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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ingece 09.02.06 - 17:43 Uhr

Hallo,
ich muss mich mal ausheulen, weiß echt nicht mehr weiter. Eigentlich ist es total blöd, aber ich weiß echt nicht mehr weiter. Zur Vorgeschichte: vor 2 Jahren habe ich v.a. für meinen Freund aufgehört zu rauchen (er hatte damals auch aufgehört). Nur hat er seinen Plan bloß zwei Wochen durchgehalten. Ich bin allerdings standhaft geblieben und mittlerweile sehr froh, dass ich es geschafft habe. Nun verspricht er mir seit zwei Jahren immer wieder, dass er aufhört (mich stört es echt, wenn er immer so stinkt, außerdem ist es schädlich und zudem auch noch teuer- und so dicke haben wir es echt nicht!). Er versucht es auch immer mal wieder, fängt dann aber nach ein paar Tagen immer wieder an-erst sind es nur alle paar Tage mal eine bis er sich dann wieder auf seine normale Dosis gesteigert hat.
Das Schlimme an der Sache ist, dass er mich immer anlügt. Er erklärt mir ohne mit der Wimper zu zucken, er würde nicht rauchen, obwohl ich es ganz genau rieche. Erst nachdem er aus der Sache wirklich nicht mehr rauskommt, gibt er es zu. So geht das seit 2 Jahren. Jetzt hat er mal wieder einen Versuch gestartet und es ist wieder das Gleiche (er hat vorher noch großspurig behauptet, dass er lange aufgehört hat zu rauchen, wenn sein Kind auf die Welt kommt - ET ist der 02.05.06, haha). Ich kann diese Lügerei einfach nicht mehr ertragen. Ich weiß nicht, was ich ihm überhaupt noch glauben soll. Und er will einfach nicht begreifen, wie ernst es mir damit ist. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich mir seine Lügen nicht länger anhöre und dass, wenn sich an der Situation nichts ändert, ich ihn verlasse. Ich weiß allerdings nicht, ob ich das kann. Ich liebe ihn doch eigentlich. Und ich kann doch nicht 7 1/2 Jahre Beziehung wegwerfen, "nur" weil er einfach nicht willensstark genug ist, die Scheiß-Qualmerei aufzugeben. Aber ich will das aber eigentlich nicht für mein Leben akzeptieren müssen. Ich denke immer, dass, wenn er mich wirklich lieben würde, dann würde er es schon mir und unserem Kleinen zuliebe schaffen. Aber scheinbar habe ich mich da getäuscht. Jetzt zoffen wir wir uns grad jeden Tag deswegen und ich bin den ganzen Tag immer wieder am Heulen. Was soll ich denn nur machen? Bin ich zu hysterisch? Oder verlange ich denn wirklich zu viel von ihm? Was soll ich nur machen?
Vielen Dank fürs zuhören und für euren Zuspruch.
Christina (29. SSW)

Beitrag von vickyathome 09.02.06 - 17:56 Uhr

Hallöchen Christina,

kann dir auch was ähnliches Berichten!

Als mein Verlobter und ich erfahren haben, dass ich #schwanger bin, habe ich sofort aufgehört ohne nachzudenken und mein Schatz hatte mir ja auch versprochen aufzuhören, wenn es so sein sollte um mich zu unterstützen.

Das hat er dann eine Woche geschafft und auch heimlich wieder angefange. Natürlich habe ich es auch gerochen. Weil er mir aber sagte, dass es ihm echt sehr scgwer fiele, haben wir einen Kompromiss gestartet.

Er soll mir lieber offen sagen, wenn er raucht, damit er mich nicht anlügt (das find ich schrecklich#schmoll), und dafür kann ich es wenigstens ein bisschen Kontrollieren.#augen

Tja, also ich will ihn ja zu nix zwingen, aber hauptsache er raucht nicht in der Wohnung oder in der Nähe vom Baby - das ist mir wichtig - will er ja auch nicht machen.

Naja so haben wir alle unsere kleinen Macken.

LG Vicky 27 SSW

Beitrag von denny79 09.02.06 - 17:58 Uhr

Hey hallo!

