Wachstumsschub? Oder muss ich zufüttern?! Hilfe!!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von claudichma 10.02.06 - 11:21 Uhr

Hallo liebe Muttis,

ich weiß nicht mehr weiter und hoffe auf Euren Rat!

Ich stille meinen Kleinen voll. Er ist jetzt 6 Wochen alt und seit ein paar Tagen scheint er mir dauerhungrig zu sein. Er will alle 2 Stunden an die Brust, ich stille ihn an jeder Seite 20 Minuten. Vorher hatte er schöne 3-4-Stunden-Abstände beim Stillen, hat auch schon mal über 5 Stunden geschlafen, aber nun ist es wirklich nur noch Stillen - Wickeln - Stillen - kurz Schlafen - wieder Stillen. Und das Tag und Nacht.

Oft ist es jetzt auch so, dass er beim Stillen nach spätestens 10 Minuten dann anfängt herumzuknöttern und unruhig gierig zu saugen, als ob nichts mehr rauskommt. Auch nach dem Stillen schreit und weint er viel, manchmal schläft er zwischen den Stillpausen gar nicht, oder aber nur kurz und wird dann gleich wieder von neuem Hunger wach. Das Ganze geht jetzt schon seit einigen Tagen so. Ich habe das Gefühl, er ist dauerhungrig und kommt einfach nicht zur Ruhe (und ich mit ihm, denn ich schlafe nun GAR nicht mehr bzw. döse höchstens mal beim Stillen ein).

Was meint Ihr, muss ich nun schon zufüttern oder ist das nur ein Wachstumsschub? Ich habe Angst, dass er nicht mehr satt wird von der Muttermilch und überlege, ob es für ihn und mich nicht eine Erleichterung wäre, wenn ich zufüttere?! Das ist doch kein Dauerzustand, dass das Kind vor lauter Hunger total übermüdet ist und nicht zum Schlafen kommt. Oder soll ich noch abwarten, ob sich das wieder legt? Und wenn ja, wie lange soll ich warten?

Ich bin total enttäuscht, denn bis jetzt hat das mit dem Stillen so toll geklappt und er hat jede Woche 200-250 g zugelegt, und jetzt plötzlich so ein Drama! Was kann ich denn noch tun, soll ich ihm zwischendurch Tee geben oder wie überbrückt man so einen Wachstumsschub (wenn es denn einer ist)?!

Liebe Grüße
Claudia + Ben *28.12.05

Beitrag von twins 10.02.06 - 11:51 Uhr

Hi,
ja, es kann ein Wachstumsschub sein.
Oder habt Ihr etwas am Ryhtmus geändert?
Ist es im Hintergrund zu laut (TV, Musik, etc.) wo er sich nach dem Stillen nicht beruhigen kann?
Hast Du es mal mit einem Schnuller versucht?

Wenn Du nicht zugeschneit bist, gehe spazieren, so das das Baby schlafen kann....nach Möglichkeit immer zur selben Zeit.

Tee verhindert Hunger meiner Meinung hat nicht. Das ist für die Babys nur ein Durchläufer bis zu den Windeln.
Habs auch probiert und kaum war die Flasche aus, haben meine sofort die Milchflasche hinterher getrunken.

Meinen Zwillis habe ich immer am Abend eine Flasche gegeben. Da ich leider auch zu wenig Milch hatte.
Sonst wiege nach jeder Mahlzeit Dein Baby, um zu sehen, was es genau trinkt - oder einfach Stichproben.
Eine Waage kannst Du günstig in der Apotheke leihen.
So habe ich z.B. gemerkt, das sie in den ersten 5 Minuten an der Brust das meiste Trinken und der Rest fast nur Nuckeln war.

Grüße
Lisa
21.11.05, Zwillinge

Beitrag von orchidee1998 10.02.06 - 12:50 Uhr

Hallo Claudia,

meine Tochter hatte zwischen der 6 und 8 Wochen einen ganz heftigen Entwicklungsschub.

Kaum hatte sich die Brust auf die gößere Nachfrage eingestellt hat die Kleine schon wieder nach mehr verlangt. Statt wie sonst tagsüber alle 2,5 Std und nachts alle 5 Std. nach der Brust zu verlangen, musste ich auf einmal tagsüber jede Stunde und Nachts im 2 Std. Rhytmus stillen. Nach zwei Wochen war der Spuk vorbei und wir konnten wieder zu unseren gewohnten Stillzeiten zurückkehren.
Der nächste so heftige Schub kan dann im 5ten Monate und da habe ich dann mit der Beikost angefangen.

Gruss (ebenfalls) Claudia

Beitrag von sunflower.1976 10.02.06 - 13:06 Uhr

Hallo!

Wenn Du weiter voll stillen möchtest, dann gib´ Deinem Kleinen weder Milch aus dem Fläschchen noch Tee oder Wasser. Leider ist das Zufüttern in solchen Situationen oft der erste Schritt zum Abstillen.
Nur durch häufigeres Anlegen kann sich die Milchproduktion erhöhen.
Trink 2 bis 3 Liter am Tag, davon maximal 1 Liter Stilltee. Alkoholfreies Weizenbier oder Malzbier hilft auch, die Milchproduktion zu erhöhen.
Um die 6. Woche ist ein Wachstumsschub. Meine Hebamme hat mich zum Glück vorgewarnt, damit ich nicht plötzlich denke, dass die Milch nicht reicht.
Vor allem...glaub´ an Dich und die Fähigkeit, Deinen Sohn ernähren zu können! Klingt blöd, aber hilft!
Solche Zeiten werden immer mal wieder kommen...

LG Silvia

Beitrag von janti 10.02.06 - 13:20 Uhr

Hallo Claudia,

das hört sich wie ein Wachstumsschub an, habe beide meine Kinder voll gestillt. In dieser Situation musst Du nur durchhalten und immer bei Bedarf anlegen und denk nicht das Du zuwenig Milch hast, das ist reine Kopfsache. Je öfter Du anlegst, desto mehr wird Milch produziert und Dein Ben wird wieder zufriedener.

Alles Gute
Janti

Beitrag von ako0606 10.02.06 - 13:49 Uhr

Ha bei mir ist das genau das gleiche...
auch bei einem Ben am 22.12. geboren :-)

ich bin fast am verzweifeln, weil meine brustwarzen dieses alle 2 stunden getrinke nicht gut mitmachen...
ich hoffe das geht bald vorbei sonst werde ich ihm doch mal ein fläschchen geben...

heute hat er nicht mal im auto geschlafen und will die ganze zeit unterhalten werden...dann schreit er auch nicht... sobald ich ihn irgendwo hinlege oder mich mit ihm hinsetze ist das geschrei gross. :-)

ich geh jetzt gleich malspazieren,... mal sehen ob das hilft.. ist eigentlich immer ein super mittel...

gruesse
/a