befreiung von praxisgebühr

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Beitrag von kasche 08.02.06 - 18:04 Uhr

hallo
wer kennt sich aus? habe jetzt einen job, bei dem es vorne und hinten nicht mehr reicht. verdiene brutto 1679,-euro. wir sind 5 personen. meine jungs sind 5,3,1j. zum zahnarzt müsste ich eigentlich , aber wir haben diesen monat schon 30,-euro praxisgebühr hingelegt. mehr geht den monat einfach nicht mehr. einen krankenhausaufenthalt schiebe ich auch vor mir her. da ich vorneweg 10tage stationär bin. das heißt 200,-euro kh-kosten. weiß jemand ob wir recht auf befreiung haben? zu dem wird noch eine brille in diesem jahr fällig. ich weiß schon nicht mehr wo ich die kohle hernehmen soll. irgendwann laufen wir blind und mit einer raffel im mund herum
gruß kai

Beitrag von p.thomas 08.02.06 - 18:15 Uhr

Alsoooo...
2 % deines Familieneinkommens als Zuzahlung, von diesem Bruttoeinkommen gibt es noch diverse Freibeträge. Könnte man sich theoretisch ausrechnen aber versuchs mal hier http://www.krankenkasse.de/bigcalc.pl?op=zuzahlung

Bist du chronisch krank zahlst du nur 1 %

Mich treibt diese Zahlung auch in den Ruin, habe auch noch eine 15 jährige die Allergiker ist muss die Antihistaminika selber zahlen. Für Kinder unter 14 gibts das noch auf Rezept :-[
Frustrierend aber nicht zu ändern

Gruss
Petra

Beitrag von sanni1966 08.02.06 - 21:06 Uhr


Hallo...
Ich weiß ja nicht bei welcher Krankenkasse Du bist, aber vielleicht wäre es für dich ne Alternative zur Barmer zu wechseln die bieten da was an.
Man geht zu seinem Hausarzt und unterschreibt so ein Hausarztprogramm , d.h. Du unterschreibst praktisch das Du immer erst zu Deinem Hausarzt gehst und Dir eine Überweisung holst.. allerdings bist Du bei Rezepten dann an eine Apotheke gebunden, was ja im Prinzip nicht schlimm ist... und dann bekommst Du einen Aufkleber auf Deine Versichertenkarte geklebt wo drauf steht von der Praxisgebühr befreit.... d.h. natürlich nicht so ganz... aber Du zahlst nur einmal im Jahr 10,-€ ( für den Zahnarzt natürlich noch einmal10,-€ dazu).
Lg Sanni

Beitrag von kasche 08.02.06 - 21:13 Uhr

hallo sanni
das kenn ich nur von meinen kindern. wir sind bei der aok. mir hat mein hausarzt das noch nicht angeboten.
wusste auch nicht, daß das was mit der praxisgebühr zu tun hat. werde mich da am freitag mal informieren.

gruß kai

Beitrag von sanni1966 08.02.06 - 21:15 Uhr


Hallo Kai

Die AOK bietet das leider nicht an , momentan nur die Barmer.
Lg Sanni

Beitrag von sassi31 09.02.06 - 20:52 Uhr

Hallo,

das ist so nicht ganz richtig.

Die DAK bietet auch ein Hausarztmodel an.

LG
Sassi

Beitrag von pusteblume41 09.02.06 - 08:40 Uhr

Hallo,

leider machen auch nicht alle Hausärzte bei diesem Programm mit. Ich hatte mir auch überlegt, zur Barmer zu wechseln, dann müsste ich aber wohl auch den Hausarzt wechseln und das wollte ich dann doch nicht.

LG

Pusteblume

Beitrag von junimond.1969 08.02.06 - 18:31 Uhr

"aber wir haben diesen monat schon 30,-euro praxisgebühr hingelegt. mehr geht den monat einfach nicht mehr"

Ähm, wie kann es sein, dass Du 30,- € Praxisgebühr hast? Die Kinder zahlen doch keine und Erwachsene nur einmal im Quartal 10,- €. OK, der Zahnarzt wäre noch extra zu zahlen, klar.

