Vielleicht habt ihr eine Lösung?

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 08:51 Uhr

Hallo Zusammen, :-)

heute schreibe ich mal für meine Cousine, da sie ein Problem hat, welches sie sehr belastet und sie auch keinen richtigen Ausweg weiß.

Also kurz zur Situation:

Sie Mitte 30 hat eine 10jährige Tochter und ist mit ihrem Lebensgefährten (nicht der leibliche Vater) seit 2 Jahren zusammen.
Er hat aus voriger Ehe 3 Kinder, welche keinen Kontakt (durch die Ex-Frau) mehr vorhanden ist, was ihn doch sehr belastet.

Der leibliche Vater der Tochter meiner Cousine kümmert sich gar nicht.

Folgendes Problem:

Ihr neuer Lebensgefährte kommt mit ihrer Tochter überhaupt nicht klar :-(
Er sagt sie hat eine unmögliche Art und sie müsse sich ändern.
Meines Erachtens ist dieses Mädchen ein völlig normales Kind,wenn auch ein wenig bockig und maulig manchmal.

Die Kleine sagte am Wochenende zu ihm:

"Ich hab dich lieb"

Keine Reaktion....

Sie fragte dann: "hast du mich auch lieb?"

Seine Antwort "ein bißchen"

Meine Cousine ist über diesen Zustand sehr unglücklich und spielt schon mit dem Gedanken der Trennung mittlerweile, weil ihre Tochter für sie an erster Stelle steht. Die Kleine ist da sehr traurig drüber und geht immer wieder auf ihn zu und er blockt ab.
Die ersten Veränderungen sieht man auch schon. Wo sie noch anfangs stürmisch zur Haustür lief, wenn er von der Arbeit kam um ihn zu begrüßen, so ruft sie heute nur noch aus ihrem Zimmer ein "hallo".

Gespräche zwischen ihm und meiner Cousine bringen nicht viel, da er nur dem Kind die Schuld gibt und wahnsinnig stur ist. Macht die Kleine irgendwas, gibt es Tage da spricht er kein Wort mit ihr. Seine Bestrafungsart...
Er meckert und kritisiert am laufenden Band.

Innerlich denke ich, Trennung wäre wirklich das Beste... möchte ihr das aber nicht raten, sie muss das alleine entscheiden.

Oder gibt es noch eine Möglichkeit ihr zu helfen, denn die Partnerschaft selbst ist eigentlich sehr harmonisch... aber dazu gehört nun mal auch IHR KIND!


Habt ihr einen Rat und wie würdet ihr euch an ihrer Stelle verhalten? Was kann man vielleicht retten, welche Möglichkeiten gibt es?

Ich habe auch schon daran gedacht, dass es daran liegt, dass er seine Kinder verloren hat... aber selbst wenn, wie kann man diese Situation ändern?

Viele von Euch werden schreiben, sie müsse sich unbedingt trennen. Nur möchte ich wissen, ob es irgendwas gibt, was helfen könnte.... #kratz weil mir das so leid tut. #schmoll

Danke für eure Antworten

lg Lisamarie

Beitrag von fee32 08.02.06 - 09:29 Uhr

Hallo,

dazu kann ich nur sagen " Armes Kind" !
Ich würde mich sofort trennen bzw. ich wäre gar keine Beziehung mit so einem Typ eingegangen.
Solche Kerle sind doch einfach zum :-%, er läßt seinen Frust (wahrscheinlich weil er seine Kids nicht sehen kann) an ihrer Tochter aus.
Und dann sich noch benehmen wie ein kleines Kind
" ich hab dich nur ein bischen lieb"!#schock
Ich finde so eine Partnerschaft kann doch nicht harmonisch sein ?
Ich denke nicht das das auf dauer gesehen eine glückliche Familie wird, dazu müsste er sich schon sehr ändern.
Und das Mädchen in dem alter etwas zickig sind (wegen ihrer unmöglichen Art) ist doch ganz normal.(meine Tochter ist 8, ich weiß von was ich rede)
Deine Cousine sollte ihm die Pistole auf die Brust setzen!
Entweder er arbeitet an seinem Verhalten oder er muß gehen. Kurz und knapp!

