"Mama Arm!!" bzw. Eifersucht aufs Baby...?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von blumenkind22 08.02.06 - 19:31 Uhr

Hallo,

Savannah ist zwei, und seit 11 Tagen hat sie eine kleine Schwester. Sie ist auch sehr begeistert vom Baby, rennt immer gleich hin, wenn die Kleine weint, hilft mir beim Windel wechseln, zeigt dem Baby ihre Spielsachen etc... alles in allem geht sie wirklich sehr gut mit der neuen Situation um, sie hat sich auch nicht sehr veraendert (habe oefters gehoert, dass Kleinkinder dann extrem trotzig werden, das ist bei ihr nicht der Fall)

Aaaaber immer, wenn ich Vivienne stille oder im Tragetuch trage, fordert sie permanent "Mama Arm" (trag mich!) bzw. "Mama lap" (= nimm mich auf den Schoss). Mir tut das jedesmal richtig weh, wenn ich ihr dann immer sagen muss das geht nicht, ich habe grade das Baby.... habt Ihr Tipps, wie man am besten reagiert in dieser Situation- also den Beduerfnissen des Babys nachkommt, ohne das Kleinkind wegzuschicken? Habe manchmal das gefuehl, ich muss mich in der Mitte durchteilen #:-(

Danke u. liebe Gruesse,
Katja mit Savannah (2) und Vivienne (11 Tage)

Beitrag von sweety03 08.02.06 - 19:52 Uhr

Hallo Katja,

das war bei uns in den ersten Wochen auch ganz extrem, dass Alena immer gerade dann etwas wollte, wenn ich Luisa gestillt oder gewickelt habe. Alena war bei der Geburt auch gerade 2 geworden.
Ich hatte das Glück, dass mein Mann 3 Wochen nach Luisas Geburt zu Hause war, so dass er in diesen Zeiten Alena mehr betreut hat.
Als er wieder arbeiten musste, habe ich Alena während des Stillens ein Buch vorgelesen oder sie in ein Gespräch verwickelt, damit sie abgelenkt war. Oder sie hat mir ein Spucktuch geholt. Am besten ist es, wenn Du Savannah immer mit einbeziehst.
Nach einiger Zeit fing sie an, ihre Puppe zu stillen, wenn ich Luisa gestillt habe.
Nach dem Stillen habe ich Alena gleich auf den Schoss genommen und mit ihr gekuschelt.
Die erste Zeit wird sehr anstrengend werden, aber glaub mir: es wird immer besser!!
Jetzt sind meine Töchter 32 Monate und 7 Monate.
Ich stille die Kleine immer noch und mittlerweile nimmt Alena das kaum noch wahr.

Sweety

Beitrag von wunderland 08.02.06 - 21:41 Uhr

Ich habe mich immer aufs Stillen gewappnet mit Büchern, Liederbüchern oder was zum Essen (geschnittener Apfel, den sie gegessen hat oder mich gefüttert hat). Habe auch immer am Sofa gestillt, so dass sie sich mit dazu kuscheln konnte. Meinem Klienen hat es auch gut gefallen, er kannte die Lieder und ihre Stimme ja gut aus dem Bauch.

Viel Kraft für die erste andtrengende Zeit - und nach 5 Monaten weiß sie gar nicht mehr, dass sie mal alleine bei euch war #freu

Birgit

Beitrag von lapka23 09.02.06 - 00:08 Uhr

Hallo Katja

Ich habe auch zwei Töchter , mit 18 Monaten unterschied.
Am Anfang hatte ich keine Probleme mit Lisa, ich konnte ruhig
stillen sie hat es akzeptiert, aber jetzt wo Viktoria 7 mon alt ist ,fängt Lisa an mit Eifersucht. Sobald Viki nicht auf meinem Arm ist will sie auf dem Arm, wegen jeder Kleinigkeit will sie auf dem Arm, beim stillen legt sie sich dann auf meinen Schoß.
Mir tut es auch sehr Leid das ich ihr nicht die ganze Aufmerksamkeit zuteilen kann, immer zu sagen: warte kurz, ich komme gleich..... Aber ich denke es geht nicht anders.
An einem Vormittag nimmt meine Mutter die Kleine und ich hab dann Zeit für Lisa, sie genießt die zeit total. #liebdrueck

Beitrag von lilas 09.02.06 - 06:54 Uhr

Hallo Katja,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem zweiten kleinen Sonnenschein!

Bei uns sieht es zur Zeit ganz ähnlich aus. Meine "Grosse" ist knapp zwei Jahre alt, und der kleine kam vor weniger als drei Wochen zur Welt. Seither herrscht hier der Ausnahmezustand, obwohl mein Sohn eigentlich ein recht zufriedenes Baby ist.

Meine Tochter ist auch sehr lieb zu ihm, möchte ihn oft streicheln, küssen und am liebsten auch füttern (mit ihrem Spielzeuglöffel und Spielzeuggemüse).

Aber beim Stillen gibt es auch öfter mal Probleme. Je nachdem, was sie gerade möchte, gehe ich darauf ein; z.b. wenn sie GANZ dringend ein Spielzeug haben möchte, an das sie aber nicht herankommt. In diesem Fall stehe ich schon mal - mit dem Kind an der Brust - auf und hole den entsprechenden Gegenstand. Wenn es aber komplizierter ist und sie z.B. verlangt, durchgekitzelt zu werden (was ja nun stillenderweise WIRKLICH nicht geht #schwitz ) sage ich ihr, dass ich momentan gerade beschäftigt bin, aber ich sie später (grosses Ehrenwort!) durchkitzeln werde. Das Versprechen löse ich dann auch konsequent ein, selbst wenn sie selbst es inzwischen vergessen hat.

Ansonsten hilft halt nur das Ablenkungsprogramm. Entweder, indem ich sie auffordere, mir etwas zu besorgen und dadurch zu "helfen" oder aber indem ich ihr einen konkreten Spielvorschlag mache. Manchmal funktioniert das. Manchmal weniger...

LG
lilas