Was ganz anderes - brutto 1679,-, da kann netto nicht viel bei rum kommen und selbst mit Kindergeld wird's eng. Hast Du schon mal abgeklärt, ob Ihr Anspruch auf ergänzendes ALG II habt oder auf Kinderzuschlag (plus Wohngeld)?

Des Weiteren haben viele Kommunen auch immer noch die Regelung, dass auch Familien, die nicht im laufenden Bezug von Sozialleistungen sind, Beihilfen/zinsfreie Darlehen zu "unabweisbaren Bedarfen" haben. Bei Brille und Zahnersatz allerdings ist die Lage recht klar - da gibbet in der Regel nüscht, das ist über die Kasse abgedeckt. Klar, reine Kassenmodelle und -gläser sind nicht das Gelbe vom Ei, tun's aber.

Ansonsten siehe meinen Vorschreiber - man kann ab einer bestimmten Grenze eine Befreiung bekommen und alles, was dann über der "Belastungsgrenze" (eben diese 2 %) liegt, bekommt man von der KK wieder.

Gruß
Christine

P.S. Hier ist ein Rechner zu ALG II und Kinderzuschlag/Wohngeld, da kannst Du mal schauen, ob der Weg zur ARGE Sinn machen könnte:
http://www.geldsparen.de/content/finanzen/Soziales/ALG2rechner.php?openmenue=26&opensub=960



Beitrag von kasche 08.02.06 - 21:00 Uhr

ich war letzten donnerstag beim hausarzt, der mir gleich eine einweisung ins kh mit gab(zum 2.mal), meine frau war am montag beim arzt anschl. beim zahnarzt. macht 30,-euro praxisgebühr.
da wir wohneigentum haben bekommen wir einen "lastenzuschuß für wohneigentum" von 46,-euro

wieso ergänzendes alg2? ich bin vollberufstätig. als busfahrer im linienverkehr im schichtdienst. also ich kann mir nicht mal einen nebenjob suchen. meine frau muß für den kleinen noch da sein, da er noch gestillt wird.

ansonsten ,in sachen geldsparen ..... meine kinder fragen mich schon ,ob es sein muß,daß es so oft suppe gibt. das schlimme ist nur, wir liegen dem staat ja nicht auf der tasche, denn da hätten wir bestimmt mehr.

Beitrag von krugi2780 08.02.06 - 21:56 Uhr

Aber deine Frau kann Alg 2 beantragen.

Beitrag von junimond.1969 08.02.06 - 22:19 Uhr

Er kann das auch, siehe meine Antwort an ihn. Und wenn sie beantragt, ist er als Ehemann eh mit in der Bedarfsgemeinschaft, es ist also wurscht, ob er oder die Frau Antragsteller ist.

Gruß
Christine

Beitrag von junimond.1969 08.02.06 - 22:15 Uhr

"wieso ergänzendes alg2? ich bin vollberufstätig. als busfahrer im linienverkehr im schichtdienst. also ich kann mir nicht mal einen nebenjob suchen. meine frau muß für den kleinen noch da sein, da er noch gestillt wird."

ALG II ist nicht nur für Arbeitslose. Ergänzendes ALG II kann man auch bekommen, wenn man unter bestimmten Einkommensgrenzen liegt. Wenn ein Kind noch unter drei ist und Du voll berufstätig, dann muss Deine Frau auch nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Sorry, aber spätestens, wenn es darum geht, dass Kinder nicht gescheit ernährt werden können (dauernd Suppe), dann ist falscher Stolz von wegen "Staat nicht auf der Tasche liegen" fehl am Platze. Sehr wahrscheinlich hättet Ihr mehr*, und Ihr wäret auch sicher keine dem Staat auf der Tasche-Lieger, sondern eine von hunderttausenden Familien, die sowenig Erwerbseinkommen erzielen, so dass sie unter dem ALG II-Niveau liegen und somit Anspruch auf Unterstützung, auf ergänzendes ALG II haben.