LG Sonja #blume

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 09:53 Uhr

Hallo Sonja,

erst einmal vielen Dank für deine Antwort :-)

Ich persönlich denke genauso wie du. Du schreibst du wärst auf so eine Beziehung gar nicht eingegangen, aber wie das nun mal häufig so ist, war es anfangs nicht ganz so schlimm.

Man war frisch verliebt, sah vieles nicht so eng und nun ist der Alltag da.

Die Partnerschaft war tatsächlich sehr harmonisch und die drei haben viel zusammen unternommen obwohl ich vermute das er das eben für meine Cousine getan hat, aber nicht für ihr Kind #schmoll

Sie hat ihm gegenüber auch schon die Trennung erwähnt und wie ein bockiger Mann reagiert ist auch klar, sein Kommentar "dann ist das eben so" :-%

Das ihn das selbst belastet weiß ich, denn im Grunde genommen ist er in ganz Netter.. ich denke er kann nicht über seinen Schatten springen :-(

Nur wie gesagt, möchte ich mich lieber raushalten, bin mit sowas schon mal ganz bös auf die Nase gefallen #schmoll aber sie schüttet ihr Herz bei mir aus :-(

LG Lisamarie

Beitrag von fee32 08.02.06 - 10:23 Uhr

Hallo lisamarie,

ich hätte vielleicht erwähnen sollen das ich unser erstes Kind auch mit in die Ehe gebracht habe.
Mein Kleiner ( jetzt16 #schock) war 5J.
Mittlerweile haben wir noch zwei gemeinsame Kinder.
Von Anfang an hat mein Mann nie , wirklich nie, meinen Sohn schlecht oder die Kinder unterschiedlich behandelt.
Klar ist besonders am Anfang immer alles neu und man schwebt auf Wolke 7, aber sobald man merkt hier läuft was schief, dann muß man handeln, für das Kind.
Wie muß sich die Kleine wohl fühlen?#schmoll
Rede noch mal mit deiner Cousine und halte dich bitte NICHT raus, es geht doch hier um ein Kind.
Und gut das deine Cousine mit dir darüber redet, es gibt Frauen die schauen einfach weg!

LG Sonja#blume

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 12:44 Uhr

Hallo Sonja :-)

hab eben erst deine 2. Antwort hier gesehen #hicks entschuldige.

Ja es ist verdammt kompliziert alles :-( Hast du dir die weiteren Beiträge durchgelesen? Da kommen interessante Ideen, da ich auch vermute das das Problem ganz woanders zu suchen ist :-(

Die Kleine liebt ihn übrigens total, nur manchmal ist sie eben sehr traurig weil sie ja spürt das es nicht so erwidert wird, wie sie es sich wünscht.

LG Lisamarie

Beitrag von manavgat 08.02.06 - 09:31 Uhr

Ich würde es mit einer Familientherapie versuchen. Wenn er dazu nicht bereit ist oder diese keinen Erfolg hat, dann bleibt nur die Trennung.

Wenn ein Kind! und ein Erwachsener einen Konflikt haben, dann ist in erster Linie der Erwachsene in der Verantwortung.

Ich habe mich, als meine Tochter 10 war von einem Mann getrennt. Bei den beiden war es so eskaliert, dass er mein Kind geschubst hat.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 09:56 Uhr

Hallo Manavgat :-)

auch dir vielen Dank für deine Antwort.

An die Idee mit der Familientherapie habe ich auch schon gedacht und ihr gegenüber erwähnt. Aber sie glaubt nicht, dass er sich auf sowas einlassen würde (die Sturheit)

Er kam schon mit dem Spruch "fehlt nur noch das du die Super-Nanny holst"

Ich finde die Situation ganz schrecklich, da ich weiß das es auch anders sein kann. Ich selbst habe eine 11jährige Tochter und einen neuen Lebensgefährten, aber bei uns wird sich geliebt und es ist das Schönste was ich mir vorstellen kann.
Die Bindung zwischen meiner Tochter und meinem LEbensgefährten ist vorbildlich und das würde ich meiner Cousine auch wünschen :-(

Ich denke ich werde ihr nochmal die Idee mit der Familientherapie nahelegen und ihr vielleicht auch ggf. diesen Beitrag zeigen.

