit der KK diskutieren, warum er dich so oft untersucht und ob das alles rechtens ist.

Den FA zu wechseln hat vielleicht nicht viel SInn denn du zahlst jedes mal die 10 Euro Praxisgebühr und weisst nicht ob der neue Arzt besser ist und das macht zumal er dich ja gar nicht kennt.

Mein FA ist auch immer sehr engstirnig, könnte mich ja auch mal zum 3d US überweisen - tut er aber nicht!


Naja, so sind eben die Ärzte.

Red nochmal und sag ihm auch, dass du dann nicht mehr kommst und dann bekommt er gar kein Geld mehr.... Ganz einfach.

Die Patienten sind nunmal das Kapital.


Lg Sabby

Beitrag von kisara22 07.02.06 - 18:56 Uhr

Ja. Ich war auch schon wegen der Schmierblutungen bei einem anderen FA wegen einer 2.Meinung. Der wurde mir wärmstens empfohlen. Und ich war auch begeistert von dem anderen FA. Also mit dem Wechsel wäre es nicht so das Problem. auch wenn ich gern beim alten FA geblieben wär. Mal sehen, was er morgen sagt, wenn er es nciht ausstellt, werd ich auch zum anderen FA gehen, den ich schon wg. der 2.Meinung hab.
Und ich sag meinem FA morgen sowieso, dass er die Frau ... bei der KK anrufen kann (das hat die mir aus der KK heut gesagt) und sich da wegen dem BV erkundigen kann. Die sagte nämlich dass es für keinen einen Nachteil hätte, so ein BV.

LG Kisara

Beitrag von 123eisbaeren 07.02.06 - 20:55 Uhr

Es geht DIR doch nur um das Beschäftigungsverbot, da Du ja schon die 6 Wochen krankgeschrieben bist und nun nicht das niedrigere Krankengeld bekommen willst.

Ich kann Deinen Arbeitgeber gut verstehen, dass er will, dass Du Dich bis Ende krank schreiben läßt - es ist auch nicht einfach zu planen, wenn er nicht weiß, ob Du jetzt kommst oder nicht.

Einen Wechsel des Arztes anzudrohen, wenn er nicht so "spurt", wie Du willst, spricht schon für sich.