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Forum: Allgemeines

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Beitrag von tornado 07.02.06 - 18:47 Uhr

Hallo,

im August 2005 hat mein jetziger Freund in seinem damaligen Wohnort Bewerbungen geschrieben ("auf eigene Faust"). Das waren Intitiativbewerbungen, die er selber versandt hat und einige davon hat er dann beim Arbeitsamt angegeben (er ist Hartz4-Empfänger).

Zwischenzeitlich hat er sich von seiner damaligen Freundin getrennt und ist zurück in seinen Heimatort gezogen (600 km weit weg), wo ich ihn kennen- und lieben lernte.

Nun hat sich plötzlich im Januar diese eine Firma aus August gemeldet und ihm zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Dummerweise war das eine der Bewerrbungen, die er beim Arbeitsamt angegeben hatte.. Er hat versucht, desinteressiert zu wirken, aber nun haben wir heute definitiv erfahren, dass er den Job bekommen wird. Ich könnt heulen. Da hab ich nun endlich mein Glück gefunden und jetzt zerrinnt es mir zwischen den Fingern.

Nun meine Frage: Kann er den Job ablehnen, ohne Konsequenzen vom Arbeitsamt zu befürchten?

Er soll zum 1.3. anfangen mit arbeiten; eigentlich hätte er da einen OP-Termin gehabt,aber den hat er nun auch auf September verschoben.

Ich fühl mich grad beschissen, ich könnt nur heulen. Eine Fernbeziehung über so eine Distanz ist doch nicht zu bewältigen! Ich bin hier berufstätig, er 600 km weit weg, da lohnt es auch nicht, fürs Wochenende hinzufahren.

Weiß jemand aufbauenden Rat?

#heul

Beitrag von schnuffinchen 07.02.06 - 19:04 Uhr

Wenn ich das richtig rauslese, dann seit Ihr im August 2005 noch kein Paar gewesen, und er ist erst danach in Deine Stadt gezogen?

Hm, mal davon ausgehend, dass ihr max. 5 Monate zusammen seid (wohl eher kürzer #kratz), würde ich an seiner Stelle den Job nehmen.

Sorry, aber Ihr kennt Euch so kurz, da kannst Du wohl kaum von ihm verlangen, einen Job abzulehnen und weiter auf die ARGE angewiesen zu sein, nur damit Ihr mal schauen könnt, ob da was Dauerhaftes draus wird?

Klingt hart, ich weiss, aber ich würde meinem Freund nach so kurzer Zeit nicht dermaßen im Weg stehen, und wenn die Beziehung stabil ist, hält sie auch eine Distanz von 600km aus. Was meinst Du, wie viele so leben müssen?



LG Janine

Beitrag von tornado 07.02.06 - 19:18 Uhr

Du hast Recht.

Nach dem ersten Schock jetzt hab ich mich abreagiert.

Beitrag von tornado 07.02.06 - 19:23 Uhr

Was mich noch interessieren würde....wäre die OP (wenn er sie denn nicht verschoben hätte) ein Grund gewesen? Es ist keine lebensnotwendige/akute OP.

Beitrag von wasteline 07.02.06 - 22:04 Uhr

Bitte?
Du suchst doch schon wieder nach einer Begründung für eine Ablehnung des Jobs.
Wenn die OP wirklich lebensnotwendig und akut ist, dann hat der neue Arbeitgeber dafür Verständnis und dein Freund beginnt den Job später.
Es ist alles eine Sache der Verhandlung aber kein Grund, den Job nicht zu nehmen.

Beitrag von tornado 07.02.06 - 22:05 Uhr

Ja...ich weiß....ich war vorhin total durcheinander. Ist halt schwer, wenn man jemanden ganz doll liebt, dann ziehen zu lassen....

Beitrag von sohvi 08.02.06 - 09:09 Uhr

Hallo Tornado,
wenn dir die Trennung so schwer fällt, warum suchst du dir nicht auch einen Job dort, wo dein Freund hinzieht? Und je nachdem, wie schnell du einen Job findest, seid ihr über kurz oder lang wieder vereint!

Alles Gute
Sohvi

Beitrag von tornado 08.02.06 - 09:57 Uhr

Danke Sohvi,

ich hab hier einen relativ sicheren Job und ich habe zwei Kinder, da werd ich so leicht nichts anderes finden :-( Aber ich sehe das ganze jetzt schon gelassener, als gestern. Hab halt nur Angst, ihn aufgrund der relativ großen Entfernung zu verlieren....dabei sollte ich mich eigentlich freuen, dass er endlich einen Job gefunden hat!

#klee

Beitrag von kerstin76 08.02.06 - 11:07 Uhr

Hallo!

Du wirst Deinen Partner nicht aufgrund der Entfernung verlieren, wenn in der Beziehung alles stimmt.
Glaube mir, ich selber habe meinen jetzigen Mann kennengelernt als ich noch in der Schweiz und somit über 500km entfernt von ihm gelebt und gearbeitet habe.
Man sieht sich zwar nicht ständig, aber man freut sich um so mehr auf die gemeinsamen Wochenenden, die abendlichen Telefonate, etc...und wenn ihr nach längerer Zeit feststellt, dass es mit Euch etwas von Dauer sein kann, dann findet ihr einen Weg zusammen zu ziehen.
Selbst wenn Dein Freund sich dann entscheidet, wieder in Deine Nähe zu ziehen, um Deine Kinder nicht aus ihrer gewohnten Umgebung zu nehmen, hat er immer eine bessere Position wenn er sich aus einer ungekündigten Stellung heraus bewerben kann.