*Und damit meine ich nicht, dass ALG II-Empfänger per Se IMMER mehr haben als Geringverdiener, Ihr hättet mit ergänzendem ALG II immer mehr als ein Nur-ALG II-Empfänger.

Gruß
Christine

Beitrag von nine2005 08.02.06 - 21:39 Uhr

Kann man eine Befreiung auch nachträglich stellen??

Bin nämlich letztes Jahr über die Grenze gestiegen und habe das gerade mal ausgerechnet deshalb habe ich das erst jetzt bemerkt.

Bekommt man das zuviel gezahlte Geld wieder?

Beitrag von junimond.1969 08.02.06 - 22:16 Uhr

"Kann man eine Befreiung auch nachträglich stellen?? "

Das weiß ich leider nicht.

Gruß
Christine

Beitrag von mari_g 08.02.06 - 22:52 Uhr

Das was man zuviel gezahlt hat, bekommt man erstattet. Du musst also deine Belege nehmen und die Einkommensnachweise und die rechnen dann deine Belastungsgrenze aus und rechnen deine Belege zusammen und das was du zuviel gezahlt hast im letzten Jahr bekommst du wieder. Solltest du aber so schnell wie möglich machen. Eine Befreiung bekommst du nicht.

Wenn du z. B. im Sommer deine Zuzahlungsgrenze erreicht hast, bekommst du eine Befreiung für den Rest des Jahres. Was du drüber gezahlt hast bekommst du erstattet.

Man kann auch schon direkt am Anfang eines Jahres den gesamten Betrag bei der Krankenkasse bezahlen und erhält gleich die Befreiung. Lohnt sich natürlich nur bei Leuten, die genau wissen, dass sie über die Zuzahlungsgrenze kommen.

Beitrag von nine2005 09.02.06 - 11:22 Uhr

Danke da weis ich erst einmal besscheid.

was mir gerade einfällt ist, dass ich erst ab juni letzten Jahres ALG II bekommen habe,daher geht die Grenze ja nach oben. Müsste ja die 5Monate ALG I mit dazu rechnen.

Beitrag von p.thomas 08.02.06 - 18:27 Uhr

Versuchs lieber hier http://zuzahlung.4alpha.de/Calculate.php?SID=5e6b6f534dede14047b78d161760c41bi bei dem andern Link rechnen rdie nicht richtig, vielmehr sie ziehen den freibetrag nicht ab

Beitrag von elephas 08.02.06 - 19:47 Uhr

Ja, wie sieht es denn dann für Studenten aus? Ich verdiene nichts und muss auch meine Praxisgebühr und Zuzahlungen leisten. Gibt es dafür vielleicht einen brauchbaren Link? Der erste Link sagt mir nämlich, dass ich als AlgII-Empfänger nur den Mindestsatz an Zuzahlungen leisten muss#kratz (wusste gar nicht, dass alle Menschen ohne Einkommen gleich AlgII-Empfänger sind) und der zweite Link funktioniert nicht :-(
Bei mir sieht es momentan nämlich auch so aus, dass ich bei Grippe nicht mehr zum Arzt gehe und mit Hilfe von Hausmittelchen versuche zurecht zu kommen (dauert halt etwas länger) und alles andere schiebe ich auch aus Geldmangel vor mir her (hab drei schwarze Muttermale, die ich eigentlich schon längst mal hätte ansehen lassen wollen und seit Weihnachten nen geschwollenen Lymphknoten...)
Kennt sich da zufällig jemand aus?

Beitrag von p.thomas 09.02.06 - 14:41 Uhr

Du verdienst nichts??? Über wen bist du denn dann versichert? Und wovon lebst du denn?

