Mein Opa liegt im sterben

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von nadine8382 07.02.06 - 22:57 Uhr

Letzte Nacht beklagte sich mein Opa über Herzschmerzen.Die Schwestern im Altenheim nahmen es aber nicht ernst.,der er öfters kleine Wehwechen hat,die aber niemals Einbildung waren.Er hat auch ständig Blut verloren.(Ihm wurde vor zwei Jahren ein Tumor im Darm entfernt.)

Morgens um zehn Uhr wurde erst der Notarzt gerufen und nun liegt er auf der Intensivstation.Wir waren bis grade da und er sieht wirklich schlimm aus.Er hat uns aber erkannt und nicht mehr unsere Hände losgelassen.
Das traurige ist,das meine Oma am 14.2 Geburtstag hat und mein Opa am 15.2.Und im August sind sie 50 Jahre verheiratet.Sie werden beide 79.

Ich weiss garnicht was ich denken soll.Am Besten er stirbt sofort ohne sich zu quälen.Ich möchte aber das jemand dabei ist.Nur der Sterbeprossess kann ewig dauern.
Ausserdem wünsche ich mir,das er wieder fit wird und noch 10 Jahre lebt dann einschläft.

Ich kann an nichts anderes mehr denken.Wahrscheinlich war es das letzte mal das ich ihn gesehen habe.Das ist so schwer und unbegreiflich.Es wäre auch egoistisch zu denken,das ich ihn morgen ja noch sehen kann,wenn er lebt.

Das Leben ist scheisse und ungerecht