Meine Felina liebt mich nicht mehr!

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von kathinka28 10.02.06 - 13:13 Uhr

Ihr Lieben!

Bin ganz schön traurig...meine #katze Felina ist jetzt 8 Monate alt. Hab sie mit 12 Wochen von einem Bauernhof geholt und sie war sofort mein Augenstern, mein herzallerliebstes Kätzlein und sie hat sich gleich wohl bei uns gefühlt. Immer wollte sie schmusen, kaum hab ich mich wohin gesetzt war sie schon auf meinem Schoss und überhaupt ist sie mir immer nachgelaufen und hat meine Nähe gesucht.

So, vor ca. 3 Wochen haben wir einen Babykater dazugenommen, weil immer alle gesagt haben eine Katze braucht einen Gefährten und wenn wir arbeiten ist sie alleine - das hat alles plausibel geklungen und ich will doch das Beste für mein Schätzchen. Der Felix und sie haben sich dann nach 3 bis 4 Tagen richtig gut verstanden und das ist bis jetzt auch so geblieben. Sie schmusen und spielen wie die Irren und die Felina putzt ihn auch ganz viel! Aber mich ignoriert sie seitdem!!!!

Sie kommt überhaupt nicht mehr zu mir, weicht mir richtig aus und wenn ich sie streicheln will dann geht sie weg! Ich bin echt soooo traurig darüber! Denk ihr, dass das wieder besser werden kann oder ist sei einfach wirklich mega böse, dass der Kleine jetzt da ist? Ich denke aber, dass sie ihn ziemlich mag...sie faucht ihn nie an oder so und ist wirklich lieb zu ihm!

Hoffe so sehr, dass mich meine Felina bald wieder lieb haben kann!
Wollt ich nur mal los werden!
Eure Kathinka

Beitrag von bine3002 10.02.06 - 13:47 Uhr

Also erstmal: Es war die absolut richtige Entscheidung, eine zweite Katze dazu zu nehmen. Und dass sie sich nach so kurzer Zeit schon so innig "lieben" ist doch der beste Beweis dafür.

Der Mensch ist immer nur ein Ersatz, richtiges echtes Katzenverhalten kann man nur unter Katzen beobachten und es wichtig, dass die das ausleben dürfen. DAS sollte bei dir im Vordergrund stehen.

Sie hasst dich nicht! Sie muss nur gerade ihre sozialen Beziehungen zu ihresgleichen aufbauen. Lass sie, sie ist glücklich, denke ich und das ist doch die Hauptsache.

Ich würde ihr auch übrigens nicht hinterher laufen. Du bist der Rudelchef und Du hast das nicht nötig. Denk ein bißchen "katzisch".

Beitrag von kathinka28 10.02.06 - 14:20 Uhr

Danke, jetzt musste ich richtig lachen...ich muss mehr "katzisch" denken, hast völlig recht!

Ich denke ja auch, dass sie jetzt glücklich ist! Ich hoffe es halt, weil ich sie eben so lieb hab. Vielleicht muss sie wirklich erst damit zurecht kommen, dass jetzt der kleine Racker da ist. Sie spielt auch nicht mehr mit ihren 1000 Mäusen und Bällen...ist auch ein wenig komisch, wenn sie spielt, dann nur mit ihm!

Aber vielen Dank jedenfalls, bin wahrscheinlich nur ein wenig überempfindlich!
#katze Kathinka

Beitrag von bine3002 10.02.06 - 15:47 Uhr

Mit "katzisch" denken meine ich, dass Du sie nicht vermenschlichen solltest. Liebe ist ein Begriff, den Katzen wohl so nicht kennen. Das ist auch gut so, denn wenn sie lieben könnten, dann könnten sie auch hassen und ich glaube, das ist eindeutig menschlich.

Sieh es mal so, dass die "Liebe", die sie dir vorher entgegen gebracht hat, mehr so eine Notlösung war. Ebenso wie das Spiel mit den Mäusen und Bällen.

Jetzt hat sie "etwas" viel Besseres. Jemanden, der ihre Sprache spricht, mit dem sie sich austauschen kann, auf ihre eigene ganz katzentypische Weise und das ist doch toll.

Anstatt an den Schmusestunden kannst Du dich nun daran erfreuen, wie gut sie sich mit dem Katerchen versteht. Und selbst wenn sie das einmal nicht tun sollte, wenn sie sich also mal mit ihm prügelt oder streitet, ist das immer noch besser als überhaupt gar kein Kontakt zu Artgenossen. Und diese Interaktionen zu beobachten kann genauso toll sein wie schmusen. Außerdem ist es für dich auch eine Herausforderung, herauszufinden, was Du tun mußt, damit sie dich auch mal wieder beschmust. "Katzisch" denken halt...

Ich habe einen Kater mit einer chronischen Zahnfleischentzündung. Als es ihm noch schlecht ging, da war er sehr sehr anhänglich und hat ständig geschmust, genau wie deine Katze. Jetzt bekommt er Kortison und es geht ihm besser. Er ist dadurch aber auch weit weniger anhänglich. Da könnte ich ja auch sagen, dass er mich nun nicht mehr liebt. Stattdessen freue ich mich aber, dass es ihm gut geht.

Oder meine Schlangen... die schmusen gar nicht. Sie danken das auf ihre eigene Weise, indem sie gesund sind, sich vermehren, gut fressen etc.