Ich kann dich nur zuuuu gut verstehen!
Bei mir genau das Selbe! Ich habe aufgehört, als ich erfahren habe dass da noch ein kleiner Mitbewohner ist! Mein Freund war sofort Feuer und Flamme und hat mit aufgehört (zumindest nach Feierabend *zwinker*)
Zugegeben kamen einige Schicksalsschläge in seiner Familie und da ist er "schwach" geworden - dann hat er wieder aufgehört, dann ist er wieder schwach geworden usw.
So langsam bin ich auch wirklich genervt - er geht zwar zum Rauchen raus auf den Balkon, aber die Klamotten etc stinken ja wie´s blöde. Zumal habe ich gehofft, dass er bei Eis und SChneesturm selber kein Bock hat in der Kälte zu stehen... aber nein, lieber holen wir uns ne Lungenentzündung als den hart erkämpften Lungenkrebs aufzugeben!
Ich mecker neuerdings einfach wenn er auf den balkon will und ein schlechtes gewissen hat er schon! Was er ganz schlimm findet ist folgende taktik: Wenn er geraucht hat und danach zu mir kommt, gucke ich auf meinen Bauch und sage: Baby, wenn´s gleich stinkt ist das der Papa, der ist nämlich ganz willensschwach und ich hoffe du kommst nicht nach ihm was das angeht". Gut, ist zwar echt fies, aber er findet es ja selber auch nervig dass er´s nicht schafft.

Ich könnte noch stunden #bla
Sei einfach froh dass du ´s geschafft hast und schicke ihn auch zum rauchen raus. Sag ihm einfach wie lächerlich du das findest das er sogar so willensschwach ist, dass er dich anlügen muss.

Viel Glück!

Beitrag von weissecalla 09.02.06 - 18:02 Uhr

Hallo Christina!

Ich kann verstehen, daß Du völlig genervt und gefrustet bist, ABER: Mach doch bitte kein Drama daraus! Versuche lieber, einen Kompromiß zu finden. Du kannst doch nicht ernsthaft darüber nachdenken, ihn zu verlassen, nur weil er raucht???? Ihr bekommt ein Baby! Ich finde, ihr solltet wie Erwachsene darüber reden und Du mußt versuchen, ihm nicht nur Vorwürfe zu machen. Ist doch klar, daß er sich dann nicht traut, Dir die Wahrheit zu sagen! Vielleicht kann er ja abends aufs Rauchen verzichten, wenn er zu Hause ist. Was er tagsüber macht, mußt Du ihm überlassen. Naja, und in der Gegenwart Eures Babys wird er sicher eh nicht rauchen wollen, oder?
Kopf hoch! #liebdrueck
LG, anca

Beitrag von metamarlene 09.02.06 - 18:20 Uhr

Hallo, (SORRY-LANG!!!)

ich habe da ein ähnliches Problem, mein Mann ist Raucher und mich stört's. Wir haben uns schon oft über das Rauchen gestritten, da ist er ganz dünnhäutig. Im Unterschied zu Euch habe ich nie geraucht und er denkt garnicht daran, aufzuhören, tut nicht mal so. Man könnte jetzt zwar sagen, dann lügt er wenigstens nicht, aber mich ärgert das schon, dass Aufhören übehaupt nicht erst zur Debatte steht (während Deiner sich doch wenigstens hin-und-wieder Mühe zu geben scheint).
Beim letzten Streit darüber wurde klar, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Ich dulde sein Rauchen oder ich trenne mich. Da er weder in der Wohnung noch im Auto raucht, war es leicht, mich für uns zu entscheiden, schließlich bestimmt ja nicht das Rauchen die Qualität unserer Beziehung und ich muss nicht "mitrauchen".
Ich denke, Du musst Dich fragen, was Dir am Wichtigsten ist: dass der Mensch mit dem Du lebst nicht raucht, oder die Person selbst, mit dem Du jetzt lebst. Solltest Du Dich für ihn entscheiden: Mach ihm klar, dass Du ihn auch als Raucher akzeptierst (ohne zu verhehlen, wie wichtig es Dir dennoch wäre, wenn er es doch schaffte, aufzuhören). Dann braucht er Dir nämlich nichts mehr vorzuspielen, nur um einen weiteren Streit/weitere Vorwürfe zu vermeiden.
Bei meinem Mann ist meine einzige Hoffnung: er selbst fasst irgendwann den Entschluss aufzuhören. Anders glaube ich auch garnicht nicht, dass er in der Lage wäre, die Entzugsbeschwerden durchzustehen (er war vor 2 Jahren mal im Krankenhaus und konnte wegen seiner Verletzung 7 Tage das Bett nicht verlassen, ergo auch nicht rauchen. Das war schon kein schöner Anblick...in seiner Haut möchte ich nicht gesteckt haben. Als es ihm in Bezug auf den Entzug gerade besser ging, durfte er leider auch wieder aufstehen - und ging sofort rauchen:-[!!!)
Gruß
Andrea

