Meine Mami, ich lieb Dich so sehr!

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von shira21 09.02.06 - 13:44 Uhr

Hallo!

Ich bin heute zum erste mal unter Euch und wollte eigenltich nichts schreiben. Aber nachdem ich jetzt schon nach zwei Beiträgen nur heulend vor dem Computer sitzte muss ich mir auch was von der Seele schreiben.

Ich bin 24 und habe einen Sohn von 1 1/2 Jahren.

Letztes Jahr im Februar kam meine Mutter aus einem Abenteuerurlaub aus Vietnam wieder. Sie hatte einfach nur Rückenschmerzen. Nachdem die immer schlimmer wurden bin ich mit meiner Mami 3 monate lang von Arzt zu Arzt und keiner konnte Ihr helfen. Ein Arzt in der Uniklinik hat zu Ihr noch gesagt ob sie mal ans abnehmen gedacht hat und das sind alterserscheinungen sie simuliert nur.

Naja am 24.05 habe ich sie dann noteingewiesen und am nächsten tag hatten wir die diagnose krebs. Im lauf der woche stellte sich heraus das Sie ein MammaCa hat und Medastasen in der Leber und schon in fast alles Knochen.
Meine Mutter durfte sich jetzt ein halbes Jahr überhaupt nicht mehr bewegen und war somit ein vollpflegefall. Wir haben sie nach 7 Wochen nachhause geholt und mein Papi mein Bruder und ich haben Sie ein halbes Jahr 23 Stunden am Tag gepflegt. Leider hat die Behandlung gar nichts geholfen. 11 tage nach Ihrem 50sten und 9 tage nach meinem 24 Geburtstag ist sie grausam erstickt. Wir waren alle bei Ihr.

Ich liebe meine Mami doch so sehr. Mein kleiner hat halt keine liebe Omi mehr und das tut mir so sehr weh. Ich weis aber das ich Gott dafür dankbar sein muss das ich so alt geworden bin und meine Mami so lange hatte. Ich weis das es vielen anderen von Euch viel schlimmer erwischt hat.
Aber ich vermisse Sie halt einfach so sehr.

Danke das ich mich bei Euch habe mal ausheulen dürfen. Alle anderen erwarten immer das man wenn man Kind, Hund und arbeit hat genug abgelenkt ist und das man einfach stark sein muss.
Danke

Shira21
#kerze für meine Mami gestorben am 14.11.2005

Beitrag von minnasumsum 09.02.06 - 13:54 Uhr

Hallo

Lass dich mal im Arm nehmen #liebdrueck

mein onkel(55) ist die woche auch an Krebs gestorben #heul Nun sind sie von ihren schmerz befreit!

Ich hoffe, daß die Medizin den Krebs bald besiegen kann.


Ich zünde eine Kerze für meinen Onkel und für deiner mama an #kerze#kerze!


#heul#heul#heul

Beitrag von gigglepea 09.02.06 - 14:11 Uhr

Hallo,
das ist wirklich schrecklich,v.a. weil du selbst auch noch so jung bist.
Meine Mom ist im Juli 2005 im Alter von 57 Jahren verstorben. Im Januar hatte sie erfahren, daß sie Krebs hat. Es war ähnlich wie bei deiner Mama. Erst sagten die Ärzte, es wäre alles nur Einbildung. Hätte man ihre Krankheit früher erkannt, wäre sie heute vielleicht noch am Leben.
Ich bin natürlich auch traurig, daß sie ihr zweites Enkelkind nicht mehr kennengelernt hat. Aber für die Kinder ist es ja nicht so schlimm, sie kennen sie ja nicht. Dein Kleiner wird viele andere tolle Menschen kennenlernen.
Tagsüber kann ich auch alles gut wegschieben, aber wenn ich abends im Bett liege, denke ich immer an meine Mom. Aber ich hoffe, daß das mit der Zeit weniger schmerzlich wird. Für dich natürlich auch.
Mir hilft es über sie zu reden. Meine große Tochter spricht noch sehr oft von ihrer Oma. Das tut mir irgendwie gut, da ich weiß, sie wurde noch nicht vergessen.
LG giggelpea

Beitrag von bobbelle 09.02.06 - 14:12 Uhr

Hallo Shira!

Das tut mir sehr leid.
Meine Mama lebt auch nicht mehr. Hatte auch Krebs.
Ich kann Dich sehr gut verstehen.
Ich weiß auch gar nicht, was ich noch schreiben soll, außer dass ich mit Dir fühle.

