Titel für Diplomarbeit im Bereich "Dyskalkulie" gesucht

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Beitrag von lara_lea_noah 10.02.06 - 13:20 Uhr

Hallo,

nachdem ich hier das letzte Mal super Buchtipps als Quellen für meine Diplomarbeit bekommen habe möchte ich euch heute gerne wieder um Rat fragen. #freu

Ich schreibe gerade meine Diplomarbeit (mit dem Ziel Lerntherapeutin zu werden) und mein Hauptthema ist die Dyskalkulie. Hat jemand eine Idee was man da als Überschrift nehmen kann für die Diplomarbeit? Es geht grundlegend um Lernschwäche beim Schüler, wie man diese erkennen und therapieren kann. Ein Fallbeispiel habe ich auch mit dabei. Ich kann die Arbeit doch wohl kaum "Dyskalkulie" nennen, oder?

Lara

Beitrag von 1lolita1 10.02.06 - 21:40 Uhr

Da gibt es eine Diplomarbeit mit dem Titel:

"Dyskalkulie und zählendes Rechnen Fallbeispiel Nadine"
Autorin: Sabine Lehmann

Hier mal der Link:

http://www.diplomarbeiten24.de/vorschau/28335.html

vielleicht hilft dir das.

LG Loli

Beitrag von f.j.neffe 11.02.06 - 16:47 Uhr

Einer Ihrer Lehrer sollte doch so interessant auf dem Lösungsweg unterwegs sein, daß er Ihnen eine für Sie interessante Frage zur Bearbeitung stellen könnte. Wenn nicht, dann frage ich mich, wofür er überhaupt Arbeit von Ihnen möchte.
Wenn Sie Lerntherapeutin werden möchten, hab Sie dann schon mal im Wörterbuch nachgeschaut, was Lernen und Therapeut auf Deutsch bedeutet?
Lernen + Lehren kommt von >laisti< = "die Fährte, Fußspur". Lehrer wird man also nicht durch Beibringen (das vereitelt sogar meist Lernen) sondern dadurch, daß man erst einmal selbst eine interessante Spur des Lebens gefunden hat und sich so dafür interessiert, daß andere auf einen aufmerksam werden und einem folgen möchten - das wären dann wirkliche Lerner.
Der "therapeutes" war bei den alten Griechen "der Verehrer, Pfleger"; sie wollen also Verehrerin und Pflegerin des Lernens werden.
Lat. "calculus" ist das Steinchen. und griech. "dys" ist "auseinander". Ist es nicht komisch, von "Dyskalkulie" als "Rechenschwäche" zu reden, wenn fast kein Mathematiklehrer weiß, daß griech. "mathematike" = Lernbegierde bedeutet?
Wenn man so großes Interesse hat, Begriffe zu etablieren und auf ihnen ganze Industriezweige aufzubauen, und wenn man aber diese Begriffe nicht einmal selber versteht und auch gar keine Lust dazu hat, sie genauer anzuschauen, dann ist das tatsächliche Problem doch wohl ein anderes und nicht "Dyskalkulie".
Im Grundschullehrplan geht es z.B. in der 1.Klasse um das Rechnen im Zahlenraum 1 -20. 40 Wochen x 5 Mathestunden = 200 Stunden von 1 - 20 und zurück! Wer hält sowas aus, ohne nicht zumindest eine Neurose zu bekommen? Was würde passieren, wenn ich die Schulamtsdirektoren Ihres Regierungsbezirkes in einen großen Saal sperrte und zwänge, 200 Stunden lang bis 20 zu rechnen? (Nur nebenbei: sog. Lernbehinderte wären es 200 Stunden von 1 - 6 und zurück! Was bleibt da noch für sog. Geistigbehinderte?) Hätten wir nicht nach spätestens 100 Stunden den ersten Mord- oder Selbstmordversuch? .......
Ich weiß ein lustiges Thema für Sie:
Dyskalkulie - unerklärliche angeborene Schwäche oder durch unsensiblen päd. Umgang aller Bezugspersonen verursachte SCHWÄCHUNG der RechenSTÄRKE des Kindes ?
Seit ich die Geschichte nämlich untersuche, habe ich niemand gefunden, der zwischen Schwäche und Stärke unterscheidet. Alle fördern, trainieren und nähren letztlich nur die Schwäche und um die Rechenstärke (und alle übrigen Stärken) kümmert sich niemand, man mißhandelt sie und läßt sie verhungern.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Vergnügen und grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
Die neue ich-kann-Schule

Beitrag von nisivogel2604 11.02.06 - 16:48 Uhr

Hallo Lara,
ich kann dir leider keinen Titel vorschlagen, aber versuch doch auch, in deinem Titel klar zu machen, wie unbekannt Dyskalkulie überhaupt ist.
Ich leide nämlich selber drunter. Ich arbeite hart daran, es einigermaßen zu trainieren, damit ich in der Öffentlichkeit nicht ganz so doof dastehe, denn es gibt im Bekanntenkreis immer wieder Leute, die gerne so kleine Rechenspielchen anstellen. Wenn man Dyskalkulie hat, fühlt man sich echt sch... und das beste: Keiner erkennt es an, man wird einfach als Dumm erklärt. Hast du private Erfahrungen mit Dyskalkulie Menschen gemacht? Ich habe nämlich die Erfahrung, dass man sich ähnlich wie ein Analphabet verhält: Man versucht die ganze Sache zu vertuschen, damit es bloß keiner merkt.
LG Denise