Vielen Dank

LG Lisamarie

Beitrag von kabama44 08.02.06 - 10:18 Uhr

Hallo,

so wie ich es lese hat der Lebensgefährte wirklich ein Problem mit dem Kind .
Wenn ihm was an der Beziehung liegt , muß er in eine
Familientherapie , auch wenn er sehr stur ist .
Ich bin nicht dafür, daß man sich so schnell trennt , aber hier muß Nägel mit Köpfen gemacht werden schon im Interesse des Kindes.
Rede mit deiner Cousine , versprich ihr , daß du sie unterstützt , dann hat sie den Mut sich besser durchzusetzten bei dem Lebensgefährten .
lieben Gruß
Kabama44

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 10:23 Uhr

Hallo Kabama44 #blume

vielen Dank für die netten Worte :-)
Ich werde sie unterstützen und mache mir auch selbst sehr viele Gedanken und suche nach Lösungen.

Mit deinem Beitrag hast du mich unterstützt dieser kleinen Familie zu helfen.

Diese Familientherapie, wo kann man diese machen? Bei ProFamila?

Ich danke dir herzlich

LG Lisamarie

Beitrag von buxini 08.02.06 - 11:55 Uhr

Hallo Lisamarie!
Habe eben deinen Beitrag gelesen und mich erst mal kurz gewundert!
Finds klasse, dass du dich für die Kleine und deine Cousine so einsetzt.

Aber mal zum Thema:

Warum darf denn der Mann seine Kinder nicht mehr sehen??? Wenn er doch der leibliche Vater ist, hat er doch ein Recht darauf!!!???? Oder??????

Noch eine Möglichkeit für dieses unmögliche Verhalten des Freundes deiner Cousine wäre evtl:
Vielleicht will er sich dem Kind auch nur nicht so annähern, weil es in der Beziehung kriselt und er denkt, dass er dann auch noch dieses Kind verliert?? Wär doch auch eine Möglichkeit.

Wichtig ist, dass deine Cousine oder wer auch immer mal mit ihm darüber redet. Männer sind einfach zu verbohrt. Die fressen doch alles erst mal in sich rein.

Klar ist ne Familientherapie ne Möglichkeit, doch wenn er dazu nicht bereit ist bringt das ja auch nix.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es auch schwierig für den Freund ist, die Tochter deiner Cousine als seine eigene zu akzeptieren. Vielleicht lässt ihn deine Cousine aber auch mit der Erziehung aussen vor so dass er sich gar nicht darum kümmern MUSS!

Grüsse Sandra

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 12:24 Uhr

Hallo Sandra :-)

Danke für deine Antwort und nun versuche ich erstmal deine Fragen zu beantworten ;-)

"Warum darf denn der Mann seine Kinder nicht mehr sehen??? Wenn er doch der leibliche Vater ist, hat er doch ein Recht darauf!!!???? Oder??????"

Ok, ich versuchs zu erklären. Er hatte damals mit seiner Frau eine (noch nicht bezahlte) Eigentumswohnung. Da diese verkauft werden mußte, mußte auch die Frau mit den 3 Kindern logischerweise raus. Die beiden Ältesten sind 18 und 16, Ihnen wird immer gesagt: Bedankt euch bei eurem Vater. Wegen dem können wir uns nichts mehr leisten, wegen dem müssen wir ausziehen usw. usw.
Anfangs war der Kontakt noch einigermaßen gut und je weiter dieses Gehetze der Ex-Frau ging,desto abgeneigter wurden seine eigenen Kinder gegen ihn #schmoll
Nun wollen sie nichts mehr mit ihm zu tun haben :-(

Der Jüngste der Drei ist 5 Jahre alt und er bekam ihn alle 14 Tage Sonntags. Es wurde immer häufiger das er ihn abholen wollte und der Kleine plötzlich andersweitig verabredet war oder auch der Kleine am Telefon sagte, nee Papa ich habe keine Lust, ich will mit dem und dem spielen...
Das hörte sich extrem nach Beeinflussung an #schmoll

Er selbst hat momentan aufgegeben darum zu kämpfen, zu sehr hat es ihm immer weh getan. Das Jugendamt sagte auch zu ihm, sie wären nur für das Finanzielle zuständig... zahlen tut er für alle drei Unterhalt.


