Ich bin jetzt allein

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von diehebi 09.02.06 - 20:39 Uhr

Hallo Ihr Lieben!
Es fällt mir schwer meine Gedanken zu sammeln, aber ich versuche es einfach mal. Ich glaube, schreiben ist eine gute Therapieform...
Ich bin gerade mal 28 und ich habe keine Eltern mehr und meine Tochter kennt sie auch nicht...
Vor 1 1/2 Jahren ist mein Papa an Herzversagen gestorben. Einfach so. Eine halbe Stunde zuvor haben wir noch telefoniert. Dann hat er sich ins Bett gelegt und ist nie wieder aufgewacht. Er war 56... Zwei Wochen später starb mein Opa an Krebs, mit 75. Ich war hochschwanger und irgendwie habe ich alles ertragen, weil ich mußte. Vor 2 Wochen ist meine Mama gestorben, mit 48, an einer starken Unterzuckerung. Am Montag ist die Beerdigung und ich weiß einfach nicht, wie ich das ertragen soll. Ich habe keine Geschwister, meine Eltern hatten keine Geschwister. Ich hab nur noch meine Oma. Sie ist 80 und ich habe totale Angst, daß ihr auch was passiert.
Meine kleine Tochter ist mein einziger Trost, den ich habe, aber heute hilft mir gar nichts mehr. Mein Freund ist mir eine große Hilfe beim Erledigen der ganzen schrecklichen Dinge, die zu erledigen sind. Aber ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Ich bin so tief traurig und fühle mich total einsam und verlassen. Jetzt kommt auch alles mit meinem Papa wieder hoch. Ich träume nachts total schwer.
So, jetzt ist es raus...
Danke fürs zuhören.
Tränenüberströmt-dieHebi

Beitrag von vicky1233 09.02.06 - 20:51 Uhr

Hallo Hebi!

Lass dich mal fest #liebdrueck . Das tut mir wirklich sehr leid für dich. Ich habe damals meinen Papa verloren, er hatte Krebs und war 47Jahre jung.

Jetzt hast du zwar niemanden mehr von deiner Familie (außer Oma) aber deine Familie lebt doch in dir weiter, vor allem deine Mama und dein Papa und nicht nur in dir, sondern auch in deiner Tochter lebt deine Familie weiter.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Denk dran, du bist nicht allein, du hast eine Tochter und eine lieben Freund.

Lg Vicky und Dominik (8 Monate)

Beitrag von mausel63 09.02.06 - 21:43 Uhr

Hallo Hebi,

lass Dich in den Arm nehmen!#liebdrueck.Das ist ja schrecklich, dass Du so früh Deine Eltern verlieren mußtest!
Wenn ich daran denke, dass Deine Mutter nur 6 Jahre älter als ich bin...War Deine Mutter sehr schwer krank?
Ich habe auch keine Eltern mehr. Mir kommen auch manchmal die Gedanken, wenn ich und mein Partner später mal nicht mehr leben, wird unsere Tochter wohl allein sein...
Hast Du noch Kontakt zu Cousinen und Cousins Deiner Eltern? Hast Du eine Patentante? Vielleicht können die Dich auffangen? Was ist mit den Eltern Deines Freundes ?
Ich wünsche Dir und Deiner Oma am Montag ganz viel Kraft!
Ganz viel Ruhe und viel Frieden!
Alles Liebe!
Mausel

Beitrag von domimaus 10.02.06 - 09:31 Uhr

Hallo!
Das ist wirklich sehr sehr traurig, da #liebdrueck ich dich mal ganz ganz fest. Ich kann dich sehr gut verstehen.
Mein Opa ist im November 2004 gestorbe. da war ich auch sehr sehr traurig. Aber er hat mir mal vor sehr langer Zeit etwas gesagt: " Ein Mensch stribt erst dann endgültig, wenn niemand mehr von ihm spricht oder an ihn denkt"
Und genauso handhabe ich es auch so.
Ein Rat von mir, sprech mit deiner Oma, deinen Freund und auch deiner Tochter (hab keine Angst, wenn du vor ihr weinen musst, diese Gefühle gehören dazu) über deine Mama, deinen Papa und auch deinen Opa. Nimm dir auch Zeit dafür, um jeden einzelnen von ihnen zu trauern. Und das braucht auch seine Zeit. Manche Wunden heilen nie ganz, doch das ist ok.
Ich wünsche dir sehr viel Kraft für Montag und auch für die nächsten Monate.
#liebdrueck nochmal
Lg und ich denk mal an dich
Domimaus

Beitrag von chnander 11.02.06 - 12:59 Uhr

Oha du laß dich mal lieb #liebdrueck

Es tut mir sehr leid was dir wiederfahren ist und ich kann dir auch gut nachempfinden!
Ich habe solche Angst auch noch Meine mama zu verlieren und damit auch eine gute Freundin!
habe auch Angst allein dazustehn!
Man erahnt nur im entferntesten wie viel ein mensch ertragen kann und muß!Wie hart man manchmal im leben auf die Probe gestellt wird!Und wenn man sich es richtig überlegt ist das Leben ja eh nur geliehen!So wie die Kinder einem nur geliehen sind!


leider ist es so !


ich kann dir ja ma erzählen ein bisschen also damit du weißt es geht leider auch anderen so!

mein Vater verstarb an herzversagne nach einer Routine Op 4 Wochen vor seiner und Mamas goldenen Hochzeit!
Er wollte immer für meine Mama da sein( sie hat seit 2000 Krebs der bösen Sorte,Bauchspeicheldrüsenkrebs mit vielen Metastasen!)
Meine Mama lebt noch er hat sie zurückgelaßen!Meine letzte und einzigste liebste ma starb 1995!

Mein Vater lag noch 4 tage im Koma bis er starb!
Nun müßen wir uns um Mama sehr kümmern habe Angst schon seit 5 jahren sie auch zu verlieren!was ja absehbar ist!
Mein Neffe hatte einen Gehirntumor!Aber zum Glück gehts ihm besser!



Ich finde auch das das Gefühl immer stärker wird das ich ihn vermiße!

Er war mein ein und alles und es fällt einem echt schwer es vergeht auch kein tag wo ic nicht an ihn denke und weine!Es muß aber weitergehen und er hat sich so gefreut über sein Eneklchen nachdem wir 8 Jhare versuchten schwanger zu werden!

naja so ist das leben leider hart und oft ungerecht!
Ich drück dich lieb und #kerze für unsre beine Papas die bestimmt uns sehen ud ganz stolz auf uns sind:-)


Liebe Grüße Andrea