Beitrag von kathinka28 10.02.06 - 16:32 Uhr

Liebe Bine!

Ich hab dich eh richtig verstanden, schon bei deiner ersten Antwort! Dass man als Tierhalter unter keinen Umständen egoistisch denken darf, dessen bin ich mir 100% bewusst! Ich wollte nur mal kurz jammern...ich sehe ja, wie sehr sich die Felina mit dem Felix wohl fühlt!

Und deinen Ratschlag mal ein wenig "katzisch" zu denken nehme ich mir sehr zu Herzen, werde ich bestimmt versuchen! Ich bin halt mein ganzes Leben bisher von Hunden umgeben gewesen..."hundisch" spreche ich perfekt...aber das ist halt so gar nicht "katzisch" wenn du weisst was ich meine!

Vielen Dank für deine vielen Hilfestellungen!
Alles Liebe und Gute, auch an deinen Kater, hoffentlich geht es ihm weiterhin gut (auch ohne Kortison)
Kathinka

Beitrag von bine3002 10.02.06 - 16:53 Uhr

Ja, Hunde und Katzen sind schon sehr unterschiedlich. Aber Du hast ja jetzt Gelegenheit, mehr über Katzen zu lernen. Mit Zweien geht das wunderbar.

Ich verstehe deine Sehnsucht nach Schmusen schon. Ich brauche das auch mit meinen beiden Süßen (siehe Visitenkarte). Aber bei Katzen muss man manchmal ganz schön schleimen, um sie um den Finger zu wickeln. Bei Hunden ist das leichter, denke ich. Aber genau deswegen liebe ich katzen so sehr.

Und zu meinem Kater: Er wird leider sein ganzes restliches Leben lang Kortsion nehmen müssen. Chronische Zahnfleischentzündungen bei Katzen sind wenig erforscht und entsprechend wenig Heilungschancen gibt es. Wir haben schon vieles probiert ohne Erfolg bzw. es war hinterher immer noch schlimmer. Er ist jetzt fast 10 Jahre alt, kommt aus dem Tierheim und dieses ständige auf und ab hat ihn ziemlich mitgenommen. Kortison ist zur Zeit die einzige Lösung, mit der er auch endlich mal zur Ruhe kommen kann. Er wird nicht steinalt werden, aber er ist schmerzfrei, das ist mir wichtig.

Beitrag von kathinka28 10.02.06 - 17:08 Uhr

Na deine zwei sind ja herzallerliebst! Ich denke auch, mit der Zeit werde ich bestimmt besser lernen die zwei zu verstehen! Bei Hunden ist das eben wirklich ganz anders...aber das ist ja altbekannt!

Tut mir leid, dass dein Katerchen soviel schon hat durchmachen müssen, denke bei dir hat er aber ein wunderschönes Leben und dann muss er eben das Kortison nehmen; das Wichtigste ist wirklich, er hat keine Schmerzen! Stell ich mir wirklich schrecklich vor, der Arme! Gottseidank geht´s ihm jetzt besser!

Ich habs leider noch nicht geschafft Bilder von meinen Beiden hochzuladen, aber die kommen noch! Ich liebe die Beiden echt so sehr...hab richtige Muttergefühöe entwickelt!! Ich Depperl ich!


Beitrag von shandor 10.02.06 - 17:19 Uhr


Die Mama von meiner Tabby #katze das bin ich.#liebe

Bin also auch ein Depperl. *grins*

Meine Süsse ist ein irrer Feger. Die kommt höchsten 2-3 Mal am Tag kurz zum Schmusen. Am liebsten, wenn ich Zeitung lesen will, oder am PC sitze.#augen
Aber sie soll es so machen, wie sie will, ich zwinge sie zu nichts. Sie liebt es aber, überall dabei zu sein und sie ist einfach entzückend mit ihren Kapriolen, auch wenn sie schon viel zerdeppert hat. *heul*

Tabby darf das.


Lieben Gruß
Eva

Beitrag von sternenzauber24 10.02.06 - 19:01 Uhr


Hallo

Da mußt du nicht traurig sein.Eigentlich suchen doch wir Menschen uns die Tiere aus,damit sie bei uns alt werden dürfen.Also haben auch wir die Pflicht,in dieser Zeit für ihr wohlbefinden zu sorgen.Ein Artgenosse kann doch echt nur richtig sein,das größte Geschenk was du dafür bekommst ist das Glück der beiden:-).

Alles Liebe,

Sternenzauber#stern

Beitrag von blinkingstar 10.02.06 - 23:31 Uhr

Hallo Kathinka,

ich hab zwei kleine Geschwister Katerchen.
Die beiden spielen auch viiieeel lieber mit sich als mit uns. Sie kuscheln zwar trotzdem viel mit uns, aber das auch nur weil, wie uns jeder Besucher bestätigt, sie extremst verkuschelt sind. Sie schmusen auch viel zusammen und das nicht nur wenn sie schlafen.
Generell kann man sagen: die Katze bevorzugt ihren Artgenossen ggü. dem Menschen.
Also kein Grund zur Sorge.... sie werden nie vergessen, wer ihr Dosenöffner ist ;-)

Viele Grüße

Blinking#stern mit #katze Linus und #katze Batman