Lass ihn diese Chance nutzen und mach es ihm nicht unnötig schwer!

Ich wünsche Euch alles Glück der Erde!!!

Liebe Grüsse,
Kerstin.

Beitrag von tornado 08.02.06 - 11:10 Uhr

Vielen lieben Dank!!!!

Mit jedem Posting sehe ich das ganze optimistischer, weil ich sehe, dass es trotz Entfernung funkionieren kann!!! #liebdrueck

Beitrag von manavgat 07.02.06 - 19:29 Uhr

Meine Güte, Mädchen sei nicht kindisch. Er bewirbt sich seit 5 Monaten und bekommt endlich eine Stelle! Freu Dich für ihn und stell Dich nicht so an. Es gibt Familien mit mehreren Kindern (meist aus dem Osten) die eine Fernbeziehung führen, anstatt sich in ALG 2 zurückzulehnen.

Wenn die Beziehung wirklich was taugt, dann werdet ihr auch mit Fernbeziehung zusammenhalten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von jacqi 08.02.06 - 14:27 Uhr

Ich kann Dich gut verstehen, wenn man verliebt ist und alles frisch ist dann ist das schon besch....
600km weit weg ist echt heftig #augen
Könnt Ihr nicht mit dem Amt mal sprechen, weil Du ja alleinerziehend bist und auch berufstätig das Du ihn da hier brauchst?
Naja, oder er beisst in den sauren Apfel und nimmt die Stelle erstmal an und wird ja dann sehen ob es was bringt dort zu arbeiten. Dann kann er sich doch bei Euch in der Umgebung weiter bewerben, sieht doch immer besser aus wenn man in Arbeit steht.

Du wirst hier gesteinigt, wenn Du schreibst das Du das nicht verkraften kannst, wenn er die Arbeit dort annimmt, wegen HartzIV.
Ich kann Dich nur zu gut verstehen, weil ich es auch schon durch habe.

Am besten ist es mit dem Amt sprechen, ganz streichen tun die das Geld nicht soweit ich weiss nur prozentual.

Ein Versuch ist es wert, oder?

LG Jacqi

Beitrag von tornado 09.02.06 - 09:25 Uhr

Hallo Jacqi, danke für deine Antwort #liebdrueck

Er war gestern beim Amt und hat nachgefragt; wenn er den Job ablehnt, streichen sie ihm entweder alles oder nur prozentual 30%, welche Strafe er bekommt sagen sie ihm aber erst hinterher wenn er den Job definitv abgelehnt hat.

Nun ist es so, dass ich ihn drei Monate "locker" unterstützen könnte, aber das möchte er nicht. Und außerdem ist der Job ja vielleicht wirklich ne einmalige Chance für ihn....

ABER ich weiß halt trotzdem nicht, ob ich das packe. Ich denke eher, dass ich ihn dann ziehen lassen werde, weil mich die ganze Situation auf Dauer wohl fertig machen würde.

Ich habe hier mein Leben, er baut sich ein neues ganz woanders auf. Ich kriege nichts von seinem Alltag mit und er nicht von meinem. Er schreibt zwar, er kommt dann öfter am Wochenende, aber das ist doch auch sinnlos, hm? Die ganze andere Zeit wird er mir unednlich fehlen und das wird mich quälen und er kann ja auch nicht jedes Wochenende kommen #heul

Beitrag von sohvi 09.02.06 - 09:59 Uhr

Hallo Tornado,
ich kann dich zwar schon verstehen, dass du diese räumliche Trennung nicht möchtest, aber heutzutage ist es ja wirklich *fast* Glücksache, einen guten Job zu bekommen. Ganze Familie packen ihre Siebensachen, um dem Haupterdiener dorthin zu folgen, wo er Arbeit gefunden hat. Ist man nicht flexibel, dann droht womöglich eine dauerhafte Arbeitslosigkeit, aus der man immer schwieriger wieder raus findet.

Ihr seid erst recht kurz zusammen. Wenn du ihm mit deinen Zweifeln kommst, dann wird er womöglich aus Angst, dich zu verlieren, diese Chance, die ihm da jetzt geboten wird, nicht nutzen. Ihr seid erst so kurz zusammen, ihr könnt noch gar nicht wissen, wie sich eure Beziehung entwickeln wird. Nimmt er den Job nicht an, sitzt er womöglich ewig arbeitslos herum und hat dann vielleicht auch irgendwann dich verloren.

Wenn ihr füreinander bestimmt seid, dann wird sich irgendwann ein Weg finden, so dass ihr irgendwann dann auch räumlich nicht mehr so weit auseinander lebt. Lass ihn jetzt ruhigen Gewissens ziehen und mach es ihm nicht zusätzlich schwer, indem du ihn mit deinem Pessimismus belastest. Dass so eine räumliche Trennung nicht einfach zu bewältigen ist, weiß ich aus eigener Erfahrung (habe das 3 Jahre mitgemacht). Aber es geht. Vor allem geht es, wenn man einen Menschen, den man liebt, unterstützen kann und ihm seinen Weg zu gehen, erleichtern kann.

Alles Gute
Sohvi