"Vielleicht will er sich dem Kind auch nur nicht so annähern, weil es in der Beziehung kriselt und er denkt, dass er dann auch noch dieses Kind verliert?? "

Nein, das ist es definitiv nicht. Er war von Anfang an etwas auf Abstand zu diesem Kind, schmusen von ihrer Seite wurde stocksteif beantwortet. Die Krise schleicht sich jetzt erst ein, da meine Cousine so nicht leben möchte, wie es momentan zwischen ihrer Tochter und ihrem Partner läuft.


Sie versucht oft mit ihm zu reden, ganz ruhig, ganz bestimmt, aber es ist sehr schwierig mit ihm. Er hat seine Meinung und dabei bleibt er. Kompromissbereit ist er wohl gar nicht. :-(
Ich hatte mal ansatzweise mit ihm gesprochen und ihm geraten er solle sich doch ein wenig mehr aus der Erziehung raushalten, so müsse er sich nicht ärgern und meine Cousine und das Kind hätten auch mehr Ruhe.

Er meckert sehr viel mit dem Kind und meine Cousine lässt ihn gar nicht aussen vor, im Gegenteil ich würde sagen er steckt viel zu sehr in der Erziehung drin.
Ausserdem vergleicht er sehr viel und sagt immer: "So waren meine Kinder nicht, meine Kinder haben dies gemacht und das gemacht, du bist nicht konsequent!"

Kleines Beispiel noch: Die Kleine kommt mit dem Zeugnis nach Hause (4. Klasse) mit der Empfehlung zur Realschule. Keine 4 im Zeugnis (3 wackelige dreien aber es ist eben 3).
Sie freut sich riesig über die Empfehlung und zeigt ihm voller Stolz das Zeugnis.
Seine Reaktion "naja könnte besser sein" #schmoll

Mittlerweile habe ich richtig das Gefühl, dass er das Kind überhaupt nicht mag... nur den Grund, den würde ich sehr gerne wissen :-(

Ob er sich zu einer Familientherapie überreden lässt, bezweifle ich.

Ich schätze ihn so ein, dass er erst aufwacht, wenn es zu spät ist und das wäre sehr sehr schade


LG Lisamarie

Beitrag von buxini 08.02.06 - 14:43 Uhr

Hallo Lisamarie!

Hmmmm - wenn er seine Kinder so schnell aufgibt (besonders den 5-jährigen) geb ich der 10-jährigen Tochter deiner Cousine eigentlich nicht viel Chancen:-(

Ich habe ebenfalls eine fast 5-jährige Tochter und wäre froh,wenn sich ihr Vater um sie kümmern würde.

Gruss Sandra

Beitrag von mariella70 08.02.06 - 12:18 Uhr

Hi Lisamarie,
das Verhalten des Mannes möchte ich nicht verteidigen, aber es ist erklärbar:
Ihm sind seine Kinder entzogen worden. Das ist ein unglaublicher Schmerz für einen Vater. Männer sperren so etwas weg, verdrängen es in ihrem Inneren und rühren nicht mehr dran, damit es nicht mehr weh tut.
Jetzt kommt da dieses neue Kind, es schenkt ihm Liebe und Zuwendung. Um die annehmen und erwidern zu können, müsste er den fest verschlossenen Raum "Elternliebe" in seinem Innern öffnen und damit würde sein eingesperrter Schmerz sich den Weg brechen. Das möchte er instinktiv verhindern, weshalb er die Kleine nicht an sich ranlässt.
Wenn er das Mädchen kritisiert, schützt er sich zum einen also selbst, zum anderen kritisiert er auch seine ihm entzogenen Kinder, seine Ex und die ganze Situation, denn er fühlt sich von allen gleichermaßen abgelehnt. Gleichzeitig schützt er sich vor einer erneuten Enttäuschung: Wenn er das Mädchen gar nicht erst an sich ran lässt, kann es ihn auch nicht verlassen (wie seine Ex-Familie)
Was ich sagen will ist: Nicht unbedingt eine Familientherapie ist nötig, sondern eine therapeutische Aufarbeitung seiner Scheidung und seines Trennungsschmerzes werden helfen. Vielleicht sollte er sich mit Vätern unterhalten, denen Ähnliches passiert ist. Wenn er sich gar nicht bewegt und in seinem Kummer verharrt, sehe ich nur die Trennung, denn ein Kind verdient es immer, liebevoll angenommen zu werden. Ein Erwachsener hat immer die Möglichkeit und die Pflicht, an sich zu arbeiten.
Bitte deine Cousine, mit ihm über seine Scheidung und den Verlust seiner Kinder zu sprechen. Sie soll behutsam vorgehen und sich dabei immer vorstellen, wie es wäre, wenn sie ihre Tochter nicht mehr sehen dürfte. Vielleicht und hoffentlich schaffen es die beiden ja gemeinsam, seine Türen zu öffenen.
Alles Gute
Mariella

