Was ist der AFP-Test? Könnt ihr mir was dazu sagen?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nicolesaalfeld 08.02.06 - 16:57 Uhr

Hallo Mamis.

War heute bei einer weiteren Vorsorgeuntersuchung.
Die Schwester meinte dann zu mir dass wir heute den AFP-Test machen sollten. Sie meinte dazu nur das sei ein Test der Missbildungen feststellen könnte, und dann nur weil man Blut abnimmt???
Sie haben den Test um zwei Wochen verschoben, weil der wohl in ein bestimmten SSW gemacht werden muss sonst würde wohl der Wert nicht stimmen. Und wie immer muss ich den selbst bezahlen, aber die Schwester meinte ja das der Test unbedingt nötig sei.

Um mal auf den Punkt zu kommen:

Muss denn dieser Test unbedingt sein, denn nächsten Monat geh ich zur Feindiagnostik und da kann man doch Missbildungen feststellen???

Könnt ihr mir was dazu sagen? Bitte!


Nicolé + Mopsi (15+1)

Beitrag von marlies82 08.02.06 - 17:03 Uhr

Also dies ist meine 2. SS und ich habe noch nie von einen AFP Test gehört. Es wird ja ohnehin regelmäßig Blut abgenommen.
Unbedingt nötig ist der test wohl nicht, wenn man ihn selbst bezahlen muss. Musst entscheiden, ob Du wissen möchtest, ob das Kind Missbildungen hat oder so. Und vor allem, ändert sich was für Dich wenn was festgestellt wird? Abtreibungen etc?

Gruß
Marlies

http://www.augustmamas.de.vu

Beitrag von landmaus 08.02.06 - 17:27 Uhr

Hallo Nicolé,

ich hab den AFP-Test machen lassen. Mein Mann und ich haben uns gegen andere Zustazuntersuchung (außer Toxoplasmose und Zuckerbelastungstest) entschieden, wollten aber gerne einen offenen Rücken ausschließen. Und genau dazu ist dieser Test da:-D.

Hier der Text aus dem Infoblatt meines Frauenarztest zu dieser Untersuchung:

"AFP-Screening: In der 15.-17. SSW kann ein zusätzlicher Blut-Test bei der Mutter zum sicheren Ausschluss eines offenen Rückens (sog. Spina bifida) durchgeführt werden (Kosten: € 7, Labor € 17)."

Ob man das bei der Feindiagnostik gleich mitausschließen kann, weiß ich leider nicht#gruebel. Vielleicht kannst du den Arzt der die Feindiagnostik macht mal anrufen und nachfragen.

LG,
die Landmaus + #ei (28.Ssw)

Beitrag von s_a_m 08.02.06 - 19:01 Uhr

Das AFP (Alpha-Feto-Protein) wird vom Rückenmark des Babys gebildet. Eine deutlich erhöhte AFP-Konzentration kann auf eine offene Fehlbildung der Bauchwand oder des Neuralrohrs hinweisen (z.B. Bauchwanddurchbruch, Spina bifida aperta, Anencephalie), da bei diesen Besonderheiten das AFP ins Fruchtwasser und darüber auch ins Blut der Schwangeren gelangt.

Allerdings zeigen erhöhte AFP-Werte lediglich in etwa 2 bis 3 von 100 Fällen solche Besonderheiten beim Kind an, denn erhöhte AFP-Konzentrationen liegen auch bei z.B. Mehrlingsschwangerschaften oder ungenau angegebenem Schwangerschaftsalter vor.

Die gemessenen Werte lassen keine (!) Aussage darüber zu, welche Besonderheit genau beim Kind vorliegen könnte.

Durchschnittlich 40 von 1.000 Frauen wird eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein Kind mit einer Neuralrohrfehlbildung (z.B. einer Form von Spina bifida aperta oder Anencephalie) bescheinigt. Tatsächlich erwarten nur 2 dieser 40 Frauen ein Kind mit Spina bifida aperta, bei Anencephalie sind es noch weniger.

Diagnosen körperlicher Fehlbildungen werden durch (Fein-) Ultraschall gestellt oder weitgehend ausgeschlossen. Bestimmte Werte im mütterlichen Blut können zwar Hinweise geben, aber der Körper des Babys kann nunmal nicht im mütterlichen Blutbild dargestellt oder untersucht werden ;-)

Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von nicolesaalfeld 08.02.06 - 20:20 Uhr

Also erstmal danke für eure Antworten.

Aber die letzte Antwort von Sabine hat mich dann doch überzeugt diesen Test nicht machen zu lassen.

Außerdem wenn festgestellt wird das mein Kind was hat, ist auch nicht gesagt das sie ihm helfen können und lieben würde ich mein Baby so oder so.

Meine Mutti hat 6 gesunde Kinder auf die Welt gebracht ohne solche Tests und ohne Ultraschall, dass gab es bei ihr damals nämlich alles noch net.

Danke euch!!!!