weiss nicht, ob ich darüber lachen soll...

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von kaempferin 08.02.06 - 11:08 Uhr

hallo,

kurz zum sachverhalt: ich lebe seit november 2004 in trennung und habe anfang januar diesen jahres die scheidung (einvernehmlich) bei gericht eingereicht.

gestern bekam ich einen brief von meiner anwältin. darin steht, dass mein mann nun seinerseits einen anwalt zur wahrung seiner interessen beauftragt hat. dies mache sich daraus notwendig, weil der vermieter meinen mann nicht aus dem mietvertrag entlassen will und mir unterstellt wird, dass ich dies verweigere oder nicht alles dafür tue, damit er aus dem mietvertrag entlassen wird. dies stimmt nicht. wir haben beide einvernehmlich darum gebeten, ihn aus dem verhältnis zu entlassen. warum der vermieter sich quer stellt, weiss ich nicht, sehe aber auch keine veranlassung mich darum zu kümmern. er will ja raus, also kann er sich auch darum bemühen. scheinbar bekommt er das nicht aauf die reihe. seitens des vermieters bin ich hierzu noch nicht angesprochen worden.

in dem schreiben seines anwalts steht nun geschrieben, dass dieser sachverhalt es notwendig macht, eine folgesache anhängig zu machen und mein mann zugleich auch einen scheidungsantrag stellt.

ich versteh das leider nicht so ganz - ich hab doch die scheidung eingereicht. alle notwendigen abschriften dazu hat er bekommen. wieso stellt er denn jetzt auch einen scheidungsantrag? geht sowas? was könnte er damit bezwecken?

und was ist eine folgesache? wenn ich nun die scheidung eingereicht habe, hat diese folgesache dann kosten für mich zur folge?

was soll das alles? ich versteh das nicht.

für antworten und tipps wäre ich sehr dankbar.

gruß, kaempferin

Beitrag von maukal 08.02.06 - 12:49 Uhr

Hallo,

also ich denke, das wäre Sache Deiner Anwältin, Dir diesen ganzen Wust zu erklären. Wenn sie es nicht versteht, wer sonst?

Sie kann zur Not ja auch mit dem Anwalt Deines Mannes Kontakt aufnehmen und zu einer Aussprache bitten.

Das wäre wahrscheinlich die effektivste Lösung.

Alles Gute
LG Maukal

Beitrag von maeuschen06 08.02.06 - 13:40 Uhr

Hallo,

ich kann dein Problem nicht verstehen. Kein Vermieter läßt gerne einen Partner und dann noch den Hauptverdiener einfach so aus dem Mietvertrag. Klar, so hat er einen Zahler mehr. Wieso willst du ihm nicht dabei helfen? Da brichst du dir doch keinen Zacken aus der Krone und ihr kommt endlich auseinander.

Den Scheidungsantrag stellt dein Mann, damit er auf jeden Fall geschieden wird, Du könntest ja jederzeit deinen Antrag zurückziehen. Da ist nichts schlimmes dran. Weiterer Vorteil eines zweiten Anwalts: gleich nach der Scheidung könnt ihr beide Rechtsmittelverzicht erklären und die Scheidung ist sofort wirksam und nicht erst einen Monat später.

Sprich mit deiner Anwältin, sie kann dir alles noch mal ausführlich erklären, dafür ist sie da. Und biete ihm Mithilfe beim Vermieter an, dann könnt ihr endlich einen Schlußstrich ziehen.

LG

Beitrag von bine3002 08.02.06 - 21:39 Uhr

Also aus dem Bekanntenkreis weiß ich, dass diese Rechtsanwälte vieles in den falschen Hals kriegen. Man sitzt da, erzählt was man so erlebt hat und der Anwalt macht mit seinem Juristendeutsch eine ganz andere Story draus und das geht dann zwischen den Anwälten hin und her. Die Folge: Viele, die vorher gut klar kamen, sind nun verfeindet.