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 12:30 Uhr

Liebe Mariella :-)

Danke auch dir für deine Worte #blume

Diese Gedanken beschleichen mich auch schon länger, dass der Knackpunkt nicht das Kind meiner Cousine ist, sondern seine Kinder und der damit verbundene Schmerz :-(

Nur wie soll man mit einem Mann reden, der so extrem stur und verbohrt ist? :-( Ich denke das sein Inneres auch sehr verletzlich ist, er es aussen nur nicht zeigen kann.

Gestern fragte ich meine Cousine ob sie ihn schon mal weinen gesehen hat, sie sagt ja "wegen seinen Kindern"

Leider ist er auch nicht so der große Redner, der sich Gleichgesinnte suchen würde um mit denen zu reden.

Ich werde versuchen, nochmal das Gespräch mit ihm zu finden, ich denke das er mir und meinem Partner auch vertraut.
Wir mögen ihn ja auch total gerne und möchten halt, das es auch dort schön wird.

LG Lisamarie

Beitrag von mariella70 09.02.06 - 00:19 Uhr

Hallo Lisamarie,
aha, er hat also Kummer deswegen (jeder gute Vater würde in so einer Situation leiden wie ein Hund). Ich weiß von einer Bekannten, dass sie ein ähnliches Problem hatte und er total erleichtert war, als seine Partnerin ihn unter vier Augen darauf ansprach. Er konnte dann endlich diesem Schmerz Worte verleihen und seine Ängste ausdrücken. Deine Cousine (und eher niemand sonst) sollte ihn vorsichtig bei einem Wein in einer entspannten Situation liebevoll darauf ansprechen (ohne Vorwürfe!) und nicht enttäuscht sein, wenn er erst mal "dicht" macht - sowas arbeitet langsam weiter und kommt irgendwann wieder hoch. Sie bewirkt auf jeden Fall etwas, nicht entmutigen lassen. Ich denke, die beiden sollten diesen Konflikt erstmal als Paar angehen. Ist jetzt nur so ein Gefühl, Männer öffnen sich meist eher der Partnerin als Freunden.
Mir kam noch ein zweiter Gedanke dazu: Möglicherweise denkt er, er würde seine leiblichen Kinder "verraten", wenn er eine enge Beziehung zu einem neuen Kind aufbaut. Der Kontakt wäre dann zusätzlich noch mit Schuldgefühlen belastet.
Übe das Gespräch mit deiner Cousine, stärke ihr den Rücken und dann auf in den Kampf: Ritter wollen mit Wattebäuschchen und viel Geduld bezwungen werden...
Liebe Grüße
Mariella