Beitrag von schaenzchen 09.02.06 - 18:16 Uhr

Hallo Christina,
ich kann deinen Freund sehr gut verstehen! Als ich vor 8 Jahr mit meinem jetzigen Mann zusammen kam haben wir beide geraucht, er hört es kurze Zeit danach auf und hat das auch von mir verlangt. Leider habe ich es nicht recht eingesehen weil mir das Rauchen viel zu wichtig war und ich nicht eingesehen habe es für ihn aufzuhören wollte es mir nicht von ihm vorschreiben lassen, fühlte mich unter Druck gesetzt etc. Ich habe immer wieder Versuche gestartet es aufzuhören es aber leider nicht lange durchgehalten, habe auch heimlich geraucht und meinen Freund öfter angelogen. Die Droge hatte mich so sehr im Griff. Als wir dann heirateten und zusammenzogen musste ich mich ja irgendwann outen und habe dann "öffentlich" geraucht doch das gab ständig Stunk und unsere Beziehung war dadurch sehr belastet. Aber durch seinen Druck wurde ich nur bockiger und wollte es einfach nicht sein lassen. Allerdings hat es mich schon geärgert dass ich es nicht schaffe aufzuhören die Folgen sind mir ja bekannt. Auf jeden Fall habe ich mir immer wieder vor Augen geführt was alles besser wird wenn ich es aufhöre und siehe da am 31.12.04 habe ich die letzte Zigarette geraucht und bin seither überzeugter und sehr glücklicher Nichtraucher. Sicherlich hat mich mein Mann mit dazu bewegt aber schlussendlich war es mein Wille und meine Überzeugung. Was will ich dir damit sagen? Mit zu viel Druck erreichst du nur Sturheit, versuche Verständnis für deinen Freund aufzubringen und einen Weg zu finden dass er es aufhört und mache ihm klar, dass Lügen Vertrauen zerstören und keiner etwas davon hat. Erkläre ihm, dass er dir wichtig ist und du ihn nicht verlieren möchtest, dass es das Geld nicht wert ist etc. Es gibt übrigens auch tolle Internetseiten und wenn man die sich mal durchliest möchte man eigentlich nicht mehr rauchen.
Ich wünsche ihm viel Erfolg und Kraft diese Sucht bald zu überwinden!!
LG Schänzchen

Beitrag von kaeseschnitte 09.02.06 - 20:29 Uhr

hallo christina
bei allem verständnis dafür, dass dich das nervt: du wirst ihn nicht ändern können. er muss das selber wollen. so ist das aber mit allen charakterzügen, die einen stören. man muss lernen, damit umzugehen. mit druck erreichst du gar nix, eben höchstens, dass er dich anlügt. ich würde eher versuchen, verbindliche abmachungen mit ihm zu treffen. sprich: kein rauchen in der wohnung (das ist absolut inakzeptabel, wenn ein baby da ist!), hände waschen nach dem rauchen, kaugummi kauen etc.
ihn wegen dem rauchen zu verlassen, fände ich schon ziemlich straff. aber das musst du natürlich selber wissen.
alles gute
kaeseschnitte