Also ich würde dir raten, so viel wie möglich mit deinem (Ex-)Mann persönlich zu klären.

Die Sache mit der Wohnung würde ich ebenfalls gemeinsam mit ihm klären. Ihr habt beide dort gewohnt, ihr wollt euch einvernehmlich scheiden lassen, deswegen denke ich, sollte man auch das bisherige Leben einvernehmlich abschließen. Einfach um einen geraden Schlußstrich zu haben.

Beitrag von schwarzbeere 10.02.06 - 12:09 Uhr

Hallo Kämpferin,

wünsch Dir erst mal gute Nerven.

Bin seit letzter Woche geschieden. Gott sei Dank.

Auch wenn ich Dir nicht Angst machen will. Also wir hatten auch alles geregelt, waren einvernehmlich das erste Mal beim Anwalt, da ja eigentlich alles geregelt war......Tja und dann zwei Monate später ging es los.
Mein Mann hatte einen eigenen Anwalt, da er auf einmal auf die Idee kam, dass er Unterhalt und diverses anderes wollte.

Ergebnis: ...alles hat wesentlich länger gedauert, der Anwalt meines Mannes wollte eigentlich eine Folgesache anhängig machen, was der Richter dann verhindert hat, indem er auf die Vernunft appeliert hat. Dinge die längst geregelt waren wurden von dem Anwalt thematisiert. Was unnötige Kosten erzeugt hat.

Ich hatte Glück im Unglück, dass der Richter keinen langen Rechtsstreit wollte, sondern versuchte zu vermitteln. Der Anwalt meines Mannes fängt selbst jetzt nochmals mit Schriftverkehr an, wo mein Mann einfach nur nochmals mit mir Reden müsste. Also stell Dich auf das schlimmste ein und freu Dich, wenn Ihr es im Gespräch ohne Anwälte hinbekommt.

Ich wünsch Dir das nötige Quentchen Glück.

Anna

Beitrag von kaempferin 10.02.06 - 12:56 Uhr

hallo anna,

ich danke dir für deine antwort. nun, bei mir sieht es ähnlich aus. dinge, die eigentlich geregelt schienen, sind plötzlich wieder thema. erst schien alles ok. später hat er sich monatelang nicht gemeldet, hat jeden versuch eines vernünftigen gesprächs in einen streit laufen lassen und mir nicht die gelegenheit gegeben wenigstens halbwegs vernünftig die sache zu beenden. es mussten einige dinge abgesprochen werden, es gab ja auch verbindlichkeiten, die geklärt werden mussten. er meinte, er ruft an... sagt, es ist vorbei! und lässt nie wieder etwas von sich hören. alles finazielle musste ich tragen und er hat nicht gefragt, wie es mir dabei geht. plötzlich jetzt bekomme ich so einen brief, in dem er mir verweigerung unterstellt und selbst die scheidung einreicht, um nicht gefahr zu laufen, dass ich meinen antrag wieder zurück ziehe - so ein blödsinn. er dreht es jetzt einfach um und schiebt mir den schwarzen peter zu.

in den vorangegangenen beiträgen wurde mir empfohlen, mich mit ihm zu verständigen. ich seh das nicht mehr so. er hatte ein ganzes jahr zeit und wollte auf mein bemühen zur klärung nicht reagieren, eher hat er mich beschimpft.

jetzt, wo er aus der nummer nicht heraus kommt mit seiner "kopf in den sand-taktik", wird es eng für ihn und er greift zu solchen wirren mitteln. ich glaub, er ist nicht bei sinnen.

und ich kann ihn einfach nicht verstehen, was soll alles das??

es kommt mir vor, als müsste er jemandem beweisen, dass nicht ich, sondern er mich verlassen hat. im grunde kann mir das auch egal sein, wäre da nicht diese folgesache. ich bin einfach nicht bereit noch mehr für diesen mann zu bezahlen, er hast schon mein ganzes geld - irgendwann ist wirklich mal schluss!!!

gruß, k.