Beitrag von kvk78 08.02.06 - 12:31 Uhr

Hallo Lisamarie,

du schreibst, dass Gespräche zwischen deiner Cousine und ihrem Freund nicht viel bringen und er total stur ist. Hat sie denn den Eindruck, als verstehe er, dass er die Gefühle der Kleinen (und damit auch der Mama) mit seinem Verhalten verletzt? Oder sieht er es total anders und findet sein Verhalten völlig in Ordnung?
Ich kann mir vorstellen, dass sein Verhalten wirklich seine eigenen Probleme kompensiert und er zwar ahnt, dass er mit seinem Verhalten auf eine Katastrophe (in dem Fall eine Trennung) zusteuert, aber zu gelähmt ist, um sich sein Fehlverhalten wirklich einzugestehen.
Hat deine Cousine ihm schon einmal die Liebe (ich meine hier jetzt nicht Sexentzug) entzogen, um ihm zu zeigen, wie weh das tut? Also, wenn er sagt, dass er sie liebt, sie keine Reaktion zeigt und dann sagt "Ein bisschen?"? Ist zwar genauso kindisch, aber vielleicht spürt er dann mal, was er da eigentlich tut...
Vielleicht willigt er dann eher ein, seine Probleme in Angriff zu nehmen.

Ich finde es toll, dass du deine Cousine so unterstützt und wünsche euch allen alles Gute.

Viele Grüße
Kerstin

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 12:37 Uhr

Liebe Kerstin #blume

eine wahnsinnige Resonanz auf meinen Beitrag, ich bin total begeistert #liebdrueck

Deine Idee finde ich richtig klasse muss ich sagen.

Zu deiner ersten Frage:

"Hat sie denn den Eindruck, als verstehe er, dass er die Gefühle der Kleinen (und damit auch der Mama) mit seinem Verhalten verletzt? Oder sieht er es total anders und findet sein Verhalten völlig in Ordnung? "

Also ich weiß das er ihr immer sagt, dass die Kleine Schuld wäre. Sie müsse ihr Verhalten ändern, dann würde es besser laufen.
Aber ehrlich gesagt, denke ich das er genau weiß das er den Beiden weh tut und wie du schon geschrieben hast, er in der Beziehung total gelähmt ist, sein Fehlverhalten sich einzugestehen.

Die Idee mit dem Liebesentzug ist super #pro Kindisch aber vielleicht genau der Punkt, wo er aufwachen könnte #gruebel

Momentan ist sie auch etwas kühler (situationsbedingt) zu ihm und sie merkt schon das es ihm weh tut.

Danke für diese tolle Idee #liebdrueck

lg Lisamarie

Beitrag von benpaul6801 08.02.06 - 13:12 Uhr

hallo,
schwierige situation...
ich persönlich könnte mit keinem mann zusammen leben,der mein kind nicht 100% akzeptiert und gern hat.sowas hat meist keine zukunft.
aber wenn beide partner es wirklich wollen,zusammen zu bleiben,bleibt nur eine familieberatungsstelle.manchmal hat so eine abneigung ein ganz anderen grund als man annimmt.
mehr wüsste ich auch nicht zu tun...aber das kind leidet unter solchen aussagen:ich habe dich ein bisschen lieb doch total.das würde mir mein mutterherz brechen.
liebe grüsse,yvonne

Beitrag von lisamarie 08.02.06 - 13:19 Uhr

Hallo Yvonne :-) danke für deine Antwort

du hast Recht und es bricht ihr auch das Herz #schmoll

Wie gesagt ich denke das der ganze Grund gar nicht ihre Tochter ist, sondern das Problem bei seinen Kindern liegt.

Ich hoffe sehr das sie das lösen können, denn eigentlich ist er wirklich kein schlechter Kerl :-(

Vielleicht bringt es was, wenn sie sich gemeinsam zu einer Therapie entschliessen können, bevor es zu spät ist.

LG Lisamarie

Beitrag von mareamonn 09.02.06 - 11:00 Uhr


Trotz allem muß ich auch sagen, hast du gehört das die Kleine das gesagt hat?
Kinder können verdammt unfair und hinterlistig sein.. so nun werden mich hier vielleicht viele ausbuhen aber ich habe es oft genug am eigenen Körper erlebt.
Vielleicht mag sie ihn nur nicht und will ihn los werden?
Ihre Mama für sich alleine, ich würde die Kleine mehr beobachten und wenn es wirklich!! so ist das er sie so ablehnt würde ich ihn auch zum teufel schicken aber erstmal hinterfragen und auch ihm eine Chance geben sich zu äußern.

Es gibt meistens auch hier 2 Seiten ;-)

Nochmal hinterfragen und dann handeln denke ich =)

Gruß
Mary