Gruss
Petra

Beitrag von elephas 09.02.06 - 18:43 Uhr

Ja, als Student verdient man nichts. Ich bekomme lediglich Bafög und damit muss ich irgendwie über die Runden kommen.
Versichert bin ich ganz normal gesetzlich, muss aber auch alles selbst zahlen, wie z.B. Praxisgebühr und Zuzahlungen. Deshalb ja meine Frage, gibt es für Studenten auch so eine Art Höchstzuzahlungssatz oder so etwas in der Art. Denn sonst kann ich es mir normalerweise nicht leisten, zum Arzt zu gehen...
Wahrscheinlich sollte ich mich mal an meine Krankenkasse wenden, die müssten so was wohl am ehesten wissen...

Beitrag von scullyagent 09.02.06 - 19:19 Uhr

Als ich studierte habe ich gejobbt, alle unsere Studi-Praktikanten jobben...

...weil bafög einfach nicht reicht. Und ehrlich, anstatt zu jammern, das Du es Dir nicht leisten kannst zum Arzt zu gehen, solltest Du einfach einen Job suchen.

Scully

Beitrag von elephas 09.02.06 - 19:47 Uhr

Naja, ich denke es kommt halt eben immer drauf an, was man studiert und in welcher Zeit man fertig werden will.
Ich studiere in einem sehr lernintensiven naturwissenschaftlichen Fach, Vollzeit, habe ca. eine Stunde Fahrtzeit zur Uni, habe oft Praktika die von Morgens bis Abends gehen, muss Protokolle schreiben, Vorträge vorbereiten, und und und. Ich weiß nicht, ob ich einfach zu blöd bin und deshalb so viel zu Hause tun muss, oder ob es anderen auch so geht, aber ich schaffe es nicht noch nebenbei zu arbeiten. Im ersten Semester habe ich auf 400-Euro-Basis nebenher gejobbt, hab aber schnell gesehen, dass ich es einfach nicht schaffe. Das meiste der Freizeit geht fürs Lernen und sonstige Vorbereitungen drauf, auch das Wochenende.
In den Semesterferien sieht es nicht viel anders aus. Viele Uni-Praktika laufen bei uns in den Ferien und Prüfungen finden bei uns auch fast alle in den Ferien statt. Dann noch Industriepraktikum, etc.
Dafür bin ich aber auch eine der wenigen in meinem Semester, die das Studium innerhalb der Regelstudienzeit fertig bekommen. Bin mittlerweile schon bei meinen Abschlussprüfungen fürs Diplom. Hab nur noch ein paar Praktika vor mir und im Sommer beginne ich mit der Dipomarbeit. D.h. es ist ein Ende in Sicht und damit auch die Chance auf ein "besseres Leben" ;-)
Ich könnte ja auch zu meinen Eltern gehen und sie um Geld bitten, aber ehrlich gesagt bin ich mittlerweile echt aus dem Alter raus, dass ich von jemandem abhängig sein will. Weder von meinen Eltern noch vom Staat.
Nee, ich jammere ja nicht. Ich denke nur, dass wir als Studenten theoretisch auch das Recht haben sollten, von diesen Zuzahlungen freigestellt zu sein. Ich kann mich nämlich erinnern, dass das im ersten Semester noch so war und dann kam ja die tolle Gesundheitsreform...

Beitrag von scullyagent 09.02.06 - 20:02 Uhr

Nun, ich habe Pharmazie studiert.

War auch nicht gerade ein Spaziergang. Ich kann mich nicht erinnern je vorher oder nachher in meinem Leben so intensiv gelernt zu haben. Aber bei mir ist das auch schon knapp 20 jahre her.

Scully

Beitrag von elephas 09.02.06 - 20:14 Uhr

Glaub ich Dir, dass das kein Spaziergang war! Pharmazie ist mit Sicherheit auch sehr lernintensiv.

Habe gerade noch ein wenig darüber nachgedacht und dabei ist mir aufgefallen, dass eingentlich kaum einer meiner Mitstudenten nebenher arbeiten geht. Und ich glaube nicht, dass ich nur mit "betuchten" Leuten zu tun habe. Das einzige was ein paar meiner Bekannten machen sind Studentenjobs an der Uni. Aber das fällt bei mir schon allein wegen der langen Anfahrt flach. Hm... Naja, egal.

Dir noch einen schönen Abend!