Ich zünde eine #kerze an für unsere Mama´s....

bobbelle#stern

Beitrag von colette71 09.02.06 - 15:11 Uhr

Hallo,

Lass dich mal ganz #liebdrueck

Es ist immer sehr schwer eine lieben Menschen zu verlieren:-(
Mein Vater starb vor 12 Jahren im Alter von 59 Jahren an akutem Kreislaufversagen 14 Tage vor meiner Hochzeit!
Auch nach so langer Zeit denke ich sehr oft an ihn und an manchen Tagen da muss ich#heul wenn ich an ihn denke.
Auch wenn viele meinen man muss stark sein so tut es auch sehr gut wenn man sich mal so richtig ausheulen kann und braucht sich deswegen auch gar nicht zu schaemen

Viele liebe Gruesse

Beitrag von nadine8382 09.02.06 - 15:36 Uhr

"Ich weis das es vielen anderen von Euch viel schlimmer erwischt hat."

Nee du,für mich ist es am schlimmsten Eltern oder Ehepartner zu verlieren.Das ist mein Alptraum.
Auch wenn man das nicht vergleichen sollte,ist dies das schlimmste für mich.
Tod ist immer schrecklich-wie ich wiedermal feststellen musste-und egal was wir machen wir werden immer darunter leiden.

Ich wünschte mir im Moment auch,das die Welt mal 5 Minuten stehenbleibt....

Drück dich #liebdrueck

Beitrag von pegasus080675 09.02.06 - 17:03 Uhr

Hallo,

ich kann dich so gut verstehen. Auch bei meinem Papa hat alles mit Rückenschmerzen begonnen. Er lag 2 Wochen auf der Orthopädie und keiner wußte was im fehlte. Dann haben sie Bluttests gemacht und festgestellt, daß er ein kleinzelliges Bronchial-Karzinom (Lungenkrebs unheilbar) hat. Da er zu diesem Zeitpunkt nicht entscheidungsfähig und noch nicht mit seiner zweiten Frau verheiratet war, sollte ich als damals 24jährige die Entscheidung treffen, ob er eine Behandlung mit Chemo (Lebenserwartung ca. ein Jahr) oder keine Behandlung (Lebenserwartung 6-8 Wochen) bekommt. Gott sei Dank war nach ein paar Tagen so fit, daß er selbst entscheiden konnte.

Also folgten 11 Chemos, eine Bestrahlung. 9 Monate voller Hoch und Tiefs. Am 11.01.2000 ist er dann gestorben. Ich, seine Frau und ihr Sohn waren 5 Tage im Krankenhaus bei ihm und haben ihn bis zu letzt begleitet. Leider ist er nicht friedlich eingeschlafen. #heul Auch die Schmerzmittel haben irgendwann nicht mehr geholfen. Es war furchtbar mitanzusehen, wie er leiden mußte.

Nun ist das schon 6 Jahre her und ich vermisse ihn jeden Tag.

Alles #liebe

Manu

Beitrag von lara2003 14.02.06 - 09:32 Uhr

Mein herzlichstes Beileid.
Ich weiß wie du dich fühlst...
Meine Mutter ist am 8.1.06 gestorben. Ihr ging es nicht gut, sie wollte sich nur hinlegen. Mein Vater wollte sie wecken und fand sie tot im Ehebett vor.
Sie wäre am 3.4 51Jahre alt geworden und an diesem Tag hätten sie auch Silberhochzeit gehabt.

Bin jetzt auch 24 Jahre und habe 2 kleine Kinder von 2 3/4 und 11 Monaten.
Es ist schwer zu begreifen und dennoch muß es irgendwie weitergehen.

Im Dezember hatte meine Mutter noch zu mir gemeint, das sie mich lieb hat. Ich gab keine Antwort, ich bereue es zutiefst.

#kerze Mama ich hab dich so lieb

Sandra

Beitrag von troublewomen 17.02.06 - 00:17 Uhr

Hallo

Ich zünde eine #kerze für deine Mama an und drücke dich ganz fest.

Am 16.02.2000 verstarb meine Mama ganz plötzlich an einem Blutgerinnsel im Kopf. Ich war damals 14 Jahre alt. Ich habe auch einen Kleinen Sohn, der heute 16 Wochen alt ist, manchmal frage ich mich was meine Mama dazu sagen würden, wie sehr sie sich gefreut hätte usw.

Es ist soooo schlimm einen lieben Menschen zu verlieren.

Mama ich werde dich nie vergessen!!!!!!